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Coronavirus: Fataler Laborfehler mit Folgen? 43.000 Briten womöglich doch infiziert

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Eine Person wird auf das Coronavirus getestet.
Etwa 43.000 Engländer könnten versehentlich zu Unrecht negative Corona-Testergebnisse erhalten haben. © Julian Stratenschulte / dpa

In Großbritannien könnten tausende Menschen ein falsches Corona-Testergebnis bekommen haben. Die Gesundheitsbehörde leitet eine Untersuchung ein.

Wolverhampton - Großbritannien zählt nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts als ein Hochrisikogebiet, also ein Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. So liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Vereinigten Königreich bei fast 400. In Anbetracht dieser hohen Fallzahlen scheint ein unterlaufener Laborfehler umso fataler: Etwa 43.000 Menschen in England könnten versehentlich zu Unrecht negative Corona-Testergebnisse erhalten haben.

Laborfehler in Großbritannien: Corona-PCR-Tests betroffen

Wie die Gesundheitsbehörde Health Security Agency am Freitag (15. Oktober) mitteilte, seien die Untersuchungen in einem Labor in der Stadt Wolverhampton (Vereinigtes Königreich) ausgesetzt worden. Insgesamt seien dort rund 400.000 Tests ausgewertet worden. „Die überwiegende Mehrheit davon werden negative Ergebnisse gewesen sein, aber schätzungsweise 43.000 Menschen könnten zwischen dem 8. September und 12. Oktober ein falsches negatives PCR-Testergebnis erhalten haben, hauptsächlich im Südwesten Englands“, so die Behörde.

Probleme mit Corona-Tests: Behörde ermittelt

Die Health Security Agency habe eine Untersuchung eingeleitet. Technische Probleme mit den Tests selbst konnten ausgeschlossen werden. Demnach können diese weiterhin wie gehabt genutzt werden. Die Behörden versuchen nun die Menschen zu ermitteln, die noch immer infektiös sein könnten. Zudem riefen sie deren enge Kontaktpersonen dazu auf, sich ebenfalls auf das Coronavirus testen zu lassen. „Wir haben zuletzt eine steigende Zahl positiver Schnelltestergebnisse gesehen, denen negative PCR-Testergebnisse folgten“, sagte Will Welfare von der Health Security Agency. Dieser Umstand habe die Behörde alarmiert.

Indes steigt in Bayern die Inzidenz weiter an und erreichte nun den höchsten Wert seit Mai. Eine Gemeinde sprengte sogar eine Sieben-Tage-Inzidenz von 300. (dpa/jsch)

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