Beliebte Urlaubsziele betroffen

Corona-Hochrisikogebiete: Deutschland verschärft Einreiseregeln für mehr als 20 Länder - neue RKI-Liste

Deutschland stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein, darunter ein Nachbarland und beliebte Urlaubsziele. Es gelten verschärfte Corona-Einreiseregeln.

  • Coronavirus in Deutschland: Mehr als 20 Länder sind als Hochrisikogebiete eingestuft worden.
  • Für Einreisende aus diesen Ländern gelten verschärfte Regeln.
  • Das RKI hat eine neue Liste der „Hochinzidenzgebiete“ veröffentlicht.

Berlin - Deutschland hat wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete mit verschärften Einreiseregeln eingestuft, darunter ein Nachbarland und beliebte Urlaubsziele.

Dazu gehören nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) unter anderem folgende Staaten: Tschechien, Spanien, Portugal, Ägypten, Israel und die USA. Für Einreisende aus diesen Ländern mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland gilt ab Sonntag eine strengere Testpflicht und auch die Ausnahmeregeln für die Quarantäne können von den Bundesländern verschärft werden.

Corona-Hochrisikogebiete: Strengere Einreiseregeln für Menschen aus „dunkelroten Zonen“

Am Donnerstag (21. Januar) hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union darauf verständigt, wegen der Gefahr durch neue Varianten des Coronavirus vermeidbare Reisen weitestgehend auszubremsen, die Grenzen für Waren und Pendler aber offen zu halten. Es ging dabei unter anderem um Test- und Quarantänepflichten für Menschen aus „dunkelroten Zonen“ mit sehr hohen Corona-Fallzahlen. Diese Kategorie soll auf EU-Ebene neu eingeführt werden. In Deutschland gibt es dazu bereits seit dem 14. Januar eine neue Einreiseverordnung, auf deren Grundlage jetzt die Hochrisikogebiete benannt wurden.

Damit gibt es jetzt drei Kategorien von Corona-Risikogebieten:

  • „Normale“ Risikogebiete: Das sind Länder oder Regionen über einem Grenzwert (auch Inzidenzwert genannt) von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das gilt derzeit für fast ganz Europa mit Ausnahme einzelner Gebiete in Griechenland, Finnland, Norwegen, Österreich und Dänemark. Weltweit sind weit mehr als 100 Länder Risikogebiete.
  • „Hochinzidenzgebiete“: Das sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Der Grenzwert ist eine Inzidenz von 200 (Inzidenz in Deutschland: 112,6). Es können aber auch Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu „Hochinzidenzgebieten“ erklärt werden.
  • Virusvarianten-Gebiete: Das sind Gebiete, in denen hochansteckende Varianten des Coronavirus aufgetreten sind. Bisher fallen Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien in diese Kategorie.

Corona-Hochrisikogebiete: Test muss bereits vor Einreise erfolgen

Reisende aus „normalen“ Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab Tag fünf vorzeitig befreien lassen.

Der Unterschied bei den Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten: Der Test muss bereits höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgen. Außerdem können die Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden. Das ist aber Sache der einzelnen Bundesländer. Mit den neuen Regeln werden Reisen ins Ausland noch unattraktiver, als sie ohnehin schon sind.

Corona in Deutschland: Die neuen „Hochinzidenzgebiete“ im Überblick

  • Ägypten
  • Albanien
  • Andorra (Fürstentum Andorra)
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Estland
  • Iran
  • Israel
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Lettland
  • Libanon
  • Litauen
  • Mexiko
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
  • Portugal
  • Serbien
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

(sk/dpa)

Rubriklistenbild: © imago images / Future Image

Auch interessant

Kommentare