„Ermittlung wurde deutlich erschwert“

Corona-Skandal: Ganze Schulklassen müssen in Quarantäne - Behörden erheben nach Hochzeit massive Vorwürfe

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Nach einem Corona-Ausbruch in Mainz und Wiesbaden kommt es zum Covid-19-Eklat: Coronavirus-Infizierte aus einer Hochzeit behindern angeblich die Ermittlungen der Behörden.

  • Coronavirus-Pandemie*: In Wiesbaden und Mainz kommt es nach einer Hochzeit zu einem Corona*-Ausbruch.
  • Die Behörden in Wiesbaden erheben schwere Vorwürfe gegen die Hochzeitsgesellschaft - haben Covid-19-Infizierte die Ermittlung von Kontaktpersonen behindert?
  • Wegen des Corona*-Ausbruchs müssen in mehreren Schulen ganze Klassen in Quarantäne - und auch Mitarbeiter der Stadtwerke.

München/Wiesbaden - Mächtig Ärger in Wiesbaden und Mainz! Nach einer großen Hochzeitsfeier in Mainz kam es zu einem größeren Corona*-Ausbruch. Inklusive schwerer Anschuldigungen der Behörden.

Laut Focus Online feierten rund 100 Menschen auf einer marokkanischen Hochzeit, inzwischen wurden - Stand Dienstagabend - demnach 18 Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Wie die Stadt Wiesbaden schreibt, wird das eigene Gesundheitsamt seither immer wieder mit Covid-19-Fällen konfrontiert, „die sich in der Ermittlung auf die Feierlichkeit zurückführen lassen“.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Ärger in Wiesbaden und Mainz nach Hochzeit

Mehr noch: Die Behörden hatten eigenen Angaben zufolge Probleme, festzustellen, wer denn nun alles auf der Hochzeitsfeier anwesend war. Und, mit wem die Corona-Infizierten* anschließend noch Kontakt hatten. Wichtige Informationen, um bestenfalls die Infektionskette zu unterbrechen.

Die Vorwürfe sind erheblich: Laut Stadt Wiesbaden machten die mit Corona* infizierten Personen dem Gesundheitsamt keinen genauen Angaben über ihre Kontaktpersonen.

„Die Ermittlung wurde deutlich erschwert und verzögerte sich entsprechend. Es dauerte einige Tage, bis das Gesundheitsamt zumindest eine unvollständige Gästeliste zur Verfügung stehen hatte und die darauf genannten Personen informieren konnte. In dieser Zeit waren die Gäste nicht in Quarantäne, sondern sind der normalen Alltagsbeschäftigung nachgegangen: In Schulen, Arbeitsstätten und mit Kontakt zu weiteren Freunden und Familienmitgliedern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Wiesbadener Behörden.

Corona-Pandemie in Deutschland: Stadt Wiesbaden erhebt Vorwürfe gegen Covid-19-Infizierte

Die Folgen sind ebenfalls erheblich: Wie die Stadt Wiesbaden weiter erklärt, stehen jetzt ganze Klassen verschiedener Schulen unter Quarantäne. Zudem hätten einzelne Covid-19-Infizierte in der Kantine der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden Kontakt mit anderen Mitarbeitern der ELW gehabt, die daraufhin ebenfalls in Quarantäne geschickt werden mussten.

„Aufgrund des Ausbruchsgeschehens ist ganz klar, dass sich auf der Veranstaltung nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten wurde“, erklärte Dr. Kaschlin Butt, Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes. 

Die Behörden prüfen nun etwaige Bußgelder. (pm) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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