Impfzentrum Friesland: Kochsalzlösung anstatt Biontech.
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In einem Impfzentrum im Kreis Friesland könnte in mehreren tausend Fällen eine Kochsalzlösung statt einer Impfung verabreicht worden sein.

Impfzentrum in Niedersachsen

Eklat um Impf-Manipulation weitet sich aus: Kochsalz statt Biontech! 8500 Menschen betroffen?

  • Kathrin Reikowski
    VonKathrin Reikowski
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Kochsalzlösung statt Biontech: In Ostfriesland hat eine Impfzentrummitarbeiterin möglicherweise bis zu 8500 Impfdosen manipuliert - und nicht nur sechs, wie ursprünglich angenommen.

Ostfriesland - Eine Mitarbeiterin eines ostfriesischen Impfzentrums könnte bis zu 8557 Impfdosen manipuliert haben. Die Polizei hatte gegen die Frau ermittelt, die bereits im April aufgefallen war. Damals hieß es, sie habe sechs Ampullen des Biontech-Impfstoffs versehentlich fallen gelassen und aus Angst vor Ärger durch Kochsalzlösung ersetzt. Die Mitarbeiterin hatte sich nach Angaben des Roten Kreuzes einer Kollegin anvertraut. Sie war daraufhin entlassen worden.

Nach polizeilichen Ermittlungen könnte der Fall aber eine viel größere Dimension haben. Potentiell Betroffene werden jetzt angeschrieben und gegebenenfalls nachgeimpft.

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Bei den Ermittlungen war offenbar aufgefallen, dass sich die Frau in sozialen Medien corona-kritisch geäußert habe. Auch ein politisches Motiv sei möglich, so die Ermittler - Details wurden aber nicht bekannt gegeben. „Nach aktuellen polizeilichen Erkenntnissen besteht die Gefahr, dass die Verursacherin auch in weiteren Fällen anstelle des Impfstoffs nur eine Kochsalzlösung in den Spritzen aufgezogen hat“, teilten die Behörden lediglich mit.

Angesichts der „unklaren Situation“ sei es wichtig, dass allen möglicherweise Betroffenen nun zeitnah „Nachholimpfungen“ angeboten würden. Bis zu 8557 Menschen könnten potentiell betroffen sein. Sie wurden im Zeitraum zwischen März und April geimpft, als die Krankenschwester Dienst hatte und für die Vorbereitung der Spritzen zuständig war.

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Schon im April, direkt nach Bekanntwerden des Falles, war nicht mehr zu ermitteln gewesen, welche Geimpften die sechs manipulierten Dosen erhalten hatten. Etwa 200 Menschen wurden zur Bestimmung ihrer Antikörper damals eingeladen.

Weil die Impfungen nun aber bereits Monate zurückliegen, sei dieses Vorgehen nicht mehr sinnvoll, so das Rote Kreuz. Stattdessen sollen alle möglicherweise Betroffenen informiert werden und einen neuen Impftermin bekommen. Die Nachimpfungen würden in Abstimmung mit dem RKI und der Ständigen Impfkommission vorgenommen. (dpa/kat)

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