Symbolbild, ein Impfpass in digitaler Form auf dem Smartphone iPhone
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Der digitale Impfpass könnte schon bald kommen. (Symbolbild)

QR-Code als Eintrittskarte

Exklusiv: Digitaler Impf-Pass kommt - Spahns Ministerium lässt Telekom leer ausgehen

Reisen trotz Corona-Krise? Es könnte bald wieder möglich sein - dank des geplanten digitalen Impfpasses in Deutschland. Offenbar bekommt ein Unternehmen mit dem Standort in München dafür den Zuschlag.

München – Der geplante digitale Impfpass in Deutschland nimmt Konturen an. Nach Informationen des Münchner Merkur* erhält das amerikanische IT-Unternehmen IBM, dessen Deutschlandzentrale in München sitzt, vom Bundesgesundheitsministerium den Zuschlag für die Entwicklung. Die Telekom, die bereits mit SAP die Corona-Warn-App entwickelt hatte, geht dagegen leer aus.

Mit dem Impfpass, der beim jüngsten EU-Gipfel beschlossen wurde, sollen bis zum Sommer europaweit Urlaubsreisen ermöglicht werden. Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für den digitalen Pass vorlegen. Geplant ist ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich tragen könnte – ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen nationale Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet und digital verknüpft werden.

Corona: Reisen dank digitalem Impfpass? IBM bekommt offenbar Zuschlag für Entwicklung

Den Planungen zufolge kann der Impfpass nicht nur beim Grenzübertritt helfen, sondern auch beim künftigen Zugang zu Restaurants, Geschäften, Fitnessstudios oder Hotels. Wie Business Insider berichtet, ist der Auftrag durchaus lukrativ: Laut den Ausschreibungsunterlagen soll es pro Zertifikat 50 Cent geben. Bei einer Impfquote von 80 Prozent in diesem Jahr gäbe der Auftrag mehr als 32,5 Millionen Euro.

In Altötting bekommen Bürger, die die Zweitimpfung erhalten haben, schon jetzt einen digitalen Ausweis mit QR-Code ausgehändigt. Erfasst sind dieselben Daten, die im Impfausweis stehen. „Aber sie sind fälschungssicher und schnell abrufbar“, sagt Landrat Erwin Schneider. Auch andere Kreise denken bereits über solche Impfkarten nach. (mik/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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