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Kampf gegen Corona: Ein Land lässt Hunderttausende gegen Coronavirus impfen - trotz großer Risiken

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Von: Patrick Mayer

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Peking: Xi Jinping (vorne), Präsident von China, winkt bei einer Veranstaltung in der Großen Halle des Volkes zu Ehren derjenigen, die gegen die Corona-Pandemie kämpfen.
Peking: Xi Jinping (vorne), Präsident von China, winkt bei einer Veranstaltung in der Großen Halle des Volkes zu Ehren derjenigen, die gegen die Corona-Pandemie kämpfen. © Huang Jingwen/dpa

Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus gleicht einem weltweiten Wettlauf. China legt im Kampf gegen Corona ein spektakuläres Tempo vor - große Risiken inbegriffen, wie eine Recherche des Nachrichtenmagazins Spiegel zeigt.

München/Peking - Das Thema ist kompliziert wie präsent: die Suche nach einem Impfstoff gegen das heimtückische Coronavirus.

Nach wievielen Testphasen darf ein Impfstoff gegen den Erreger SARS-CoV-2 auf den Markt kommen? Sind Schnellschüsse in der medizinischen Forschung im Kampf gegen Covid-19 notwendig oder gefährlich? Und nicht zuletzt: Welches Land liefert den ersten flächendeckenden Impfstoff?

Corona-Impfstoff: China geht im Kampf gegen das Coronavirus ein hohes Risiko ein

Zumindest auf letztgenannte Frage hat China jetzt eine Antwort gegeben. Das zeigt eine Recherche des Nachrichtenmagazins Spiegel (hinter einer Bezahlschranke). Demzufolge wurden bereits Hunderttausende Chinesen mit den verschiedenen Impfstoffen der heimischen Pharma-Unternehmen Sinovac, Sinopharm und CanSino geimpft. „Vier Impfstoffkandidaten dreier chinesischer Pharmaunternehmen - Sinovac, Sinopharm und CanSino – durchlaufen derzeit Phase-III-Tests“, heißt es in dem Bericht.

Peking: Teilnehmer mit Mund-Nasen-Schutz verfolgen in der Großen Halle des Volkes eine Veranstaltung zu Ehren derjenigen, die gegen die Corona-Pandemie kämpfen.
Peking: Teilnehmer mit Mund-Nasen-Schutz verfolgen in der Großen Halle des Volkes eine Veranstaltung zu Ehren derjenigen, die gegen die Corona-Pandemie kämpfen. © Shen Hong/dpa

Coronavirus-Impfstoff: China testet Vakzine von drei heimischen Pharma-Konzernen

In der Praxis bedeute das Folgendes: Laut Spiegel erklärte ein Vertreter von Sinopharm im September, dass bereits 350.000 Chinesen eine „Notimpfung“ erhalten hätten. Und der CEO von Sinovac, Yin Weidong, erzählte demzufolge, dass 90 Prozent seiner Angestellten mit dem hauseigenen Mittel geimpft worden seien.

Ferner habe die Pekinger Stadtregierung Zehntausende Dosen des Corona-Impfstoffs geordert, der sich aus neutraler Perspektive als Blocker gegen SARS-CoV-2 erst noch bewähren muss. Der Spiegel spricht von einer „stillen Impfkampagne“ in China. So hätte die New York Times schon im Juli berichtet, dass Angestellten von Staatsunternehmen (vermeintliche) Impfstoffe gezielt angeboten worden sind.

Impfstoff gegen das Coronavirus: China geht angeblich erhebliche Risiken ein

Und es würden erhebliche Risiken bleiben - namentlich:

Fragen über Fragen. China legt bei der Suche nach einer verbindlichen Antwort ein hohes Tempo vor - und geht dabei offenbar ebenso hohe Risiken ein. (pm)

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