Schauderhafte Opfergabe

Corona-Panne: Inder will Virus stoppen - und schneidet sich ein Körperteil ab

  • Judith Braun
    vonJudith Braun
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Ein Inder wollte der weltweiten Corona-Pandemie mit einem absurden Ritual ein Ende setzen: Er schnitt sich ein Körperteil ab, um es den Hindu-Göttern zu opfern.

  • In Indien wollte ein Mann der Corona-Pandemie ein Ende setzen.
  • Dafür wählte er ein absonderliches Ritual.
  • Er schnitt sich ein Körperteil ab, um es den Göttern zu opfern.

Indien - Weltweit wird derzeit mit Hochdruck von angesehenen Wissenschaftlern nach einem Medikament und Impfstoff geforscht, um die weltweite Corona-Pandemie zu stoppen. 

Ein junger Inder wollte dem nun zuvorkommen und mit einem absonderlichen Ritual der Ausbreitung des Virus ein Ende setzen. Vivek Sharma schnitt sich die Zunge ab, um sie seinem Hindu-Gott zu opfern.

Corona-Panne: Inder will Virus stoppen - und schneidet sich die eigene Zunge ab

Der 24-jährige, streng gläubige, Hindu wollte die Welt auf eigene Faust von der Pandemie befreien. Denn aktuell wurden auf der ganzen Welt über 2,5 Millionen bestätigte Covid-19-Infektionen gemeldet - Tendenz immer noch steigend. Indien ist bislang mit über 20.000 Covid-19-Infektionen von der Corona-Pandemie betroffen.  

Wie die britische Nachrichtenseite Daily Star berichtete, schnitt sich Vivek Sharma deshalb eigenhändig die Zunge ab. Diese wollte er seiner verehrten Hindu-Gottheit Kali Mata darreichen, um sie zu besänftigen. In seiner Religion wird die Corona-Pandemie als Strafe der Götter aufgefasst. Nur wegen seiner aufmerksamen Arbeitskollegen überlebte er jedoch seine eigenständige Amputation.

Corona-Panne: Inder schneidet sich Zunge ab und wird blutüberströmt gefunden

Der junge Steinmetz, der im indischen Madhya Pradesh lebt, wurde von seinen Kollegen vermisst, als er nach der Pause nicht mehr zur Arbeit erschien. Nur deshalb konnte er nach seiner rabiaten Aktion gefunden werden. Die Polizei entdeckte ihn in einem Hindu-Tempel. Dort lag er Berichten zufolge bewusstlos und blutüberstömt vor einem Altar am Boden - in seiner Hand hielt er noch die herausgeschnittene Zunge

Der junge Inder wurde - Hindu sei wohl Dank - rechtzeitig gerettet, so dass es Ärzten möglich war, sein abgetrenntes Geschmacksorgan wieder anzunähen. Kann man nur hoffen, dass sich der Strenggläubige anstatt auf bizarre Opferrituale nun auf die gängigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie* besinnt. Mit „Social Distancing“ ist dem Kampf gegen Corona durch jeden Einzelnen sicherlich mehr geholfen als mit selbst abgetrennten Zungen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

jbr

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Avishek Das

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