Lage im Iran

Coronavirus im Iran: Teheran schließt wegen Pandemie die Geschäfte

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Die Zahl der Toten durch das Coronavirus im Iran hat 1500 überschritten. Jetzt ergreift Teheran weitere Maßnahmen.

  • Der Iran ist von der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2* besonders betroffen
  • Mehr als 1400 Menschen im Iran am Coronavirus gestorben
  • Menschen ignorieren Reisewarnung zum Neujahrsfest

Wir beenden die Berichterstattung über die Entwicklungen im Iran in diesem Artikel und setzen sie in einem separaten Artikel über die Corona-Pandemie im Nahen Osten fort, den Sie hier finden.

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 8.45 Uhr: In Teheran haben wegen der Corona-Krise ab Sonntag außer Apotheken und größeren Supermärkten alle Geschäfte geschlossen. Das gab das Gouverneursamt der iranischen Hauptstadt laut der Nachrichtenagentur Isna bekannt. 

Polizeikontrollen sollen dafür sorgen, dass die Geschäfte auch zu bleiben, hieß es. Damit will die Verwaltung erreichen, dass die mehr als zehn Millionen Teheraner zuhause bleiben. Am Vormittag hatten jedoch kleinere Supermärkte sowie einige andere Geschäfte im Norden Teherans noch geöffnet.

Update vom Samstag, 21.03.2020, 12.50 Uhr:

Der Iran hat am Samstag 123 weitere Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie vermeldet. Die offizielle Bilanz in dem schwer betroffenen Land stieg damit auf 1556 Tote, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran erklärte. Die Zahl der Infektionen sei innerhalb von 24 Stunden um 966 auf 20.610 gestiegen.

Besonders betroffen sind die Provinzen Semnan, Ghom und Markasi im Zentrum des Landes. In Ghom waren die ersten Todesfälle im Iran registriert worden.

Zahl der Toten steigt weiter

Update vom Freitag, 20.03.2020, 15.14 Uhr: Die Zahl der Toten durch das Coronavirus ist im Iran nach offiziellen Angaben auf 1433 gestiegen. Das teilte Vize-Gesundheitsminister Aliresa Raissi am Freiga mit. Damit sind seit Donnerstag 149 neue Todesfälle hinzugekommen. 

Die Anzahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg auf 19.644. Das entspricht einer Zunahme um 1237 Betroffene.

Iran kontrolliert Reisende auf Coronavirus

Trotz ausdrücklicher Warnungen der iranischen Regierung, von Reisen abzusehen, wurde sich am Freitag anlässlich des iranische Neujahrsfest Newroz nicht immer an diese Warnung gehalten. Das staatliche Fernsehen veröffentlichte Bilder von Kontrollen von Reisenden auf das Coronavirus anlässlich des Festes.

In 13 Provinzen wurden infizierte Reisende wieder nach Hause geschickt. Dennoch verteidigte Raissi die Entscheidung der Regierung, keine Ausgangssperre zu Newroz erlassen zu haben.

Hohe Dunkelziffer bei Toten durch Coronavirus befürchtet

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 13.07 Uhr: Iranische Experten warnen davor, dass die Maßnahmen der Regierung gegen das neuartige Coronavirus nicht ausreichend seien. Das Land könnte wegen der langen Untätigkeit 3,5 Millionen Corona-Tote zu verzeichnen haben. 

Der Rundfunk „Deutsche Welle“ berichtet, dass Wissenschaftler der Scharif-Universität mit Hilfe von Computermodellen den weiteren Verlauf der Coronavirus-Krise im Iran simuliert haben. Falls die Regierung umgehende Maßnahmen einleitet, würde das Land in etwa einer Woche den Höhepunkt der Krise mit geschätzten 12.000 Todesopfern verzeichnen. 

Am Mittwoch (18.03.2020) meldete Teheran offiziell 17.361 Infizierte und 1135 Tote. Der WHO-Notfalldirektor Rick Brennan, der den Iran kürzlich besuchte, liegt die tatsächliche Zahl mindestens fünf mal höher als angegeben, also bei beinahe 5000 Toten. Satellitenbilder zeigen, dass im Epizentrum der Katastrophe Massengräber von den Behörden ausgehoben werden. 

Im Iran fehlt weiterhin eine klare Strategie gegen die Epidemie, da sich die verschiedenen Machtzentren nicht auf eine klare Linie einigen können. 

103 Jahre alte Frau überlebt Covid-19-Infektion 

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 14.01 Uhr: Im besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Iran soll eine 103-Jährige die Virusinfektion laut den iranischen Staatsmedien überstanden haben. Die Patientin sei in der Stadt Semnan rund 180 Kilometer östlich der Hauptstadt Teheran im Krankenhaus behandelt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht zum Mittwoch. 

Nachdem sich die Frau „vollständig erholt“ habe, habe sie das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen können, zitierte die Agentur den Krankenhausdirektor Nawid Danaji. Dem Bericht zufolge handelt es sich bereits um den zweiten Menschen sehr hohen Alters im Iran, der eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat. Demnach überlebte auch ein 91-jähriger Mann in der Stadt Kerman die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit, obwohl er neben seinem hohen Alter auch noch an Bluthochdruck und Asthma litt. 

Coronavirus: Dramatische Lage im Iran 

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 12.55 Uhr: Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Iran schildert laut der ARD-Korrespondentin Natalie-Amiri gravierende Zustände im Land aufgrund der Coronavirus-Pandemie: „Die Lage in Iran ist äußerst dramatisch. Dem Land fehlt es an medizinischen Hilfsmitteln wie finanziellen Mitteln, um die Krise zu bewältigen. Alle Sanktionen gegen das Regime, die Zugang von Medikamenten erschweren, müssen umgehend aufgehoben werden“, habe der Sprecher demnach verkündet, teilte Amiri via Twitter mit.

Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle im Iran beträgt jetzt 16.169, die Anzahl der Todesfälle 988. Seit Montag (16.03.2020) wurden 1178 Neuinfektionen und 135 Todesfälle gezählt. Die Anzahl derjenigen, die sich von Covid-19 erholt haben, liegt bei 5389. Die WHO geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus.

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 11.40 Uhr: Fast 70.000 Afghanen sind in den letzten 20 Tagen aus dem stark vom Coronavirus Sars-CoV-2 befallenen Iran zurückgekehrt. Sie stellen das Gesundheitspersonal an den Grenzübergängen vor große Herausforderungen und lösen Sorgen über einen größeren Covid-19-Ausbruch im verarmten Afghanistan aus.

Viele Afghanen leben arbeitsbedingt dauerhaft im Nachbarland Iran. Da die Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft des durch US-Sanktionen ohnehin geschwächten Iran weiter lähmt, kehren viele nun in ihre Heimat zurück. Dies weckt Ängste vor einer deutlichen Ausbreitung des Virus in Afghanistan.

Der Iran ist eines der weltweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder. 853 Menschen starben dort bislang nach offiziellen Angaben an der Lungenkrankheit Covid-19, knapp 15.000 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters geht der WHO-Direktor Rick Brennan, der den Iran kürzlich besuchte, jedoch davon aus, dass die Anzahl der gemeldeten Fälle nur etwa ein Fünftel der tatsächlichen Zahlen ausmachen könne. 

Derweil wird die Kritik an den Behörden in Österreich lauter, weil sie zu spät auf die Corona-Pandemie reagiert haben sollen. Ischgl mutierte so zum Corona-Infektionsherd.

Coronavirus im Iran: Heilige Stätten gesperrt

Update vom 16.03.2020, 21.12 Uhr: Der von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffene Iran hat den Zugang zur heiligsten Stätte des Landes gesperrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wurde am Montag das Tor zum Imam Resa Mausoleum in Maschad in Nordostiran geschlossen. Laut Fars soll mit der Schließung des Schreins eine Ansteckungsgefahr der Pilger verhindert werden.

Die Provinz Chorasan Rasavi und deren Hauptstadt Maschad ist eine der von der Coronakrise besonders stark betroffenen Regionen im Iran. Deshalb hat der oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei, seine für kommenden Samstag geplante Neujahrsrede im Imam Resa Mausoleum abgesagt. Chameneis Neujahrsrede in Maschad ist eine der wichtigsten religiösen sowie politischen Veranstaltungen in der islamischen Republik.

Das Mausoleum des achten schiitischen Imams wird jährlich von Millionen iranischen und ausländischen Pilgern besucht.

Coronavirus-Pandemie: Zahl der Toten im Iran steigt drastisch – Auch ein ranghoher Geistlicher stirbt

Update vom 16.03.2020, 12.13 Uhr: Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 724 auf 853 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Montag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg im gleichen Zeitraum auf 14.991.

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran mit über 3700. Gleichzeitig seien fast 5000 infizierte Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen.

Präsident Hassan Ruhani rief am Montag alle Iraner dazu auf, auch zum persischen Neujahr am 20. März zuhause zu bleiben und während der Ferien Reisen zu vermeiden. Ab Montag werde die Polizei bei Autofahrern auf den Landstraßen Fiebermessungen vornehmen.

Voraussichtlich werden sowohl die Schulen als auch die Universitäten im Land nicht wie geplant Anfang April geöffnet. Der Krisenstab werde mit den relevanten Ministerien noch beraten müssen, wann eine Öffnung möglich sei, sagte der Präsident.

Die Polizei untersagte wegen der Coronavirus-Pandemie auch das traditionelle Feuerfest am letzten Dienstag des persischen Jahres - zu vergleichen mit dem Feuerwerk an Silvester.

Coronavirus-Pandemie im Iran: Ranghoher Geistlicher gestorben

Update vom 16.03.2020, 11.23 Uhr: Im Iran ist ein ranghoher Geistlicher an den Folgen des Coronavirus Sars CoV-2 gestorben. Ayatollah Haschem Bathaji Golpajegani starb zwei Tage, nachdem er positiv auf das neuartige Virus getestet und ins Krankenhaus eingeliefert worden war, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag berichtete.

Der 78-Jährige gehörte dem Expertenrat an, einem Gremium aus 88 Klerikern, welches das geistliche Oberhaupt des Iran ernennt. Mindestens zwölf amtierende oder ehemalige iranische Politiker und Beamte sind inzwischen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 13 weitere haben sich mit dem neuartigen Virus infiziert und befinden sich in Quarantäne oder Behandlung.

Der Iran ist gemeinsam mit China und Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Bislang starben nach offiziellen Angaben 724 Menschen im Iran an Covid-19. Mehr als 13.900 Infizierte wurden registriert.

Örtliche Medien und einzelne Provinzregierungen berichteten teilweise von noch höheren Zahlen. Die Zahl der Todesfälle und Neuinfektionen ist seit Ende Februar kontinuierlich gestiegen. Dem iranischen Gesundheitsministerium zufolge ist der Anstieg auf die wachsende Zahl an Tests zurückzuführen.

Coronavirus-Pandemie: Keine Quarantäne im Iran

Update vom 15.03.2020, 11.35 Uhr: Iran ist vom Coronavirus Sars-CoV-2 besonders schwer betroffen. Neue Fallzahlen wurden heute nicht bekannt, ob die Zahl der Toten weiter gestiegen ist, muss offen bleiben. Jetzt hat Präsident Hassan Ruhani Spekulationen über eine Ausgangssperre im Land zurückgewiesen. „Es wird im Iran keine Quarantäne geben, weder heute noch während der Neujahrsferien (20. März bis 2. April)“, sagte er am Sonntag im iranischen Staatsfernsehen. Falls eine Quarantäne notwendig werden sollte, werde dies vom Krisenstab in Teheran und nicht außerhalb der Regierung entschieden, so der Präsident.

Damit wies er erneut Kritik an seiner Krisenpolitik und Forderungen nach einer Ausgangssperre zurück. Experten und auch einige Abgeordneten sind der Meinung, dass es ohne Ausgangssperre zu einer Katastrophe im Iran kommen könnte. 

Gerüchte über eine Ausgangssperre wegen der Corona-Krise hatten am Samstag in Teheran einen Ansturm auf die Supermärkte verursacht. In vielen Supermärkten waren laut Augenzeugen die meisten Waren, besonders Mineralwasser, Waschpulver und Plastikhandschuhe, ausverkauft. 

Update vom 14.03.2020, 13.05 Uhr: Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Anzahl der Toten von 514 auf 611 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg in Tagesfrist um 1365 auf 12.729.

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran. Gleichzeitig seien über 4300 infizierte Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen.

Am Samstag besprach der iranische Präsident Hassan Ruhani mit seinen Beratern über neue Anweisungen im Umgang mit der Corona-Krise. Spekulationen drehten sich um die Frage, ob die Schulen nach den persischen Neujahrsfeiern am 2. April wieder öffnen oder - wie vom Bildungsministerium geplant - bis Mai geschlossen bleiben. Dann würde auch der Termin der Aufnahmeprüfungen für die Universitäten verschoben. Wann die Universitäten wieder öffnen, blieb unklar.

Coronavirus-Pandemie: Militär im Iran will rigoros durchgreifen

Update vom 13.03.2020, 15.53 Uhr: Im Iran - dem Land mit der dritthöchsten Todeszahl in der Coronavirus-Pandemie - will das Militär nach eigenen Angaben nun rigoros durchgreifen. Geschäfte und Straßen des Landes sollten binnen 24 Stunden komplett „geleert“ und alle Staatsbürger auf das Virus getestet werden, teilte die Armee am Freitag mit. 

„Innerhalb von zehn Tagen wird die gesamte iranische Nation überwacht, sei es aus dem All, über Telefon oder - wenn nötig - persönlich“, kündigte Armeechef Mohammed Bagheri an. Diejenigen, bei denen ein Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung bestehe, würden identifiziert.

Die bislang drastischsten Maßnahmen im Iran wurden angeordnet, nachdem das Geistliche Oberhaupt Irans, Ayatollah Ali Chamenei, die Armee damit beauftragt hatte, den Kampf gegen das neuartige Coronavirus aufzunehmen. Das Land ist gemeinsam mit China und Italien am stärksten betroffen. Bislang starben im Iran 514 Menschen an Covid-19. Mehr als 11.300 Infizierte wurden offiziell registriert.

Von dem Coronavirus betroffen sind auch mehrere Politiker und Beamte in dem 80 Millionen Einwohner zählenden Land, von denen auch einige starben. Zuletzt wurde bekannt, dass auch bei Chameneis außenpolitischem Berater, Ali Akbar Welajati, der Verdacht auf eine Coronainfektion besteht.

In einem außergewöhnlichen Schritt hatte der Iran am Donnerstag den Internationalen Währungsfonds (IWF) um dringende Finanzhilfen angesichts der Pandemie gebeten. Der Iran hatte zuletzt zwischen 1960 und 1962 Finanzhilfen vom Internationalen Währungsfonds erhalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwoch erklärt, der Iran tue sein Möglichstes, um die Pandemie einzudämmen; dem Land fehle es aber an Mitteln.

Coronavirus-Pandemie: Iran baut Massengräber

Update vom 13.03.2020, 11.45 Uhr: Wie schlimm ist die Coronavirus-Lage im Iran wirklich? Bekannt geworden sind bisher 10.075 Fälle von Infektionen mit Sars-CoV-2, offiziell sind 429 Menschen am Virus gestorben. Doch nun deuten Satellitenbilder von Massengräbern in der Stadt Ghom darauf hin, dass die Situation im Iran noch sehr viel schwerwiegender ist, als die Behörden bisher zuzugeben bereit sind.

Die Bilder, die zuerst von der„New York Times“ veröffentlicht wurden, zeigen, wie Ende Februar auf einem Friedhof am nördlichen Rand der Stadt, die rund 120 Kilometer südlich von Teheran liegt, ein neuer Abschnitt und zwei lange Gräben mit einer Gesamtlänge von etwa 100 Metern ausgegraben wurden.

Sie bestätigen die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich des Ausmaßes der Epidemie und der anschließenden Vertuschung durch die Regierung. Die hat für die Stadt Ghom, in der knapp 1,2 Millionen Menschen leben, bisher nur die Zahl von 846 Infizierten bekanntgegeben. Eine offizielle Zahl von Todesopfern für Ghom, dem spirituellen Zentrum der regierenden schiitischen Geistlichen im Iran, gibt es jedoch nicht.

Allerdings ist die Situation im Iran auch für die politische Führung äußerst kritisch. Bislang sind mindestens acht iranische Offizielle Opfer des Coronavirus geworden. Unter ihnen waren auch der ehemalige Vizeaußenminister Hussein Scheicholeslam sowie die neugewählte Abgeordnete Fatemeh Rahbar. Außerdem wurden mindestens 14 weitere Offizielle positiv getestet. Zu dieser Gruppe gehören auch der Vizegesundheitsminister Iradsch Haritrtschi sowie die Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte Massumeh Ebtekar. Nun ist auch der außenpolitische Berater des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei unter Quarantäne gestellt worden. Bei Ali-Akbar Welajati wurden Anzeichen einer Covid-19-Erkrankung diagnostiziert. Ihm gehe es aber den Umständen entsprechend gut, erklärten die Ärzte am Freitag.

Welajati gilt als einer der einflussreichsten Politiker im Iran. Außerdem ist er Leiter des Massih Daneshchwari Krankenhauses, wo in der Zwischenzeit hauptsächlich Corona-Patienten behandelt werden. Zu Beginn des Monats war ein weiterer Berater des Führers, Mohammed Mirmohammedi, an den Folgen des Virus gestorben. 

Coronavirus im Iran: Zahl der Todesfälle steigt weiter rasant an

Update vom 11.03.2020, 13.07 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut gestiegen. Innerhalb der letzten 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 291 auf 354 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Mittwoch in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 9000 - 958 mehr als am Vortag. 

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran, wo sich fast 2700 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2959 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher im Staatsfernsehen. 

Noch fehlen verlässliche Daten, um die Letalität von Covid-19* zu bestimmen. Für den Iran mit mehr als 7000 Infizierten wurde eine Letalität von 3,3 Prozent errechnet. Allgemein wird angenommen, dass dort viele Fälle übersehen worden sein könnten, was für eine geringere Sterberate spräche.

Update vom 11.03.2020, 10.31 Uhr: Die Corona-Krise im Iran soll Medienangaben zufolge zur Chefsache werden. Präsident Hassan Ruhani will demnach persönlich die Leitung des Krisenstabs übernehmen. Der Vorschlag komme direkt vom obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, nach einer Krisensitzung von Regierungsvertretern und Abgeordneten, wie die Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch berichtete. Bislang lag die Verantwortung für den Kampf gegen das Virus beim Gesundheitsministerium.

US-Außenminister Mike Pompeo hat angesichts des Coronavirus-Ausbruchs im Iran die sofortige Freilassung inhaftierter US-Bürger gefordert. Die Islamische Republik sei aufgerufen, aus humanitären Gründen alle zu Unrecht festgenommenen Amerikaner umgehend freizulassen, hieß es in einer Erklärung seines Ministeriums am Dienstag.

Am Montag hatte der Iran 70 000 Gefangene vorübergehend freigelassen, um der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 in seinen Haftanstalten entgegenzuwirken. Nach Angaben des UN-Experten für Menschenrechte im Iran, Javaid Rehman, breitete sich das Virus in iranischen Gefängnissen aus, wo Überfüllung, Mangelernährung und unzureichende Hygiene ein großes Problem sind.

Coronavirus Sars-CoV-2 im Iran: Präsident Hassan Ruhani leitet Krisenstab

Update vom 10.03.2020, 13.30 Uhr: Die zweite Runde der Parlamentswahl im Iran wird wegen der Coronavirus-Krise im Land mit großer Wahrscheinlichkeit verschoben. Die Stichwahl war für den 17. April geplant, das neue Parlament sollte seine Arbeit Ende Mai aufnehmen. „Falls aber bis dahin die Krise nicht beendet ist, müsste die Stichwahl verschoben werden, (...) vielleicht sogar auf August“, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei der Nachrichtenagentur Tasnim. 

Das Coronavirus hat den Iran besonders hart getroffen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 - 881 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2100 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2731 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher. Wegen der Ansteckungsgefahr wurden Schulen und Universitäten geschlossen und die meisten politischen Veranstaltungen abgesagt.

Coronavirus im Iran: Zahl der Todesfälle steigt rasant an

Update vom 08.03.2020, 14.04 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Iran liegt inzwischen bei 6566. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg in den vergangen Tagen auf nun 194 stark an. Damit ist das islamische Land nach China und Südkorea das am stärksten von der Epidemie betroffene Land weltweit. Inzwischen hat sich das Coronavirus auf alle 31 Provinzen des Iran ausgebreitet. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, wurden landesweit Schulen und Universitäten geschlossen sowie große Kultur- und Sportveranstaltungen abgesagt.

Die Fluggesellschaft Iran Air kündigte am Sonntag an, sämtliche Flüge nach Europa bis auf weiteres einzustellen. Grund dafür seien „Beschränkungen“, die der Airline von europäischen Behörden aus „unbekannten Gründen“ auferlegt worden seien. In den vergangenen Tagen hatte etwa Schweden mit Blick auf die Coronavirus-Epidemie im Iran Flügen von Iran Air keine Landegenehmigung erteilt.

Coronavirus im Iran: Drastische Bestrafung für das Horten von Masken

Update vom 04.03.2020, 11.39 Uhr: Im Iran ist das Horten von Atemschutzmasken und Vorräten mit der Todesstrafe belegt worden. Dort haben sich mittlerweile rund drei Dutzend Regierungsbeamte infiziert. Es herrsche Chaos und Angst, berichtet ein Arzt in der „New York Times“. Der Generalstaatsanwalt des Landes drohte dem Bericht zufolge, Menschen, die Masken und andere Vorräte horten, zu exekutieren.

Update vom 01.03.2020, 13.30 Uhr: Die Zahl der Menschen, die im Iran am Coronavirus sterben, steigt unaufhaltsam an. Auch die Zahl der Infizierten steigt rasant. Innerhalb von 24 Stunden sind laut offizieller Stellen 54 Menschen gestorben, insgesamt sind aktuell 978 mit dem Coronavirus infiziert. 

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Infizierten. Bei "Hart aber fair" (ARD) zum Thema Coronavirus erhebt ein Virologe daher schwere Vorwürfe gegen die deutsche Bundesregierung.

Coronavirus im Iran: Sprecher dementiert Bericht über mehr als 200 Tote

Besonders stark betroffen ist die Hauptstadt Teheran. Gleichzeitig seien laut Dschahanpur 175 Coronavirus-Patienten geheilt und aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Im Gegensatz zu den Prognosen des Gesundheitsministeriums, hat sich die Lage im Iran in den letzten Tagen drastisch verschlechtert. Die Armee und sogar die Revolutionsgarden sollen der Regierung bei der Bekämpfung des Virus helfen. Viele Ausländer wollen das Land auf Empfehlung ihrer Außenministerien verlassen. Auch einige ausländische Medienvertreter haben beschlossen ihre Büros in Teheran vorläufig zu schließen. Die Mitarbeiter japanischer Medien wollen das Land verlassen.

Update vom 29. Februar 2020, 14.15 Uhr: Wie viele Menschen sind im Iran am Coronavirus SARS-CoV-2 gestorben? Mindestens 210, heißt es in einem BBC-Bericht unter Berufung auf Krankenhauskreise. Ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums dementiert das: Bislang seien 43 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben, 593 Personen seien infiziert, so der Sprecher, der ausländischen Medien vorwirft, Falschinformationen zu verbreiten.

„Das, was wir als endgültige Statistiken veröffentlichen, beruht auf den neuesten endgültigen Ergebnissen von Laboruntersuchungen“, so der Sprecher weiter. Er prangerte „Gerüchte“ sowie „falsche und widersprüchliche Inhalte“ von Medien an, die „dem iranischen Volk nicht positiv“ gegenüber stünden. In keinem anderen Land außerhalb Chinas sind bislang so viele Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben wie im Iran.

Update vom 28. Februar 2020, 13.15 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie nach offiziellen Angaben auf 34 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden acht weitere Todesfälle gemeldet. Zudem seien 143 neue Ansteckungsfälle festgestellt worden, erklärte der Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Damit seien mittlerweile 388 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert.

Coronavirus SARS-CoV-2 im Iran: Zahl der Todesfälle steigt 

Update vom 27. Februar 2020, 18.55 Uhr: Die iranische Fußballnationalspielerin Elham Scheichi ist am Coronavirus gestorben. Die 23-jährige war bereits letzte Woche an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt und starb einem Bericht des Nachrichtenportals Rokna zufolge am Mittwoch in der Stadt Ghom.

Update vom 27. Februar 2020, 15.26 Uhr: Irans Vizeministerin Massoumeh Ebtekar hat sich Berichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet Journalistin Natalie Amiri. Sie ist Korrespondentin der ARD in Iran und bezieht sich auf die Meldung einer iranischen Tageszeitung. Masoumeh Ebtekar war das erste weibliche Mitglied im iranischen Kabinett seit 1979 und ist mittlerweile Vizepräsidentin für Frauen und familiäre Angelegenheiten.

Sie ist wohl nicht das einzige Mitglied der Regierung, dass sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Mittlerweile ist bekannt, dass auch der stellvertretende Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi infiziert ist. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde das Freitagsgebet in Teheran abgesagt. Der Iran ist schwer von dem Virus getroffen: Die Zahl der Toten liegt offiziell bei 26. 

Coronavirus im Iran: 26 Tote durch Epidemie

Update vom 27. Februar 2020, 13.29 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie ist im Iran nach offiziellen Angaben auf 26 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran am Donnerstag mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden sieben weitere Todesfälle gemeldet. Zudem seien 106 neue Ansteckungsfälle festgestellt worden, sagte der Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Damit seien mittlerweile 245 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert.

Am Mittwoch hatte das iranische Gesundheitsministerium noch 139 Infizierte und 19 Tote vermeldet. Sollten die offiziellen Zahlen zutreffen, wäre die Sterblichkeitsrate im Iran extrem hoch. Befürchtet wird daher eine hohe Dunkelziffer an Ansteckungen.

Coronavirus im Iran: Flugzeug mit 17 Verdachtsfällen in Ankara gelandet - Türkei schließt Grenzübergänge

Update vom 27. Februar 2020, 09.24 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie im Iran stürzt den Tourismus des Landes in eine neue Krise. „Mit Blick auf den Corona-Ausbruch ist dieses Jahr ein Dürrejahr für den Tourismus“, sagte Dschawad Musawi, Direktor für Tourismus in der iranischen Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus laut der iranischen Wirtschaftszeitung „Eghtesad-e Donja“.

Der Ausbruch mit dutzenden Covid-19-Infizierten trifft Irans Tourismusbranche knapp einen Monat vor dem persischen Neujahrsfest „Norus“, der Hauptreisezeit innerhalb Irans. Die Zahl der Covid-19-Toten stieg auf 19. Nach Angaben der Regierung in Teheran wurde das Virus bei insgesamt 135 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes bestätigt.

Coronavirus SARS-CoV-2 im Iran: 90 Prozent der Hotels sind leer

Der Wirtschaftszeitung zufolge blieben in Maschhad, der zweitgrößten Stadt Irans, aus Sorge vor dem Coronavirus 90 Prozent der Hotels leer. 75 Prozent der Reisen wurden storniert. Unterdessen schlossen die Nachbarländer Irak, Türkei und Afghanistan vorübergehend die Grenzen. Der Flugverkehr in den Iran wurde eingeschränkt.

Zuletzt war Irans Tourismus bereits durch den Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine Anfang Januar mit 176 Toten erheblich eingebrochen. Bis zu 70 Prozent der Auslandsreisen in den Iran seien kurzfristig storniert worden, meldete der iranische Tourismusverband zwei Wochen später. Wegen der angespannten Lage sagte der deutsche Reiseanbieter Studiosus bis Ende April alle Iran-Reisen ab.

Coronavirus im Iran: Flugzeug mit 17 Verdachtsfällen in Ankara gelandet - Türkei schließt Grenzübergänge

Update vom 26.02.2020, 10.33 Uhr: Mit der steigenden Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen im Iran droht sich das Coronavirus auch vermehrt in der Golf-Region auszubreiten. Irans Nachbarländer Irak, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldeten mehrere neue Fälle von Patienten, die zuvor in den Iran gereist waren. Einige Länder im arabischen Raum versuchten, eine Ausbreitung durch verringerte Reiseverbindungen mit dem Iran zu verhindern.

Derweil landete am Dienstag ein Flugzeug aus Teheran in Ankara. Laut der deutschen Ausgabe der türkischen Tageszeitung Hürriyet besteht die Sorge, dass 17 Menschen an Bord mit dem Coronavirus infiziert sind. Alle 132 Passagiere und die Crew wurden nach der Landung unter Quarantäne in gestellt. 

Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte am Dienstag verkündete, dass seit dem 23. Februar alle Grenzübergänge in den Iran geschlossen wurden. Flüge in vier große iranische Städte wurden gestrichen. Zwischen der Türkei und Teheran fliegen nur noch zwei Flugzeuge pro Tag, jedoch nur für Iraner, die in die Heimat zurück möchten. Laut Koca, gebe es weiterhin keinen offiziell bestätigten Fall einer Coronainfektion in der Türkei. 

Coronavirus im Iran: Vize-Minister versucht Krise kleinzureden - Jetzt ist er offenbar selbst infiziert

Erstmeldung vom 25.02.2020:

Teheran - Das Coronavirus* breitet sich weltweit immer mehr aus. Vor allem das Ursprungsland China und andere ostasiatische Länder sind stark betroffen. Seit ein paar Tagen häufen sich nun auch die Fälle im Iran.

Coronavirus im Iran: Vize-Gesundheitsminister Harirtschi mit Sars-CoV-2 infiziert

Nach den offiziellen Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums am Dienstag ist die Zahl der gemeldeten Todesopfer im Iran mittlerweile von 12 auf 15 gestiegen. Außerdem seien in der Zwischenzeit 95 Menschen - 34 mehr als am Vortag - aus verschiedenen Teilen des Landes positiv getestet worden.

Jetzt ist auch der stellvertretende iranische Gesundheitsminister und der direkte Coronavirus-Beauftragte im Land selbst an dem Virus erkrankt, wie mehrere Medienvertreter unabhängig voneinander berichten. Das bestätigte auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Demzufolge sei Iradsch Harirtschi  selbst positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. „Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer“, sagte Harirtschi in einer Videobotschaft im Staatsfernsehen am Dienstag. Natalie Amiri, Chefin des ARD-Büros in Teheran, und der arabische Nachrichtensender Al Jazeera verbreiteten die Videobotschaft des iranischen Vize-Gesundheitsministers auf Twitter.

Coronavirus: Infizierter Vize-Gesundheitsminister Harirtschi versuchte Corona-Krise kleinzureden

Der Vizeminister hatte in den letzten Tagen versucht, die Corona-Krise im Land kleinzureden. Das hatte zumindest der ultrakonservative Abgeordnete Ahmad Amirabadi Farahani behauptet. Er erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna am Montag, die Führung in Teheran sage über die Epidemie „nicht die Wahrheit“.

Harirtschi hatte die Vorwürfe des Abgeordneten dementiert, der der Regierung vorgeworfen hatte, bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus die Fakten zu verschleiern. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ilna nannte Amirabadi Farahani sogar die Zahl von „50 Todesfällen“ durch das Virus allein in der zentraliranischen Stadt Kom. „Ich widerspreche dieser Information kategorisch“, erklärte Harirtschi damals noch.

Der stellvertretende iranische Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi (links) hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Farahani ist mit seinen Bedenken nicht allein. Viele Menschen befürchten, dass es weitaus mehr Tote und Infizierte gibt als bislang bekannt. In Teheran sind in fast allen Drogerien, Apotheken und Supermärkten Desinfektionsmittel ausverkauft.

Coronavirus im Iran: Zeigte Gesundheitsminister schon bei Pressekonferenz Anzeichen von Erkrankung?

Ein weiteres Video, dass auf Twitter kursiert, zeigt Harirtschi bei einer Pressekonferenz am Montag. Raf Sanchez, Nahost-Korrespondent des britischen Telegraph, teilte das Video ebenfalls. Er schrieb dazu: „Iradsch Harirtschi, Irans Vize-Gesundheitsminister, erklärte gestern im TV, dass die iranische Regierung die Coronavirusausbreitung unter Kontrolle habe. Heute wurde mitgeteilt, dass er selbst erkrankt ist.“ In dem Video ist zu sehen, wie sich Harirtschi intensiv mit einem Tuch Schweiß aus dem Gesicht tupft. Eins der Hauptsymptome des Coronavirus* ist Fieber. 

dpa/md/afp

Auch in Europa sind immer mehr Länder von der Coronavirus-Epidemie betroffen. Am schlimmsten ist es derzeit in Italien. Dort ist das ganze Land zur Sperrzone erklärt worden. Auf Teneriffa (Kanarische Inseln) mussten wegen eines infizierten Urlaubersüber 1000 Gästen eines Hotels unter Quarantäne gestellt werden. Das Coronavirus breitet sich weiter aus. NRW meldet erste Fälle. Deutschland rüstet sich für die Epidemie.

Das Land Hessen sieht sich gut auf mögliche Coronavirus-Fälle vorbereitet, teilte Sozialminister Kai Klose mit.

Maybrit Illner beschäftigt sich in ihrem TV-Talk mit dem Coronavirus: Virologe Christian Drosten prophezeit: „Es wird schlimm werden“

Der erste Deutsche, der sich mit dem Coronavirus infizierte, äußerte sich erstmals. Die Zeit in Quarantäne sei sehr langweilig gewesen.

Das Coronavirus ist tödlicher als die Influenza*, erklärt das Robert-Koch-Institut. Doch es ist schwierig, dies zu berechnen.

Derweil plant das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen „BioNtech“in Kooperation mit dem Unternehmen „Fosun Pharma“ aus Shanghai die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit Covid-19.*

Der grüne Europa-Abgeordnete Erik Marquardt spricht im Interview über die Situation der Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern und Ideen, wie Deutschland helfen könnte.

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Rubriklistenbild: © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Wire/dpa

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