Mammut-Aufgabe für Eltern und Kinder im Corona-Lockdown: Homeschooling und Homeoffice parallel. (Symbolbild)
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Mammut-Aufgabe für Eltern und Kinder im Corona-Lockdown: Homeschooling und Homeoffice parallel. (Symbolbild)

Große Untersuchung liefert Erkenntnisse

Risiko Corona-Lockdown? Forscher stellen besorgniserregende Entwicklung bei Kindern fest

  • Patrick Mayer
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Welche Auswirkungen hat der harte Corona-Lockdown in Deutschland auf Kinder? Forscher liefern gesundheitliche Erkenntnisse, die Sorgen machen.

München/Shandong - Was macht die Coronavirus-Pandemie und der damit verbundene harte Lockdown mit unseren Kindern?

Diese Frage werfen Eltern, Lehrer, Wissenschaftler und Politiker gleichermaßen auf. Die Suche nach Antworten läuft. Und während in anderen Ansätzen vor allem fehlenden sozialen Kontakten oder Nachteilen in der Bildung nachgegangen wird, haben chinesische Forscher jetzt gesundheitliche Erkenntnisse gesammelt, die mit Blick auf die Kinder Sorgen machen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Gesundheitliche Risiken für Kinder durch den harten Lockdown?

Konkret: Laut chinesischen Forschern macht der Corona-Lockdown Kinder kurzsichtiger. Die Bild verweist auf eine Studie, die im Jama Network publik gemacht wurde. Demzufolge untersuchten chinesische Forscher im Lockdown-Jahr 2020 insgesamt 120.000 Schul-Kinder. Ihr Ergebnis: Bei sechs Jahre alten Kindern stieg der Anteil der Kurzsichtigen von 5,7 auf über 21 Prozent.

„Outdoor-Aktivitäten wurden häufig auf Null reduziert“, erklären die Forscher in der Studie. Die Erkenntnisse der chinesischen Forscher und der Bild kombiniert besagen:

Lockdown in der Corona-Pandemie: Gefahr von Kurzsichtigkeit ist bei Kindern größer

  • Kinder im Corona-Lockdown: Anteil der Kurzsichtigen steigt bei Sechsjährigen von 5,7 auf über 21 Prozent.
  • Bei den Zehnjährigen stieg der Anteil der Kurzsichtigen von knapp 27 auf etwa 37 Prozent.
  • Als Gründe werden der Lockdown plus Ausgangssperren sowie Homeschooling angegeben.
  • Denn: Kinder sind weniger draußen und spielen weniger im Freien - deshalb schauen sie mehr auf Dinge in der Nähe, was laut Wissenschaftlern die Kurzsichtigkeit bedingt.
  • Zudem sitzen die Kinder durch das Homeschooling mehr vor Rechnern, Laptops und Tablets, was Kursichtigkeit ebenfalls begünstigen soll.

Im chinesischen Shandong werden Grundschulkinder seit 2015 auf Kurzsichtigkeit untersucht - das dient als Vergleich für die Wissenschaftler, die einen Zusammenhang zwischen dem Lockdown und einer verstärkten Sehschwäche bei Kindern festgestellt haben. (pm)

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