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Neues Corona-Medikament: EMA prüft Astrazeneca-Mittel - Erste „positive Ergebnisse“

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Astrazeneca entwickelt ein Medikament gegen das Coronavirus. © Dan Himbrechts / dpa / AAP

Das neue Corona-Medikament von Astrazeneca soll Erwachsene vor dem Virus schützen. Das Präparat wird nun von der europäischen Arzneimittelbehörde geprüft.

Amsterdam - Bisher ist in der Europäischen Union erst ein spezielles Corona-Medikament zugelassen. Nun hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen das Coronavirus gestartet. Der schwedisch-britische Hersteller Astrazeneca, der bereits einen Corona-Impfstoff entwickelte, habe das Kombinationspräparat Evusheld erarbeitet.

Corona-Medikament von Astrazeneca: Erste Studien vielversprechend

Das Medikament soll eine Erkrankung mit Covid-19 bei Erwachsenen verhindern. Dies teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Erste Testergebnissen wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.

Am Montag hatte Astrazeneca mitgeteilt, dass Studien mit Evusheld „positive Ergebnisse“ gezeigt hätten. Das Unternehmen verwies auf eine „statistisch signifikante Reduzierung schwerer Covid-19-Fälle sowie Todesfälle“ bei Patienten mit milden bis mittelschweren Symptomen, die das Medikament erhielten. An den Studien nahmen 903 Menschen teil. 90 Prozent der Probanden galten als Hochrisikopatienten.

Medikamente gegen das Coronavirus: lediglich ein Präparat bisher in der EU zugelassen

Es werden nun fortlaufend Daten aus Tests bewertet, um die Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander abzuwiegen. Wann ein endgültiges Ergebnis vorliegen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller Astrazeneca hat nach Angaben der EMA noch keinen Antrag auf die Zulassung zum europäischen Markt für das Medikament, bestehend aus den Wirkstoffen Tixagevimab und Cilgavimab, gestellt.

Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Corona-Medikament zugelassen. Mehrere Pharmahersteller arbeiten aber an der Entwicklung von Medikamenten zur Milderung von Covid-19-Verläufen. Am Montag beantragte der Schweizer Pharmakonzern Roche bei der EMA die Prüfung seines Corona-Medikaments Ronapreve. Zuvor hatte die EMA erklärt, möglicherweise bald mit der Prüfung eines vom US-Hersteller Merck & Co. entwickelten Corona-Medikaments zu beginnen. (dpa/AfP/jsch)

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