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Prof. Clemens Wendtner sprach im ZDF-“heute journal“ über den Kampf gegen das Coronavirus.

Im ZDF

Münchner Corona-Experte macht im „heute journal“ Hoffnung auf Medikament - und schildert Zustände aus Schwabinger Klinik

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Prof. Clemens Wendtner arbeitet in der München Klinik Schwabing und ist einer der Corona-Experten des Landes. Im ZDF erklärt er, in welches Medikament er Hoffnungen setzt.

Schwabing - Im Kampf gegen Corona forschen Wissenschaftler fieberhaft an neuen Medikamenten*. Dabei setzt Professor Dr. Clemens Wendtner, der zu Deutschlands führenden Corona-Experten zählt, weiterhin große Hoffnungen ein Mittel namens Remdesivir. „Es zeigte bereits in präklinischen Studien eine gute Wirksamkeit, und es gibt auch entsprechende Einzelfallberichte aus der Klinik“, sagte der Chefarzt der Infektiologie der München Klinik Schwabing am Donnerstagabend im „heute journal“ des ZDF. Remdesivir wird derzeit in einer weltweiten Studie getestet. Daran nimmt in Deutschland neben der München Klinik auch das Uniklinikum rechts der Isar teil. 

Corona-Experte Wendtner setzt auf das Mittel Remdesivir - es hat bereits erste Erfolge erzielt

Bei sogenannten individuellen Heilversuchen - wie Mediziner die von Wendtner beschriebenen Einzelfälle nennen - hat das Medikament bereits Symptome* von schwer erkrankten Patienten lindern können. Doch für eine Massentherapie ist Remdesivir, das in Kochsalzlösung verdünnt als Infusion verabreicht wird, noch nicht zugelassen. Es war vor einigen Jahren eigentlich zur Behandlung von Ebola entwickelt worden, hatte sich aber in Bezug auf diese Seuche als weniger effektiv als andere Mittel erwiesen. Bei Covid-19 dagegen sehen Experten wie Wendtner bessere Erfolgsaussichten.

Es wäre den Ärzten und vor allem Patienten zu wünschen. Denn alleine in Schwabing liegen derzeit über 100 Covid-19-Patienten, ein Drittel davon auf der Intensivstation. Manche müssten auch beatmet werden, darunter auch junge Patienten, berichtete Wendtner. „Wir sehen zum Teil Patienten mit sehr schweren Lungenentzündungen, die wir länger als eine Woche beatmen müssen.“ 

Corona-Experte Wendtner berichtet von alternativen Therapiemethoden für Covid-19-Patienten

Aber es gebe auch ermutigende Nachrichten zu Behandlungserfolgen bei zum Teil schweren Lungenentzündungen: „Wir können vielen Patienten zum Teil mit hochdosierten Sauerstoffgaben helfen.“ Ärzte sprechen von „Highflow“. Diese Therapie erspart den Betroffenen meist eine Beatmung, sie müssen dazu nicht intubiert werden.

Eine große Herausforderung sieht der Experte in der Verpflichtung von Pflegekräften. In seiner Klinik würden bereits gelernte Schwestern aus Bereichen eingesetzt, die zuletzt nicht unmittelbar in der Pflege gearbeitet haben, beispielsweise aus der Verwaltung. Zudem erfahre die München Klinik auch eine große Solidarität von Wirtschaftsunternehmen. 

So habe die Lufthansa bereits angeboten, Mitarbeiter, die früher mal als Pflegekräfte gearbeitet haben, für das Schwabinger Krankenhaus abzustellen, so Professor Wendtner. Dabei handele es sich um Lufthansa-Mitarbeiterinnen, die normalerweise als Stewardessen unterwegs sind, aber wegen der derzeitigen Reiseeinschränkungen am Boden bleiben müssen*.

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