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Corona-Mutation: Eine Gruppe besonders gefährdet - neue Studien-Ergebnisse überraschen

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Von: Marion Neumann

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Ein Mitarbeiterin des Robert Koch-Instituts (RKI) beschriftet eine Blutprobe.
Bezüglich der Coronavirus-Variante in Großbritannien liefern Studien nun überraschende Erkenntnisse (Symbolbild). © Marijan Murat/dpa

Aktuell sind bezüglich der Corona-Mutation in Großbritannien noch viele Fragen offen. Experten liefern nun allerdings erste Forschungsergebnisse, die überraschen.

London - Bereits im Dezember sorgte eine in Großbritannien nachgewiesene Coronavirus-Mutation für Aufsehen. Die neue Variante sei ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender als die bereits bekannte Form, hatte der britische Premierminister Boris Johnson bereits am 19. Dezember 2020 verkündet. „Es gibt immer noch viel, das wir nicht wissen. Aber es gibt keine Beweise, dass die neue Variante mehr oder schwerere Krankheitsverläufe auslöst“, teilte Johnson in diesem Zusammenhang außerdem mit.

Mittlerweile ist zwar immer noch vieles unklar, was die Mutation betrifft. Virologen und weitere Wissenschaftler arbeiten jedoch stetig an der weiteren Erforschung der Coronavirus-Variante. Fest steht derzeit, dass sich die Mutation auch in anderen Ländern außerhalb Großbritanniens weiter verbreitet hat. In Japan wurde unterdessen außerdem eine weitere Mutation des Coronavirus entdeckt.

Corona-Mutation: Eine Gruppe wohl besonders betroffen - Studie liefert überraschende Ergebnisse

Experten der London School of Hygiene and Tropical Medicine bestätigten bereits, dass die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus die Übertragbarkeit des Virus um 50 bis 70 Prozent erhöhen könnte. Unter den gleichen äußeren Bedingungen stecken sich mit der neuen Variante also mehr Menschen an. Den britischen Gesundheitsbehörden zufolge würden sich mit der Mutation im Schnitt 15 Prozent der Menschen anstecken, die mit einem Infizierten Kontakt hatten - im Vergleich zu zehn Prozent beim „Standardvirus“*, berichtete die Frankfurter Rundschau*.

Erste Studien lieferten zudem weitere überraschende Erkenntnisse. Den Forschungsergebnissen zufolge ist die in Großbritannien nachgewiesene Variante für Menschen unter 20 Jahren besonders ansteckend, so die Experten der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

Im Video: Corona-Mutation aus Großbritannien - Wie gefährlich ist sie?

Coronavirus-Mutation: Studie liefert überraschende Ergebnisse - Personen unter 20 Jahren besonders betroffen

Überraschend ist dieses Ergebnis unter anderem deshalb, da bezüglich der herkömmlichen Form des Coronavirus im Herbst noch angenommen wurde, dass diese - zumindest bei kleineren Kindern - weniger ansteckend sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte etwa in einer Ansprache im November, dass Kleinkinder Studien zufolge „ganz offensichtlich nicht so eine hohe Infektiösität“ aufweisen würden wie Erwachsene. Auch diese Erkenntnisse werden allerdings immer wieder hinterfragt - so wurde eine Studie des Top-Virologen Christian Drosten diesbezüglich erneut überarbeitet. (nema) (*fr.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

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