News-Ticker

Coronavirus in Niedersachsen: Lange Schlangen vor dem Testzentrum Göttingen - Weitere Zentren geplant

Alle Autoren
    schließen
  • Bernd Schlegel
    Bernd Schlegel
  • Konstantin Mennecke
    Konstantin Mennecke
  • Christina Zapf
    Christina Zapf
  • Jan Wendt
    Jan Wendt
  • Svenja Wallocha
    Svenja Wallocha
  • Olaf Weiss
    Olaf Weiss
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Alicia Kreth

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Schulen und Kitas geschlossen. Neue Fälle aus Göttingen gemeldet. Weitere Testzentren geplant.

  • Das war unser Ticker zu Niedersachsen. Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in Niedersachsen gibt es ab sofort hier. 
  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiter aus
  • Die Zahl der Coronavirus Infizierten in Niedersachsen liegt derzeit bei über 250
  • Niedersachsen schließt Schulen und Kitas

Update vom Mittwoch, 16.03.2020, 12.15 Uhr: Im Landkreis Göttingen werden noch im März weitere Corona-Testzentren installiert. Das sagte Kreisrat Marcel Riethig am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung. „Zunächst wird ein Zentrum für die Tests im östlichen Kreisteil, vermutlich im Bereich Herzberg, eingerichtet“, so Riethig.

Coronavirus in Niedersachsen: Lange schlangen am Testzentrum in Göttingen

Bislang gibt es ein Corona-Testzentrum für Landkreis und Stadt Göttingen auf dem Gelände der Universitätsmedizin Göttingen, wo es am Wochenende laut Beobachtern aber zu längeren Warteschlangen kam, die eigentlich verhindert werden sollen.

Der Kreisrat, zuständig auch für den Bereich Gesundheit, stellt deshalb klar:. „Weitere Testzentren sind dringend erforderlich“, machte Riethig deutlich. „Wir erwarten als Landkreis die volle Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung.“

Denn die KVN, und nicht der Landkreis ist für den Aufbau und den Betrieb der Testzentren zuständig. Sie hat auch das bestehende am Uni-Klinikum unter ihrer Obhut und organisiert dort sowohl die Bestückung mit Personal als auch die Abläufe – in Absprache mit der Notfallmedizin.

Coronavirus in Niedersachsen: Medizinstudenten als Pflegekräfte? Vorschlag von Minister stößt auf Kritik

Update vom Montag, 16.03.2020, 7.45 Uhr: Um vor allem ältere Menschen vor dem Coronavirus zu schützen, haben Niedersachsen Minister Empfehlungen für die Pflege in Krankenhäusern und Altenheimen herausgegeben. 

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) macht den Vorschlag, dass Altenheime während der Coronakrise auch auf Leiharbeitskräfte und geringer Qualifizierte zurückgreifen können. Dies sei allerdings nicht so leicht umzusetzen, berichtet Geschäftsführer Karsten Stiemerling von Stiemerling-Seniorenresidenzen. Der Arbeitsmarkt sei "wie leergefegt", berichtet hna.de*.

Der Vorschlag von Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU), Medizinstudenten als Pflegekräfte einzusetzen, stößt derweil auf Kritik der Pflegekammer Niedersachsen. Pflege sei ein hoch verantwortungsvoller Beruf, die nicht jeder ohne pflegerische Ausbildung machen könne.

Coronavirus in Niedersachsen: Inseln für Touristen gesperrt

Update vom Montag, 16.03.2020, 6.10 Uhr: Ab dem heutigen Montag werden alle norddeutschen Küstenländer die Inseln in Nord- und Ostsee für Touristen sperren. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag (15.03.2020) geeinigt. Für den Tourismus auf dem Festland soll es ebenfalls Regelungen geben. 

Betroffen von der Zugangsbeschränkung ausgenommen seien laut Deutscher Presseagentur (dpa) nur die Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen. Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei weiterhin sichergestellt. 

Grund für die Sperrung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten menschen vorbereitet seien. Urlauber, die sich auf einer der Inseln befinden, werden gebeten, sich auf dem Heimweg zu begeben.

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 22.18 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden aus Sicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) lange zu spüren sein. "Ja, auch die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Krise werden uns lange begleiten", sagte Weil der "Nordwest-Zeitung". "Wie tief der konjunkturelle Einbruch wirklich sein wird, wissen wir erst in der Rückschau." 

Nach der Weltfinanzkrise 2008/2009 habe es sehr schnell wieder eine Erholung gegeben, betonte er. "Danach hatten wir zehn herausragend gute Jahre. Hoffen wir, dass sich das wiederholt. Die Voraussetzungen dafür müssen wir schon jetzt schaffen, zum Beispiel durch ein erweitertes Kurzarbeitergeld, um Kündigungen zu vermeiden."

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 18.13 Uhr: Erneuter Anstieg: Die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Stadt und Landkreis Göttingen um fünf auf nunmehr insgesamt 13 Fälle gestiegen. Betroffen sind fünf Männer im Alter von 44 bis 71 Jahren, zwei davon aus der Stadt Göttingen, drei aus dem Landkreis. Einige von ihnen haben Krankheitssymptome.

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 15.51 Uhr: Am Sonntag wurde der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Hann.Münden im Landkreis Göttingen bestätigt. Das teilt die Stadtverwaltung am Sonntag mit.

Demnach sei eine männliche Person mittleren Alters positiv auf das Virus getestet worden. Man stehe im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen. Als erste Reaktion hat die Stadt zahlreiche Einrichtungen geschlossen.

Coronavirus in Niedersachsen: Rathaus in Northeim bleibt geschlossen

Wegen Corona bleibt das Rathaus in Northeim ab Montag (16.03.2020) bis einschließlich Mittwoch, 18.03.2020, für den Publikumsverkehr geschlossen. Das teilte Bürgermeister Simon Hartmann am Sonntag mit. Sämtliche Abteilungen seien weiter besetzt und die Mitarbeiter wie bisher telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. In dringenden, unaufschiebbaren Fällen stehe die Verwaltung nach vorheriger Vereinbarung zur Verfügung.

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 13.10 Uhr: Die Neue Schauburg in Northeim versucht den Kinobetrieb während der Coronavirus-Krise aufrechtzuerhalten. Dafür begrenzt das Kino den Eintrittskarten-Verkauf auf 50 Prozent der Platzkapazität. Besucher sollen im Kino auf genügend Abstand achten.

So lange es von Gesetzgeberseite keine weiteren Verfügungen gebe, werde man den Spielbetrieb aufrecht erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. „Gerade in der aktuellen Zeit halten wir es für sinnvoll, wenn nicht das ganze öffentliche und kulturelle Leben zum Erliegen kommt“, heißt es weiter.    

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 7.11 Uhr: Das Nachtleben in Göttingen steht während der Coronavirus-Pandemie still. Doch das Partyvolk will sich die gute Laune nicht vermiesen lassen. Seine Lösung: Party im Netz. 

Update vom Samstag, 14.03.2020, 22.48 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in der Stadt und im Landkreis Göttingen um weitere vier auf acht Fälle gestiegen. Bei den vier neuen Fällen handelt sich um drei Männer und eine Frau im Alter von 25 bis 52 Jahren. 

Coronavirus in Niedersachsen: Insgesamt acht bestätigte Fälle in Göttingen - Kontaktpersonen werden ermittelt

Drei kommen aus dem Landkreis und ein Fall kommt aus der Stadt Göttingen. Sie haben nach Mitteilung der Stadt Göttingen keine oder wenig Krankheitssymptome wie Halskratzen und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Wie in den Fällen zuvor ermittelt das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen auch hier mögliche Kontaktpersonen, die gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt werden müssen.

Update vom Samstag, 14.03.2020, 22.41 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 steigt in Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil fordert deshalb die Bürger auf die sozialen Kontakte zu reduzieren. "Das sage ich insbesondere mit Blick auf die ältere Bevölkerung", betonte der SPD-Politiker am Samstag nach einem Treffen mit Klinikdirektoren der Region Hannover. 

Einige Wochen müsse jeder "äußerste Disziplin walten lassen", erklärte Weil. Zudem kündigte der niedersächsische Regierungschef "weitere Maßnahmen" an, wollte sie aber noch nicht konkret benennen. Zur Frage nach einer möglichen Ausgangssperre wie in Italien sagte er: "Das sehe ich so nicht."

Coronavirus in Niedersachsen: Bis Samstagnachmittag 253 bestätigte Fälle

Bis Samstagnachmittag (14.03.2020) waren dem niedersächsischen Gesundheitsministerium 253 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Bundesland bekannt. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Freitag um 23 gestiegen, wie ein Pressesprecher des Ministeriums mitteilte. In rund 40 Landkreisen und in der Region Hannover sind inzwischen Menschen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Update vom Samstag, 14.03.2020, 11.47 Uhr: Das Coronavirus hat auch wirtschaftliche Folgen für den Flughafen Hannover. „Wir tätigen im Moment nur noch betrieblich absolut notwendige Ausgaben“, sagte Flughafenchef Raoul Hille. Der Flughafen stehe im ständigen Kontakt mit dem Gesundheitsamt der Region Hannover, sagte eine Sprecherin. So würden vor allem die Mitarbeiter auf die Einhaltung der Hygiene hingewiesen.   

Sollte es einen Coronavirus-Verdacht am Flughafen geben, würde sich zuerst die Feuerwehr um die Versorgung des Patienten kümmern. Das Gesundheitsamt entscheide dann über weitere Maßnahmen.

Update vom Samstag, 14.03.2020, 9.50 Uhr: In weiten Teilen Deutschlands sinkt die Bereitschaft zu Blutspenden deutlich. Grund dafür ist das neuartige Coronavirus. Das berichtet das Deutsche Rote Kreuz. In Niedersachsen sei die Lage aber noch relativ stabil. 

Der Rückgang betrage rund sechs Prozent. Noch gebe es keinen Engpass bei der Versorgung. Der Rückgang könne mit Reserven ausgeglichen werden.

Update vom Samstag, 14.03.2020, 8.13 Uhr: Die Zahl der Passagiere am Flughafen Hannover ist angesichts des Coronavirus deutlich zurückgegangen. Aktuell liege der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei rund 20 Prozent, sagte Flughafenchef Raoul Hille. 

Die Fluggesellschaften Aeroflot und Brussels Airlines haben den Airport Hannover aus ihrem aktuellen Flugplan gestrichen. Flybe hat seinen Flugbetrieb komplett eingestellt. Lufthansa, Swiss, Eurowings und Air Fance haben ihre Flugpläne reduziert. 

Täglich passieren rund 10.000 an- und abreisende Fluggäste den Flughafen Hannover. Besondere Schutzvorkehrungen wie zusätzliche Desinfektionsmittel und Fiebermessungen gibt es dort bisher nicht. 

Update vom Freitag, 13.03.2020, 20.15 Uhr: Für die Niedersächsische Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta ist in der Coronavirus-Pandemie  die "Stunde der Solidarität gekommen. Die Landesregierung hatte weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen bekannt gegeben. Das Land schaltet auf Notbetrieb. Die Schulen sollen 5 Wochen dicht bleiben. 

Coronavirus in Niedersachsen: Krankenhäuser lassen keine Besucher mehr

Update vom Freitag, 13.03.2020, 17.49 Uhr: Besucher dürfen nicht mehr ins Weender Krankenhaus. Alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sollen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden. Deshalb führt das Evangelische Krankenhaus Weende (EKW) für alle seine drei Standorte ab Samstag, 14. März, ein Besuchsverbot ein.

Die Regelung gilt bis auf weiteres. „Diese Entscheidung dient zum Schutz der Patienten“, macht Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des EKW , deutlich. Betroffen sind die Standorte in Weende, Neu-Mariahilf sowie in Lenglern. Mit der Maßnahme kann laut Karaus auch der Gefahr der Übertragung weiterer Virusinfektionen (Grippe und Brechdurchfall) vermieden werden

Update vom Freitag, 13.03.2020, 17.42 Uhr: Zwischenstand der Infektionen in Niedersachsen: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt zählt am Freitagnachmittag 230 Coronavirus-Infektionen im gesamten Bundesland. Am Freitagvormittag waren es noch 173 Fälle. 

Für Kinder der 1. bis zur 8. Klasse wird an den Schulen eine Notbetreuung in kleinen Gruppen von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr gewährleistet. Ganztagsschulen können diesen Zeitraum ausdehnen. Die Verpflegung am Montag wird gewährleistet und im weiteren Verlauf dem Bedarf angepasst. Die Stadt empfiehlt Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung geben müssen, die jeweiligen Optionen direkt mit der Schule zu klären. 

Nach Maßgabe des Landes soll die Notbetreuung auf ein Minimum beschränkt werden und vor allem den Eltern offenstehen, die beruflich für den Erhalt der öffentlichen Sicherheit zuständig sind. Dies sind beispielsweise Beschäftigte im Gesundheitsbereich, der Polizei, der Feuerwehr und im Justizvollzug.

Coronavirus in Niedersachsen: Göttingen schließt viele öffentliche Einrichtungen

Update vom Freitag, 13.03.2020, 17.31 Uhr: Die Stadt Göttingen hat am Freitag entschieden, verschiedene öffentliche Einrichtungen ab Samstag, 14. März, bis auf Weiteres zu schließen. Das betrifft die Stadtbibliothek, das Städtisches Museum, das Alte Rathaus, das Deutsche Theater sowie den Saunabereich des Badeparadises Eiswiese (Schwimmbetrieb wird aufrechterhalten). 

Zudem gab das für Stadt und Landkreis zuständige Göttinger Gesundheitsamt am Freitag bekannt, dass ab Samstag, 0 Uhr, alle Veranstaltungen ab 100 Personen untersagt sind. Diese Reglung gilt zunächst bis Freitag, 27. März. Nach diesem Termin gilt die aktuelle Empfehlung des Robert-Koch-Instituts. Das Verbot könnte also fortgesetzt werden – in jedem Fall muss die Veranstaltung aber zuvor dem Gesundheitsamt angezeigt werden. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25 000 Euro oder einer Freiheitsstrafe bei vorsätzlichem Handeln belegt werden.

 Damit werden auch nicht- städtische Kultureinrichtungen wie etwa das Junge Theater bis Ende März ihre Tore schließen. JT-Dramaturg Christian Vilmar auf Nachfrage, dass bis zum 28. März keine Vorstellungen stattfinden werden. Welche Auswirkungen das auf das private Theater hat, konnte Vilmar noch nicht sagen. „Da müssen wir uns erst sondieren.“

Update vom Freitag, 13.03.2020, 16.38 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga wegen der schnellen Ausbreitung des  Coronavirus vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante 26. Spieltag werde verlegt, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag mit. 

Corona Niedersachsen: 26. Spieltag am Wochenende in 1. und 2. Bundesliga abgesagt

Update vom Freitag, 13.03.2020, 16.23 Uhr: Großveranstaltungen mit zu erwartenden Teilnehmerzahlen von 100 bis 1.000 Teilnehmern sind ab dem morgigen Samstag bis zum Freitag, 27. März wegen dem Coronavirus untersagt. Das teilen Stadt und Landkreis Göttingen mit.

Nach diesem Termin gilt die aktuelle Empfehlung des Robert-Koch-Instituts. Das Verbot könnte also fortgesetzt werden – in jedem Fall muss die Veranstaltung aber zuvor dem Gesundheitsamt angezeigt werden. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro oder einer Freiheitsstrafe bei vorsätzlichem Handeln belegt werden.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 15.56 Uhr: Niedersachsen reagiert mit der Schließung von Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen sowie Notfallplänen für Kliniken auf die verstärkte Ausbreitung des Coronavirus. Die Landesregierung hat die Bevölkerung zum Einschränken von Sozialkontakten und dem Einhalten der Hygieneregeln aufgerufen.

"Wir können Corona nicht in dem Sinne besiegen, wir können es aber schaffen, dass der Verlauf in Niedersachsen und in Deutschland milde verläuft", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). 

Update vom Freitag, 13.03.2020, 14.53 Uhr: Die Landesarmutskonferenz hat angesichts der Krise wegen des Coronavirus zur Soforthilfe für sozial Schwache aufgerufen. Arme hätten, so der Geschäftsführer der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, höhere Gesundheitsrisiken, könnten sich keine Vorratskäufe leisten und seien auf das Angebot der Tafeln angewiesen, deren Angebote wegen der Hamsterkäufe geringer werden.

Aufgrund von beengten Wohnverhältnissen hätten Arme schlechtere Bedingungen für eine häusliche Quarantäne. Vor dem Hintergrund der Coranavirus-Pandemie forderte die Armutskonferenz einen sofortigen Stopp von Zwangsräumungen, eine Erhöhung von Hartz-IV-Regelsätzen um 20 Prozent sowie einen Ausbau von kommunalen Sofortmaßnahmen wie Essensausgaben und Wohnraumschaffung.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 14.24 Uhr: Ärzteschaft im Landkreis Northeim richtet Appell an ältere Personen, die aufgrund chronischer Erkrankungen regelmäßig zu Routine- oder Vorsorgeuntersuchungen gehen. Mit dieser Bitte haben sich die Northeimer Ärzte an die Öffentlichkeit gewendet.

Coronavirus Niedersachsen: Ausbildungsbetrieb an Polizeiakademien ruht

Update vom Freitag, 13.03.2020, 13.57 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ruht auch der Ausbildungsbetrieb an den Polizeiakademie-Standorten Nienburg, Hann. Münden, Oldenburg, Hannover und Lüchow.

Die rund 3.700 Bachelor- und Masterstudierende werden ab sofort über eine elektronische Lernplattform und im begleiteten Selbststudium an ihren Wohnorten beschäftigt. Alle Fortbildungsveranstaltungen bis zum 17. April sind hier vorerst abgesagt.

„Mit den getroffenen Maßnahmen wollen wir unseren Betrag dazu leisten, dass die Ausbreitung dieses Virus möglichst verlangsamt wird“, so der Direktor der Polizeiakademie, Carsten Rose. Wie lange diese einschneidenden Maßnahmen aufrechterhalten werden müssen, lasse sich derzeit nicht einschätzen.

Coronavirus Niedersachsen: Staatliche Theater und Museen schließen

Update vom Freitag, 13.03.2020, 12.37 Uhr: Niedersachsen schließt aufgrund der Coronakrise die staatlichen Theater und Museen im Land. Das teilte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am heutigen Freitag mit. Auch die Universitätsbibliotheken unter anderem in Göttingen werden geschlossen, lediglich die zentrale Ausleihe soll für Studierende erreichbar bleiben.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.30 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus schließt Niedersachsen ab Montag für vier Wochen alle Schulen und Kitas. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) heute nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Hannover bekannt. An sämtlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen finde bis zum 18. April kein Unterricht statt, sagte Tonne.

Coronavirus Niedersachsen: Auch Kitas und Horte werden geschlossen

Dies gelte zugleich auch für alle Kindertagesstätten, Horte und vergleichbare Betreuungseinrichten für kleinere Kinder. Diese drastischen Schritte seien eine bislang nie dagewesene "Zäsur", sagte der Minister.

Für Eltern in Berufsfeldern, die für die öffentliche Versorgung und Sicherheit besonders wichtig seien, werde eine Notbetreuung ihrer Kinder eingerichtet. Dies gelte etwa für Mitarbeiter von Polizei, Krankenhäusern, Justiz und Versorgern.

Auch die Notenvergabe und die Abschlussprüfungen seien gesichert. Niedersachsen vollzieht diese Maßnahmen parallel zu anderen Bundesländern wie Bayern und Berlin. Die Schulschließungen sind Teil eines Maßnahmenpakets der Landesregierung, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) betonte in Hannover, dass es darum gehe, die Dynamik des Geschehens "zu brechen". Das niedersächsische Gesundheitssystem solle Zeit erhalten, mit steigenden Patientenzahlen klarzukommen, ergänzte Weil. "Es geht auf den Punkt gebracht darum, Leben zu retten."

Das öffentliche Leben werde daher "um zwei Gänge" heruntergefahren. Die Mitwirkung der Bürger sei "dringend" nötig, insbesondere um Ansteckungen besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen wie Ältere und chronisch Kranke zu verhindern. Alle sollten ihre soziale Kontakte einschränken.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.22 Uhr: Petra Broistedt ist im Göttinger Rathaus Dezernentin für die Bereiche Soziales, Kultur und Gesundheit und leitet den Stab für "außergewöhnliche Ereignisse" bei der Stadt Göttingen, der aus Anlass der Ausbreitung des Coronavirus gegründet wurde. Sie appelliert an die Bevölkerung, sensibel mit dem Thema Coronavirus umzugehen. „Jede und jeder einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, dass eine weitere Ausbreitung vermieden wird. Das dient dem eigenen Schutz, aber auch dem anderer“, sagt Broistedt.

Ein weiteres Thema liegt der Dezernentin Broistedt am Herzen: „Vor allem in sozialen Medien kursieren aktuell zahlreiche falsche oder irritierende Informationen über das Virus und vermeintlich bestätigte Positiv-Fälle aus der Stadt oder dem Landkreis Göttingen. Solche Fake News tragen zur Verunsicherung bei und helfen niemandem." Sie rät nur Hinweisen der öffentlichen Stellen zu vertrauen und nutzen die Informationen im Liveblog der Stadt Göttingen oder beispielsweise vom Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale zur gesundheitlichen Aufklärung zu nutzten.

Coronavirus Niedersachsen: Zahl der Infizierten steigt von 129 auf 173 Fälle

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.09 Uhr: Die Zahl nachgewiesener Infektionen mit dem Coronavirus sind in Niedersachsen binnen einem halben Tag sprunghaft von 129 auf 173 gestiegen. Das teilte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) heute Vormittag in Hannover mit. "Jetzt sehen wir eine massive Entwicklung seit gestern." Eine weitere Ausbreitung der Krankheit müsse nun mit teilweise drastischen Maßnahmen verhindert werden.

Coronavirus Niedersachsen: Drei weitere Fälle im Landkreis Göttingen

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.03 Uhr: Die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus-Infizierten im Landkreis Göttingen ist auf vier Fälle angestiegen. Am Donnerstag haben Tests auf den Coronavirus bei drei Personen positive Ergebnisse ergeben

Die Betroffenen sind im Landkreis Göttingen beziehungsweise im Altkreis Osterode gemeldet. Es handelt sich laut Gesundheitsamt um zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 49 und 60 Jahre.

Die drei aktuell positiv getesteten Personen haben einen guten Allgemeinzustand und wurden für 14 Tage in häusliche Quarantäne übergeben. Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen ermittelt derzeit Kontaktpersonen, um gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen, zum Beispiel häusliche Quarantäne, zu veranlassen.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.00 Uhr:

Infektionsschutz bei der Ratssitzung heute ab 16 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4 in Göttingen. Für Bürger, die die Veranstaltung besuchen wollen, gelten besondere Regeln: Im Publikumsbereich darf nur jeder zweite Sitzplatz belegt werden, Stehplätze sind nicht erlaubt. Um die Anzahl der Gäste im Blick zu haben, erfolgt im Eingangsbereich außerdem eine Mengenkontrolle.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 10.55 Uhr: Nicht nur die 1. und 2. Bundesliga setzten ihren Spielbetrieb aus, auch Amateurfußballer, unter anderem im Altkreis Hann. Münden, werden vom Coronavirus massiv ausgebremst. Bis mindestens 23. März ruht der Spielbetrieb in allen niedersächsischen Amateurklassen. Die Generalabsage betrifft alle Altersklassen im Herren-, Frauen- und Jugendbereich, wie der Niedersächsische Fußballverband (NFV) nach einer kurzfristig einberufenen Präsidiumssitzung am Freitag mitteilte. 

Auch der Niedersächsische Handballverband hat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die Amateursportler betrifft.

Coronavirus Niedersachsen: Schulen bleiben ab Montag geschlossen

Update vom Freitag, 13.03.2020, 10.06 Uhr: Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben von Montag an dicht. Das wurde aus Regierungskreisen bekannt. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen. Insgesamt wären alle Schulen dann für vier Wochen geschlossen. 

Noch offen ist, ob auch die Kindertagesstätten geschlossen werden. Die niedersächsische Landesregierung will im Laufe des Vormittags über das weitere Vorgehen zur Eindämmung desCoronavirus informieren. Ministerpräsident Stephan Weil, Gesundheitsministerin Carola Reimann, Kultusminister Grant Henrik Tonne (alle SPD) und Wissenschaftsminister Björn Thümler treten gegen 10.30 Uhr in Hannover vor die Presse.

In Niedersachsen sind bisher 129 Fälle von Covid-19 bestätigt worden, die meisten davon in der Region Hannover. Wegen der stetigen Ausbreitung des Coronavirus hat das niedersächsische Kultusministerium auch Notfallpläne für die bevorstehenden Abiturprüfungen vorbereitet. Die schriftlichen Abiturprüfungen in Niedersachsen sollen am 17. April beginnen.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 10.05 Uhr: Noch ist das Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hannover 96 in der 2. Bundesliga offiziell nicht abgesagt. Dynamo Dresden kündigte dennoch an, die Reise zum Auswärtsspiel bei Hannover 96 nicht anzutreten. Grund ist die Bekanntgabe des zweiten Coronavirus-Falls im Team der Niedersachsen. Wie wir bereits berichtet haben, sind alle Spieler der 96er für die nächsten 14 Tage in häuslicher Quarantäne.

"Unter diesen Umständen werden wir im Hinblick auf die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinesfalls irgendein Risiko eingehen und deshalb auch nicht wie geplant am Samstag nach Hannover reisen. Alles andere wäre in der jetzigen Situation total verantwortungslos", erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge in einer Mitteilung. Hannover 96 hat bei der Deutschen Fußball Liga die Absetzung des Zweitliga-Spiels beantragt. Die Partie ist für Sonntag (13.30 Uhr) angesetzt.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 09.57 Uhr: Wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus drohen Unterrichtsausfälle. Deshalb hat der Landesschülerrat Klarheit für Schülerinnen und Schüler gefordert. Es müsse geklärt werden, was die schulfreie Zeit für die Schüler bedeutet, sagte Ole Moszczynski, Vorstand des Landesschülerrates, am Freitag.

Den Schülern täglich neue Aufgaben zu senden, sei keine geeignete Ersatzmaßnahme. "Das Zuschicken von Aufgaben kann bei Tagesausfällen zur Festigung der gelernten Inhalte beitragen, ist aber keine Lösung für einen wochenlangen Ausfall", sagte Landesschülerrat-Vize Celina Kruithof. Wiederholungsaufgaben zur Beschäftigung der Schüler "lehnen wir ganz klar ab".

Trotz der wachsenden Zahl an Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen hat die Landesregierung bisher keine endgültige Entscheidung über landesweite Schulschließungen getroffen. Die nächsten Schritte zur Bekämpfung der Krankheit sollen am heutigen Freitag bekannt gegeben werden.

Coronavirus Niedersachsen: Spiele der BG Göttingen abgesagt

Update vom Freitag, 13.03.2020, 7.40 Uhr: Auch die Universitätsstadt Göttingen ist von der Coronavirus-Pandemie betroffen. In der Basketball-Bundesliga wurden Spiele der BG Göttingen abgesagt. Der Spielbetrieb der Basketball-Bundesliga wurde vorerst eingestellt. Auch die Eiskunstlauf-Show Holiday On Ice, die in der Göttinger Lokhalle stattfinden sollte, wurde abgesagt.

An der Universität Göttingen wird der Handwerker- und Universitätsball nicht stattfinden. Veranstaltungen wurden bisher allerdings nicht abgesagt. Anders sieht dies an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen aus: Alle Veranstaltungen im Sommersemester in Göttingen, Hildesheim und Holzminden werden nicht stattfinden. Über weitere Absagen in Göttingen wegen der Corona-Pandemie berichtet hna.de*.

U pdate vom Donnerstag, 12.03.2020, 20.52 Uhr: Auch in Bremen hat der Fußballverband sämtlichen Spielbetrieb bis zum 30. März eingestellt. Das gab der BFV am Donnerstagabend bekannt. 

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 19.32 Uhr: Entwarnung in Braunschweig. Der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bei den Spielern des Zweiligisten Eintracht Braunschweig hat sich nicht bestätigt. 

Nach den beiden Coronavirus-Fällen bei Rivale Hannover 96 war das Team von Braunschweig ebenfalls getestet worden. Der Bruder des infizierten Hannover-Spielers Jannes Horn arbeitet als Physiotherapeut für die Eintracht.

Coronavirus in Niedersachsen: Neuer Fall in Northeim

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 18.42 Uhr Uhr: Im Landkreis Northeim ist eine weitere Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit liegt die Zahl der in Northeim infizierten Personen bei 4. Das teilte Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer mit. 

Es handele sich um eine jüngere männliche Person, die wohl mit einem der bereits am Mittwoch positiv getesteten Männer im Skiurlaub in Ischgl (Österreich) war. Er befindet sich zu Hause in Quarantäne und zeigt bisher keinerlei Symptome. Auch in diesem Fall ermittelt das Gesundheitsamt derzeit die Kontaktpersonen, um gegebenenfalls Quarantänemaßnahmen einzuleiten.

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 18.31 Uhr: Eine Entscheidung, ob in ganzNiedersachsen schon am Montag die Schulen geschlossen werden wird am Freitag fallen: Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung von Carola Reimann (SPD) schickte am Donnerstagnachmittag den Hinweis: „Die Landesregierung wird morgen mitteilen, welches die nächsten Schritte in der Bekämpfung des Coronavirus sein werden. Vorbereitende Arbeiten dazu finden gerade statt. Heute sind Entscheidungen entgegen anderslautender Meldungen nicht zu erwarten.“ 

Coronavirus in Niedersachsen: Sport-Ligen werden ausgesetzt

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 18.14 Uhr: Die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus bis zum 22. April aus. Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll erst im Sommer stattfinden.

Auch die Spiele der 2. Bundesliga werden vorerst ausgesetzt. Wann die abgesagten Partien nachgeholt werden, steht bisher nicht fest. Die Spiele der 1. und 2. Bundesliga der Frauen an diesem Wochenende sind ebenfalls abgesagt worden, ohne dass bislang ein Nachholtermin feststeht.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der bestätigten Fälle erhöht sich auf 129

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 18.04 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Niedersachsen ist weiter angestiegen. Es gibt nun 129 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Niedersachsen. Das teilt das Gesundheitsministerium Hannover mit (Stand 12.03.2020, 15:30 Uhr).

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 17.57 Uhr: Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat ihren Spielbetrieb wegen des Coronavirus bis auf Weiteres ausgesetzt. Davon betroffen sind neben der BG Göttingen auch die Baskets Oldenburg, der SC Rasta Vechta, die Löwen Braunschweig und die Hamburg Towers.

Coronavirus in Niedersachsen: Spiel BG Göttingen gegen Medi Bayreuth abgesagt

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 17.19 Uhr: Eine Meldung über einen ersten Corona-Fall in Hann. Münden (Niedersachsen) sorgt für Verunsicherung in der Region. Darin heißt es, dass es in Hann. Münden den erste Coronavirus-Fall geben würde. 

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 17.05 Uhr: Stetig nimmt die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in Niedersachsen zu. Veranstaltungen werden abgesagt und das Land arbeitet an der Einrichtung von Testzentren. Was es jetzt zu beachten gilt, haben wir hier zusammengefasst.

Coronavirus in Niedersachsen: Erster Verdachtsfall in einem Gefängnis in beunruhigt

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 16.37 Uhr: Coronavirus-Verdacht in Gefängnis beunruhigt: In italienischen Gefängnissen meutern Gefangene wegen der Einschränkungen durch Corona-Schutzmaßnahmen. In deutschen Strafanstalten ist es noch ruhig, aber dort gibt es erstmals auch einen Coronavirus-Verdachtsfall – und zwar in einem niedersächsischen Gefängnis. Das bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums. 

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 16.01 Uhr: Nachdem am Mittwoch bereits der erste deutsche Fußballprofi Timo Hübers von Hannover 96 positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurde vorsorglich bei der gesamten Fußballmannschaft vom Zweitligisten ein Test gemacht. Dabei kam laut Verein am Donnerstag heraus, dass sich auch Profi Jannes Horn mit dem Coronavirus infiziert hat.

Bei allen anderen fiel der Test negativ aus. Die gesamte Mannschaft und die Physiotherapeuten müssen nun für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der Trainingsbetrieb wird für diese Zeit ausgesetzt, das teilte der Verein mit. Der Verein aus Niedersachsen beantragt nun die Absetzung der beiden kommenden Spiele in der 2. Bundesliga.

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 14.24 Uhr: Das Coronavirus-Untersuchungszentrum in Göttingen ist seit heute in Betrieb. Dort werden Patienten getestet, die von ihrem Hausarzt überwiesen wurden. Fachleute nehmen dann Abstriche und überprüfen eine mögliche Infektion.

Menschen mit entsprechenden Symptomen, die auf das Coronavirus hindeuten, sollen sich zunächst telefonisch mit ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 in Verbindung setzen.

Coronavirus in Niedersachsen: Kultusministerium überlegt, die Osterferien zu verlängern

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 12.35 Uhr: Verlängert Niedersachsen die Osterferien? Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat das niedersächsische Kultusministerium Notfallpläne für die bevorstehenden Abiturprüfungen vorbereitet. Die Schulen würden darüber in Kürze informiert, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag.

Laut Kultusministerium gibt es Überlegungen in alle Richtungen. Die schriftlichen Abiturprüfungen in Niedersachsen würden regulär am 17. April beginnen, mündliche Nachprüfungen könnte es bisher bis zum 1. Juli geben. Für Änderungen gibt es einen Notfallplan, der ein Stufenkonzept vorsieht.

Darin wird der Ausfall einzelner Schüler, einzelner Schulen oder auch aller Schulen berücksichtigt. Je nach Szenario könnten auch einzelne Prüfungstermine verschoben werden. Der Ministeriumssprecher betonte: "Selbstverständlich werden Lösungen gefunden, die jedem Prüfling die Teilnahme an den Abschlussprüfungen ermöglichen."

Coronavirus in Niedersachsen: 41 neue Fälle bestätigt

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 11.41 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Niedersachsen ist über Nacht erneut sprunghaft angestiegen. Es gibt bislang 119 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Niedersachsen. Das teilt das Gesundheitsministerium Hannover mit. 

In diesen Landkreisen wurden seit gestern neue Fälle bestätigt (Stand 12.03.2020, 10:30 Uhr):

  • 6 Fälle in Celle (+1)
  • 1 Fall im LK Cloppenburg (+1)
  • 4 Fälle im LK Cuxhaven (+1)
  • 10 Fälle im LK Diepholz (+9)
  • 3 Fälle im LK Emsland (+1)
  • 1 Fall im LK Holzminden (+1)
  • 3 Fälle im LK Northeim (+3)
  • 8 Fälle im LK Osterholz (+3)
  • 2 Fälle im LK Vechta (+2)
  • 5 Fälle im LK Verden (+2)
  • 25 Fälle in der Region Hannover (+8)
  • 2 Fälle in Braunschweig (+1)
  • 1 Fall in Emden (+1)
  • 6 Fälle in Oldenburg (+5)

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 11.28 Uhr: Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen: Die Landesregierung hat angesichts der Entwicklung in Italien und Frankreich sowie steigender Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland konkrete Schritte für Schulen beschlossen.

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 10.17 Uhr: Die niedersächsischen Ministerien machen sich bereit, möglichst viele Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Epidemie vorsorglich im Homeoffic arbeiten zu lassen. Im Agrarministerium arbeiten bereits 52 Mitarbeiter teilweise im Homeoffice, 82 Mitarbeiter des Sozialministeriums haben die Genehmigung dazu.

Andere Ministerien könnten kurzfristig Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten lassen. Laut Umweltministerium ist dies für 120 Angestellte schnell umsetzbar, im Justizministerium könnten 80 Prozent der Belegschaft von zu Hause aus arbeiten. Darüber hinaus werde derzeit noch geprüft, inwieweit die Zahl noch erhöht werden kann und welche technische Voraussetzung dafür nötig ist.

Coronavirus in Niedersachsen: 78 bestätigte Fälle

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 9 Uhr: Das Land Niedersachsen wird einen Krisenstab angesichts der rasant angestiegenen Corona-Fällen im Bundesland einrichten. Dieser wird vom Sozialministerium mit Unterstützung des Innenministeriums geleitet. 

"Wenn die Zahlen steigen - und das werden sie - brauchen wir eine stabsmäßige Organisation, um effektiv handeln zu können", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gegenüber dem Politikjournal Rundblick. Wann der Krisenstab seine Arbeit aufnehmen wird, steht noch nicht fest. 

Die Koordinierungsgruppe ist ressortübergreifend, in ihr sitzen auch Experten aus dem Gesundheitswesen. Sie bewertet die Lage täglich neu. Zudem wird laut Weil bereits für das nächste Landtagsplenum ein Nachtragsetat vorbereitet. Darin solle die Anschaffung von neuem Material für Kliniken geregelt werden, wie zum Beispiel Schutzkleidung, Beatmungsgeräte oder die Ausrüstung für Intensivbetten

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 17.51 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Niedersachsten steigt weiter. Nach Informationen des Landes liegt die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle nun bei 78 (Stand 11.03.2020, 15.30 Uhr). In diesen Landkreisen wurden neue Fälle bestätigt:

  • 1 Fall im LK Hameln-Pyrmont (+1)
  • 5 Fälle im LK Rotenburg (Wümme) (+1)
  • 13 Fälle im LK Stade (+2)
  • 3 Fälle im LK Verden (+1)
  • 1 Fall im LK Wittmund (+1)

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 13.44 Uhr: Auch im Landkreis Göttingen gibt es nun einen amtlichen Coronavirus-Fall. Das bestätigte der Kreis am Mittwoch in einer Pressemitteilung. 

Es soll sich um einen Mann mittleren Alters aus dem Altkreis Osterode handeln, wie hna.de* berichtete. Er war vergangene Woche aus dem Urlaub zurückgekehrt und wurde anschließend positiv getestet.

Coronavirus in Niedersachsen: Erster Fußballprofi in Deutschland positiv getestet

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 13.32 Uhr: Nun ist auch der erste Fußballprofi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 ist mit dem Virus infiziert. 

Er befinde sich laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) derzeit in häuslicher Quarantäne und habe seit seiner Infektion bei einer Veranstaltung in Hildesheim (Niedersachsen) keinen Kontakt mit seinen Mannschaftskollegen gehabt, teilte der Verein aus der 2. Bundesliga am Mittwoch mit.

Coronavirus: Erste Fälle im Landkreis Northeim - Drei Personen infiziert

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 13.20 Uhr: Auch im Landkreis Northeim gibt es nun drei bestätigte Coronavirus-Fälle. Laut dem Landkreis wurden alle am Mittwoch fast gleichzeitig gemeldet. Unter den Betroffenen sind eine ältere Frau und zwei jüngere Männer. Alle sollen unabhängig voneinander in Südtirol und Österreich Urlaub gemacht haben.

Coronavirus: Niedersachsen sagt Großveranstaltungen ab

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 12.21 Uhr: Nicht nur in Hannover werden wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt, sondern im gesamten Bundesland. Das hat Gesundheitsministerin Carola Reimann am Mittwoch (11.03.2020) in Hannover bekanntgegeben. 

"Wir haben es mit einem Infektionsgeschehen zu tun, das eine sehr hohe Dynamik hat, und wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht", sagte die SPD-Politikerin. "In Niedersachsen gilt: Sicherheit und Gesundheit gehen vor." Es dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, dass Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern per se bedenkenlos seien. "Jede Veranstaltung in Niedersachsen steht auf dem Prüfstand", sagte Reimann.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Infizierten steigt auf 74

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 11.02 Uhr: In Niedersachsen sind erneut Coronavirus-Fälle gemeldet worden. Laut aktuellen Informationen des Landes ist die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle auf nun 74 gestiegen(Stand 11.03.2020, 09.30 Uhr).

Unter anderem wurden neue Fälle im Landkreis Celle, im Landkreis Rotenburg (Wümme) und in der Region Hannover bestätigt.

Coronavirus in Niedersachsen: In Hannover sind Großveranstaltungen abgesagt

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 08.49 Uhr: Aufgrund der steigenden Anzahl der Coronavirus-Fälle in Niedersachsen hat die Landeshauptstadt Hannover sämtliche Großveranstaltungen ab Donnerstag, 12.03.2020, verboten. Events mit über 1.000 Teilnehmern in geschlossenen Räumen finden somit nicht statt. 

Das gab Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) auf einer Pressekonferenz in Hannover am Dienstag bekannt. Diese Allgemeinverfügung gilt vorerst bis zum Sonntag, 22.März.2020. Das Heimspiel vom Hannover 96 am Sonntag soll aber bislang nicht von dem Verbot betroffen sein. 

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 16.42 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt stetig an. Wer die Zahlen auf der Welt, in Deutschland und in Niedersachsen mitverfolgen will, kann dies auf einer Live-Karte zum Coronavirus.

Coronavirus: In Niedersachsen steigt Zahl der Infizierten auf 66

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 16.13 Uhr: Es gibt bislang 66 laborbestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen. Das teilt das Gesundheitsministerium Hannover mit.

Alle registrierten Coronavirus-Fälle nach Landkreisen in Niedersachsen (Stand 10.03.2020, 10 Uhr): 

  • 1 Fall im LK Ammerland
  • 1 Fall im LK Aurich
  • 1 Fall in Braunschweig
  • 4 Fälle in Celle (+1)
  • 3 Fälle im LK Cuxhaven
  • 1 Fall im LK Emsland (+1)
  • 2 Fälle im LK Friesland
  • 1 Fall in Delmenhorst
  • 1 Fall im LK Grafschaft Bentheim (-2, Testung negativ)
  • 5 Fälle im LK Harburg (+2)
  • 3 Fälle im LK Hildesheim (+1)
  • 1 Fall im LK Leer
  • 6 Fälle in SK Oldenburg
  • 1 Fall im LK Oldenburg (+1)
  • 2 Fälle im LK Osterholz (+2)
  • 3 Fälle in Wilhelmshaven
  • 3 Fälle im LK & SK Osnabrück
  • 11 Fälle in der Region Hannover (+4)
  • 3 Fälle im LK Rotenburg (Wümme) (+1)
  • 11 Fälle im LK Stade (+4)
  • 2 Fälle im LK Verden (+2)

Coronavirus: Niedersachsen nimmt Testzentren in Betrieb - Weitere sollen folgen

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 14.58 Uhr: In Braunschweig (Niedersachsen) hat am Montag  (09.03.2020) ein Testzentrum für Coronavirus-Verdachtsfälle seine Arbeit aufgenommen. Weitere Zentren sollen heute an den Start gehen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) befinden sich die Standorte in Wilhelmshaven, Oldenburg, Cloppenburg und Vechta.

Dort sollen Fachleute Abstriche von Patienten nehmen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben. Geplant sei je ein Testzentrum pro Landkreis. Ein Großteil davon soll laut Gesundheitsministerium in dieser Woche an den Start gehen.

Menschen mit entsprechenden Symptomen, die auf das Coronavirus hindeuten, sollen sich zunächst telefonisch mit ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 in Verbindung setzen.

Coronavirus in Niedersachsen: Landkreis Northeim richtet Hotline ein

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 12.09 Uhr: Angesichts mehrerer bestätigter Coronavirus-Fälle in Niedersachsen wächst die Sorge in der Bevölkerung. Der Landkreis Northeim hat deshalb ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Nummer lautet: 0 55 51/708 80 80. Coronavirus: Landkreis Northeim richtet Hotline ein.

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 11.20 Uhr: Es gibt weitere Coronavirus-Fälle in Niedersachsen. Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infizierten in Niedersachsen ist auf 49 angestiegen, teilt das Gesundheitsministerium Hannover mit.

Alle registrierten Coronavirus-Fälle nach Landkreisen in Niedersachsen (Stand 10.03.2020, 10 Uhr): 

  • 1 Fall im LK Ammerland
  • 1 Fall im LK Aurich (+1)
  • 1 Fall in Braunschweig
  • 3 Fälle in Celle
  • 3 Fälle im LK Cuxhaven
  • 2 Fälle im LK Friesland (+2)
  • 1 Fall in Delmenhorst
  • 3 Fälle in der Grafschaft Bentheim (+2)
  • 3 Fälle im LK Harburg
  • 2 Fälle im LK Hildesheim
  • 1 Fall im LK Leer
  • 6 Fälle in Oldenburg (+3)
  • 3 Fälle in Wilhelmshaven (+3)
  • 3 Fälle im LK & SK Osnabrück
  • 7 Fälle in der Region Hannover
  • 2 Fälle im LK Rotenburg (Wümme)
  • 7 Fälle im LK Stade

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 10.59 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland steigt. Mit dem ersten Coronavirus-Fall in Sachsen-Anhalt sind nun alle Länder in Deutschland betroffen. Die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle in Niedersachsen liegt weiterhin bei 38. Dr. Thomas Carl Stiller, Arzt aus dem Landkreis Göttingen und Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, sorgt sich um die Versorgung von Patienten, die bei einem Coronavirus-Verdacht in Quarantäne sind. Er fordert einen Coronavirus-Notfallplan für den Landkreis Göttingen in Niedersachsen.

Update vom Montag, 09.03.2020, 21.13 Uhr: Die Zahl der inNiedersachsen mit dem Coronavirus infizierten Personen ist am Montag noch einmal auf 38 angestiegen. Die Landesregierung hat nun Maßnahmen beschlossen, um eine Ausbreitung des Virus in Niedersachsen zu bremsen. 

Demnach soll alle Schüler von Schulen in Niedersachsen, die aus Reisen in Risikogebieten in ihre Heimat zurückkehrt als Vorsichtsmaßnahme automatisch in eine zweiwöchige Quarantäne gehen. Das Gleiche gilt für Lehrer. Damit solle sichergestellt werden, dass der Schulbetrieb nicht gefährdet werde, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag. 

Coronavirus in Niedersachsen: Neue Fälle im Landkreis Stade 

Update vom Montag, 09.03.2020, 18.45 Uhr: Es gibt weitere Corona-Fälle in Niedersachsen. Die Zahl der Infizierten stieg am Montag auf 35 an, teilt das Gesundheitsministerium Hannover mit. Die beiden neuen Fälle wurden im Landkreis Stade registriert. Insgesamt gibt es dort sieben Fälle. 

Von 76 Kontaktpersonen eines Gymnasiallehrers aus dem Landkreis wurden seit Freitag Abstriche gemacht. Die neuen Patienten stammen aus dem Umfeld des Lehrers. Eine Kita in Stade wurde wegen drei Verdachtsfällen bis Dienstag geschlossen. Folgende weitere Landkreise und Städte sind betroffen (Stand 09.03.2020, 19 Uhr):

  • 1 Fall im Landkreis Ammerland 
  • 1 Fall in Braunschweig 
  • 3 Fälle in Celle 
  • 3 Fälle im Landkreis Cuxhaven 
  • 1 Fall in Delmenhorst 
  • 1 Fall in der Grafschaft Bentheim 
  • 3 Fälle im Landkreis Harburg 
  • 2 Fälle im Landkreis Hildesheim 
  • 1 Fall im Landkreis Leer 
  • 3 Fälle in Oldenburg 
  • 3 Fälle im Landkreis & Stadt Osnabrück 
  • 7 Fälle in der Region Hannover (+3) 
  • 2 Fälle im Landkreis Rotenburg (Wümme) 
  • 7 Fälle im Landkreis Stade

Update vom Montag, 09.03.2020, 10.04 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Niedersachsen ist über das Wochenende noch einmal gestiegen. Die Zahl der laborbestätigten Fälle stieg von 18 Fällen am Freitag auf 33 am Sonntagabend, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. 

In einer Kindertagesstätte in Stade ist wegen zweier Verdachtsfälle die Betreeung ausgefallen. Entwarnung gibt es dagegen für eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Osnabrück, die aus dem norditalienischen Südtirol zurückgeholt worden waren.

In Göttingen und Niedersachsen gibt es bisher 21 Fälle

Update vom Sonntag, 08.03.2020, 15.01 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Niedersachsen liegt aktuell bei 21. In den Regionen Göttingen und Northeim sind bisher noch keine Fälle bekannt. Folgende Städte und Landkreise in Niedersachsen sind betroffen: (Stand 08.03.2020, 16 Uhr)

  • 1 Fall im Landkreis Ammerland
  • 1 Fall in Braunschweig 
  • 3 Fälle in Celle 
  • 3 Fälle im Landkreis Cuxhaven (+1) 
  • 1 Fall in Delmenhorst
  • 1 Fall in der Grafschaft Bentheim 
  • 3 Fälle im Landkreis Harburg (+3)
  • 2 Fälle im Landkreis Hildesheim (+2)
  • 1 Fall im Landkreis Leer 
  • 3 Fälle in Oldenburg 
  • 3 Fälle im Landkreis und Stadt Osnabrück (+2)
  • 4 Fälle in der Region Hannover 
  • 2 Fälle im Landkreis Rotenburg (Wümme)
  • 5 Fälle im Landkreis Stade (+4)

Coronavirus in Göttingen und Niedersachsen: Kita in Stade wegen Verdachtsfällen geschlossen

Die städtische Kita im Stadtteil Wiepenkathen in Stade wird in der kommenden Woche wegen des Coronavirus geschlossen bleiben, das teilt die Stadtverwaltung am Sonntag (08.03.3030) mit. 

Bei zwei Mitarbeiterinnen der Kita besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert haben könnten. "Bis sichergestellt ist, dass von den beiden Frauen keine Ansteckungsgefahr ausgeht", falle die Betreuung aus - zunächst bis einschließlich Dienstag, heißt es seitens der Stadt.

Coronavirus: Hotels, Gaststätten und Kantinen spüren Kundenrückgang in Göttingen und Niedersachsen

Das Coronavirus hat in Niedersachsen mittlerweile spürbare wirtschaftliche Folgen:

Hotels und Gaststätten

spüren die Folgen der Ausbreitung bereits. 

Das Verhalten der Menschen verändere sich, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen (DEHOGA), Rainer Balke, der dpa. Demnach sagen Unternehmen zunehmend Geschäftsreisen und Veranstaltungen ab, Lokale werden weniger besucht. "Die Betreiber merken einen gewissen Rückzug", so Balke. 

Auch Kantinen haben laut Balke weniger Gäste - unter anderem wohl auch, weil viele Menschen nicht mehr von einem Buffet essen möchten. Nach Einschätzung des Verbandes kann der Kundenrückgang für manche Unternehmen finanziell bedrohlich werden. 

Göttingen und Niedersachsen: Schüler aus Osnabrück nicht mit Coronavirus infiziert

Gute Nachrichten gab es am Sonntag (08.03.2020) aus Osnabrück: Unter den 55 Schülern, die aus einer Skifreizeit in Südtirol zurückgeholt wurden, befindet sich kein Corona-Fall, wie die dpa berichtet. Die Stadt Osnabrück hatte am Donnerstag (05.03.2020) einen Konvoi ausmehreren Bussen und Feuerwehrfahrzeugen mit zwei Ärzten, Rettungsassistenten, Fahrern und zwei Eltern auf den Weg nach Südtirol geschickt, um die Schüler zurückzuholen.

Vier Schüler der Gruppe hätten Symptome gezeigt, ein Labortest konnte aber das Coronavirus Sars-CoV-2 nicht nachweisen - es gibt demnach aber Nachweise über Grippeerkrankungen. Die häusliche Quarantäne für die Schüler wurde aufgehoben.

Update vom Samstag, 07.03.2020, 19.59 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Niedersachsen ist bis zum Samstagabend auf 21 gestiegen, das berichtet die dpa und beruft sich auf das niedersächsische Gesundheitsministerium. Damit sind am Samstag bislang drei neue Fälle hinzugekommen. 

Coronavirus in Niedersachsen: Robert-Koch-Institut zählt bundesweit bislang 800 Corona-Fälle

Neu infiziert mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Niedersachsen sind eine Person in Hannover, wo die Zahl der Infitierten damit auf vier steigt, sowie zwei Fälle in Oldenburg. Betroffen sind laut dpa in Niedersachsen neben Hannover und Oldernburg auch Braunschweig und Osnabrück sowie die Landkreisen Ammerland, Celle, Cuxhaven, Grafschaft Bentheim, Leer, Rotenburg (Wümme) und Stade. Das Robert-Koch-Institut zählte bundesweit bis zum Samstagnachmittag rund 800 Fälle.

Update vom Samstag, 07.03.2020, 12.03 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Verdachts wurde am Freitag (06.03.2020) ein ICE am Hauptbahnhof in Braunschweig gestoppt. Wie sich inzwischen herrausstellte, hat sich der Verdacht nicht bestätigt.

Der Mann, der wegen typischer Infektionssymptome gemeldet wurde ist laut NDR.de nicht mit dem Virus infiziert.

Coronavirus in Niedersachsen: Messe GöBit in Göttingen kurzfristig abgesagt

Update vom Freitag, 06.03.2020, 17.54 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat ein weiteres Opfer gefordert: Die Berufemesse GöBit in Göttingen ist kurzfristig abgesagt worden. Beim "Göttinger Berufsinformationstag" sollten  am Samstag, 07.03.2020, in der Lokhalle in Göttingen eigentlich Berufsanfänger Informationen rund um den Einstieg in das Berufsleben holen können. 

Die Entscheidung die Veranstaltung abzusagen ist am Freitag (06.03.2020) gefallen. Aus "Vorsichtsgründen", wie die Organisatoren der Berufemesse GöBit in Göttingen in einer Mitteilung sagten.

Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.39 Uhr: Die Bundespolizei hat wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion am Freitag einen Intercity Express der Deutschen Bahn gestoppt. Für den ICE 1191 aus Berlin nach Frankfurt war um 11.15 Uhr in Braunschweig Endstation. Das Zugpersonal hatte wegen einem kranken Zuggast die Polizei alarmiert. Ob der Erkrankte mit dem Coronavirus infiziert ist, steht noch nicht fest. 

Zahl der an dem Coronavirus erkrankten Menschen in Niedersachsen steigt auf 17

Laut der Staatskanzlei Niedersachsen sind am Freitag 17 Fälle einer Coronavirus-Infektion in Niedersachsen bestätigt. "Trotz der bestätigten Fälle zirkuliert das Virus in Niedersachsen weiterhin nicht", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann auf einer Pressekonferenz. 

In Bremen wurde außerdem die Coronavirus-Infektion bei einer zweiten Person nachgewiesen. Es handelt sich um die Frau des ersten in Bremen nachgewiesenen Coronavirus-Patienten.

Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.03 Uhr: Aus Angst vor dem Coronavirus kaufen die Deutschen massenweise Mundschutzmasken. Eine Werkstatt für behinderte Menschen im Kreis Cloppenburg hat deshalb die Produktion von Mundschutzsmasken begonnen und will damit Krankenhäuser und Arztpraxen beliefern.  „Die ersten waren Übung, jetzt läuft es. Sie werden verpackt und zum Kunden gehen“,erzählte Julia Bloedorn von der sozialen Arbeitsstätte Altenoythe des Caritas-Vereins im Kreis Cloppenburg. Rund 3000 Stück sollen dort gefertig werden. 

Update vom Freitag, 06.03.2020, 08:17 Uhr: Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen (DPZ) haben möglicherweise ein Mittel gefunden, dass die Vermehrung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 verhindern könnte.

Die Forscher aus Göttingen (Niedersachsen) und Berlin stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass ein in Japan bereits zugelassenes Medikament, das Eindringen des Coronavirus in die Lungenzellen blockiert. In klinischen Studien sollen nun weitere Untersuchungen folgen.

Coronavirus: Weiterer Fall in Braunschweg - Frau in Quarantäne

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 13.26 Uhr: In Braunschweig wurde eine Frau positiv auf das Coronavirus getestet. Offenbar hat sich die Frau, die sich nun in häuslicher Quarantäne befindet, im Urlaub auf den Kanaren angesteckt und nach ihrer Rückkehr leichte Symptome entwickelt.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Zahl der Infizierten steigt weiter

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 10.56 Uhr: In Stade ist ein Lehrer mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des gleichnamigen Landkreises, verspürte der Mann am Montag grippeähnliche Symptome. Da er zuletzt am Freitag (28.02.2020) in der Schule gewesen sei, hält das Vincent-Lübeck-Gymnasium einen Unterrichtsausfall allerdings nicht für nötig. Eltern von jüngeren Schülern sowie Schülern der oberen Jahrgangsstufe wird jedoch freigestellt, ob sie zur Schule gehen.

Auch in Rotenburg (Landkreis Rotenburg Wümme) bestätigte sich der Verdacht bei zwei Patienten. Sie hatten bereits auf dem Rückweg aus Südtirol erste Symptome gezeigt und sich selbst vorsichtshalber in Quarantäne begeben.

Wie die Region Hannover mitteilt, hat sich auch ein 64-jähriger Mann aus Uetze mit dem Virus infiziert. Bei dem Mann handelt es sich um eine enge Kontaktperson des ersten Corona-Patienten aus dem Orsteil Eltze. Daher sei er bereits am vergangenen Sonntag (01.03.2020) unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Es handelt sich dabei um den dritten bestätigten Fall in Uetze.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Zwei weitere Fälle

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 16.55 Uhr: Im Emsland in der Grafschaft Bentheim ist nun auch ein 30-Jähriger infiziert. Wie der Landkreis angibt, befindet der Mann sich zusammen mit seiner Frau, seiner Tocher und weiteren Familienangehörigen in häuslicher Quarantäne. Damit steigt die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Niedersachsen auf 7.

Bislang habe der Mann nur Symptome wie bei einer leichten Erkältung, heißt es. Da der Mann in einem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet arbeitet, wird vermutet, dass sich der 30-Jährige im niederländischen Coevorden mit dem Coronavirus angesteckt hat. 

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 15.03 Uhr: Ein 44-Jähriger aus Oldenburg ist ebenfalls mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Mann befinde sich derzeit in häuslicher Quarantäne, so die Stadt Oldenburg.

Seine Ehefrau wurde bereits negativ getestet, die Testergebnisse der beiden Kinder stehen allerdings noch aus. Ende Februar hatte die Familie in Langenberg bei Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) Karneval gefeiert. Es handelt sich dabei um den sechsten Fall in Niedersachsen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Fünfter Fall bestätigt

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 14.02 Uhr: Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, konnte das Coronavirus nun auch bei einer 32-jährigen Frau aus Westoverledingen (Landkreis Leer) nachgewiesen werden. Sie befindet sich isoliert in einer Klinik in Papenburg im Emsland, ihr Zustand sei stabil.

Den Angaben zufolge werden nun sämtliche Kontaktpersonen sowie die Infektionskette ermittelt. Der Lebensgefährte der Frau befindet sich zu Hause in Quarantäne.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Messe verschoben

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 11.49 Uhr: In den vergangenen Wochen hatten die Organisatoren der Hannover Messe intensiv die Lage zum neuartigen Coronavirus beobachtet, nun trafen sie eine Entscheidung: Wegen der anhaltenden Ausbreitung der Krankheit wird die weltgrößte Industrieschau verschoben.

Das Branchentreffen mit rund 6.000 Ausstellern aus 70 Ländern soll nicht wie geplant vom 20. bis 24. April, sondern jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch (04.03.2020) mit.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Neue Fälle bestätigt

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 08.34 Uhr: Vier Menschen haben sich nun in Niedersachsen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nachgewiesen wurde das Virus jetzt auch bei einem 21-Jährigen aus dem Landkreis Ammerland, der sich laut niedersächsischem Gesundheitsamt die vergangenen Tage bei seiner Mutter in Oldenburg aufgehalten hat.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der 21-Jährige in Palenberg bei Heinsberg in Nordrhein-Westfalen Karneval gefeiert und sich vermutlich dort angesteckt. Nach Angaben des Landkreises gibt es dort sechs weitere Kontaktpersonen. Der junge Mann werde medizinisch betreut und ist in gutem Zustand. Die Behörden seien auf der Suche nach Kontaktpersonen des Patienten.

Bei dem Erkrankten aus Cuxhaven seien die Hintergründe eine Reise nach Norditalien. Der infizierte 63-Jährige aus Uetze ist eine Kontaktperson des ersten Coronavirus-Patienten im Land. 

Coronavirus (Sars-CoV-2): Vier bestätigte Fälle in Niedersachsen

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 07.57 Uhr: Nachdem bei einem 68-jährigen Mann aus dem Raum Hannover vergangene Woche das Coronavirus nachgewiesen wurde, gibt es nun weitere bestätigte Fälle.

Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind derzeit vier Menschen in Niedersachsen nachweislich infiziert. Neu bestätigt wurden zwei Fälle, je einer im Landkreis Ammerland und im Kreis Cuxhaven, sowie ein weiterer Fall in Uetze. Die Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Land will regionale Behandlungszentren einrichten

Update vom Dienstag, 03.03.2020, 08.02 Uhr: Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen zu verhindern, will das Bundesland nun regionale Behandlungszentren einrichten. Das stellte die Koordinierungsgruppe der Landesregierung am Montag (02.03.2020) als wichtigsten Punkt in einem Maßnahmenkatalog vor. 

Mit den Zentren sollen Allgemeinmediziner entlastet werden. Dort könnten Proben von Patienten genommen werden, außerdem werde damit Schutzkleidung für das medizinische Personal möglichst effizient genutzt.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Keine weiteren Fälle in Region Hannover

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 18.15 Uhr: Nachdem sich ein 68-jähriger Mann aus Uetze in Niedersachsen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte, ist nun klar, dass es keine weiteren Fälle in der Region Hannover gibt.

Einige Untersuchungsergebnisse stehen aber noch aus, teilte die Region Hannover am Sonntag mit. Aus Sicherheitsgründen werde am Montag (02.03.2020) der Unterricht an zwei Grundschulen in Uetze ausfallen. Auch eine Kindertagesstätte im Ortsteil Eltze bleibe geschlossen. Über eine mögliche weitere Schließung werde kurzfristig entschieden.

Der Infizierte aus Uetze (Niedersachsen) war zuvor mit seiner Ehefrau auf einer Busreise nach Südtirol gewesen, insgesamt seien 47 Menschen vor allem aus Sachsen dabei gewesen. Auch das Busunternehmen sei aus Sachsen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Nach erstem Fall - Neun weitere Verdachtsfälle

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 13.24 Uhr: In Niedersachsen wurde am Samstag (29.02.2020) der erste Coronavirus-Fall bestätigt. Ebenfalls gibt es neun neue Verdachtsfälle, bei denen es sich überwiegend um Personen aus dem sozialen Umfeld des 68-Jährigen handelt.

Hannover: Carola Reimann, Niedersachsens Sozialministerin (SPD), spricht während einer Pressekonferenz im Gesundheitsministerium.

Nach der Bestätigung der ersten Infektion in Niedersachsen hat Gesundheitsministerin Carola Reimann vor Panik gewarnt. Das Virus sei in Niedersachsen angekommen, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag (01.03.2020). "Das lässt sich nicht beschönigen, ist aber auch kein Grund zur Panik", betonte sie. Der Fall des 68-Jährigen aus Uetze (Raum Hannover) sei ein Einzelfall. 

Coronavirus (Sars-CoV-2): Erster Fall in Niedersachsen - 68-Jähriger stammt aus der Region Hannover

Update von Sonntag, 01.03.2020, 10.59 Uhr: Das Coronavirus (Sars-CoV-2) breitet sich in Deutschland weiter aus. Nun gibt es auch einen ersten Corona-Fall in Niedersachsen. Die Region Hannover hat am Samstagabend einen Fall bestätigt. Bei einem 68-jährigen Mann aus Uetze wurde der Virus nachgewiesen. Er hatte sich zuvor in Norditalien aufgehalten.

Update von Freitag, 28.02.2020, 19.06 Uhr: In Deutschland breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. In Niedersachsen gibt es aktuell noch keine Infizierten, alle bisherigen Verdachtsfälle haben sich nicht bestätigt. Trotzdem herrscht Wachsamkeit.

Um sich auf den Erstfall vorzubereiten, haben die Universität, die Universitätsmedizin Göttingen und die Private Hochschule Göttingen (PFH) einen Krisenstab eingerichtet, wie hna.de* berichtete. Die Uni bewilligt zurzeit keine Dienstreisen in als gefährlich eingestufte Regionen. Ähnlich geht auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) vor. 

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Niedersachsen: Entwarnung nach Verdachtsfall an Uni-Medizin Göttingen 

Update, 28.02.2020, 18.40 Uhr: Der Coronavirus-Verdachtsfall an der Uni-Medizin Göttingen (Niedersachsen) vom Freitag (28.02.2020) hat sich nicht bestätigt. Stefan Weller, Pressesprecher der Universitätsmedizin Göttingen, hat am Abend Entwarnung gegeben.

Erstmeldung, 28.02.2020, 16.48 Uhr: An der Universitätsmedizin Göttingen in Niedersachsen gibt es offenbar einen aktuellen Coronavirus-Verdachtsfall. Derzeit wird geprüft, ob es sich tatsächlich um das Coronavirus handelt. Die entsprechenden Untersuchungen laufen.

Das wurde am Freitag (28.02.2020) bekannt. Bislang hatte es seit Anfang des Jahres neun weitere Verdachtsfälle an der Göttinger Klinik gegeben. Alle waren bisher negativ.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Göttingen: So werden Verdachtsfälle in der Uni-Medizin aufgenommen

Laut Stefan Weller, Pressesprecher der Uni-Medizin Göttingen, läuft die Aufnahme als Verdachtsfall folgendermaßen ab: Der Patient wird vom Hausarzt als Verdachtsfall auf Coronavirus (Sars-CoV-2) an die UMG in Niedersachsen überwiesen und idealerweise vorher telefonisch angekündigt.

Die Aufnahme erfolgt in der Notaufnahme über einen sogenannten Infektionsschutzraum, der speziell für die Aufnahme potenziell infektiöser Patienten eingerichtet ist.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Göttingen: Personal der Uni-Medizin unterliegt strengen Sicherheits-Vorkehrungen

Das Personal der Notaufnahme in der Uni-Medizin Göttingen (Niedersachsen) schleust sich über einen getrennten Eingang ebenso in den Raum ein und legt in der Schleuse die entsprechende Vollschutzkleidung inklusive Atemschutzmaske, Kittel und Handschuhe an. So soll eine Übertragung mit dem Coronavirus aus China verhindert werden.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Göttingen: Verdachtsfälle werden zunächst im Infektionsraum behandelt

Verdacht auf Coronavirus (Sars-CoV-2) aus China in Niedersachsen: Erstdiagnostik und -Behandlung findet dann in dem Infektionsraum statt. Sofern eine Indikation zur stationären Aufnahme besteht, erfolgt die stationäre Aufnahme auf der Infektionsstation des Hauses. 

Der Transport erfolgt unter Einhaltung der genannten Infektionsschutzmaßnahmen, eine Gefährdung von Personal, Besuchern oder anderer UMG-Patienten sei ausgeschlossen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Göttingen: Auswirkungen auf Unternehmen

Der Coronavirus (Sars-CoV-2) wirkt sich in Niedersachsen auch auf regionale Unternehmen aus. So auch auf die Sartorius AG mit Stammsitz in Göttingen. Das global agierende Unternehmen hat acht Vertriebsniederlassungen und zwei Produktionsstätten im asiatischen Raum. Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzberg erklärt gegenüber der HNA*, dass er für sein Unternehmen auch Vorkehrungen für den Coronavirus getroffen habe. Unter anderem habe er alle Flüge nach China gestrichen*.

Auch in Northeim bei Göttingen in Niedersachsen haben sich bereits Ende Januar Firmen auf den Coronavirus* (SARS-CoV-2) vorbereitet: Der Continental-Konzern schränkt Mitarbeiter-Reisen von und nach China ein. Auch der Northeimer Standort von Contitech ist davon betroffen.

In Kassel werden auch Vorkehrungen für den Coronavirus getroffen. 

Mittel gegen das Coronavirus gefunden? Forscher aus Göttingen verkünden Neuigkeiten.

Corona-Verdacht: InterCity-Express endet in Braunschweig.

Weil sich das Coronavirus auch in Niedersachsen weiter ausbreitet*, werden Veranstaltungen abgesagt. Außerdem arbeitet das Land an der Einrichtung regionaler Testzentren.

Von Bernd Schlegel, Thomas Kopietz, Svenja Wallocha, Alicia Kreth, Christina Zapf und Nail Akkoyun

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fall Maddie: Deutscher Sexualstraftäter unter Mordverdacht
Die kleine "Maddie" verschwand vor gut 13 Jahren spurlos aus einer Appartementanlage - nun ermittelt das BKA gegen einen Mann aus Deutschland.
Fall Maddie: Deutscher Sexualstraftäter unter Mordverdacht
Tödlicher Unfall: Mann stirbt noch an der Unfallstelle
In Offenbach passiert ein tödlicher Unfall. Ein Rollerfahrer stößt mit einem Linienbus zusammen. Am Unfallort kommt es zu Behinderungen.
Tödlicher Unfall: Mann stirbt noch an der Unfallstelle
Reisen während Corona: Urlaub auf Mallorca? Spanien sorgt bei Touristen für Hoffnung
Der Sommerurlaub 2020 auf Mallorca ist trotz Corona bald möglich: Spanien will nun bestimmte Regionen schon im Juni wieder für Touristen öffnen. 
Reisen während Corona: Urlaub auf Mallorca? Spanien sorgt bei Touristen für Hoffnung
Mehrwertsteuersenkung, Milliarden für Kommunen – Bund einigt sich auf Hilfspaket 
Jens Spahn kritisiert eine Schlauchboot-Party, auch Virologe Friedemann Weber zeigt sich besorgt. der News-Ticker aus Deutschland.
Mehrwertsteuersenkung, Milliarden für Kommunen – Bund einigt sich auf Hilfspaket 

Kommentare