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Coronavirus in Österreich: Kurz-Regierung mit radikalem Schritt - Gastwirte wird er besonders freuen

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Österreich leitet in der Corona-Krise Lockerungen ein. Ab Mai werden die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

+++ Wir beenden diesen Ticker an dieser Stelle und bedanken uns fürs Mitlesen. Alle weiteren Informationen und Entwicklungen zur Corona-Krise in Österreich lesen Sie ab sofort in diesem News-Ticker. +++

Update vom 11. Mai, 11.12 Uhr: Ein Hilfspaket in der Höhe von 500 Millionen Euro soll die Gaststätten in Österreich unterstützen - die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will zudem die Umsatzsteuer auf zehn Prozent halbieren. Ein Gasthof mit 160.000 Euro Jahresumsatz wird dann statt 6260 nur noch 2390 Euro Steuern zahlen. Ab 15. Mai sollen in Österreich die Gaststätten - unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln - öffnen dürfen. 

Wiener Kaffeehäuser dürfen zum 15. Mai wieder öffnen

Seit Mitte April liegen die täglich erfassten Neuansteckungen in dem 8,5-Millionen-Einwohner Staat nur noch im zweistelligen Bereich. Dass Österreich auch ein Ziel für Deutsche im  Sommerurlaub 2020* sein dürfte, gilt als sehr wahrscheinlich.

Coronavirus: Österreicher mit Maßnahmen einverstanden

Update vom 10. Mai, 17.35 Uhr: Die Zustimmung zu den strikten Corona-Maßnahmen in Österreich bleibt weiter hoch. Wie oe24.at berichtet, haben in einer Online-Umfrage unter 1000 Personen für das Medium Österreich 77 Prozent angegeben, sie seien mit den Einschränkungen wie Ausgangssperren und Maskenpflicht zufrieden. 38 Prozent davon zeigten sich demnach sogar sehr zufrieden. Lediglich 23 Prozent sehen das anders, ein Anstieg um drei Prozentpunkte seit der Umfrage mehr als zwei Wochen zuvor.

Auch die Regierung aus ÖVP und Grünen wird gelobt. 73 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Koalition zufrieden. Vor zwei Wochen lag dieser Wert allerdings noch bei 77 Prozent.

Österreich zählt für viele Deutsche als sicheres Sommer-Reiseziel im Corona-Sommer. Doch welche Länder öffnen außerdem ihre Grenzen für Touristen?

Corona-Krise in Österreich: Kanzler Kurz rechnet mit Grenzöffnung zu Deutschland

Update vom 8. Mai, 15.30 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet mit einer Grenzöffnung zu Deutschland bereits im Sommer. Die Infektionszahlen sind mit 15.774 (Johns-Hopkins-Universität, Stand 15.33 Uhr) Betroffenen und 614 Toten niedriger als in Deutschland mit 169.430 Infizierten und 7.392 Todesfällen. 

Update vom 7. Mai, 20.35 Uhr: Im österreichischen Krankenhaus Graz haben sich mehrere Covid-19-Patienten* von der schweren Lungenkrankheit erholen können. Grund dafür war eine Blutplasma-Therapie, bei der sie mit dem Blutplasma geheilter Patienten behandelt wurden. Der als experimentell geltende Therapieansatz lieferte bei gleich drei Patienten sehr gute Ergebnisse, so der Grazer Infektiologe Robert Krause bei einer Pressekonferenz.

Skeptiker und Kritiker stechen mit ihrer Meinung während der Corona-Krise heraus. War der Lockdown in dieser Form notwendig?

Corona in Österreich: Experimentelle Therapieform liefert gute Ergebnisse - auch bei Vorerkrankungen

Es handle sich bei der Behandlungsform jedoch um eine „Option für ganz ausgewählte Patienten, die nicht auf alle übertragbar“ sei, sagte Krause. Besonders Patienten, die andere Vorerkrankungen aufwiesen und ein geschwächtes Immunsystem hatten, wurden behandelt. Nebenwirkungen und allergische Reaktionen sollen demnach aber nicht auszuschließen sein. 

Bereits 20 Patienten, die an Covid-19* litten, konnten in Österreich mit Blutplasma behandelt werden. Das Rote Kreutz rief zudem zu Blutplasma-Spenden auf, bislang sollen rund 200 Personen in Österreich zu einer Spende bereit sein. Die Methode wird derzeit in vielen Ländern getestet, darunter Frankreich, die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Deutschland und China. Für sichere Aussagen werden jedoch mehr Tests und mehr Zeit benötigt.

Corona in Österreich: Kanzler Kurz will mit kurioser Maßnahme den Tourismus ankurbeln

Update, 7. Mai, 9.38 Uhr: Österreich kämpft gegen eine drohende Wirtschaftsrezession. Dagegen angegangen werden soll nicht nur mit 38 Milliarden Euro Soforthilfen. Wie oe24.at berichtet, will die Regierung um Kanzler Sebastian Kurz auch mittelfristige Maßnahmen präsentieren. Dazu gehören Steuerentlastung für arbeitende Menschen, Entlastung der Wirtschaft, damit Arbeitsplätze gehalten werden sowie Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und Regionalisierung. 

Die Forderung, dass „Corona-Helden“, die in der Krise beispielsweise als Pfleger in Kliniken tätig sind, einen Bonus in Höhe von 1000 Euro erhalten, wurde nun offenbar durch eine andere Idee ersetzt. Laut oe24.at sollen stattdessen Gutscheine für Hotel und Gastronomie verteilt werden. Die Maßnahmen könnten den Tourismus ankurbeln und damit auch die Wirtschaft. Ab dem 29. Mai sollen Hotels wieder aufsperren. 

Wie die Daten der Johns-Hopkins-Universität zeigen, liegt die Zahl der Infizierten in Österreich derzeit bei 15.684 Personen (Stand 9.38 Uhr). 608 Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Wie entwickelt sich die Coronavirus-Pandemie weiter? Mit dieser Frage hat sich aktuell eine Gruppe US-Forscher beschäftigt - und drei mögliche Szenarien entwickelt.

Corona in Österreich: Bayerns Innenminister Herrmann „Österreich war nicht ganz unbeteiligt....“

Update vom 6. Mai, 13.55 Uhr: Angesichts der von Österreich geforderten Grenzöffnungen zu Deutschland, äußerte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Das ist absolute Bundessache. Es gilt ein Einreiseverbot für eine Vielzahl von Ausländern. Außerdem gibt es eine bundeseinheitliche Verordnung, dass deutsche Bürger, die aus dem Ausland kommen, 14 Tage in Quarantäne müssen“, so Herrmann, der anschließend angelehnt an die Virusverbreitung in Hotspot Ischgl stichelte. „Ich will Österreich daran erinnern, dass es nicht ganz unbeteiligt war, dass Deutschland und speziell Bayern so stark betroffen ist. Niemand will Kontrollen für ewig“, so Herrmanns ganzes Statement gegenüber der Bild beim Münchner Presseclub.

Eine andere Nachfrage beantwortete Herrmann jedoch anders. „Wir kommen nicht weiter, wenn jeder seinen Senf dazu gibt. Braucht es diese Quarantäne noch? Jeder kann 14 Tage Urlaub in Österreich machen, danach aber auch 14 Tage Quarantäne-Urlaub in Deutschland“, so der CSU-Politiker.

Update vom 6. Mai, 11.15 Uhr: Österreich wagt derzeit im Rahmen der Coronavirus*-Eindämmung vorsichtig den Rückzug aus dem Shutdown und gilt in Bayern bereits als Vorbild mit seinem Modell. Die Regierung ist jedoch trotz der Euphorie wachsam und verlängert angesichts der Pandemie die Grenzkontrollen zu seinen Nachbarländern, wie das Neue Volksblatt berichtet. Aus einer neuen Verordnung des österreichischen Innenministeriums geht dies hervor.

Corona in Österreich: Unter hundert Intensiv-Patienten - Grenzkontrollen verlängert

Die Verlängerung betrifft die Grenzen zu Deutschland*, Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Tschechien und der Slowakei und gilt vorerst bis 31. Mai. Bislang sollten die Kontrollen bis zum 7. Mai gehen. Die Grenzübergänge zu Ungarn und Slowenien sollen ebenso weiter kontrolliert werden. Die Einreise nach Österreich ist ausnahmslos lediglich an bestimmten Übergängen erlaubt. Wer einreisen möchte, braucht ein ärztliches Zeugnis, das einen negativen Coronatest* bescheinigt. Dieses Dokument darf maximal vier Tage alt sein. Die neuen Beschränkungen für die Einreise nach Österreich gelten seit dem 1. Mai.

Bisher gab es in Österreich 15.684 positive Testergebnisse. Jedoch gelten 13.462 von ihnen als genesen, wie oe24.at berichtet, sollen 608 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben. Derzeit befinden sich 418 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 97 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Update vom 5. Mai, 17.30 Uhr: Österreich wirbt in der Corona-Krise vehement um deutsche Touristen für den Sommerurlaub.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat in einem Interview nun Grenzöffnungen zu Bayern gefordert - und Werbung für die Alpenrepublik gemacht.

Corona in Österreich: Milizkompanien sollen die Grenzen bewachen

Update vom 5. Mai, 12.30 Uhr: In Österreich sind Männer und Frauen der sogenannten Milizkompanien in die Kasernen des Bundesheeres eingerückt.

Zum ersten Mal überhaupt mobilisiert die Alpenrepublik ihre Streitkräfte teilweise, um sich weiter für die Herausforderungen der Corona-Krise zu wappnen.

Straß: Soldaten der Jägerkompanie Deutschlandsberg rücken mit Stoff-Masken in die Erzherzog Johann-Kaserne des Jägerbataillons 17 ein.

Dazu wurden 13 Jägerkompanien aus allen Bundesländern einberufen, sie sind eine Reserve des regulären Bundesheeres. Nach einer zwei bis dreiwöchigen Ausbildung sollen sie Aufgaben der Berufssoldaten übernehmen, die seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im Einsatz sind.

Nach Angaben des Bundesheeres zählen dazu Grenzkontrollen, Überwachung der Grenzen und Schutz besonders kritischer Infrastruktur.

Corona in Österreich: Wiener Virologin mit düsterer Prognose zu Impfstoff

Update vom 5. Mai, 12.15 Uhr: Wie lange wird es dauern, bis ein wirksamer Impfstoff gegen den Erreger Sars-CoV-2 auf den Markt kommt? Lange, darin sind sich Experten einig.

Eine österreichische Virologin hat nun angedeutet, wie lange es gehen kann. Laut Monika Redlberger-Fritz werde es noch mindestens ein bis zwei Jahre dauern, bis ein Coronavirus-Impfstoff für die breite Masse erhältlich sei - im besten Fall.

Wie die Expertin vom Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien auf einer Pressekonferenz mit dem österreichischen Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) laut oe24.at erklärte, kämen manche Wirkstoffe erst nach zehn Jahren Entwicklungszeit auf den Markt.

Corona in Österreich: Mails aus Island belasten Tiroler Behörden

Update vom 4. Mai, 22.50 Uhr: E-Mails aus Island belasten die Tiroler Behörden wegen angeblicher Versäumnisse in der Corona-Pandemie schwer. Das berichtet das Magazin profil

Das Tiroler Party-Mekka Ischgl gilt im Rückblick als ein Coronavirus-Hotspot in Europa. profil lägen demnach Mails der isländischen Behörden vor, in denen sie ihre österreichischen Kollegen warnen - und zwar schon am 5. März.

Keine Touristen wegen der Corona-Krise: Ischgl im April 2020.

Demnach gehe aus den Mails hervor, dass die ersten mit Sars-CoV-2 infizierten Urlauber am 29. Februar aus Ischgl über München nach Island heimgekehrt seien. 

Die Tiroler Behörden hätten deshalb wissen müssen, dass es seit Ende Februar Corona-Verdachtsfälle in Ischgl gab, heißt es weiter. Aber: Erst am 9. März wurde die Superspreader-Bar „Kitzloch“ durch die Landessanitätsdirektion geschlossen, in der sich die Isländer angesteckt haben sollen.

Lesen Sie auch: Viele Menschen leiden wegen des Coronavirus unter den Ausgangsbeschränkungen. Für die Liebe dürfen auch in Corona-Zeiten Grenzen überschritten werden. In der Praxis führt dies jedoch oft zu Problemen. Indes könnte die USA einen Durchbruch hinsichtlich Corona-Test geschafft haben. Forscher bezeichneten einen neuen Test als „Gamechanger“.

Corona-Krise in Österreich: Arbeitslosenzahlen schießen in die Höhe

Update vom 4. Mai, 13.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen und Todesopfer in Österreich blieb seit Pandemie-Beginn vergleichsweise niedrig und die Politik schaffte die Ausgangsbeschränkungen früh ab. Doch das passende Krisenmanagement bedeutet nicht, dass die Folgen der Corona-Ausbreitung in der Alpenrepublik nicht fatal sein können.

Beim Blick auf die neuen Arbeitslosenzahlen in Österreich wird den Regierungsvertretern wohl klar werden, dass die Zukunft nicht einfach wird. Der Arbeitsmarktservice in Wien teilte mit, dass die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer im Vergleich zum Vorjahr um etwa 58 Prozent auf 571.477 Personen gestiegen ist - eine drastische Zunahme. Seit Bestehen der Bundesrepublik Österreich ist dies der höchste Stand.

Auch die Arbeitslosenquote stieg folglich und liegt nun bei 12,8 Prozent. Im Vergleich gegenüber dem Vorjahreswert stieg die Zahl um 5,5 Prozentpunkte. Alle Altersgruppen in allen Bereichen und allen Bundesländern sind der Statistik zufolge betroffen. Die steigenden Zahlen seien zwar besorgniserregend, jedoch verlangsamte sich der Anstieg im April etwas. Besonders die Tourismusbranche leidet unter der Krise, weshalb Kanzler Kurz die Grenzen zu Deutschland bald wieder öffnen will. Er hält einen Sommerurlaub in Österreich für möglich.

Corona-Krise in Österreich: Van der Bellen mit TV-Ansprache an die Bürger

Update vom 3. Mai, 20.30 Uhr: In Wien ist eine Asylunterkunft mit rund 400 Bewohnern wegen des Verdachts eines Corona-Ausbruchs evakuiert worden.

Das berichtet das Nachrichtenportal oe24.at. Demnach handelt es sich um die Flüchtlingsunterkunft „Haus Erdberg“, in der sich nach aktuellem Stand 22 Migranten und vier Betreuer mit dem heimtückischen Coronavirus angesteckt hatten.

Wie der ORF Wien berichtet, stehen noch 50 Corona-Tests aus. Die meisten der Bewohner seien in das Covid-19-Notquartier der österreichischen Bundeshauptstadt auf dem Messegelände gebracht worden, heißt es weiter. Dem Bericht von oe24.at zufolge hatten einige Migranten die Flucht ergriffen - und mussten von der Polizei wieder aufgegriffen werden.

Corona-Krise in Österreich: Van der Bellen mit TV-Ansprache an die Bürger

Update vom 3. Mai, 18.30 Uhr: Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich in einer TV-Ansprache an die Bürger der Alpenrepublik gewandt.

Der 76-Jährige zitierte laut Nachrichtenportal krone.at dabei aus der Bundeshymne, die „definiert, wie wir sind, wenn es wirklich ernst wird: ,Mutig in die neuen Zeiten, frei und gläubig sieh uns schreiten. Arbeitsfroh und hoffnungsreich.‘ So sind wir. Und deshalb kriegen wir das hin“, meinte er mit Blick auf die Corona-Krise und die überstandenen Ausgangsbeschränkungen sowie die erwarteten wirtschaftlichen Folgen.

Österreichs Bundespräsident: Alexander Van der Bellen.

Van der Bellen zeigte sich demnach überzeugt, dass „wir die Chance in der Krise ergreifen, die Arbeitslosigkeit überwinden und die Wende zu nachhaltiger Wirtschaft schaffen. Mit der Natur, nicht gegen sie. Für ein gesundes Klima“.

Coronavirus in Österreich: Corona-Tests am Flughafen Wien - auf eigene Kosten

Update vom 3. Mai, 12.58 Uhr: Am Flughafen Wien besteht ab Wochenbeginn die Möglichkeit eines Corona-Tests. Ab Montag gibt es PCR-Tests*, bei denen ein Nasen- bzw. Rachenabstrich genommen wird und auf Coronaviren untersucht wird.

Das Ergebnis soll laut Flughafen innerhalb von zwei bis drei Stunden vorliegen. Bei einem negativen Befund sei bei der Einreise keine 14-tägige Quarantäne im Inland mehr notwendig, wie dies anlässlich der Regelungen bisher der Fall war. 

Der Test erfolge den Angaben des Flughafens zufolge unkompliziert, ist jedoch nicht kostenlos. Es handle sich um eine private Dienstleistung, für die ein Labor vor Ort 190 Euro verlangt. Die Tests stehen jedem interessierten Bürger zur Verfügung und sind nicht nur auf Passagiere beschränkt. 

Corona in Österreich: Grenzstreit mit Deutschland? Seehofer und Kurz uneinig

Update vom 3. Mai, 7.36 Uhr: Nach der Ankündigung des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz, den Reisebetrieb zwischen Deutschland und Österreich möglichst rasch wieder aufnehmen zu wollen, hat nun Innenminister Horst Seehofer sich deutlich gegen diese Pläne ausgesprochen. Solange das Virus keinen Urlaub mache, müssten auch die Menschen sich in ihren Reiseplänen einschränken, so Seehofer zur „Bild“-Zeitung.

Seehofer: Gedanken an fünfte Amtszeit Merkels öfter gehört

Leichtsinnige Öffnungen der Grenzen, die die Infektionsraten wieder in die Höhe schnellen lassen könnten, würden niemandem helfen. Kurz hatte in einem früheren Interview über mögliche Grenzöffnungen gesprochen, in der Hoffnung, Touristen aus dem Nachbarland Deutschland spätestens in den Sommerferien wieder begrüßen zu können.

Debatte um Grenzöffnungen: Seehofer mit Andeutung zu fünfter Amtszeit Merkels

Auch Außenminister Heiko Maaß sprach sich gegen „Schnellschüsse“ bei der Wiederaufnahme von Urlaubsreisen aus. „Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen“ sagte er.

Abseits der Diskussion um Grenzöffnungen lobte Seehofer noch einmal die Entschlossenheit und Stärke, mit der Kanzlerin Angelas Merkel Deutschland gerade durch die Krise führe. Dies habe auch Überlegungen zu einer fünften Amtszeit der deutschen Bundeskanzlerin angestoßen. „Ich kann nicht bestreiten, dass ich den Gedanken in letzter Zeit öfter gehört habe“, verriet Seehofer.

Corona in Österreich: Kurz mit etlichen Lockerungen ab 1. Mai - Maskenpflicht wird dagegen erweitert

Update vom 1. Mai, 15.43 Uhr: Seit diesem Freitag gelten in Deutschlands Nachbarland Österreich keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Unter anderem endet damit das Verbot zum Betreten öffentlicher Orte. Vom 2. Mai an dürfen alle Geschäfte und fast alle Dienstleister wie Friseure wieder öffnen. Am 15. Mai geht es dann weiter mit den Restaurants.

Allerdings gibt es auch einige Änderungen bei den bestehenden Regeln. Diese sind durchaus interessant für Deutschland: Besonders Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte immer wieder betont, dass er die Entwicklung in Österreich genau verfolge, da das Land in der Corona-Krise knapp zwei Wochen voraus sei. Nicht auszuschließen also, dass die Neuerungen von Kanzler Kurz auch in Deutschland in Betracht gezogen werden.

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen am 1. Mai gilt in Österreich nun weiterhin eine Abstandsregel von einem Meter. Darüber hinaus wurde die Maskenpflicht erweitert: Sie gilt nun allgemein beim Betreten öffentlicher Orte im geschlossenen Raum, wie oe24.at berichtet.

Erlaubt sind daneben nun Veranstaltungen mit maximal zehn Teilnehmern. Darunter fallen etwa Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Hochzeiten. Bei Beerdigungen sind sogar bis zu 30 Personen erlaubt. Allerdings betreffen diese Regeln dem Bericht nach explizit keine Veranstaltungen im privaten Bereich.

Coronavirus in Österreich: Ausgangsbeschränkungen aufgehoben - Neue Regelungen ab 1. Mai

Update vom 1. Mai, 9.25 Uhr: Nach den wochenlangen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Österreich müssen die Menschen nun keinen triftigen Grund mehr vorweisen, um die Wohnung zu verlassen. Die Abstandsregeln zu Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben, gelten jedoch in der Öffentlichkeit nach wie vor. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt der Mindestabstand, wenn er eingehalten werden kann. Im Nahverkehr wie auch beim Einkaufen muss weiterhin eine Maske zum Schutz des Mundes und der Nase getragen werden. 

Ebenso dürfen sich im öffentlichen Raum maximal zehn Personen zusammenfinden, somit sind beispielsweise Yogakurse in Parks wieder gestattet. Bei Begräbnissen sind nun außerdem bis zu 30 Teilnehmer erlaubt. 

In der Alpenrepublik wurden bisher rund 15.000 positive Corona-Fälle nachgewiesen, mit

580 Toten

weist Österreich eine vergleichsweise niedrige Ziffer auf. 

Schweden geht in der Corona-Krise dagegen seinen eigenen Weg. Nach viel Kritik dafür überrascht es nun, dass Schweden aus der WHO-Direktion Lob für den Corona-Kurs bekam.*

Coronavirus in Österreich: „Die Zustimmung der Bevölkerung beginnt zu bröckeln“

Update vom 30. April, 20.04 Uhr: Die Ansteckungszahlen in Österreich sind zuletzt zurückgegangen, dementsprechend gab die Regierung um Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auch einige Lockerungen bekannt. 

Eine Corona-Entwarnung geht damit freilich nicht einher, sodass weiterhin diverse Maßnahmen wie etwa eine Maskenpflicht Bestand haben. Wie geht die österreichische Bevölkerung mit dem momentanen Spagat zwischen der Rückkehr zur Normalität und dem Wahren der Regeln um? 

Eine aktuelle Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Alpenbewohner vor allem nach Ersterem sehnen. 

Durchgeführt hat die Umfrage das Meinungsforschungsinstitut Gallup. Geschäftsführerin Andrea Fronaschütz erklärt gegenüber der Kronenzeitung: „Die Zustimmung der Bevölkerung zum Umgang der Regierung mit der Krise ist zwar nach wie vor hoch (liegt aktuell bei 78 Prozent, Ende März bei 91, d. Red.). Aber sie beginnt zu bröckeln - genauso wie die Bereitschaft, zum Wohl der Allgemeinheit auf Freiheitsrechte zu verzichten.“ In Deutschland gibt es dahingehend ähnliche Ergebnisse.

Den Daten zufolge hat derzeit außerdem nur noch gut jeder Zweite in Österreich Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken (54 Prozent). Ende März hatten noch drei von vier Befragten (74 Prozent) diese Sorge geäußert. Deutlicher erhöht hat sich die Zahl derjenigen, die glauben, dass die Gefahr im Zusammenhang mit der Pandemie übertrieben wird (von 21 auf 31 Prozent). 

Corona in Österreich: Paar lag 39 Tage in Klinik - nun gibt es neue Details zum Gesundheitszustand 

Update vom 30. April, 15.32 Uhr: Positive Nachrichten aus Innsbruck. Ein älteres Ehepaar aus Tirol wurde am Donnerstag aus der Uniklinik entlassen. Die beiden infizierten sich mit dem Coronavirus und mussten daher die letzten 39 Tage auf der Corona-Spezialstation des Krankenhauses verbringen. Es handelt sich um einen 90-jährigen Mann und seine 83-jährige Gattin.

Bei beiden nahm die Erkrankung einen eher milden Verlauf. „Sie haben uns seit der Eröffnung unserer Station begleitet und da entsteht natürlich eine gewisse Verbundenheit“, erklärte Pflegeleiter Stefan Pirchner gegenüber der Kronen-Zeitung.

Coronavirus in Österreich: Neuinfektionen im Land aktuell niedrig

Update vom 30. April, 10.34 Uhr: In Österreich gibt es aktuell 1.961 Coronavirus-Fälle (Stand: 10.00 Uhr), teilt das Gesundheitsministerium mit. 500 Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt wurden 15.387 Menschen bisher positiv auf Covid-19 getestet. 555 Menschen starben. 

Da die Neuinfektionen derzeit niedrig sind, lockert Österreich ab dem 1. Mai seine strikten Corona-Regeln. Die Ausgangsbeschränkung wird aufgehoben. Jeder darf wieder raus. Allerdings muss ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt weiter bestehen.

Öffentliche Veranstaltungen mit maximal zehn Teilnehmern - wie beispielsweise ein Yogakurs im Park - sind erlaubt. An Begräbnissen dürfen bis zu 30 Personen teilnehmen.   

Update vom 29. April, 22.20 Uhr: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Staatshilfen für die deutsche Lufthansa in der Corona-Krise durch Österreich an strikte Bedingungen geknüpft.

Coronavirus in Österreich: Kurz knüpft Unterstützung für Lufthansa an Bedingungen

Zum Hintergrund: Im September 2019 hatte die Lufthansa die defizitäre Austrian Airlines für 166 Millionen Euro übernommen - seither ist diese die Tochter der größten europäischen Fluggesellschaft.

„Der Eigentümer ist die Lufthansa, ein deutsches Unternehmen. Daher treten wir gerne in Gespräche ein“, sagte Kurz im Interview bei PULS 24 mit Blick auf wirtschaftliche Schäden für die Austrian Airlines durch die Coronavirus-Pandemie: „Aber wir haben ganz klare Bedingungen, ganz klare Interessen: Das ist der Standort Österreich. Das sind die österreichischen Mitarbeiter dort. Und das ist die Frage, welche Vorteile die Republik von einer potenziellen Unterstützung hat.“

Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa: die Austrian Airlines.

Was er ausschließen könne, sei, erklärte der 33-jährige Regierungschef weiter, „dass es eine finanzielle Unterstützung für ein deutsches Unternehmen ohne Vorteile für die Republik Österreich geben wird“. 

Eine Beteiligung an einem Hilfspaket schloss er zumindest nicht aus.

Corona-Krise in Österreich: Grenze zu Deutschland bald wieder auf? 

Erstmeldung vom 29. April: Österreich will die Grenze zu Deutschland bald wieder öffnen.

Das erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einem Interview mit Bild live. Während vor allem in Süddeutschland weiterhin Ausgangsbeschränkungen gelten, kündigt der Regierungschef aus Wien damit den nächsten Schritt zu mehr Normalität in der Corona-Krise an.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Von Lockerungen zur Grenzöffnung

„Aus unserer Sicht ist es möglich, in absehbarer Zeit die Grenze zu Deutschland, aber auch zu anderen Nachbarländern, wo die Entwicklung ähnlich gut ist, zu öffnen. Wenn die Situation in Deutschland und Österreich gleich ist, dann ist es relativ egal, ob sich jemand innerhalb von Deutschland bewegt oder nach Österreich und wieder zurück“, erklärte Kurz in dem Online-Live-Interview - und meinte: „Das ist eigentlich sehr naheliegend.“

Bundeskanzler der Republik Österreich: Sebastian Kurz (li.).

Naheliegend ist auch, dass hinter dem österreichischen Bemühen zum Umgang mit dem Coronavirus ein Blick auf die eigene Tourismusbranche steckt - 60 Prozent aller Gäste in der Alpenrepublik kommen aus der Bundesrepublik Deutschland.

Coronavirus in Österreich: Kurz widerspricht deutschem Außenminister Maas

Jüngst hatte der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) bezüglich ähnlich klingender Andeutungen aus Wien vor einem „europäischem Wettlauf“ im Tourismus-Bereich gewarnt. Das kann Kurz offenbar nicht nachvollziehen.

„Also von einem Überbietungswettbewerb kann ja wohl nicht die Rede sein“, sagte der erst 33-jährige Kanzler bei der Bild: „Wir werden die Grenzen zu allen Ländern geschlossen halten, die eine Gefahr für uns darstellen.“

Derweil sorgt ein brisanter Bericht eines Geheimdienstdokuments für Aufsehen. Demnach wollte China den Corona-Ausbruch vertuschen und damit die ganze Welt belügen.

pm mit Material der dpa und von AFP

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Rubriklistenbild: © AFP / HELMUT FOHRINGER

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