Weiterer Todesfälle

Coronavirus in Österreich: Apotheker positiv getestet - Salzburg riegelt zwei ganze Täler ab 

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Österreich wird vom Coronavirus nicht verschont. Vor allem beliebte Wintersportorte stehen komplett unter Quarantäne. Neben drastischen Maßnahmen drohen auch Geldstrafen.

Corona-Virus in Österreich: Apotheker positiv getestet - Salzburg riegelt zwei Täler und weitere Gemeinden ab

Die News vom 18. März, 15.27 Uhr: Im Landesklinikum in Niederöstereich ist ein 76-jähriger Coronaviruspatient gestorben. Es ist der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Niederösterreich. Wie oe24.at berichtet, habe es sich bei dem Mann um einen Patienten mit massiven Grunderkrankungen gehandelt.  

In Salzburg werden zwei Täler und die Gemeinde Flachau unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind, laut ORF.at das Gasteinertal mit den Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein sowie das Großarltal mit den Kommunen Großarl und Hüttschlag. Ab Mitternacht werden die Zu- und Abfahrten in die jeweiligen Ortschaften streng kontrolliert und nur noch für Lebensmitteltransporte, wichtige Infrastruktur und Arbeitskräfte in Schlüsselpositionen passierbar sein“, kündigte Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Mittwoch mit. So seien ein Apotheker und vier seiner Mitarbeiter in Bad Hofgastein positiv auf das Coronavirus getestet worden.   

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Österreich auf 1.646 Fälle (Stand:15 Uhr) gesteigen, teilt das Bundesministerium für Soziales mit. 

Coronavirus in Österreich: Todesfälle in mehreren Bundesländern

Update vom 18. März, 12.31 Uhr: Eine 27-Jährige ist in Öberösterreich gestorben, eilt das ORF, die Verstorbene litt an schweren Grunderkrankungen. Offenbar soll es auch zwei weiterer Todesfälle in der Steiermark im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben haben. Es soll sich um zwei 80-jährige Männer in Graz und Graz-Umgebung handeln.   

Coronavirus: Fälle in Österreich auf 1.471 gestiegen

Update vom 18. März, 10.45 Uhr: In Östereich ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 1.471 Fälle gesteigen (Stand: 8.00 Uhr), berichtet ORF und beruft sich auf Zahlen des  Gesundheitsministeriums. Die Zahl der Todesfälle, die eindeutig im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 liegen demnach bei drei. Neun Personen gelten als genesen. Das ORF.at hat Karten und Grafiken zum Coronavirus in Östereich zusammengfasst. 

Die Tiroler Polizei hat am Dienstag 15 Anzeigen wegen der herrschenden Ausgangssperre ausgesprochen, berichtet oe24.at. Nur für „Unbelehrbare“ gebe es eine Anzeige, zititer das Onlineportal einen Sprecher der Polizei. So habe beispielsweise eine Gruppe an einem Spielplatz Ball gespielt und sich unkooperativ verhalten. Die meisten seien aber sehr einsichtig.   

Österreich verschiebt wegen Coronavirus-Ausbreitung Abiturprüfungen

Update vom 18. März, 10.24 Uhr: Die Abiturprüfungen (Matura) werden in Österreich wegen der Ausbreitung des Coronavirus um mindestens zwei Wochen verschoben. Ob es eine Verschiebung der Sommerferien folgt, ist noch unklar.     

Coronavirus in Österreich: Tirol stellt weitere Skiorte unter Quarantäne - viertes Todesopfer in Wien

Update vom 17. März, 22.13 Uhr: Das österreichische Bundesland Tirol stellt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne. Wie das Land mitteilt, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet.

„Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann“, sagte Landeschef Günther Platter laut der Mitteilung. „Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar.“ Für St. Christoph am Arlberg wird die Quarantäne demnach nach weiteren Infektionen im direkt angrenzenden Lech am Arlberg nötig.

Corona-Krise in Österreich: Gebiete in Vorarlberg unter Quarantäne

Update vom 17. März, 17.47 Uhr: In Österreich stehen jetzt auch Gebiete in Vorarlberg unter Quarantäne. Die Gemeinden Lech, Klösterle, Warth und Schröcken - steht ab sofort unter Quarantäne. „Die Region wurde um 12 Uhr abgeriegelt“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner in einer Pressekonferenz. Gäste, die sich in den Orten befinden, müssen dort bis zum 3. April bleiben. Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in dem Gebiet aufgehalten haben, müssen sich über das Kontaktformular auf www.vorarlberg.at/corona registrieren. 

Corona-Krise in Österreich: Viertes Todesopfer in Wien

Update vom 17. März, 10.13 Uhr: In Wien ist eine 48 Jahre alte Frau in der Nacht auf Sonntag gestorben, berichtet das ORF. Besonders tragisch: Die Frau ist in Covid-19-Heimquarantäne gestorben. Die Tote wurde Sonntagfrüh von Familienangehörigen aufgefunden. Ein Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor.

Österreich Coronavirus-Fälle breitet sich rasant aus

Update vom 17. März, 9.05 Uhr: Die Zahlen der positiv auf Covid-19 getesten Personen erhöhen sich in Europa drastisch, auch Österreich versucht mit umfassenden Maßnahmen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Einige Touristen schleppten das Virus nach einem Aufenthalt in Tirol in ihre jeweiligen Heimatländer, wie unter anderem die Tagesschau berichtet. 

Wie das Nachrichtenportal weiter berichtet, sollen gleich mehrere Länder offenbar eingeschleppte Fälle aus dem Skiort Ischgl vermuten. Demnach soll vor allem eine Bar als „Virenschleuder“ fungiert haben. Wie die Tagesschau weiter berichtet, soll in der nun geschlossenen Bar „Kitzloch“ auch ein Barmitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden sein. 

Obwohl der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter gegenüber dem ORF betont, dass rechtzeitig reagiert wurde, häufen sich demnach nun die Vorwürfe gegen das Vorgehen. Vor allem der Offizier von Island, Vidir Renyisson, vermutete bereits am 5. März, dass Ischgl ein Risikogebiet darstellen könnte. Bereits zu dieser Zeit sollen mehrere Urlauber aus Ischgl nach Island zurückgekehrt sein, sie wurden später positiv getestet. 

Platter erklärt im ORF währenddessen: „Wir waren in Tirol die ersten, die schon Hotels geschlossen haben. Wir waren die ersten, die Bars geschlossen haben. Wir waren die ersten, die Maßnahmen getroffen haben.“ Die Bar, in der ein Barmann positiv getestet wurde, wurde jedoch erst am 9. März geschlossen, vier Tage nach dem Hinweis durch Island. 

Sebastian Kurz erklärte ebenfalls im ORF: „Mann kann natürlich immer alles im Detail hinterfragen. Aber aus meiner Sicht geben wirklich alle, die hier arbeiten, ihr Bestes.“ 

Coronavirus in Österreich: Kurz greift hart durch - Austrian Airlines stellt Flugbetrieb ein

Update vom 16. März, 22.40 Uhr: Die Zahl der in Österreich mit dem Coronavirus infizierten Menschen liegt nach aktuellem Stand bei 1.018. Drei Menschen starben bislang an dem Virus. 

Die seit Montag geltenden Maßnahmen Österreichs (wir berichteten) scheinen zu greifen. Die sonst so belebten Plätze waren leer, wie orf.at berichtet. 

In Oberösterreich sollen unterdessen am Dienstag alle Hotels und Beherbergungsbetriebe schließen. Dies hatten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Markus Achleiternet am Montag bekanntgegeben. 

Corona-Krise: Österreich im Notbetrieb  

Update vom 16. März, 15.20 Uhr: In Österreich sind viele Geschäfte zu. Nachdem die Regierung am Montag eine Ausgangssperre verhängt hat, ist wenig los in den Straßen. Am Nachmittag schlossen alle Restaurants und Lokale. Weitere Verschärfungen im Kampf gegen das Coronavirus soll es nicht geben. „Das Maßnahmenpaket steht in Summe“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag im ORF-Radio. „Wir sind richtig aufgestellt für diese Woche.“

Auf dem Flughafen Wien werde der Linienflugverkehr aufgrund der weltweiten Flugverbote voraussichtlich bald weitgehend stillstehen, erklärte ein Sprecher im Sender oe24.at. Nicht betroffen sei allerdings der Frachtverkehr. 

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) stellt nach eigenen Angaben ab Donnerstag den Flugbetrieb bis zunächst 28. März ein. Ein Lang- und ein Mittelstreckenflugzeug blieben für Hilfsflüge im Einsatz, hieß es. Auch die Ryanair-Tochter Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ein. Das Lauda-Flugprogramm wird bis zum 8. April 24.00 Uhr ruhen, teilte die Fluglinie mit.

Die Zahl der mit dem Coronavirus-Fälle in Österreich stieg von Sonntag auf Montag um rund 150 auf etwa 1000 Fälle. Hotspot war nach wie vor Tirol, wo es knapp 300 Fälle gab. 

Unterdessen werden nach und nach weitere Einzelheiten des Coronavirus-Maßnahmenpakets der Bundesregierung um Angela Merkel* bekannt. 

Update vom 16. März, 15.12 Uhr: Der österreichische Skiort Ischgl steht im Verdacht für Corona-Infektionen in ganz Europa zu sein. Ein Land schlug Alarm - doch anfangs gab es keine Reaktion.

Coronavirus in Österreich - Drittes Todesopfer 

Update vom 16. März, 9.33 Uhr: In der Nacht auf Montag ist eine Österreicherin an Covid-19 verstorben, wie orf.at berichtet. Die 76-jährige Frau stammt aus der Steiermark, hatte mehrer Vorerkrankungen und befand sich in stationärer Behandlung. Vergangene Woche war ein 69-Jähriger in Wien im Krankenhaus verstorben, zudem wurde der Tod eine 72-Jährigen bekannt.

Coronavirus in Österreich - Flüge aus Risikogebieten gestoppt

Update vom 15. März, 22.29 Uhr: Österreich wird auch den Flugverkehr weitgehend einstellen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntagabend in der Sendung „ZiB2“ des österreichischen Fernsehens an. Er appellierte an alle Österreicher im Ausland, sich auf den Weg nach Hause zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden. Sobald das abgeschossen sei, würden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, sagte Kurz.

Österreich setze viel härtere Maßnahmen als andere europäische Länder um, meinte Kurz. Die Hoffnung sei, dass sich die Ansteckungskurve sich damit in der kommenden Woche abflache.

Alle Informationen zur Corona-Lage in Deutschland finden Sie hier.

Update vom 15. März 2020, 20.46 Uhr: In Österreich wollten die Menschen genauso auf die Krise reagieren wie in Italien. Dort haben in Siena und Mailand Menschen vom Balkon gesungen, wie tz.de berichtet. Doch im Nachbarland von Deutschland kam das bei den Nachbarn nicht ganz so gut an

Coronavirus in Österreich: Drastische Bußgelder drohen   

Update vom 15. März 2020, 15.30 Uhr: Ab Montag macht Österreich ernst: Neun Millionen Einwohner dürfen ihre Häuser nicht mehr verlassen. Spaziergänge sollten aber gestattet bleiben. Allerdings, nur alleine oder mit den Personen, mit denen man in der Wohnung gemeinsam zusammen lebt, so Kanzler Sebastian Kurz am Sonntag. Sportplätze, Spielplätze und „andere öffentliche Plätze der Begegnung“ werden geschlossen, auch Restaurants (s.u.)

Auf den Straßen kontrolliert bereits die Polizei. Ab Montag drohen Bußgelder bis zu 2000 Euro, beispielsweise, wenn sich Gruppen nicht auflösen. Bis zu 3600 Euro Strafe drohen, wer sich nicht an der Betretungsverbot beispielsweise von Spielplätzen widersetzt, berichtet die Österreichische Krone Zeitung.  

Deutschland schließt Grenzen zu Österreich 

Update vom 15. März, 15.09 Uhr: Nach Informationen von Münchner Merkur* und Bild sollen sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans geeinigt haben, die Grenzen vorerst zu schließen. Ab Montag (16. März) acht Uhr sollen demnach die Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz dicht gemacht werden. Grenznachbar Bayern hat sich zudem am Sonntag zu weiteren drastischen Maßnahmen im Freistaat entschlossen, berichtet Merkur.de*.    

Coronavirus in Österreich: Ausgangsbeschränkungen verhängt - Treffen von mehr als fünf Personen verboten

Update vom 15. März, 12.45 Uhr: Die durch Sebastian Kurz angeordneten Maßnahmen weiten sich drastischer aus, als zunächst angenommen. Demnach soll es im ganzen Land verboten sein, sich mit mehr als fünf Menschen auf einmal zu treffen. Außerdem soll jeder, der in den vergangenen fünf Jahren Zivildienst absolviert hat, mobilisiert werden. 

Coronavirus in Österreich: Sebastian Kurz mit drastischen Maßnahmen

Update vom 15. März, 11.54 Uhr: Die Regierung in Österreich hat nach Informationen der Nachrichtenagentur APA für das ganze Land "Ausgangsbeschränkungen" angeordnet. Zunächst wurde dieses Wort ausdrücklich vermieden - jetzt schien es den Österreichern offenbar doch angemessen. Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde von der Agentur am Sonntag mit den Worten zitiert, es gebe fürs erste nur drei Gründe, das Haus zu verlassen: nicht aufschiebbare Arbeit im Beruf, dringende Besorgungen wie Einkauf von Lebensmitteln sowie die Notwendigkeit, anderen Menschen zu helfen.

Wie Sebastian Kurz gegenüber der Nachrichtenagentur APA erklärte, soll es bereits ab Sonntag Polizeikontrollen geben. Diese würden größere Gruppen, die ohne Grund auf öffentlichen Plätzen anzutreffen seien, nach Hause schicken. Auch ovb-online* berichtet über die Maßnahmen. 

Coronavirus in Österreich: Kurz mit drastischer Konsequenz

Update vom 15. März, 10.32 Uhr: Alle Restaurants, Läden und Bars sollen in Österreich ab Montag geschlossen werden, nun greift die österreichische Regierung erneut durch. Wie Sebastian Kurz am Sonntag erklärt, werden Versammlungen ab sofort gänzlich untersagt. Österreich hebt damit die Versammlungsfreiheit übergangsweise auf. Auch die Bewegungsfreiheit der Bürger soll bis auf weiteres eingeschränkt werden. 

Das bedeutet, dass Sportplätze, Spielplätze und andere Plätze der öffentlichen Begegnung gänzlich geschlossen werden.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Maßnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschließen wollte.

Das Coronavirus hat Deutschland weiter fest im Griff, dieZahl der Infizierten steigt rasant weiter an. Nun infizierten sich Menschen in einem Club.

Corona-Krise in Österreich: Zahl der Infizierten in Risikogebiet Tirol steigt rasant - Kurz greift durch

Update vom 14. März, 20.54 Uhr: Auch der beliebte Wintersportort Heiligenblut am Großglockner in Kärnten steht seit Samstagfrüh unter Quarantäne. Ausländische Gäste durften abreisen. Einheimische und österreichische Gäste wurden aufgefordert in ihren Quartieren und Häusern zu bleiben und Ruhe zu bewahren.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat alle Österreicher, die seit dem 28. Februar in den nun isolierten Gebieten in Tirol und Kärnten waren, gebeten sich selbst unter Quarantäne zu stellen. Besonders im Skiort Ischgl (Tirol) habe es wohl einen Hotspot gegeben. Wie kronen.at berichtet, wurde ein Anästhesist im Uniklinikum Salzburg positiv auf Covid-19 getestet. Der Arzt soll, laut Informationen des Boulevardblatts, in Ischgl im Skiurlaub gewesen sein.

Coronavirus in Österreich: Skiorte in Tirol unter Quarantäne  

Update vom 14. März, 11.19 Uhr: In Tirol wurden nach Angaben der Behörden seit Freitagabend weitere 34 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, davon 21 mit Verbindungen zum Paznauntal mit den Touristenorten Ischgl und Galtür sowie St. Anton

Update vom 14. März, 9.29 Uhr: Die Lage der Coronavirus-Infektionen in Österreich spitzt sich zu. Jetzt wurde Tirol vom deutschen Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt. Das österreichische Bundesland wurde auf der RKI-Webseite zu den internationalen Risikogebieten wie etwa Iran, die Provinz Hubei in China, oder Südtirol in Italien. Von Reisen nach Italien, Österreich oder in die Schweiz rät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für etwa 14 Tage ab. Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb Spahn am Freitagabend auf Twitter.

Update vom 13. März, 17.15 Uhr: Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus* bringt sorgt in Wien für eine ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahme. Aufgrund des hohen Anstiegs der Infektionen ist eine Messehalle in der Hauptstadt zu einem riesigen Betreuungszentrum umfunktioniert worden. Rund 880 Betten in abgetrennten Kojen stehen dort wohl ab kommendem Dienstag zur Verfügung, wie ein Sprecher des medizinischen Krisenstabs Wiens am Freitag bestätigte. 

Der provisorische Krankensaal sei für Personen gedacht, die milde Symptome aufweisen, nicht ins Krankenhaus müssen, sich aber zu Hause schlecht selber versorgen können. In dem Zentrum soll es „Essen und eine medizinische Basisversorgung“ geben, so der Sprecher Andreas Huber. Bürgermeister Michael Ludwig nannte das Zentrum eine reine Vorsichtsmaßnahme. Man wolle zeigen, dass man als Stadt gut vorbereitet ist. In Wien wurden bis Freitag rund 75 Personen positiv auf das Virus getestet.

Coronavirus in Österreich: Einzelhandel wird auf Minimum reduziert - Flugverkehr eingeschränkt

Update, 14.45 Uhr: Nun werden genauere Details zu den in Österreich geplanten Maßnahmen bekannt. Der Einzelhandel soll von Montag (16. März) an außer im Lebensmittelverkauf, bei Apotheken, Tankstellen und Kiosken pausieren. Restaurants, Cafés und Bars dürfen dann nur noch bis 15 Uhr geöffnet bleiben. 

Auch der Flugverkehr wurde eingeschränkt. Die Flugverbindungen nach Frankreich, Spanien und in die Schweiz wurden ausgesetzt. Ferner ordnete die Regierung an, zwei Ortschaften im Bundesland Tirol wegen der weltweiten Epidemie abzuriegeln.

Mittlerweile kursieren verschiedene Falschmeldungen zum Coronavirus in den sozialen Netzwerken, ein deutscher Politiker hat nun eine drastische Forderung.

Coronavirus in Österreich: Erster Todesfall gemeldet - Zwei Gebiete komplett unter Quarantäne

Update vom 13. März, 14.20 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete nun drastische Schritte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. In der kommenden Woche sollen viele Geschäfte im Land vorübergehend schließen. Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sollen allerdings offen bleiben dürfen. 

Zudem stellt Österreich zwei Gebiete unter Quarantäne: das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg. 

Coronavirus in Österreich: Erster Todesfall - Skigebiete in Tirol schließen vorzeitig

Update um 22.48 Uhr: Wegen der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Österreich die Schließung aller Skigebiete im Bundesland Tirol angekündigt. Die Skigebiete blieben ab Sonntagabend geschlossen, teilten die Behörden des Bundeslands am Donnerstag mit. Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen. Die Behörden hätten aber "Verantwortung für alle Tiroler und jeden in Tirol".

Update um 14.04 Uhr: Schon bevor in Österreich am Donnerstagvormittag der erste Corona-Todesfall gemeldet wurde, verschärfte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Ab kommender Woche sollen landesweit alle Schulen geschlossen bleiben, berichtet n-tv.de. Viele Theater und Museen sind außerdem bereits zu. Auch in Deutschland gibt es eine Debatte darüber, Coronaferien bundesweit sinnvoll wären.

Coronavirus in Österreich: Erster Todesfall - Krankenhaus-Besuche in Wien untersagt

Update um 11.17 Uhr: In Österreich gab es in der Nacht zum Donnerstag den ersten Coronavirus-Todesfall. Wie die deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf den medizinischen Krisenstab in Wien berichtet, handelt es sich dabei um einen 69-jährigen Italien-Rückkehrer mit Vorerkrankungen. Er verstarb in der Nacht Kaiser-Franz-Josef-Spital in der österreichischen Hauptstadt Wien. 

Mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, wurden in Österreich insgesamt 302 bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert. Der medizinische Krisenstab teilte am Donnerstag außerdem mit, dass in Wiener Krankenhäusern Besuche bis auf Weiteres untersagt werden. „Um diese Maßnahme durchzusetzen, werden in allen Häusern Eingangskontrollen durchgeführt“, hieß es in der Mitteilung. Zudem bestätigte das österreichische Innenministerium der Nachrichtenagentur APA, dass alle 25.000 Polizisten des Landes bis Ende April nicht in Urlaub gehen dürfen.

Lesen Sie auch: Coronavirus - Wieso Deutschland in kurzer Zeit „italienische Verhältnisse“ drohen könnten

Bundeskanzler Sebastian Kurz machte erneut klar, dass es zu weiteren Schritten gerade im Schulwesen kommen wird. „Es wird auch in der Schule Maßnahmen geben müssen“, sagte der Regierungschef. Die Straßen und Plätze sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien waren deutlich leerer als sonst.

In Deutschland wurde unterdessen am Donnerstagvormittag der vierte Coronavirus-Todesfall gemeldet. Es handelt sich dabei um einen 67-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Er ist gleichzeitig der erste Corona-Tote in Baden-Württemberg. 

Video: Coronavirus - Was bedeutet Quarantäne für Betroffene?

Update vom 12. März 2020, 09:28 Uhr: Das Coronavirus sorgt zwar weltweit für Aufruhr, kann aber auch das Gute im Menschen hervorheben. So geht in Österreich beispielsweise der Hashtag #Nachbarschaftschallenge rum. 

Die Aktion soll die Gesellschaft dazu anregen, Menschen zu helfen, die besonders anfällig für Covid-19 sind. Darunter fallen vor allem ältere Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen. 

Coronavirus: Wienerin zeigt Solidarität gegenüber ihren Mitmenschen

Ein besonders schönes Beispiel lieferte die Instagram-Userin „@frederikaaa“, die einen offen Brief an ihre Nachbarn schrieb und darin ihre Hilfe anbot. „Sollten sie über 65 sein oder eine Immunkrankheit bzw. ein geschwächtes Immunsystem haben, möchten wir (Fredi und Andi - Tür 12) euch unterstützen, gesund zu bleiben. Wir gehören nicht zur Risikogruppe und können somit unter die Arme greifen, falls benötigt“, so die Wienerin. 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Sehr schön, dass es so steil geht. Wir schaffen das! Hier der Facebook-Text: Gestern war noch alles traurig in mir, weil viele meiner Freund_innen Kulturschaffende sind und sie jetzt wirklich hart getroffen sind. Aber Wissenschaft ist Wissenschaft und auch wenn Existenzen dran hängen, es gilt zuerst eine Pandemie einzudämmen. Gestern haben wir geredet und da wir zwei ältere und alleinstehende Nachbar_innen haben, haben wir uns gedacht, so ein Zettl wär nice. Wir haben ja auch keine Kinder und zumindest am Wochenende und Abend sehr viel Zeit. Falls es euch auch - wie uns - möglich ist anderen zu helfen, ich glaub über so einen Zettl freut sich jedes Haus. Let's call it #Nachbarschaftschallenge <3

Ein Beitrag geteilt von : schla_wienerin (@frederikaaa) am

Falls es Erledigungen gebe (“Einkauf und sonstige Tätigkeiten in der Öffentlichkeit“), würden sich die zwei Bewohner freuen, zu helfen. Man solle sich lediglich melden. „Gemeinsam steht Wien auch eine Pandemie durch.“ 

Coronavirus: Instagram-Post von Wienerin geht schnell viral

Der Post hat schon nach 19 Stunden über 1.600 Likes auf Instagram gesammelt und inspiriert einige andere User: „Respekt #mehrmenschlichkeit“ und „Supercoole Idee. Wird sofort kopiert“, sind nur zwei von vielen Kommentaren unter dem Beitrag. 

Die Verfasserin des Beitrags freut sich über die positive Rezeption ihres Posts und schrieb in die Beschreibung: „Sehr schön, dass es so steil geht. Wir schaffen das“. Dem ist nichts hinzufügen. 

Coronavirus in Österreich: Urlauber müssen zu Fuß über die Grenze

Update vom 11. März 2020, 17.15 Uhr: Reisende aus Italien bekommen die Maßnahmen von Österreich an der Grenze zu Italien zu spüren. Am Brenner mussten Touristen zu Fuß den Grenzübergang überqueren. Auf dem Rückweg nach Deutschland und in andere Länder mussten die Touristen schriftlich versichern, dass sie keinen Stopp in Österreich planen. Von den Transitreisenden wurden die Personaldaten aufgenommen und auch die Ausweise fotografiert. Es kam zu längeren Wartezeiten.

Menschen mussten mit ihrem Gepäck vom Bahnhof Brenner auf der italienischen Seite zum Grenzübergang* laufen, berichtet der derstandard.at. Viele wollten demnach nur weiter nach Deutschland. Ein Reisebus soll die gestrandeten Urlauber nach direkt zum Bahnhof München bringen. 

Die Deutsche Bahn weist auf ihrer Webseite auf Beeinträchtigungen im Fernverkehr von und nach Italien hin: Die EC-Züge München – Kufstein – Innsbruck – Verona enden bzw. beginnen demnach in Innsbruck Hbf (Österreich). Die ÖBB Nightjet-Verbindungen München – Rosenheim – Salzburg – Villach – Venedig / Mailand / Rom enden bzw. beginnen in Villach Hbf (Österreich), heißt es dort.   

Coronavirus in Österreich: Grenzkontrollen starten

Update vom 11. März 2020, 15.24 Uhr: Die Kontrollen an der Grenze zwischen Österreich und Italien haben um 12 Uhr begonnen. In Kärnten brauchen Personen, die aus Italien einreisen ein ärztliches Attest*. Österreicher dürfen einreisen müssen dann aber 14 Tage in Quarantäne. In Tirol lösen lückenlose Grenzkontrollen die Gesundheitschecks ab, berichtet ORF.at. Am Brenner wurde dafür eigens das Grenzmanagement hochgefahren. Touristen dürfen das Land auf ihrer Reise zwar durchqueren, aber keinen Stopp einlegen. Der Zugverkehr und der Flugverkehr von und nach Italien wurde komplett eingestellt. Auch Schulschließungen werden vorbereitet, teilte Kanzler Sebastian Kurz am Mittwoch mit. 

Österreich stoppt Zugverkehr aus Italien

Update vom 11. März 2020, 10.30 Uhr: Österreich geht nun mit drastischeren Maßnahmen gegen das Coronavirus vor. Im Hinblick auf die weiterhin brisante Lage in Italien stellt Österreich den Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ein. Dies berichtet n-tv.de. „Wir folgen den Anweisungen der Behörden“, sagte demnach ein Sprecher Österreichischen Bundesbahnen. Davon nicht betroffen sei der Güterverkehr. Als vorläufig letzter Zug habe am Vormittag ein Eurocity aus Italien in Richtung Innsbruck und München die Grenze passiert.

Coronavirus in Österreich - Kontrollen an der Grenze zu Italien sollen am Mittwoch starten

Die im Kampf gegen das Coronavirus angekündigten Kontrollen des Autoverkehrs an der Grenze zu Italien sollten am Mittwoch beginnen. Am Vormittag liefen die „aufwendigen Vorbereitungen“, sagte Polizeisprecher Stefan Eder der Deutschen Presse-Agentur. Für die Kontrollen seien „bauliche Maßnahmen“ erforderlich, unter anderem müssten Leitplanken abmontiert werden. Zudem sei zu klären, wohin die Fahrzeuge jeweils geleitet werden und wie genau mit zu erwartenden Staus umgegangen wird. Eine genaue Startzeit für die Kontrollen nannte er nicht.

In Italien sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bislang knapp 10.150 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. In Österreich beläuft sich diese Zahl aktuell auf 206 Fälle (Stand: 11. März 2020, 10 Uhr).

Coronavirus: Österreich greift zu Notfallplan - keine Einreisen aus Italien mehr

Erstmeldung vom 10. März 2020

Wien - Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an. Oberstes Ziel sei eine Verhinderung des Austauschs und damit das „Einschleppen der Krankheit in unsere Gesellschaft“, so Kurz im Hinblick auf die Situation in Italien. Wie ORF.at berichtet, soll die Heimholung von Österreicherinnen und Österreichern organisiert werden – diese müssen jedoch zwei Wochen in Isolation, habe Kurz gesagt. Seit Dienstagfrüh gilt für ganz Italien eine Reisewarnung. Bereits seit Montag sind sämtliche Direktflüge von Österreich nach Mailand und Bologna ausgesetzt.

Die Durchreise von Touristen etwa aus Deutschland solle möglich bleiben, sofern diese keinen Halt in Österreich machten. Dazu könne unter anderem vor der Einreise die Tankanzeige kontrolliert werden, hieß es. Auch Deutschland versucht die Ausbreitung des Coronavirus* zu verhindern oder wenigstens zu verlangsamen.   

Coronavirus: Kontrolle am Brenner.

Coronavirus in Österreich - Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern betroffen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen in Österreich Veranstaltungen abgesagt werden: Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen wie Konzerte und Theater mit über 100 Teilnehmern sind davon betroffen. Fußballspiele sollen ohne Publikum stattfinden.

Coronavirus: Universitäten in Österreich geschlossen

An der Uni Innsbruck werden Lehrveranstaltungen vorerst ausgesetzt. Seit Dienstag ist die Uni dicht, teilte das Land Tirol in einer Pressemitteilung mit. Es werde auf Fernlehre umgestellt, hieß es.  Auch in Wien soll der Lehr- und Unterrichtsbetrieb inklusive des Universitätsbetriebs in den Krankenhäusern massiv reduziert, werden, berichtet OFR.at.  

Schulen und Kindergärten bleiben laut Kurz vorerst offen. Weitere Maßnahmen werden jedoch nicht ausgeschlossen.

In Österreich sind 157 Coronavirus-Fälle offiziell bestätigt (Stand: 10. März, 8 Uhr), bislang wurden 5062 Tests auf SARS-CoV-2 durchgeführt.

  • Niederösterreich (39)
  • Wien (43)
  • Steiermark (17)
  • Tirol (27)
  • Oberösterreich (13)
  • Salzburg (10)
  • Burgenland (4)
  • Vorarlberg (3) 
  • Kärnten (1).

„Wir haben nach wie vor diese geringe Zahl an Fällen, aber es geht darum, dass wir die Ausbreitung oder das Tempo der Ausbreitung reduzieren“, sagte Kurz. Für einige Wochen sei es nun nötig, das soziale Leben zu reduzieren.

Die ersten Coronavirus-Verdachtsfälle in Österreich sind in Innsbruck aufgetreten. Zuvor schon hatte Österreich nach einem Coronavirus-Verdacht bei zwei Deutschen mit drastischen Maßnahmen reagiert. Züge aus Italien auf dem Weg nach München wurden am Brenner gestoppt. Stundenlang lag der Zugverkehr lahm, wie Merkur.de* berichtet. 

Doch nicht nur die Verantwortlichen in Österreich reagieren mit weitreichenden Maßnahmen. Auch US-Präsident Donald Trump ließ bereits Reiseverbote verhängen und hat nun Maßnahmen angekündigt, die die wirtschaftlichen Folgen abdämpfen sollen. Doch die Aktienhändler an der Wall Street misstrauen ihm. Ähnlich wie in der Türkei - dort wurde nun der erste Infizierte bestätigt. Kritiker wollen den Zahlen der Regierung jedoch nicht glauben. 

Durch die Ausbreitung des Coronavirus versuchen immer mehr Menschen sich vor Viren zu schützen, dabei übersehen sie meist die größte Viren-Falle. Schon im vergangenen Jahrhundert soll eine Hellseherin die Corona-Krise angedeutet haben.

Lesen Sie auch mehr zur Coronavirus-Entwicklung in Freistatt im Ticker auf Merkur.de*. 

Unterdessen richtete sich Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Appell an die Bevölkerung - dieser fällt deutlich aus.

Die Regierungschefs der G7-Staaten beraten am Montag in einer Video-Konferenz zur Coronavirus-Pandemie und dem Umgang damit. Gastgeber wird Donald Trump sein.

Luisa Neubauer von Fridays for Future wundert sich, wie handlungsfähig Regierung und Gesellschaft angesichts der Corona-Krise sein können

ml/dpa  

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