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Neuer Omikron-Subtyp: Corona-Experten äußern sich zu BA.2.75 - „Gefallen mir nicht“

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Von: Lukas Einkammerer

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Seit kurzem wird von einem neuen Subtyp der Omikron-Variante berichtet. Corona-Experten zeigen sich gegenüber BA.2.75 besorgt – können aber bislang nur spekulieren. 

Basel – Mit dem Beginn der heißen Jahreszeit würden die meisten die Corona-Pandemie sicher gerne vergessen und sich freudigeren Freizeitaktivitäten widmen. Leider ist das Coronavirus aber auch diesen Sommer weiter auf dem Vormarsch und bringt zu allem Überfluss einen weiteren Subtyp der Omikron-Variante mit sich. 

Die Existenz der neuartigen Sublinie, die von Wissenschaftlern BA.2.75 getauft wurde, ist erst vor kurzem bestätigt worden - wirft aber bereits etliche Fragen auf. Corona-Experten aus aller Welt teilen nun ihre Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der neuen Variante, die den Spitznamen „Centaurus“ erhalten hat – und wagen eine vorsichtige Prognose.

Neuer Omikron-Subtyp: Corona-Experte gibt Einschätzung zu BA.2.75

Wie Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel gegenüber der Deutschen Presse Agentur erläutert, soll die seltene Omikron-Sublinie diverse Mutationen aufweisen, derzeit aber größtenteils nur in Indien aufgetaucht sein. Obwohl sich dazu noch keine definitive Aussage treffen lässt, soll laut Neher nicht auszuschließen sein, dass sich die Variante, die sich aus Omikron BA.2 entwickelt hat, weltweit ausbreiten könnte. In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind bereits die ersten Fälle nachgewiesen worden, aber bislang verhält sich „Centaurus“ dort scheinbar noch eher ruhig. 

Neuer Omikron-Subtyp: Corona-Experten sorgen sich über Ausbreitung von BA.2.75

Auf der Kurznachrichtenplattform Twitter teilen Virologen und andere Corona-Experten ebenfalls erste Prognosen und Ergebnisse zur Ausbreitung von BA.2.75. Erkenntlich wird daraus vor allem eines: Es besteht durchaus Grund zur Sorge.

„Mir gefallen die observierten Mutationen nicht“, schreibt Genetiker Ulrich Elling. Wie auch von internationalen Forschern untersucht wird, sollen laut Elling bei BA.2.75 acht zusätzliche Mutationen des Spike-Proteins auftreten – ein deutlicher Unterschied zu den drei Mutationen, die bei der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante BA.5 auftreten. Bei einer solchen Veränderung des Erbguts könnte es dem Virus leichter fallen, Zellen einzunehmen.

Neuer Omikron-Subtyp: Trotz Sorgen-Prognose derzeit nur Spekulation möglich

Eine solche Vorhersage klingt zwar dramatisch, ist laut Corona-Experten aber nur reine Spekulation, da die Infektionszahlen mit BA.2.75 nach wie vor relativ gering sind. Dennoch ist die stetige Weiterentwicklung der Omikron-Variante, die von BA.1 bis BA.5 inzwischen fünf Subtypen gebildet hat, besorgniserregend.

Wie der israelische Virologe Dr. Shay Fleishon auf Twitter berichtet, lässt sich in der Bildung von Sublinien wie B.2.75 ein Trend erkennen. Das Coronavirus entwickelt stetig neue Sublinien und scheint sich nun mit BA.2.75 geographisch wesentlich schneller auszubreiten als bisherige Sublinien. Ob B.2.75 den B.5 Subtyp der Omikron-Variante ablösen wird, ist laut Dr. Fleishon zwar noch nicht sicher, ernst nehmen sollte man die neuen Daten aber auf jeden Fall.

Fürs Erste bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten, wie sich die Omikron-Sublinie BA.2.75 in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt. Man kann nur hoffen, dass die „Centaurus“-Zahlen hierzulande nicht weiter steigen. Denn nach den letzten zwei Jahren wäre ein Sommer mit weniger Corona-Sorgen eine große Sache. (le)

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