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Rätsel um Omikron-Variante - Virologe rechnet mit „unangenehmen Überraschungen“

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Von: Tom Offinger

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Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist derzeit in aller Munde. Doch was hat es mit der neuen Mutante genau auf sich? Zwei Experten geben Antworten.

München - Sie will einfach kein Ende nehmen: Die Corona-Pandemie hat die Welt weiter fest im Griff und scheint jeden Tag mit einer neuen Wendung um die Ecke zu kommen. Mit der Omikron-Variante hat es ein Jahr nach der Delta-Variante eine weitere Mutante des gefährlichen Virus nach Deutschland geschafft. Die genauen Folgen einer Omikron-Infektion werden derzeit noch erforscht, dennoch fürchten sich bereits viele Menschen vor einer Ansteckung. Zwei Experten versuchen Licht ins Dunkel zu bringen.

Omikron-Variante: Setzt sich die neue Mutante überhaupt durch?

„Zum Teil sind die Veränderungen von früheren Varianten bekannt. Zum Teil sind sie aber auch neu. Wir wissen noch nicht, was sie bewirken, müssen aber mit unangenehmen Überraschungen rechnen“, erklärt der Frankfurter Virologe Prof. Dr. Wolfgang Preiser gegenüber der Bild-Zeitung. Preiser arbeitet selbst in Südafrika und hat dort bereits erste Erfahrungen mit dem Virus gemacht. Einen ähnlichen Ansatz vertritt auch Preisers Kollege Klaus Stöhr: „Die Variante hat das mikrobiologische Potenzial, gefährlich zu sein“, warnt er ebenfalls in der Bild. Es sei ebenso unklar, ob sich die Mutante überhaupt durchsetze, merkt Stöhr an. „Es kann auch sein, dass Omikron wieder verschwindet.“

Eine verlässliche Antwort, wie ansteckend und gefährlich nun die neue Variante sei, können beide allerdings noch nicht geben, dazu fehlen derzeit noch die wichtigen Forschungsergebnisse. Laut aktuellstem Stand bestehe kein Anlass zur Panik, Sorge sei hingegen angemessen, unterstreichen die beiden Experten. „Die bis jetzt beobachteten Fälle waren zumeist junge, fitte Menschen oder Reisende. Erst, wenn Omikron-Infektionen bei älteren oder schwächeren Menschen auftreten, können wir feststellen, wie schwer die Krankheit wirklich verlaufen kann“, argumentiert Preiser.

Corona: Omikron-Variante erstmals in Südafrika festgestellt

Hinter den Kulissen ist die Vorbereitung auf die neue Virus-Variante bereits angelaufen. Neben einer gestiegenen Anfrage an Impfstoff in Deutschland, arbeitet der Hersteller Biontech schon an einer möglichen Anpassung ihres Produkts. Ohne handfeste Ergebnisse können die betreffenden Stellen aktuell nur reagieren.

Die Omikron-Variante war in den vergangenen Wochen erstmals in Südafrika festgestellt worden. Am 27. November war die Mutante in München erstmals auf deutschem Boden festgestellt worden. (to)

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