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“Kein Kind muss...“

Nach Corona-Pause: Hunderttausende Schüler kehren ab Montag zurück - Ein Bundesland sorgt besonders vor

  • Naima Wolfsperger
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Die Corona-Krise hat die deutschen Schulen hart getroffen. Die schrittweise Wiedereröffnung ist nun angelaufen - teilweise findet wieder Präsenzunterricht statt.

Update, 4. Mai, 11.31 Uhr: Dieser Ticker ist nun beendet. Alle aktuellen Nachrichten zu Schul- und Kita-Öffnungen lesen Sie in unserem neuen News-Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen!

Update, 3. Mai, 11.52 Uhr: In Rheinland-Pfalz sollen am kommenden Montag (4. Mai) 130.000 Schüler in die Schulen zurückkehren. Vor dem Beginn desSchulalltags sind deshalb 145.000 wiederverwendbare und waschbare Masken an die Schulen verteilt worden. Helfer des Roten Kreuzes brachten die Schutzmasken laut der Bild von Mainz aus nach Landau, Trier und Koblenz, von dort wurden sie in die Landkreise und Kreisfreien Städte weiter verteilt.

Auch für die Schülerbeförderung in Bussen und Bahnen liegen 150.000 Notmasken bereit. Diese sollen in den Fahrzeugen für Schüler bereit gehalten werden, die keine eigenen Masken dabei haben. „Kein Kind muss an der Haltestelle stehen bleiben, nur weil der Schutz vergessen wurde“, sagte Detlef Placzek, Präsident des für die Verteilungsaktion zuständigen Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung.

Nach Corona-Pause: Hunderttausende Schüler kehren ab Montag zurück - Sonderregel soll Lehrer schützen 

Update, 3. Mai, 8.50 Uhr: Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Deutschland werden am kommenden Montag (4. Mai) zum ersten Mal seit Wochen wieder in ihre Schule zurückkehren. Allerdings ist ein Präsenzunterricht im Schulgebäude bisher weiterhin nur für einzelne Jahrgänge vorgesehen. Außerdem gelten überall Abstandsregelungen und Hygieneauflagen, die einen sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionszahlen vermeiden sollen.

Die Kinder aus den Jahrgangsstufen 1 bis 3 sowie die Schüler der 5. bis 8. Klasse bleiben überall in Deutschland weiterhin zuhause. Wie es für diese Altersgruppen weitergehen wird, soll erst bei den nächsten Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch (6. Mai) besprochen werden.

In Bayern*, wo der Anteil der Corona-Infizierten höher ist als in allen anderen Bundesländern, ändert sich an den allgemeinbildenden Schulen an diesem Montag erst einmal nichts. Hier gibt es weiterhin nur Unterricht für die gut 224.000 Schüler der Abschlussklassen. Am 11. Mai sollen dann voraussichtlich die Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, folgen. Ob die bayerischen Viertklässler dann auch wieder in die Schulen zurückkehren, ist noch unklar.

In Baden-Württemberg und im Saarland, beide ebenfalls stark vom Coronavirus betroffen, findet ab Montag erstmals seit sieben Wochen überhaupt wieder Präsenzunterricht statt - abgesehen von der bundesweit angebotenen Notbetreuung für Kinder von Arbeitnehmern in systemrelevanten Berufen. Anders als in anderen Regionen Deutschlands gab es im Südwesten auch für die Abschlussklassen bisher weder Präsenzunterricht noch Prüfungen.

Eine

Maskenpflicht

gibt es bundesweit nur an sehr wenigen Schulen. Im

Schulbus

ist das Tragen eines

Mund-Nase-Schutzes

dagegen vorgeschrieben, in einigen Bundesländern auch während der Pausen und im Schulgebäude außerhalb des Klassenzimmers. In den meisten

Bundesländern

gibt es für

Lehrer

ab

60

Jahre eine

Sonderregelung

. Sie halten, weil sie zur Corona-Risikogruppe zählen, keinen Präsenzunterricht ab, es sei denn, sie melden sich freiwillig. 

Die Schul-Schließungen in der Corona-Krise belasten viele Eltern sehr. Jetzt wird auch in Bayern über Schul-Öffnungen nachgedacht - das birgt durchaus Risiken - ein Kommentar des Münchner Merkur.*

Schulneustart: NRW zu vorschnell - Drosten warnt nach neuen Erkenntnissen vor Öffnung

Update vom 30. April, 18.53 Uhr: Verwirrung um die Schulöffnung in Nordrhein-Westfalen. Die Bekanntgabe des Landesschulministeriums (siehe Update um 17.12) war wohl verfrüht. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Pläne relativiert, am 11. Mai die Grundschulen für alle Schüler in einem rollierenden System wieder zu eröffnen. Die entsprechende Mail an die Schulen werde „korrigiert“, sagte Laschet am Donnerstag in Düsseldorf. Am 6. Mai werde alles weitere mit Bund und Ländern besprochen.

Update vom 30. April, 17.12 Uhr: Wie das Landesschulministerium in Nordrhein-Westfalen in einer Mail an die Schulen am Donnerstag ankündigte, sollen die Grundschüler in dem Bundesland ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Den Anfang sollen schon am 7. Mai die Viertklässler machen. 

Dann sollen ab dem 11. Mai in einem tageweise „rollierenden“ System die Kinder aller Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Konkret bedeutet das: An jedem Werktag soll ein anderer Jahrgang in die Schule gehen - nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause. 

Schweden geht in der Corona-Krise dagegen seinen eigenen Weg. Nach viel Kritik dafür überrascht es nun, dass Schweden aus der WHO-Direktion Lob für den Corona-Kurs bekam.*

Schulöffnungen in Deutschland: Drosten warnt nach neuen Erkenntnissen

Update 30. April, 15.10 Uhr: Forscher um den Virologen Drosten scheinen in Bezug auf Kinder und das Coronavirus neue Erkenntnisse gewonnen zu haben.

Wie das Team nun nämlich erklärt, seien Kinder in der aktuellen Situation nämlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. 

Aus diesem Grund warnen die Forscher aufgrund ihrer Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigten in vielen Ländern Wirkung, schreiben die Forscher. Mit Lockerung der Kontaktbeschränkungen gebe es vermehrt auch Diskussionen darüber, inwieweit die Schließung von Schulen und Kindergärten zu diesem Erfolg beigetragen hat - und wie sich eine Wiedereröffnung auf die Ausbreitung des Virus auswirken könnte. 

Update 13.43 Uhr: Offenbar soll intensiv an weiteren Lockerungen im Bereich Schule gearbeitet werden. In der Beschlussvorlage des Bundes zur Beratung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsident steht die Aufgabe, bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. 

Kanzleramtschef Helge Braun soll demnach mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder auf der Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Ministerkonferenzen Vorschläge machen.

Schulen in Deutschland: Für lange Zeit keine Rückkehr zum gewohnten Schulbetrieb

Update vom 30. April: Während der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Donnerstag könne Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bereits einen ersten Hinweis darauf gegeben haben, das im Bereich Bildung vorerst nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Vor-Corona-Zeiten zu rechnen ist. Sie rechne für lange Zeit nicht mit einer Rückkehr zum gewohnten Schulbetrieb, so Karliczek. „Die Ausnahmesituation wird bis weit in das nächste Schuljahr andauern“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). „Erst wenn große Bevölkerungsgruppen geimpft sind, werden wir zum gewohnten Unterricht zurückkehren.“ So lange werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben, sagte Karliczek. In der Schule seien strenge Hygiene- und Abstandsregeln zu befolgen.

Schulen in Deutschland: Umsetzung der Hygienevorschriften eine „Mammutaufgabe“

Update vom 29. April: Die Vorschläge der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Wiedereröffnung der Schulen hätten viel früher kommen müssen, findet Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger. Er sagte im Südwestrundfunk, er unterstützte aber den Plan, Schüler im wöchentlich wechselnden Schichtbetrieb zu unterrichten - nicht aber im tageweisen Wechsel: „Da kann ich mir keinen Effekt vorstellen“, so seine Begründung. 

Die Umsetzung der Hygienevorschriften bezeichnete Meidinger weiter als „Mammutaufgabe“. Die Bedingungen an den Schulen seien sehr unterschiedlich. „Ich hoffe, dass wir diese Kraftanstrengung hinkriegen", sagte der Verbandspräsident. 

Unterdessen vermissen Oppositionspolitiker in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Schulen in Deutschland: Entscheidung gefallen - aber es rächt sich ein altes Problem

Update, 28. April, 13.51 Uhr: Nun hat die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Dr. Stefanie Hubig, die wichtigsten Ergebnisse der Beratungen in einer Pressekonferenz präsentiert. „Es wird vor den Sommerferien kein reguläres Unterrichtsgeschehen mehr stattfinden können“, kündigte Hubig an. Jedoch solle jeder Schüler noch vor den Sommerferien tage- oder wochenweise an Präsenz-Unterricht in den Schulen teilnehmen können.

Coronavirus: Für Vorgehen bei Schulöffnungen ist Infektionsgeschehen maßgeblich

Beim weiteren Vorgehen der Schulöffnungen sei das Infektionsgeschehen maßgeblich, betonte Hubig. Der Gesundheitsschutz von Schülern, Lehrern und anderen Beteiligten stehe an erster Stelle, auch wenn das Recht auf Bildung ebenfalls ein sehr hohes Gut sei. Die Bildungsministerin betonte außerdem, dass eine gute Verzahnung von digitalem Lernen und Präsenzunterricht notwendig sei. Bedürftige Schüler sollen mit der für das digitale Lernen erforderlichen technischen Ausrüstung ausgestattet werden. 

Bei den Beratungen haben die Kultusminister ein Rahmenkonzept für die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen entwickelt, das unter anderem die Organisation des digitalen Lernens, die Gestaltung Schulbesuchs entsprechend der neuen Auflagen und dem Transport von Schülern zur Schule widmet. Dieses Rahmenkonzept soll nun noch den Ministerpräsidenten der Länder vorgelegt werden, bevor es dann veröffentlicht wird.  

Weitere Lockerungen in der Corona-Krise sind im Gespräch. Nun wurde ein Plan für die Kita-Öffnung erarbeitet.*

Corona-Krise: Manche Lehrer stehen wegen mangelndem Engagement in der Kritik

Update, 28. April, 13.47 Uhr: In wenigen Minuten will Dr. Stefanie Hubig, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz und Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz, die Ergebnisse der Beratungen der Kultusminister zu weiteren Schritten der Schulöffnungen vorstellen. Zuvor wurde Kritik am Umgang mancher Lehrer mit der aktuellen Situation in Zeiten des Coronavirus laut. „Manche Lehrer schickten Aufgaben per Mail, manche schrieben nur, dass es im Internet etwas dazu gebe, andere meldeten sich gar nicht mehr“, sagte eine Schülerin eines Gymnasiums im Süden von Nordrhein-Westfalen gegenüber der Welt am Sonntag

Derzeit rächt sich, dass es für Lehrer in vielen Ländern nie eine Pflicht zu Fortbildungen in digitalen Unterrichtsformaten gegeben hat. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Öffnungen der Schulen keinen erneuten Anstieg der Infektionszahlen zur Folge haben, damit so viele Schüler wie möglich so bald wie möglich zumindest teilweise wieder in die Schule kommen können. 

Schulsenator rechnet wegen Coronavirus nicht mit normalem Unterricht vor Sommerferien

Update, 28. April, 9.57 Uhr: Eine Rückkehr zum normalen Unterricht vor den Sommerferien schließt der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) klar aus. Das sei das einzige, was man derzeit garantieren könne, sagte der SPD-Politiker dem Sender NDR Info vor der am Dienstag geplanten weiteren Beratung der Kultusminister über ein gemeinsames Konzept zur schrittweisen Öffnung der Schulen. 

Mit dem Lernen von Zuhause werde Schülern, Eltern und Lehrkräften viel zugemutet, erklärte der Hamburger Senator. Deshalb sollten bald möglichst alle Klassenstufen wenigstens einmal pro Woche in die Schule gehen können. Dort könnten sie Materialien sichten und Tipps zum Lernen zuhause erhalten. Aus pädagogischen Gesichtspunkten sei das wichtig, betonte Rabe. 

Nach Rabes Einschätzung wird der Fern-Unterricht aber auch nach den Sommerferien fester Bestandteil des Lernens sein. „Deswegen müssen wir alles tun, dieses ganz neue Feld, in das wir jetzt ganz stürmisch hineingeschubst worden sind, zu ordnen, Qualitätskriterien anzulegen und den Lehrern, Schülern und Eltern Rückenwind zu geben“, sagte der SPD-Politiker. 

Corona-Krise: Kultusminister beraten über weiteres Vorgehen bei Schulöffnungen

Update, 28. April, 6.50 Uhr: Die Kultusminister der Länder wollen sich am heutigen Dienstag auf ein Konzept für die weitere Öffnung der Schulen in der Krise durch das Coronavirus verständigen. Dabei geht es unter anderem darum, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen für weitere Jahrgänge wieder aufgenommen werden kann. Am Mittag (13.45 Uhr) will sich die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), in Mainz zu dem Konzept äußern.

Die meisten Bundesländer planen eine weitere teilweise Schulöffnung für den 4. Mai. Dabei sollen zunächst die Jahrgänge in die Kurs- und Klassenräume zurückkehren, die im kommenden Schuljahr vor Prüfungen stehen. Auch für die ältesten Grundschüler soll es den Planungen zufolge in den meisten Ländern dann wieder losgehen. In nahezu allen Bundesländern sind seit Anfang der vergangenen Woche die ersten Schüler wieder in die Klassenräume zurückgekehrt, allerdings nur die Abschlussklassen - für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen.

Bei einer Telefonkonferenz hatten die Kultusminister am Montag (27. April) rund zwei Stunden lang über ein „Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in den Schulen“ in der Corona-Krise gesprochen. Der Entwurf sollte danach noch in einzelnen Punkten überarbeitet werden. Das Konzept soll der Ministerpräsidentenkonferenz für die nächste Beratung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeleitet werden, die für Donnerstag (30. April) geplant ist. In Berlin musste nun wegen des Coronavirus ein Seniorenwohnheim geräumt werden.* Und die Debatte um mögliche Staatshilfen für die wegen der Coronavirus-Pandemie kriselnden deutschen Autobauer* nimmt an Fahrt auf.

Coronavirus-Verdacht: Gymnasium in NRW öffnet - und muss gleich wieder schließen

Update vom 27. April, 22.34 Uhr: An diesem Dienstag wollen sich die Kultusminister der Länder auf ein Konzept für die schrittweise weitere Öffnung der Schulen einigen. Das teilte am Montagabend eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Rheinland-Pfalz mit. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) führt derzeit den Vorsitz in der Kultusministerkonferenz. 

Update vom 27. April, 18.41 Uhr: Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich erneut gegen eine zu lange Schließung von Kitas in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Kinder und ihre Familien müssen stärker in den Fokus rücken, wenn wir über eine schrittweise Rückkehr zu etwas mehr Normalität sprechen“, forderte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge.

Pauschale Schließung der Kitas wegen Coronavirus könne nicht die Antwort sein, sagt Giffey 

Eine pauschale Schließung der Kitas für über 80 Prozent der Kinder bis zu den Sommerferien könne nicht die Antwort sein. Giffey argumentierte, dass im Leben eines Kindergartenkindes und für seine Entwicklung schon ein Monat eine unglaublich lange Zeit bedeute. „Wenn Kitas über Monate Kindern nicht zugänglich sind, ist das eine Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann. Für kleinere Kinder sei digitales Lernen zudem keine Alternative. Giffey räumte jedoch auch ein, dass man in der Pandemie keine exakten Zeitpläne für einzelne Öffnungsstufen vorhersagen könne. 

Dem nordrhein-westfälischen Familienminister Joachim Stamp (FDP) zufolge wird es keinen bundeseinheitlichen Stichtag für die Rückkehr der Kinder in Kitas geben. Es soll ein Rahmen geschaffen werden, in dem die Länder regional und länderspezifisch ihr eigenes Tempo gehen können, erklärte der FDP-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Unterdessen erzählte der Berliner Virologe Christian Drosten im Gespräch mit dem britischen Guardian, dass er mittlerweile Morddrohungen erhalte. Doch nachts würden ihn nicht diese Nachrichten wachhalten, sondern Mails die ihm besorgte Bürger aus einem ganz anderen Grund schicken

Corona-Verdacht Gymnasium in NRW zieht Notbremse

Update vom 27. April, 15.57 Uhr: Trotz heftiger Kritik hat der Unterricht in NRW für Abschlussjahrgänge schon am Donnerstag (23. April) begonnen. Jetzt muss ein Gymnasium in NRW schon wieder die Türen schließen: Coronavirus-Verdacht am Norbert-Gymnasium Knechtsteden. Ein Schüler hatte Kontakt zu einem Covid-19-Patienten, berichtet die Rheinische Post. Die Abiturvorbereitungen finden nun digital statt. 

In Sachsen zieht dagegen ein positives Fazit der teilweisen Wiederaufnahme der Schulen. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie die erste Woche hier in Sachsen gelaufen ist“, sagte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Bei den Abitur-Aufgaben habe sich gegenüber den Vorjahren an den Anforderungen nichts geändert. Es handele sich deshalb nicht um ein „Not-Abi“.

In Bayern hat am Montag die Schule nach einer Pause von sechs Wochen wieder für die Abschlussklassen begonnen. Stufenweise sollen dann weitere Jahrgänge folgen.

Die Kultusminister der Bundesländer beraten über das weitere Vorgehen. Offen ist, ob die Minister einen Plan vorlegen, wie es für Klassenstufen weitergeht, für die es bisher noch keinen Termin für die Rückkehr gibt. 

Corona: Urteil in Hessen kippt Schulpflicht für Viertklässler - Kultusminister feilen an neuem Konzept

Erstmeldung vom 24. April:

Berlin - Wie bereits vor Tagen offiziell bekannt gegeben wurde, soll der Schulbetrieb in der Corona-Krise bundesweit ab 4. Mai neu anlaufen. Erst sollen Abschlussklassen und Schüler, die im kommenden Jahr Prüfungen schreiben, wieder in den Alltag eingegliedert werden. Auch mit den letzten Grundschuljahrgängen, die ab dem kommenden Herbst eine weiterführende Schule besuchen, soll anfangs geplant werden.

Corona-Krise: Verwaltungsgerichtshof kippt Schulpflicht für Viertklässler in Hessen 

Am Freitag sorgte nun jedoch eine Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofs in Kassel für Aufsehen, da die Schulpflicht der Viertklässler in Hessen außer Kraft gesetzt wurde. Es handelte sich um einen Eilantrag einer Frankfurter Schülerin gegen die Corona-Verordnung des Bundeslandes. Dem Antrag zufolge machte die Schülerin geltend, dass dieAnordnung des Schulbesuchs für Viertklässler in Grundschulen für diese ein erhöhtes Infektionsrisiko begründe. 

Die Richter sahen hier eine Ungleichbehandlung der Schüler dieser Jahrgangsstufe im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes* ein Schulbesuch bis 3. Mai verboten werde. Die Viertklässler seien somit in ihrem Grundrecht verletzt - der Gerichtsbeschluss ist unanfechtbar.

Coronavirus: Kultusminister feilen an Konzept - Erste Bundesländer nehmen Betrieb langsam wieder auf 

Doch wie wird das weitere Vorgehen nun bestimmt? Die Kultusminister der Länder sollen bis zum Ende des Monats ein Konzept zu den Bereichen Hygienemaßnahmen, Pausenzeiten sowie Schulbusbetrieb und Gruppenaufteilung vorlegen. Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands erklärt, man erwarte von den Kommunen die „Nachrüstung von Toiletten- und Waschanlagen, Desinfektionsspendern und enger getaktete Reinigungszyklen“. Ausnahmen gibt es bei Abschlussklassen, die unter strengen Auflagen bereits vor Anfang Mai an Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen teilnehmen dürfen.

Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein begannen damit bereits am vergangenen Montag (20. April). Genauer gesagt starteten Sachsen und NRW mit den wichtigen Prüfungsvorbereitungen, während Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein bereits den Startschuss für die Abiturprüfungen gaben. Einige Tage später werden weitere Bundesländer nachziehen, andere warten noch bis Anfang Mai. Bayern, das am stärksten betroffene Bundesland, soll erst am 11. Mai die Schulen wieder schrittweise öffnen und dehnt seine schulfreie Zeit somit weiter aus.

Corona-Krise: Bildungsministerin Karliczek für Samstags-Unterricht - und gegen Sommerferien-Kürzung 

Wie wird der Schulalltag in der Corona-Krise* genau aussehen? Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sprach sich in einem Interview mit dem Spiegel für eine Mundschutzpflicht* aus und würde sie gerne ab der ersten Klasse einführen. Die Ministerin ist auch nicht abgeneigt von einem Modell, das auch Samstags-Unterricht beinhalten würde. So könnten Schulwochen sechs Tage haben und Gruppen alle zwei Tage am Unterricht teilnehmen. Beim Thema der Verkürzung der Sommerferien zeigte sich Karliczek zurückhaltend.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Felix Kästle

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