Coronavirus in Indien: Eine Krankenschwester hält die Hand eines Patienten, um ihn zu beruhigen, als er im BKC Jumbo Field Hospital, einer der größten Corona-Einrichtungen, um Atem ringt.
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Seit der zweiten Corona Welle breitet sich „der schwarze Pilz“ bei Corona Patienten in Indien aus. Nun ist ein erster Fall in Bolivien bekannt.

Tödliche Krankheit

„Schwarzer Pilz“ bei Corona-Patienten - Krankheit erreicht weiteren Kontinent

  • VonInes Baur
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Bisher waren Fälle des „schwarzen Pilzes“ als Begleiterscheinung einer Corona-Infektion aus Indien bekannt. Jetzt berichtet auch Bolivien von einem Fall der seltenen Krankheit.

La Paz/Cochabamba - Die gefährliche Pilzinfektion Mukormykose, auch bekannt als „schwarzer Pilz“, ist eine meist tödliche Krankheit. Auslöser sind bestimmte Schimmelpilz-Sporen. Seit der zweiten Corona Welle trat das erschreckende Phänomen in Indien bereits bei tausenden Patienten als Begleiterscheinung einer Covid-19-Infektion auf.

Nun meldet auch Südamerika einen ersten Fall der gefährlichen Pilzinfektion bei einem Corona-Patienten. Wie das bolivianische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, lieferte man den 42-jährigen Patienten Ende Juli in ein Krankenhaus der Stadt Cochabamba ein. Dem Mann seien nach einer Corona-Infektion die Zähne ausgefallen.

„Schwarzer Pilz“: Nicht von Mensch zu Mensch übertragbar

Laut CDC gedeihen die Schimmelpilze in der Erde und in verwesendem, organischem Material. In den Körper gelangen sie über die Lungen oder Verletzungen an der Haut. Da die Pilze über die Atmung in den Körper gelangen, können sie sich auch über Luftbefeuchter oder Sauerstofftanks etwa in Kliniken ausbreiten, sollten diese verschmutztes Wasser enthalten.

Mukormykose wird aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Den Namen „schwarzer Pilz“ trägt die Infektion, da sie zu einer Verfärbung von Gewebe führen kann, beispielsweise an der Nase. (ib)

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