Ein Teströhrchen liegt in einer Tüte mit der Aufschrift: Verdacht auf COVID-19.
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Entscheidend für die Bekämpfung der Pandemie: die Sieben-Tage-Inzidenz. (Symbolbild)

Einfach erklärt

Coronavirus: Was ist die Sieben-Tage-Inzidenz?

  • Marcella Moschini
    VonMarcella Moschini
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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fällt häufig das Schlagwort „Sieben-Tage-Inzidenz“. Was sich hinter dem Begriff verbirgt - und warum er so entscheidend ist.

  • Seit Anfang 2020 kämpft Deutschland gegen die Corona-Pandemie.
  • Ein zentraler Wert ist dabei die Sieben-Tage-Inzidenz. Sie bildet die Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab.

München - Seit Anfang 2020 hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Zentraler Bestandteil bei der Messung des jeweiligen Ausmaßes ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Der Begriff wird seit Beginn der Pandemie immer wieder von offiziellen Stellen verwendet. Er gibt an, wie viele Menschen sich in einem definierten Gebiet innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet mit Covid-19 infiziert haben.

Corona-Pandemie: Was ist der Inzidenz-Wert und wie wird er berechnet?

Von Inzidenz spricht man im medizinischen Zusammenhang ganz allgemein, wenn man sich auf die Neuerkrankungsrate an einer bestimmten Krankheit bezieht. Um diese Raten besser miteinander vergleichen zu können, nimmt man die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner. Das wird auch bei Corona-Infektionen so gehandhabt.

Wichtig für die Bestimmung des Inzidenz-Wertes ist zunächst die Zahl der Neuinfektionen. Die lokalen Gesundheitsämter melden an das Robert Koch-Institut (RKI), wie viele Menschen sich neu mit dem Virus infizieren. Diese tägliche Fallzahl spiegelt somit ein Stück weit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Berechnet man nun die Fallzahlen in Bezug auf 100.000 Einwohner erhält man den Inzidenz-Wert.

Allerdings unterliegen die weitergemeldet Zahl starken Schwankungen, etwa weil es am Wochenende in der Regel einen Meldeverzug gibt und die Dunkelziffer der Fälle hoch ist. Diese Schwankungen können jedoch weitestgehend ausgeglichen werden, indem die Neuinfektionen einer ganzen Woche zusammengezählt werden. Es ist also sinnvoll, auch diesen Wert jeweils für sieben Tage anzugeben. Auf diese Weise lassen sich Trends besser erkennen.

Sieben-Tage-Inzidenz: So bestimmt das RKI Risikogebiete

Auch das RKI orientiert sich an der Sieben-Tage-Inzidenz, um Risikogebiete im Ausland zu bestimmen. Diese werden auf einer Liste zusammengefasst, die immer wieder aktualisiert wird. Bei dieser Einstufung spielen natürlich aber auch andere Faktoren eine wichtige Rolle, wie das RKI auf seiner Webseite schreibt. Der erste Schritt für eine Entscheidung, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat getroffen wird, ist aber eine Feststellung der Sieben-Tage-Inzidenz. Übersteigt diese einen kritischen Wert, ist die erste Voraussetzung für die Einschätzung als Risikogebiet gegeben. (mam mit dpa)

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