Im Sommer wieder Kreuzfahrten möglich?

Urlaub trotz Corona: Minister macht Hoffnung - „Sehe keinen Grund, das Reisen weiterhin zu verbieten“

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Die Corona-Krise schien die meisten Pläne für den Sommerurlaub 2020 durchkreuzt zu haben. Doch nun tun sich ganz neue Optionen auf. Der News-Ticker.

  • Die Corona-Krise hat viele Pläne für den Sommerurlaub 2020 durchkreuzt. 
  • Nun hat ein türkischer Minister ein Konzept entwickelt, wie Deutsche im Sommer doch noch nach Antalya und Co. reisen könnten. (Update vom 20. Mai, 10.21 Uhr) und auch der Urlaub in Griechenland könnte möglich sein (Update vom 20. Mai, 17.58 Uhr). 
  • Eine generelle Rückkehr zur Reisefreiheit innerhalb Europas gibt es noch nicht (Update vom 21. Mai, 13 Uhr)
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte*. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

Dieser Ticker ist beendet. Alle Neuigkeiten zu Urlaubszielen während der Corona-Pandemie finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update vom 22. Mai, 15.28 Uhr: Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen „keinen Grund, den Menschen das Reisen weiterhin zu verbieten“. Der Zeitung „Die Welt“ (Freitagsausgabe) sagte der Minister: „Wenn mehr gereist wird, gibt es mehr Risiken. Aber man kann es gut verantworten.“ Wenn weiter Fortschritte gemacht würden, werde die Lage „in ein paar Wochen“ hoffentlich noch besser sein.

„Auch wenn nach wie vor Vorsicht geboten ist: Wir befinden uns aktuell in einer entspannten Situation“, sagte der Minister. Es gebe viele Kreise in Nordrhein-Westfalen und anderswo in Deutschland, die derzeit nicht einmal mehr eine Neuinfektion pro Tag aufwiesen. Das eröffne die Möglichkeit, die Einschnitte Schritt für Schritt zurückzunehmen. Ob es eine zweite Corona-Infektionswelle geben werde, wie Virologen es sagten, sei „Spekulation“. Man könne eine zweite Welle nicht ausschließen, „aber wir bereiten uns so gut wie möglich vor.“ So werde Nordrhein-Westfalen ein Lager für Schutzbekleidung und Masken anlegen.

Urlaub trotz Corona: Easyjet will schon in wenigen Wochen wieder Flüge anbieten

Update 22. Mai, 6.54 Uhr: Die britische Billigfluglinie Easyjet will ab Mitte Juni wieder Füge anbieten. Geplant sei, ab 15. Juni zunächst eine kleine Zahl an Verbindungen auf Strecken, die nachgefragt würden. Das Flugunternehmen will sich auf Inlandsflüge innerhalb Großbritanniens und Frankreichs konzentrieren. Easyjet teilte seine Pläne im Vorfeld der Aktionärsversammlung in London am Freitag mit. 

Tui-Chef verrät Zeitpunkt für erste Flieger - und Kosten für Mallorca-Flug

Update 21. Mai, 20.30 Uhr: Ein normaler Sommerurlaub, wie ihn die Urlauber gewohnt sind, wird dieses Jahr auf Grund der Corona-Krise nicht möglich sein. Dennoch werden wohl viele Deutsche versuchen, trotzdem einen Urlaub möglich zu machen. Wie TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak im Interview mit der Bild verrät, sollen in der zweiten Junihälfte wieder die ersten Flüge auf Urlaubsinseln starten. 

Sommerurlaub in Corona-Zeiten: Erste Urlaubsflieger schon im Juni? Kosten für Mallorca?

„Wir sind uns aber ganz sicher, dass wir in der zweiten Junihälfte nach und nach die Flüge nach Griechenland und auf die spanischen Inseln aufbauen werden“. Dazu soll auch die bei deutsch Touristen besonders beliebte Insel Mallorca zählen. Auch die Frage, was so ein Flug auf die Balearen kosten soll, wurde dem TUI-Chef gestellt. Das sei im Moment noch schwer abzusehen und von der Nachfrage abhängig, meint Andryszak. „Das kann alles sein zwischen 30-40 und 100 Euro in eine Richtung. Aber wir werden sehen, was der Markt so wieder hergibt.“

Eine besonders hohe Nachfrage gebe es laut Andryszak auf Flüge an die Norddeutsche Küste. Eben dort sollen ab Sommer auch wieder die ersten Kreuzfahrten des Unternehmens möglich sein. Man beschränke sich jedoch vorerst auf Kreuzfahrten in Ost- und Nordsee mit höchstens 1000 Passagieren, um den Gästen eine sichere Reise zu ermöglichen.

Sommerurlaub in Corona-Zeiten: Österreich setzt auf Tausende Corona-Tests 

Update vom 21. Mai, 15.28 Uhr: Österreich setzt beim Tourismus-Neustart ab dem 29. Mai auf Corona-Tests. Möglichst viele Mitarbeiter in in Hotels und Beherberungsbetrieben sollen regelmäßig getestet werden, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Test-Kapazität werde auf wöchentlich 65.000 Tests ausgebaut. Der Bund werde die Kosten für die Tests übernehmen. Buffets sind mit besonderen hygienischen Vorkehrungen erlaubt, auch die hoteleigenen Wellness-Einrichtungen dürfen genutzt werden. 

Sommerurlaub 2020 trotz Corona: Tourismusbeauftragter macht Hoffnung

Update vom 21. Mai, 13 Uhr: Noch haben sich die EU-Staaten nicht auf eine Rückkehr zur generellen Reisefreiheit innerhalb Europas geeignet. Ein Sommerurlaub im EU-Ausland werde auf der Grundlage bilateraler Vereinbarungen hoffentlich dennoch möglich sein, sagte Kroatiens Tourismusminister Gari Cappelli am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. Die EU-Länder hätten sich nicht auf allgemein gültige Richtlinien für die Rücknahme von wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen verständigen können, sagte Cappelli, dessen Land derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, nach der Videokonferenz. 

Doch selbst, wenn es keine allgemein gültigen Regeln für das Reisen gibt, ganz vom Tisch ist der Sommerurlaub noch nicht. Denn Reisen in andere EU-Länder könnten durch Vereinbarungen zwischen einzelnen Mitgliedsländern ermöglicht werden. Inwiefern das möglich sein könnte, hänge von der Corona-Lage der jeweiligen Länder ab. „Wenn die epidemiologische Situation in zwei Ländern identisch oder sehr ähnlich ist“, könnten die Behörden dafür sorgen, dass Reisen möglich sind.

Angesichts dieser Möglichkeit sagte der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, er sehe „gute Chancen, dass die Menschen im Sommer in ihre liebsten europäischen Urlaubsregionen reisen können“. Letztlich müsse sorgfältig abgewogen werden „zwischen Gesundheitsschutz, Reiselust und wirtschaftlichen Interessen“.

Sommerurlaub trotz Corona: Griechenland nennt Datum für Touristen - Italien öffnet Flughäfen

Update vom 20. Mai, 18.56 Uhr: Einem Sommerurlaub in Italien steht wohl nichts mehr im Wege. Das von der Corona-Krise arg gebeutelte Land will seine Flughäfen ab dem 3. Juni wieder öffnen. Dann sollten inländische und internationale Reisen wieder erlaubt sein, weshalb Transportbeschränkungen aufgehoben werden könnten, sagte Verkehrsministerin Paola De Micheli in Rom laut italienischen Nachrichtenagenturen.

An Flughäfen herrscht generell ein erhöhtes Menschenaufkommen. Eine Infizierung mit dem Coronavirus zu erkennen, ist schwierig. Die Lösung könnten nun Hunde darstellen. Sie sollen Covid-19 am Geruch erkennen können.

Sommerurlaub trotz Corona: Griechenland will schon bald deutsche Touristen aufnehmen und nennt Datum

Update vom 20. Mai, 17.58 Uhr: Griechenland sehnt sich nach Touristen, insbesondere nach deutschen. Deshalb sollen Urlauber aus der Bundesrepublik schon bald wieder ans Mittelmeer strömen.

Schon ab 15. Juni will Griechenland wieder Touristen aufnehmen. Vor allem die Hauptstadt Athen ermöglicht den Menschen dann eine Einreise ohne Corona-Test und ohne zweiwöchige Quarantäne. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis kündigte in einer Fernsehansprache an, dass ab Mitte Juni der Flughafen Athen für eine Auswahl von Ländern geöffnet werden soll - darunter auch Deutschland.

Zuletzt wurden die Corona-Lockerungen in Griechenland kontinuierlich gelockert: „Die Bewegungsfreiheit wird innerhalb des Landes wiederhergestellt, unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit“, wie Außenminister Nikos Dendias vor wenigen Tagen dem Redaktionsnetzwerk Deutschlan erklärte.

Trotz ingsesamt mehr als zehn Millionen Einwohnern weist Griechenland mit 2.850 bestätigten Corona-Fällen (Stand: 20. Mai, 17.30 Uhr) einen vergleichwesie niedrigen Wert auf.

Sommerurlaub 2020: Reiselaune der Deutschen - so sieht es tatsächlich aus

Update vom 20. Mai, 15.50 Uhr: Von wegen Reiseweltmeister: Corona hat die Reiselaune der Deutschen getrübt. Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) will in der Sommersaison 2020 daheim bleiben. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap für die Sendung „ARD extra“ ergeben, teilte der SWR am Mittwoch mitteilte. 31 Prozent wollen demnach innerhalb Deutschlands verreisen, 19 Prozent ins europäische Ausland.

Lediglich drei Prozent der Befragten gaben an, dass sie darüber nachdenken würden, ihren Urlaub außerhalb Europas zu verbringen. Insgesamt sagten 84 Prozent aller Umfrageteilnehmer, sie wüssten bereits, ob und wohin sie diesen Sommer reisen. 15 Prozent gaben an, sie seien hier noch unsicher.

Sommerurlaub: Gutschein-Lösung bei Pauschalreise vom Tisch?

Update vom 20. Mai, 13.55 Uhr: Wer eine Pauschalreise bucht, und sie wegen der Corona-Krise nicht antreten kann, kann sein Geld zurückverlangen. Zuvor stand auch eine von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung im Raum. Diese soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch nun aber nur noch als freiwillige Möglichkeit für Verbraucher geben. 

Gleichwohl appellierte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) an Betroffene, einen Gutschein zu akzeptieren. „Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten“, betonte die SPD-Politikerin. Die ursprünglichen Pläne aus Berlin waren schließlich am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission gescheitert. Der Grund: Europäisches Reiserecht sieht für derartige Fälle einen Anspruch auf Erstattung vor. Die Regierung wollte Reiseveranstalter und Reisebüros mit einer verpflichtenden Gutschein-Lösung vor Insolvenzen schützen. 

Sommerurlaub trotz Corona dank TÜV? Türkischer Minister macht ungewöhnlichen Vorschlag

Update vom 20. Mai, 10.21 Uhr: Wird der TÜV unseren Sommerurlaub in der Türkei retten? Wenn es nach dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu geht, dann ja. Im Gespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) schlug er diesen Plan vor. In der Türkei habe man Fortschritte im Kampf gegen Corona erzielt und beginne nun eine schrittweise Lockerung. Bereits im Juni könnten dann auch Urlauber aus Deutschland wieder in die beliebten Ferienziele Antalya oder Bodrum reisen

Der Plan des türkischen Ministers: Strenge Hygienemaßnahmen am Flughafen und in den Hotels sollen Sicherheit gewährleisten. Außerdem soll ausreichend medizinische Versorgung vorhanden sein und sichergestellt werden, dass das Personal gesund ist. Überprüfen soll der TÜV dieses Konzept, erklärt Çavuşoğlu laut einem Bericht von Bild.de. Die technischen Prüforganisationen stellen auf der ganzen Welt Zertifikate für die Standards von Dienstleistungen, Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen und Anlagen aus. 

Schon im Juni könnten die TÜV-zertifizierten Hotels dann Urlauber empfangen. Bislang hat die Bundesregierung jedoch noch nicht entschieden, ob der Türkei-Urlaub so bald möglich wird, heißt es bei Bild.de. Man werde aber mit der türkischen Seite im Gespräch bleiben. Die von der Türkei vorgeschlagenen Maßnahmen will der türkische Tourismusminister Mehmet Ersoy auch mit dem Bundestourismusbeauftragten Thomas Bareiß besprechen. 

Zurzeit ist der Tourismus in Antalya am Boden - doch das soll durch ein Konzept des türkischen Außenministers bald ändern. (Archivbild)

Sommerurlaub trotz Corona: Italiens Außenminister wirbt für sein Land

Update vom 19. Mai, 16.22 Uhr: Italien ist für viele Deutsche ein beliebtes Reiseziel. Doch die schrecklichen Bilder während der Corona-Krise aus der Region Bergamo sind bei vielen wohl noch präsent.

Italiens Außenminister Luigi Di Maio spricht in einem Bild-Interview (hinter Bezahlschranke) über die aktuelle Lage in seinem Land und den Wunsch den Tourismus in verschieden Regionen in Schwung zu bringen.

„Die Italiener können schon heute ans Meer und an den Strand gehen. Im Sommer sind wir bereit, Touristen aus Europa zu empfangen, mit der gebotenen Sicherheit“, sagt Italiens Außenminister Luigi Di Maio gegenüber der Bild. „Kommen Sie, machen Sie Urlaub in Italien“ lautet sein Appell. Für jede Region möchte Italien einen wöchentlichen Bericht anderen EU-Ländern zur Verfügung stellen. Ab dem 3. Juni fallen, laut Di Maio, jede Art von Beschränkungen. Eine Maskenpflicht am Strand gäbe es nicht. Doch es werde notwendig sein, die Abstandsregeln einzuhalten. Sonnenliegen und Schirme werden weiter voneinander stehen. Schon ab Juni seien nach Ansicht des italienischen Außenministers Reisen ohne Probleme „in Sicherheit und Freiheit“ möglich. 

Reisen ohne Probleme - das hätten sich wohl auch drei Deutsche gewünscht, die am Montag versucht haben, nach Mallorca einzureisen. Doch am Flughafen in Palma kam dann die böse Überraschung

Übrigens: Wem Sommerurlaub im Ausland noch zu heikel ist, der kann mittlerweile in einigen Bundesländern auch wieder in Freibädern planschen. Und in den kommenden Tagen öffnen in weiteren Bundesländern die Badebetriebe. Doch es gibt einige Regeln und Auflagen zu beachten

Update vom 19. Mai, 16.08 Uhr: Sachsen-Anhalt hebt das Einreiseverbot für Touristen auf. Vom 28. Mai an dürfen Deutsche für Ausflüge, Urlaub und Besuche wieder ins Land kommen. Das hat die Landesregierung am Dienstag entschieden. 

Mecklenburg-Vorpommern: Bald Einreise ohne Quarantäne möglich

Update vom 19. Mai, 15.45 Uhr: Ein Einreiseverbot gibt es derzeit noch in Mecklenburg-Vorpommern - es gilt bis zum 25. Mai. Dann ändert sich die Situation. Allerdings bleibt die Einreise aus Corona-Risikogebieten in Deutschland verwehrt. Also, wenn die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen vor der Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist. Für Menschen aus dem europäischen Ausland wurde die Quarantäneregelung gelockert, teilte die Regierung am Dienstag (19. Mai) mit. Ohne 14 Tage in Quarantäne zu gehen, dürfen Personen aus EU-Ländern sowie Island, dem Fürstentum Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien sowie Nordirland wieder nach Mecklenburg-Vorpommern. Tagestouristen bleibt die Einreise weiter verboten.

Update vom 19. Mai, 14.04 Uhr: Während die einen es kaum noch erwarten können, endlich wieder zu verreisen, sitzen andere derzeit immer noch im Ausland fest. Auch mehr als drei Wochen nach der vorläufigen Einstellung der Rückholflüge des Auswärtigen Amts gibt es immer noch Hunderte Gestrandete, die auf einen Rückflug nach Deutschland warten. 

Übrigens: Welche Schutzmasken-Modelle im Alltag am effektivsten gegen eine Coronavirus-Infektion wirken, erklärt ein Experte im Gespräch mit tz.de*.

Corona-Krise: Hunderte Deutsche sitzen noch in Marokko fest

So befindet sich alleine in Marokko noch eine „hohe dreistellige Zahl“ rückkehrwilliger deutscher Staatsbürger, die wegen der Kappung der Flug- und Fährverbindung aufgrund der Corona-Krise nicht wegkommen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf das Auswärtige Amt. „In Südafrika gehen wir von einer mittleren dreistelligen Zahl von ausreisewilligen Deutschen aus, in Argentinien und Pakistan von einer jeweils niedrigen bis mittleren dreistelligen Zahl“, heißt es aus dem Ministerium. 

Ziel des Auswärtigen Amtes sei es, für alle Rückkehrwilligen pragmatische Lösungen zu finden. So sind etwa an diesem Dienstag und Mittwoch drei kommerzielle Flüge aus Casablanca und Marrakesch geplant, um Reisende aus Marokko zurückzuholen. Für ihre Rückholaktion gestrandeter deutscher Urlauber werde die Bundesregierung jedem Geretteten allerdings auch einen Pauschalbetrag für den Heimflug nach Deutschland in Rechnung stellen, betonte Maas laut einem Bericht des Bonner General-Anzeigers

Bundesaußenminister Heiko Maas koordinierte eine beispiellose Rückholaktion für gestrandete Deutsche - doch noch sind nicht alle zurück in Deutschland.

Die Botschaften versuchen weiter in jedem Einzelfall, Rückkehrmöglichkeiten zum Beispiel mit den vereinzelten kommerziellen Flügen zu finden. Zuvor hatte das Auswärtige Amt am 17. März eine beispiellose Rückholaktion für die wegen der Corona-Pandemie im Ausland gestrandeten deutschen Touristen gestartet. In einem Zeitraum von gut fünf Wochen wurden 240.000 Menschen zurück nach Hause geflogen, 66.000 davon mit vom Auswärtigen Amt angemieteten Maschinen. Bei den jetzt noch festsitzenden Deutschen handelt es sich nicht nur um gestrandete Touristen, sondern auch um dauerhaft oder vorübergehend im Ausland lebende Deutsche. 

Corona-Krise: Viele Urlauber sitzen immer noch im Ausland fest 

„Einige konnten aufgrund von fehlenden Transportmöglichkeiten, Bewegungsbeschränkungen oder Quarantänemaßnahmen nicht an Rückkehrflügen teilnehmen“, teilte das Auswärtige Amt weiter mit. Andere hätten sich erst später zu einer Ausreise entschlossen, beispielsweise aufgrund der Entwicklung der Pandemielage oder weil gebuchte Rückflüge jetzt noch storniert worden seien. Davon ist auch eine Reporterin des Münchner Merkurs betroffen, die derzeit in Kolumbien festsitzt

In den vergangenen Wochen begleitete sie dort eine Corona-Hilfsaktion, die Schutzkleidung und Desinfektionsmittel in abgelegene Dörfer am Pazifik bringt. Der Rückflug nach Deutschland hätte mittlerweile schon längst stattfinden sollen, wurde nun aber zum siebten Mal storniert. Der nächste Abflug ist nun für 15. Juni geplant - ob unsere Reporterin dann tatsächlich den Heimweg antreten kann, bleibt abzuwarten.  

Weltärzte-Chef Montgomery warnt vor Lockerungen für Reisen in Europa

Update vom 19. Mai, 7.48 Uhr: Außenminster Heiko Maas (SPD) hatte am Montag Sommerurlaub innerhalb Europas ab Mitte in Aussicht gestellt - trotz Coronavirus-Pandemie. Jetzt warnt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer Grenzöffnung für Touristen gewarnt: „Ich würde der Regierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beiden Richtungen“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). „Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort.“

Montgomery warnte eindringlich: „Die neuen Lockerungen zwischen den europäischen Ländern bereiten mir große Sorge, weil wir wieder einen Überbietungswettbewerb bekommen werden: Wer öffnet weiter, wer öffnet schneller?“ Reiseverkehr erhöhe das Risiko einem erneuten Anstieg der Coronavirus-Infektionen. Die zweite Infektionswelle sei gefährlich: „Sie wird härter als die erste, weil wir nicht mehr so vorsichtig sein werden.“

Coronavirus und Sommerurlaub: Mit Tourismus „steigt die Infektionsgefahr“

Dabei hat Montgomery nicht nur Reisen ins Ausland im Blick: „Wenn jetzt wieder Touristen nach Deutschland kommen, steigt auch die Infektionsgefahr.“ Die Grenzöffnungen seien deswegen verfrüht. „Die Regierung handelt hier ausschließlich aus ökonomischen Gründen - und unterschätzt dabei die gesundheitlichen Risiken“, kritisierte er: „Wir können noch nicht zurück zur Normalität.“

International läuft ein Wettlauf für Hilfsmittel gegen das Coronavirus. Eine kanadische Studie will nun erkannt haben, dass der Konsum von Cannabis vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen kann. Mit Fragen vor allem zur tatsächlichen Verbreitung des Coronavirus und zu individuellen Krankheitsverläufen beschäftigt sich seit Kurzem außerdem das Robert-Koch-Institut in einer Studie. Wie die Untersuchung genau abläuft und welche Ziele die Forscher verfolgen, lesen Sie bei Merkur.de*.

Urlaub in der Corona-Krise? Maas erklärt weiteres Vorgehen - und macht große Ankündigung

Update vom 18. Mai, 14.49 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich am Montag zu den Urlaubsmöglichkeiten im europäischen Ausland geäußert. Bereits am Mittag hatte sich Maas mit Amtskollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten. 

So habe man sich abgestimmt, wie man zu einer schrittweisen, koordinierten und kontrollierten Wiederaufnahme des Tourismus kommen könne. Man wolle kein europäisches Wettbieten um Touristen, man wolle ein transparentes Vorgehen, kündigte Maas an. Als große Herausforderung sehe Maas die regionalen Unterschiede des Coronavirus. Oberste Priorität habe weiterhin die Gesundheit - sowohl die der Touristen als auch der gastgebenden Länder. Das Vorgehen müsse sich immer am Infektionsgeschehen orientieren. 

Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass es „eine schnelle Rückkehr zum „Business as usual“ geben kann“, warnte Heiko Maas. Man wolle die Möglichkeit schaffen, dass Sommerurlaub möglich sei - jedoch unter verantwortbaren Umständen. Überall in Urlaubsorten an den Stränden, in Restaurant, in den Innenstädten werde es zu „Restriktionen“ kommen müssen. Weiter müsse man sich darauf einstellen, dass der Urlaub in diesem Jahr nicht viel mit dem Urlaub, wie man ihn kennen würde, zu tun haben werde. 

In den kommenden Wochen wolle man dazu übergehen Reisewarnung in Reisehinweise umzuwandeln. „Wir hoffen, dass wir am 15. Juni in der Lage sein werden, die generelle Reisewarnung, die wir haben, zu ersetzen durch Reisehinweise“, sagte Heiko Maas.

Auch äußerte sich der Bundesaußenminister hinsichtlich der Grenzöffnungen trotz des Coronavirus. Mit seinen EU-Kollegen habe er sich auch über die Normalisierung der Grenzkontrollen unterhalten, sowie über die Quarantänebestimmungen der einzelnen Länder. Weitere Details dazu nannte Maas jedoch nicht.

Sommerurlaub in der Corona-Krise? Heiko Maas (SPD) macht eine große Ankündigung. (Archivbild)

Urlaub in der Corona-Krise: Beschränkugen für Nordseeinseln

Update vom 18. Mai, 13.08 Uhr: Tagestouristen dürfen zu Christi Himmelfahrt und auch am darauffolgenden Wochenende sowie an Pfingsten nicht auf Schleswig-Holsteins Nordseeinseln und die meisten Halligen. Für St. Peter-Ording gilt an beiden Wochenenden ein Betretungsverbot. Darauf haben sich das Land und die Kommunen am Montag verständigt. Urlaub auf Sylt ist in den Zeiten von Corona möglich. Was Reisende beachten müssen, hat die fnp.de* zusammengefasst.  

Sommerurlaub trotz Corona? Auch über Pfingsten hinaus Beschränkungen für Nordseeinseln möglich

Grund ist die Angst vor einem möglichen Massenandrang von Tagesbesuchern. „Schleswig-Holstein bietet Platz für alle, aber nicht für alle gleichzeitig in bestimmten Top-Destinationen wie Sylt oder Timmendorfer Strand“, betonte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Auch über Pfingsten hinaus seien ihm zufolge etwaige Beschränkungen des Tagestourismus möglich. Bereits seit diesem Montag gilt das Betretungsverbot für Tagesurlauber auf Helgoland. 

Die generellen Einschränkungen gelten für die Badeorte an der Ostsee wie Scharbeutz nicht. Dadurch ist an beiden Wochenenden auch ein Besuch der Ostseeinsel Fehmarn möglich. Dasselbe gilt für Nordstrand und die Hamburger Hallig an der Nordseeküste. 

Update vom 18. Mai, 12.01 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Hoffnungen auf Sommerurlaub im Ausland am Montag im ZDF-Morgenmagazin wieder einmal gedämpft, und nun äußerte sich auch Spanien zu diesem Thema sehr verhalten. „Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können“, sagte der spanische Verkehrsminister José Luis Álabos. Er betonte aber auch: „Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen.“ 

Sommerurlaub trotz Corona? Spanien dämpft die Hoffnungen 

Zwar hat Spanien bereits mit einer schrittweisen und vorsichtigen Lockerung der Kontaktsperre begonnen. Doch die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will den seit Mitte März und vorläufig noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat bis Ende Juni verlängern. Das Parlament wird am kommenden Mittwoch über die Verlängerung debattieren und abstimmen. Erste Ende Juni, nach Abschluss der sogenannten Phase 3 der Lockerungen, werden die Spanier den Plänen zufolge auch ihre Provinz verlassen dürfen. 

Auf den Straßen in Spanien sind zwar schon wieder Menschen unterwegs, doch ihre Provinzen dürfen die Bürger wegen der Corona-Krise wohl erst wieder ab Ende Juni verlassen.

Positivere Nachrichten gibt es aus Griechenland: Dort sind die archäologischen Stätten nach knapp zwei Monaten seit dem heutigen Montag wieder geöffnet. Zunächst gilt dies aber nur für Orte im Freien wie die Akropolis von Athen. Außerdem sind seit Montag auch wieder Reisen in alle Landesteile sowie zur Insel Kreta erlaubt. Athen plant die derzeit noch geltende 14-tägige Quarantäne für Reisende aus Ländern mit niedriger Ausbreitung des Coronavirus aufzuheben. Nach den Worten des griechischen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis soll der Tourismus in Griechenland ab dem 1. Juli wieder in vollem Umfang, aber unter hygienischen Auflagen neu starten

Update vom 18. Mai, 10.28 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dämpft vor der Beratung mit Kollegen aus beliebten europäischen Bundesländern die Erwartungen. „Der Urlaub wird dieses Jahr nicht so sein, wie der, den man aus der Vergangenheit kennt“, sagte Maas am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Weiter betonte er, dass die Corona-Pandemie noch nicht überwunden sei und man Sicherheitsvorkehrungen schaffen müsse für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen. 

Maas hofft, dass Sommerurlaub im Ausland trotz Corona möglich sein wird

Maas hoffe aber sehr, dass der Sommerurlaub im europäischen Ausland möglich sein werde und sich dann auch „wie Urlaub anfühlt“. Am Montagmittag will Maas in einer Videokonferenz mit den Außenministern aus Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien unter anderem über Einreisebestimmungen, Quarantäneregelungen und eine Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden sprechen. 

Ziel sei es dabei, aus der weltweiten Reisewarnung, die derzeit in Deutschland besteht, nur noch eine Reisehinweis zu machen. So könnten die Bürger selbst beurteilen, wohin sie verreisen möchten. 

Update vom 18. Mai, 7.15 Uhr: Während für den heutigen Montag Beratungen zwischen Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und den Außenministern von Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien geplant sind, wirbt Griechenlands Außenminister Nikos Dendias im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland um Sommergäste aus der Bundesrepublik. 

Sommerurlaub trotz Corona? Griechenland wirbt um Urlauber

Griechenland komme Schritt für Schritt aus der Krise und kehre zur Normalität zurück, sagte Dendias dem Redaktionsnetzwerk. „Die Bewegungsfreiheit wird innerhalb des Landes wiederhergestellt, unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit.“ Er betonte weiter, dass sich Griechenland in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen habe. Dies wolle es auch für seine Gäste sein. 

„Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr Touristen die Freuden des griechischen Sommers genießen können“, sagte Dendias und betonte, dass dafür die von Maas anberaumte Konferenz sehr wichtig sei. „Ziel ist es, das freie und sichere Reisen innerhalb der EU wiederherzustellen.“

Griechenland hofft im Sommer auf Urlaubsgäste aus Europa - die Strände wurden bereits wieder geöffnet.

Update vom 17. Mai, 20.15 Uhr: Es wird eine große und sehr internationale Videokonferenz, bei der über das Thema Sommerurlaub 2020 beratschlagt werden soll. Das Ziel: eine einheitliche Linie in der Corona-Krise.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wird am frühen Montagnachmittag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie nach und nach gelockert werden können. 

Namentlich spricht Maas mit den Außenministern von Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien.

Übrigens: In Deutschland wurden in einer Studie Corona-Ansteckungswege untersucht. Dabei gewannen die Forscher neue Erkenntnisse, die dafür sprechen, weiterhin äußerste Vorsicht walten zu lassen. Inden stellt man sich die Frage, wie hoch die Basis-Reproduktionszahl bei anderen Krankheiten ist.

China reagierte indes auf Vertuschungsversuche und kündigte eine Milliardenhilfe an.

Sommerurlaub trotz Corona? Frankreich kündigt weitere Schritte an

Update vom 17. Mai, 20 Uhr: Auch Frankreich geht in der Frage nach dem Sommerurlaub 2020 in die Offensive - und kündigt weitreichende Lockerungen an.

So hat sich Frankreichs Staatssekretär für Tourismus dafür ausgesprochen, bis Ende Juni so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich wieder zu öffnen. Er wünsche sich, dass zum 21. Juni, dem Tag des Sommerbeginns, ein Maximum der Orte wieder Besucher empfangen könne, sagte Jean-Baptiste Lemoyne der Sonntagszeitung Le Journal du Dimanche.

In Frankreich öffneten am Wochenende erste Strände und touristische Ziele in der Corona-Krise wieder. Unklar ist aber weiter die Frage, wann das Land die Einreise von Ausländern wieder erlauben will.

Sommerurlaub 2020 trotz Corona: Bundesregierung rudert gewaltig zurück

Update vom 17. Mai, 17 Uhr: Urlaub wird in diesem Sommer trotz Coronavirus-Pandemie in weiten Teilen Europas möglich sein. Davon geht die Bundesregierung nach den jüngsten Entwicklungen in der Corona-Krise aus.

„Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können“, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Montagsausgabe). Er sei davon „überzeugt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird“, erklärte der Schwabe.

Bundesaußenminister: Heiko Maas von der SPD.

Das klang vor wenigen Wochen von Seiten der Bundesregierung noch ganz anders. „Es gibt allerdings im Moment keinen einzigen Hinweis, der darauf hindeutet, dass man das tun könnte in absehbarer Zeit“, hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) noch am 24. April zur Möglichkeit von Sommerurlaub 2020 gesagt.

Einen „normalen Urlaub mit vollen Stränden“ werde es in diesem Jahr nicht geben, meinte Maas damals weiter, „und zwar in keinem einzigen Land, weder in Europa noch in irgendeiner anderen Region der Welt“. 

Mitterweile ist europaweit ein regelrechter Wettbewerb darum entbrannt, welches Land (insbesondere am Mittelmeer) seine Strände und Ferienanlagen am schnellsten wieder zugänglich macht. Und auch innerhalb der Bundespolitik wird nun erstaunlich rasch über große Lockerungen gesprochen - ein Ministerpräsident denkt sogar laut über einen Termin für Stadion- und Theaterbesuche nach.

Sommerurlaub trotz Corona-Krise: Große Nachfrage bei Reisen nach Mallorca

Update vom 17. Mai, 13.05 Uhr: Zwar zeichnet sich einigen Reiseanbietern zufolge bereits ein Nachfrage-Anstieg für Urlaubsreisen nach Mallorca und andere Balearen-Inseln ab, und vieles spricht dafür, dass ein Sommerurlaub dort schon in einigen Wochen wieder möglich sein wird.

Palma: Touristen sonnen sich am Strand von El Arenal, einem der Hauptziele für deutsche und niederländische Touristen während der Sommersaison auf der Balearen-Insel Mallorca.

Doch vorerst bleibt die Regierung in Spanien in manchen Punkten hart: So müssen Einreisende aus dem Ausland für zwei Wochen in Quarantäne und Ausländer ohne ständigen Wohnsitz dürfen ohnehin vorerst nur noch in Ausnahmefällen ins Land. Das gilt auch für die Menschen, die einen Zweitwohnsitz zum Beispiel auf Mallorca haben.

Zahlreiche deutsche Eigentümer von Häusern und Wohnungen auf der beliebten Ferieninsel hatten sich in den vergangenen Wochen bei den örtlichen Behörden beschwert. 

Aber die Regierung in Madrid hat dieser Tage ein Machtwort gesprochen: Auch Zweitwohnungsbesitzer können erst nach dem Ende der Ausgangssperre auf die Insel zurückkehren

Sommerurlaub trotz Corona-Krise: Griechenlands Strände öffnen ohne Probleme

Positivere Nachrichten gibt es unterdessen aus Griechenland: Dort sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius am Wochenende alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes wieder geöffnet worden - allerdings unter strengen Auflagen. Nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien verlief die Öffnung ohne Probleme. Pro 1000 Quadratmeter sind nur 40 Menschen erlaubt. 

In Griechenland wurden am Wochenende die Strände wieder geöffnet - örtlichen Medienberichten zufolge ohne Probleme.

Aus Regierungskreisen hieß es am Sonntag außerdem, dass ab 25. Mai auch die griechischen Tavernen, Bars und Restaurants wieder öffnen sollen. Nach den Plänen Athens soll der internationale Tourismus am 1. Juli wieder starten. Für Montag ist eine Videokonferenz europäischer Außenminister geplant, bei der besprochen werden soll, wie die Reisebeschränkungen nach und nach gelockert werden können. 

Update vom 17. Mai, 9.19 Uhr: Reisen nach Mallorca und Co. könnten trotz Corona-Krise schon bald wieder möglich sein. Das lässt die Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Mittelmeer steigen. Grund zur Hoffnung haben Reisefreudige allemal: So haben zahlreiche Politiker in Europa Grenzöffnungen angekündigt und teils sogar schon vollzogen, und auch manche Fluggesellschaften sind sehr optimistisch. 

Sommerferien in der Corona-Krise: TUI plant bereits wieder Flüge nach Mallorca

„In Spanien sind die Balearen die erste Destination, die wir anfliegen. Wir planen Ende Juni oder Anfang Juli damit“, versichert ein Sprecher von TUI gegenüber Bild.de*. Tatsächlich ist Mallorca bislang vom Coronavirus weitgehend verschont geblieben, was für einen Urlaub auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel spricht. Allerdings gilt nun: Schnell sein. Wer in diesem Sommer noch auf die Balearen will, sollte bald buchen. Denn bei TUI sind laut Bild.de bereits 40 Prozent des Sommer-Kontingents durch Frühbucher belegt

Strandurlaub steht bei vielen Deutschen trotz Corona-Krise hoch im Kurs.

In den vergangenen Tagen habe das Interesse an Mallorca-Reisen deutlich zugenommen, berichtet der Sprecher. „Jetzt scheint es erste Anzeichen eines Nachholeffektes zu geben.“ Und auch der Reisedienstleister FTI-Touristik vermeldet positive Signale. „Wir merken in den letzten Tagen einen deutlichen Anstieg der Buchungen“, heißt es von Unternehmensseite im Bericht der Bild-Zeitung. Vor allem für Abreisen ab Mitte August steigt die Nachfrage derzeit. 

Sommerferien in der Corona-Krise: Italien will ab 3. Juni die Grenzen öffnen

Allerdings gibt es nach wie vor Unsicherheiten: So hat beispielsweise Spanien beschlossen, dass Einreisende aus dem Ausland zwei Wochen in Quarantäne müssen. Diese Maßnahme soll so lange gelten, bis der Corona-Ausnahmezustand vorbei ist. Doch überwiegend ist die Entwicklung in Europa durch Lockerungen gekennzeichnet: Griechenland plant mit dem 1. Juli, Italien will seine Grenzen bereits ab dem 3. Juni wieder für Touristen aus der EU öffnen. Und auch Frankreich, Portugal und Kroatien planen eine Öffnung für den Tourismus. Doch aktuell gilt die internationale Reisewarnung des Auswärtigen Amtes* noch bis 14. Juni

Der Deutsche Reiseverband rät daher: „Wer jetzt seine Reise buchen möchte, ist mit der Pauschalreise auf der sicheren Seite.“ Denn falls später immer noch eine Reisewarnung bestehen sollte, muss der Veranstalter absagen, der Kunde kann umbuchen oder stornieren. Ebenfalls von Vorteil: Einige Reiseveranstalter bieten derzeit gelockerte Stornierungsbedingungen an. Wer aktuell bucht, kann nicht selten noch bis 14 Tage vor Abreise kostenfrei zurücktreten. 

Übrigens: Nicht nur über die guten Chancen auf Sommerurlaub können sich die Deutschen derzeit freuen. Ab kommenden Montag (18. Mai) treten auch neue Lockerungen in Kraft. Was in welchem Bundesland gilt, lesen Sie in der Übersicht bei Merkur.de*

Update vom 16. Mai, 17.34 Uhr: Thailand hat den Stopp für internationale Passagierflüge in das südostasiatische Land in der Coronavirus-Pandemie um einen Monat bis zum 30. Juni verlängert. Das teilte die Luftfahrtbehörde am Samstag mit. Es ist bereits das vierte Mal in der Corona-Krise, dass diese Frist verlängert wird. Ausnahmen gelten unter anderem für Fracht-, Hilfs- und Militärflüge sowie für Notlandungen. Für Passagiere an Bord solcher Flüge sei eine 14-tägige Quarantäne vorgesehen.

Sommerferien in der Corona-Krise: RKI hält Temperaturkontrollen an Flughäfen für ineffektiv

Update vom 16. Mai, 8.45 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) spricht sich gegen Temperaturkontrollen an Flughäfen in der Corona-Pandemie aus. „Insgesamt werden Entry- und Exit-Screening-Maßnahmen an Flughäfen mit Temperaturmessungen bei der Covid-19-Bewältigung in Deutschland für ineffektiv und der mögliche Mehrwert für vernachlässigbar eingeschätzt“, schreiben RKI-Experten in einem Bericht.

Die Fachleute führen als Argumente gegen Temperaturmessungen an, dass viele Corona-Infizierte nicht erkannt werden würden: So sei bei weniger als der Hälfte der Betroffenen, über die das RKI Daten hat, überhaupt Fieber aufgetreten. Reisende könnten ihre Temperatur zudem durch die Einnahme fiebersenkender Mittel verschleiern. Manche Infizierte hätten noch keine oder generell keine Symptome, könnten aber dennoch ansteckend sein. Auch bei früheren Ausbrüchen - etwa bei Sars 2002/2003 - habe sich der Einsatz von Screening-Verfahren in anderen Ländern „nicht als wirksam erwiesen, um Fälle zu erkennen“.

Als für Flughäfen angemessen und sinnvoll erachten die Experten Verhaltenshinweise für den Corona-Verdachtsfall in mehreren Sprachen sowie eine elektronische Erfassung der Kontaktdaten der Reisenden, damit diese im Fall des Falles schnell von Gesundheitsämtern kontaktiert werden können. Neben dem Einhalten von Abstand und Hygiene-Regeln spricht sich das RKI dafür aus, Laboruntersuchungen und medizinische Versorgung für alle Patienten zugänglich zu machen - unabhängig von Herkunft und Versicherungsstatus.

Sommerferien in der Corona-Krise: Österreich-Urlaub sehr wahrscheinlich

Update vom 15. Mai, 16.45 Uhr: Sollte die Verbreitung des Coronavirus* weiterhin schrittweise eingedämmt worden sein, so könnten die Grenzöffnungen, die für Mitte Juni anvisiert sind, durchgeführt werden. Bei vielen Deutschen steigt damit auch die Hoffnung darauf, die Sommerferien im Ausland verbringen zu können. 

In Österreich spricht vieles dafür, dass deutsche Touristen einreisen dürfen. Im Laufe der nächsten Woche nehmen touristische Einrichtungen wie Museen, Bergbahnen und Freizeitparks in der Alpenrepublik wieder den Betrieb auf, jedoch müssen Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Sommerurlaub trotz Corona: Niederlande öffnen Campingplätze - Griechenland und Türkei könnten bald Ziele werden

Ein Sommerurlaub in den Niederlanden scheint derzeit durchaus möglich. Ab dem 1. Juli öffnen Campingplätze und Ferienparks wieder komplett. Auch Museen dürfen ab dem 1. Juni wieder Besucher empfangen - vorausgesetzt ist eine Anmeldung. Auch Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

Ab dem 18. Mai sollen sich Einheimische in Griechenland frei im Land bewegen können, ab dem 1. Juli soll der für die wirtschaft essenziell wichtige Tourismus wieder anlaufen. In vielen Urlaubsorten am Meer stehen die Liegen und die Sonnenschirme an Pools und Stränden bereits drei bis fünf Meter voreinander entfernt. 

Die Türkei hofft derzeit auf internationale Urlauber im Juni, für Hotels und Restaurants sollen strenge Corona-Auflagen gelten. Abstands- und Hygieneregeln sollen eingehalten werden, das Personal soll eine passende Pandemie-Ausbildung erhalten. Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hatte ihren Flugstopp zuletzt bis zum 28. Mai verlängert. 

Sommerurlaub trotz Corona: Ungewissheit in beliebten Reiseländern - Mallorca-Urlaub möglich?

In Italien ist man von der Wiederaufnahme des Tourismus noch weit entfernt. Ministerpräsident Giuseppe Conte machte seinen eigenen Landsleuten etwas Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Strand, Italiener dürfen derzeit noch nicht von einer Region in die andere verreisen. Dagegen werden ausländische Touristen noch lange auf eine Italien-Reise verzichten müssen. Einzig in Südtirol werden Hotels Ende Mai wieder öffnen, dort buhlt man derzeit ausnahmsweise um Touristen.

Ähnlich soll es auch in Spanien sein, wo aus dem Ausland Einreisende ab dem 15. Mai zwei Wochen in Quarantäne müssen. Die Grenzen bleiben wohl trotz der schrittweisen Lockerungen noch einige Zeit zu. Doch in Teilen des Landes dürfen Hotels unter strikten Auflagen wieder öffnen. Ab Juni wollen die Lufthansa sowie ihre Tochter Eurowings wieder Urlauberflüge auf die vom Coronavirus* wenig betroffene Balearen-Insel Mallorca durchführen. Ab in den Urlaub! Bayern will die Quarantäne-Regel kippen – Welche Länder wann aufsperren lesen Sie hier.*

Sommerurlaub trotz Corona: Maas lädt viele Urlaubsländer zur Videokonferenz

Update vom 15. Mai, 6.41 Uhr: Bei allen Lockerungen in der Corona-Pandemie haben es Urlaubshungrige vielleicht vergessen: In Deutschland gilt vorerst noch bis zum 14. Juni eine

weltweite Reisewarnung. Doch es gibt Hoffnung. Reisebeschränkungen in beliebte Urlaubsländer könnten in den nächsten Wochen gelockert werden.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu einer Videokonferenz am Montag Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. 

Sommerurlaub trotz Corona: Sylt schlägt Alarm - „Wollen kein zweites Ischgl werden“

Update vom 14. Mai, 15.49 Uhr: Während die deutschen Inseln Sylt, Föhr und Amrum aus Angst vor einer Coronavirus-Ausbreitung den zuständigen Landrat um ein Betretungsverbot für Tagestouristen bitten, sieht die Lage auf den Kanaren und Balearen ganz anders aus. Die beiden spanischen Touristen-Hochburgen haben mit eindringlichen Appellen an Madrid die baldige Grenzöffnung für den Reiseverkehr gefordert

Sommerurlaub trotz Corona: Vertreterin der Kanaren will „sichere touristische Korridore“

„Leider sind (in Spanien wegen Covid-19) fast 30 000 Menschen gestorben, aber bald werden auch viele den Hungertod sterben“, wenn der Tourismus nicht in Gang komme, warnte Ana Oramas, die Vertreterin des Bündnisses Kanarische Koalition im Madrider Parlament, am Donnerstag im spanischen Fernsehen. Sie sprach sich für die Schaffung von „sicheren touristischen Korridoren“ zwischen den kanarischen Inseln und jenen Ländern aus, die mittlerweile weniger Probleme mit dem Coronavirus haben. Es sei deutlich ungefährlicher, wenn beispielsweise auf Fuerteventura ein Flieger mit Norwegern, Isländern oder Österreichern lande, als wenn Menschen aus Madrid oder Barcelona auf die spanischen Inseln kommen würden, argumentierte sie. 

Touristen gibt es auf den Balearen und Kanaren derzeit nicht - das führt zu wirtschaftlichen Problemen auf den Inseln. (Symbolbild)

Urlaub trotz Corona: Frankreich erlaubt Inlandsreisen für Staatsbürger im Juli und August

Auch die französische Regierung bereitet in ihrem Land alles für Urlaubsreisen vor - jedoch dürfen vorerst nur die Franzosen im eigenen Land Urlaub machen. Für den Zeitraum Juli und August sollen Reisen gebucht werden können, erklärte der Premierminister Édouard Philippe am Donnerstag. Dabei dürfte es jedoch regionale Unterschiede geben, zudem müsse man die Entwicklung der Epidemie im Land im Blick behalten. Der Staat stellte Entschädigungen in Aussicht, falls die Entwicklung der Epidemie Urlaub unmöglich machen sollte. Zunächst einmal wurden die strengen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich aber am Montag erstmals gelockert. Auch einige Strände öffneten in diesem Zuge wieder - doch unter strengen Auflagen: Es herrscht unter anderem Alkoholverbot und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. 

Wegen ungenau gemessener Sommertemperaturen wurde der Deutsche Wetterdienst (DWD) kürzlich von zwei Wetter-Experten attackiert: „Hat mit einer seriösen Messung nichts mehr zu tun.“

Update vom 14. Mai, 14.15 Uhr: „Wir wollen kein zweites Ischgl werden“ - so wird Karl-Max Hellner, Vorsitzender der Sylter Unternehmen, vom NDR zitiert. Um zu vermeiden, dass Sylt zu Pfingsten ein weiterer aus dem Tourismus resultierender Corona-Hotspot wird, wie es im Winter der österreichische Skiort war, haben nun alle Sylter Gemeinden, Unternehmer und Sylt Marketing in einem Schreiben an Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU) gebeten, das Betretungsverbot für Tagestouristen auf den Inseln zu verlängern

Sommerurlaub trotz Corona: Einreiseverbot nach Schleswig-Holstein entfällt ab Montag 

Denn von kommenden Montag an soll das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke nach Schleswig-Holstein ebenso wie das Betretungsverbot für Inseln und Halligen entfallen. Allerdings sollen die Kreise die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf eigene Regelungen umzusetzen, um so den Tagestourismus zu begrenzen. Diese Möglichkeit wollen die Verantwortlichen in Sylt nun nutzen: Kommen dürfe ihrem Wunsch zufolge nur, wer auch übernachtet. Für alle anderen solle das Betretungsverbot der Inseln - in die Bitte ist auch Föhr und Amrum miteingeschlossen - noch bis mindestens Anfang Juni verlängert werden, heißt es in einem Bericht von Stern.de

Bald werden sich wieder Touristen an der Nord- und Ostsee tummeln - trotz Corona-Krise.

Wie am Mittwoch zudem bekannt wurde, unterstützen Föhr und Amrum das Sylter Anliegen nach einer späteren Öffnung der Inseln für die Tagestouristen. Wie eine Sprecherin der Föhr-Touristik am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, gebe es auch ein entsprechendes Schreiben, das zusammen mit dem Amt Föhr-Amrum sowie der Amrum Touristik verfasst wurde. Föhr sei sehr gut gebucht, berichtete die Sprecherin. „Der Boom im Deutschlandtourismus war zu erwarten und freut uns natürlich, nach wochenlanger Durststrecke mit ausgefallener Ostersaison, sehr“, betonte sie weiter. Es sei jedoch das oberste Ziel, dass alle einen erholsamen, entspannten und vor allem sicheren Aufenthalt hätten und gesund blieben.

Sommerurlaub trotz Corona: Medizinische Inselversorgung nicht auf Corona-Pandemie ausgelegt

„Die medizinische Inselversorgung ist grundsätzlich gut - jedoch nicht auf Ausnahmesituationen ausgelegt. Eine solche Ausnahmesituation haben wir mit der Corona-Pandemie jedoch“, sagte die Sprecherin. In Föhr habe man auf den angekündigten Dreistufenplan gehofft. „Jetzt alles von 0 auf 100 Prozent hochzufahren, würde unsere Infrastruktur völlig überfordern.“ Daher hoffe man, „dass der Kreis Nordfriesland der Bitte nachkommt und eine entsprechende Sonderregelung ausspricht“

Update vom 14. Mai, 11.29 Uhr: Eigentlich gute Nachrichten, aber mit einem faden Beigeschmack: Der griechische Corona-Krisenstab hat vor einer in den kommenden Tagen zu erwartenden Hitzewelle die Öffnung aller 515 organisierten Badeanstalten des Landes ab Samstag erlaubt. Doch es gibt strenge Auflagen für die Badenden: So sollen nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter zugelassen werden. Zwischen den Sonnenschirmen muss der Abstand mindestens vier Meter betragen. Außerdem dürfen die Strandbars nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Donnerstag.

Sommerurlaub trotz Corona: In Griechenland öffnen organisierte Küstenabschnitte wieder

Wegen der Corona-Epidemie war das Baden im Meer in Griechenland nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt. Eigentlich sollten die organisierten Badeküstenabschnitte auch erst im Juni öffnen. Jedoch führte dies dazu, dass die Menschen in den nicht organisierten Stränden die Abstände nicht einhielten, berichteten griechische Medien. 

Für die Wiedereröffnung der organisierten Küstenabschnitte in Griechenland gelten strenge Abstandsregeln - Bilder wie dieses wird man dort wohl nicht zu sehen bekommen.

Angesichts der vom Wetteramt (EMY) vorhergesagten heißen Luftmassen aus der Sahara, die in den nächsten Tagen den südlichen Balkan erreichen werden, werden nun auch die organisierten Küstenabschnitte bereits in wenigen Tagen freigegeben. Der Hitze-Höhepunkt soll am kommenden Wochenende mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius in Südgriechenland erreicht werden. 

Unterdessen haben Forscher offenbar neue Erkenntnisse zum Coronavirus entwickelt: Möglicherweise warnt ein einfacher Test vor schweren Krankheitsverläufen. Und auch die Impfstoff-Forschung machte Fortschritte. Unter anderem arbeitet der französische Pharmakonzern Sanofi an einem Mittel. Nun sorgte ein Vertreter des Unternehmens aber für Empörung, weil er andeutete, ein Land könne den Impfstoff als erstes bestellen, sobald er fertig ist. 

Update vom 13. Mai, 16.12 Uhr: Kann der Sommerurlaub stattfinden oder fallen bereits gebuchte Urlaube ins Wasser? Wie nun Spiegel Online berichtet, sollen sich deutsche Flughäfen offenbar auf Fieberkontrollen vorbereiten. Demnach sollen alle abfliegenden und ankommenden Passagiere flächendeckend einem Fiebertest unterzogen werden. 

Wie Spiegel Online unter Berufung auf einen Insider aus der Luftfahrtbranche berichtet, sollen für die beiden Airports Frankfurt und München bereits Konzepte erstellt worden sein, diese könnten umgehend starten. Durch die Einführung der Kontrollen könnte dann das Reiseaufkommen an den Flughäfen gesteigert werden. 

Im April standen die Strandkörbe in Westerland wegen der Corona-Krise noch auf der Promenade - von Montag an dürfen Touristen aber wieder kommen.

Sommerurlaub trotz Corona: Wer bucht, soll Extra-Garantie erhalten - Maas äußert sich zur Reisewarnung

Update vom 13. Mai, 13.51 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas teilte am Mittwoch mit, dass er die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie schrittweise aufheben will. Dabei soll mit den europäischen Ländern begonnen werden. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er aber noch nicht. „Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele - vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt“, erklärte Maas. 

Sommerurlaub trotz Corona: Maas will Reisewarnungen schrittweise lockern

Weiter deutete der Außenminister an, dass die Reisewarnung vielleicht nicht für den gesamten europäischen Schengen-Raum - in dem es üblicherweise keinen Grenzkontrollen gibt - gleichzeitig aufgehoben wird. Ziel müsse es sein, das Vorgehen in Europa so gut wie möglich abzustimmen, auch wenn sich die Lage von Land zu Land noch unterscheide. „Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf - und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten“, betonte Maas.

Nachrichten zur Grenzöffnungen kamen am Mittwoch auch aus der Schweiz: Ab dem 15. Juni soll die Schweizer Grenze zu Österreich und Deutschland wieder offen sein. Das bestätigte das Justizministerium der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch. Die Bedingung dafür sei, dass die pandemische Entwicklung positiv bleibe. 

Über den künftigen Umgang mit Touristen hat sich unterdessen auch Island Gedanken gemacht: Dort sollen Menschen bei der Einreise die Wahl zwischen einem Corona-Test oder einer zweiwöchigen Quarantäne haben. Die Beschränkungen für internationale Reisende wolle man spätestens ab dem 15. Juni lockern, teilte die isländische Regierung am Dienstagabend mit. 

Eine Frau wird an einem Bahnhof in London von einem mutmaßlich Corona-Infiziertem angespuckt - nun ist sie tot.

Sommerurlaub trotz Corona: Bundesregierung will Grenzen ab Samstag lockern

Update vom 13. Mai, 11.43 Uhr: Grenzöffnungen, die vor allem der von der Corona-Krise extrem angeschlagenen Tourismusbranche helfen würden, sind schon seit einigen Tagen im Gespräch. Am Mittwochvormittag (13. Mai) hat die Bundesregierung nun beschlossen, der Grenzen bereits ab kommenden Samstag zu lockern. Vor allem der Grenzübertritt aus Luxemburg wird erleichtert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Berlin.

Ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten strebt das Bundesinnenministerium unter CSU-Politiker Horst Seehofer für den 15. Juni an. 

Erstmeldung vom 13. Mai 2020:

Brüssel - Die Hoffnungen auf Sommerurlaub zumindest innerhalb Europas werden trotz anhaltender Coronavirus*-Krise immer größer. Neben der nachvollziehbaren Sehnsucht vieler Menschen nach Sonne, Strand und unbeschwertem Urlaubsglück geben vor allem die drohenden Einbußen der Tourismusbranche sowie damit einhergehende Arbeitsplatzverluste Grund dazu, das Reisen innerhalb Europas wieder möglich zu machen.

Sommerurlaub trotz Corona: EU-Kommission präsentiert Konzept

Wie das funktionieren soll, damit beschäftigt sich unter anderem die EU-Kommission intensiv. Am Mittwoch (13. Mai) will die Kommission ihre Empfehlungen präsentieren, wie der Tourismus wieder angekurbelt werden kann, ohne dabei das Thema Sicherheit zu vernachlässigen. Die Behörde von EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen (CDU) mahnt in einem zehnseitigen Entwurf unter dem Titel „Europe needs a break“, der der Bild-Zeitung vorliegt (Artikel hinter der Bezahl-Schranke), dass „die Vorteile von Reisen und Tourismus mit den Risiken abgewogen werden, zu einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus beizutragen, die dann erneute Eindämmungsmaßnahmen* nötig machen würden“. Dies gelte so lange weder Impfstoff noch Medikamente vorliegen würden.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat mit den Mitarbeitern der Behörde ein Konzept entwickelt, um den Tourismus anzukurbeln.

Im schlimmsten Fall, steht im Dokument, drohe der Verlust von 6,4 Millionen Arbeitsplätzen in ganz Europa. Die Verunsicherung von Reisenden und Passagieren in puncto Kostenerstattung benennt das EU-Papier laut Bild als eines der größten Probleme. Daher schlägt die Behörde eine Aufwertung des Gutschein-Modells vor, das die Kunden vom Risiko eines insolventen Veranstalters befreit. Dadurch sollen die Buchungen in Schwung gebracht werden. 

Sommerurlaub trotz Corona: Extra-Garantie für Touristen geplant

Konkret bedeutet das: Staaten sollen für die Gutscheine haften. Durch besonders flexible Umbuchungs- und Übertragungsmöglichkeiten sollen diese zudem attraktiver gemacht und am Ende der Laufzeit erstattungsfähig sein, heißt es bei der Bild-Zeitung. Hinter diesem Vorschlag der EU-Kommission steckt die Befürchtung, dass Unternehmen pleitegehen, wenn sie im Falle einer zweiten Infektionswelle, die viele Wissenschaftler für wahrscheinlich halten, zu viele Stornierungs-Erstattungen auf einmal auszahlen müssen. 

Für die Touristen wäre eine solche staatlich garantierte Gutschein-Versicherung sicherlich von großem Vorteil. Das EU-Papier bietet allerdings nicht nur Antworten auf die Haftungsfrage in Storno-Fällen, sondern schlägt auch einen Plan für die Grenzöffnungen vor. 

So empfiehlt die Kommission keine sofortige Wiedereröffnung der Grenzen im Schengen-Raum, sondern ein flexibles Stufen-Modell. Das Ziel bleibe aber nach wie vor „die Wiederherstellung der Vollständigkeit des Schengen-Raums“ mit seiner Reisefreizügigkeit, heißt es dem Bericht zufolge. In Deutschland steht als geplanter Termin der 15. Juni im Raum. In Übereinstimmung hieß es am Mittwoch (13. Mai) aus Österreich, dass die Grenzen zu Deutschland und der Schweiz voraussichtlich im Juni geöffnet werden sollen. Auch wenn das für die Pfingstferien in Deutschland* zu spät kommt, werden sich viele Reiseanbieter über diese Nachricht wohl freuen. 

Wanderurlaub in Österreich wird vermutlich auch diesen Sommer nicht ausfallen. Die Grenzen sollen bald geöffnet werden.

Sommerurlaub trotz Corona: Grenzkontrollen sollen in der EU gelockert werden

Dann sollten zunächst die Kontrollen zu Ländern mit einer vergleichbaren Virus-Situation gelockert werden. Wichtig seien dabei genügend Test- und Krankenhauskapazitäten. Des Weiteren müssten Infektionsketten effektiv verfolgt werden können und Abstandsgebote eingehalten werden. Ein weiterer Schlüsselfaktor: Wo Grenz-Maßnahmen gelockert werden, müssten für alle EU-Bürger die Rechte gleich sein, unabhängig davon, welche Nationalität sie haben. 

Diese Forderung hatte bereits zuvor der Chef der größten Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (EVP) im Gespräch mit der Bild-Zeitung erhoben: Es dürfe keine Diskriminierung, „keine Europäer erster und zweiter Klasse geben“. Weiter forderten die 18-Mitglieder der EVP-Fraktion gegenüber Ursula von der Leyen, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihre Quarantäne*-Regelungen für einreisende EU-Bürger aufheben müssten.

Sommerurlaub trotz Corona: Tui-Chef plant „Mini-Kreuzfahrten“ 

Einen kreativen Ansatz zur Ankurbelung des Tourismus hat auch Tui-Chef Fritz Joussen am Mittwoch mitgeteilt. Der Reisekonzern, der wegen der Corona-Krise wohl weltweit 8000 Arbeitsplätze abbauen werden muss, plant „Mini-Kreuzfahrten“ mit Schiffen, die von Norddeutschland ablegen. Es gehe dabei um „Kurz-Kreuzfahrten in der Nordsee mit nur 1000 Gästen auf dem Schiff, um auch hier die Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Joussen. 

Angesichts der Entwicklungen innerhalb der EU und dem Ansporn von Vertretern der Reisebranche, Tourismus auch im Sommer 2020 zu ermöglichen, kann man wohl damit rechnen, dass die Urlaubssaison dieses Jahr nicht komplett ausfällt. Doch die nach wie vor weltweit äußerst ernste Corona-Situation macht auch deutlich: Es ist Vorsicht geboten. 

Auch hilfreich: In welchen Ländern man vermutlich auch dieses Jahr schon wieder Sommerurlaub verbringen kann, lesen Sie bei Merkur.de*. Kommen bald neue Corona-Regeln für Urlaubs-Rückkehrer?

Außenminister Heiko Maas stellt sich in einer ARD-Sendung den Fragen der User - die letzte wird im Internet zerrissen.

Im Zuge der Corona-Krise wird wieder über eine Preiserhöhung für Fleischprodukte debattiert - ein CSU-Politiker schlägt sich auf die Seite der Grünen.

Eine interessante Hintergrund-Information: Die EU-Kommission verkündete bereits vor etwa zwei Monaten, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit einem Milliarden-Hilfspaket abfedern zu wollen. Nähere Details dazu erhalten Sie im nachfolgenden Video.

*Merkur.de und fnp.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

cia mit dpa und AFP

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