Schwer von der Pandemie betroffen

Corona-Infizierte: Spanien überholt Italien - Madrid bleibt Krisenherd

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  • Patrick Mayer
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  • Michelle Brey
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  • Christoph Englmann

Wie Italien ist auch Spanien schwer durch das Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen. Täglich steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle. Die Entwicklungen im News-Ticker. 

Update vom 6. April, 8.28 Uhr: In Spanien sind die Notfallmaßnahmen und Ausgangssperren um zwei Wochen bis zum 26. April verlängert worden. Dabei sind die Corona-Todesfälle in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Insgesamt starben in Spanien bislang mehr als 12.641 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, so Johns-Hopkins-University (Stand: 6. April, 8.35 Uhr). 131.646 Corona-Fälle sind demnach in Spanien registriert worden. 38.080 Corona-Erkrankte sind genesen. 

Corona-Krise: Spanien verlängert Ausgangsbeschränkungen 

Update vom 5. April, 13.25 Uhr: Die Corona-Krise versetzt Spanien weiter in einen Ausnahmezustand. Ministerpräsident Pedro Sánchez will nun die strikten Ausgangsbeschränkungen ein weiteres Mal bis zum 26. April verlängern. Ursprünglich sollten die Maßnahmen nur bis zum 11. April gelten. 

Das Parlament muss noch zustimmen. Derzeit dürfen zum Beispiel nur Beschäftigte in bestimmten Sektoren wie der Gesundheitsversorgung ihren Beruf ausüben. Ansonsten gilt zwischen Barcelona und Sevilla, zwischen Bilbao und Valencia eine weitreichende Ausgangssperre. 

Österreich hat sie schon, die Maskenpflicht. Aber kommt sie auch in Deutschland?*

Corona in Spanien: Großraum Madrid weiter schwer von der Pandemie betroffen

Update vom 5. April, 11.50 Uhr: Der Großraum Madrid ist und bleibt der Krisenherd der Coronavirus-Pandemie in Spanien. Stand Samstagabend gab es dort 40 Prozent aller Todesfälle mit Corona-Ansteckung und 29 Prozent aller Infektionen. An zweiter Stelle folgt Katalonien.

Kampf gegen das Coronavirus in Spanien: Soldaten errichten ein Feldkrankenhaus in einem Sportzentrum in Valencia.

Inzwischen ist die Gesamtzahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Spanien höher als in Italien. Die Zahl der Toten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, geht jedoch leicht zurück. Am Samstag starben 809 Patienten mit der neuartigen Lungenkrankheit Covd-19, am Donnerstag lag die Zahl noch bei 950. 

Stand Sonntagmittag, 11.50 Uhr, lag die Gesamtzahl der Corona-Toten bei knapp 11.950. Die Zahl der Neuinfektionen soll nach offiziellen Angaben indes stetig leicht sinken. Mehr als 34.000 Menschen gelten als von der Krankheit geheilt.

Update vom 5. April, 11.15 Uhr: Martialische Worte in der Corona-Krise aus Spanien: Regierungschef Pedro Sánchez hat die EU-Partner zur Organisation einer „Kriegswirtschaft“ aufgerufen.

Corona-Krise in Spanien: Pedro Sánchez fordert eine „Kriegswirtschaft“

Um in der Coronavirus-Pandemie nicht als Union zu scheitern, müsse die EU nach seiner Ansicht nun eine "Kriegswirtschaft" organisieren, schrieb der Ministerpräsident in einem Beitrag für faz.net: „Europa muss eine Kriegswirtschaft auf die Beine stellen und die Gegenwehr, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung Europas in die Wege leiten. Und zwar so früh wie möglich mit Maßnahmen zur Stützung der Schulden, die wir in vielen Staaten aufnehmen.“

Im Fokus: der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez.

Sánchez plädierte weiter für einen „neuen Marshall-Plan. Wenn das Virus vor Grenzen keinen Halt macht, dann dürfen dies genauso wenig die Finanzierungsmechanismen tun“. Die Finanzminister der Eurogruppe wollen am Dienstag über die Lage in der Corona-Krise beraten.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind in ganz Europa spürbar. Ein Land will von Covid-19 jedoch überhaupt nichts wissen.

News vom 4. April:

Update vom 4. April, 20 Uhr: Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise* zeigen sich die Spanier untereinander solidarisch mit ihren Gastronmiebetrieben wie Bars und Restaurants. 

Derzeit nehmen tausende Bürger an einer Aktion verschiedener Online-Reservierungs-Plattformen teil, um die Betreiber von Lokalen während der Krise zu unterstützen.

Corona in Spanien: Spanier solidarisieren sich mit Restaurantbesitzern

Auf den Plattformen wird ein Service angeboten, bei dem Gäste bei verschiedenen Restaurants oder Bars Gutscheine im Wert von zehn bis 250 Euro erwerben können. Die Gutscheine sollen nach der Wiedereröffnung der Lokale einlösbar sein. 

Mit dem Kauf der Coupons können Restaurantbesitzer anfallende Kosten wie Mieten oder Versicherungen decken, obwohl sämtliche Lokale derzeit geschlossen bleiben müssen. 

Staatliche Programme zur Hilfe von Unternehmen werden wohl erst langsam anlaufen und etwas Zeit in Anspruch nehmen. Die Initiative ermöglicht Restaurantbesitzern somit das wirtschaftliche Überleben. In ganz Spanien mussten rund 300.000 Restaurants in Folge der Corona-Krise und des Alarmzustands schließen. 

Coronavirus in Spanien: Ausgangssperre wird verlängert

Update vom 4. April, 16.50 Uhr: Spanien hat sich in den vergangenen Wochen zu einem der Krisenherde Europas entwickelt. Die Corona-Pandemie* sorgte im iberischen Land bereits für eine strenge landesweite Ausgangssperre

Diese wird nun als weitere Maßnahme zur Eindämmung des Virus um zwei Wochen verlängert. Ministerpräsident Pedro Sanchez kündigte den weitreichenden Schritt am Samstag an, nachdem er sich zuvor miteinem wissenschaftlichen Komitee beraten hatte. Es ist bereits die zweite Verlängerung seit dem Inkrafttreten der neuen Verordnungen Mitte März.

Corona in Spanien: Gesundheitsminister Sanchez macht Spaniern Mut

Auch die Anordnung für Arbeitnehmer nicht wesentlicher Sektoren, zu Hause zu bleiben, könnte verlängert werden. Darüber wird wohl am Donnerstag entschieden. Sanchez betonte, dass sich Fortschritte abzeichneten und die Abflachung der Neuinfizierten-Kurve erwartet wird. „Die dreiwöchige Isolation, die hinter uns liegt, trägt Früchte“, sagte der Ministerpräsident. 

„Alle Spanier tragen dazu bei, dass dies geschieht“, so Sánchez, der die Corona-Pandemie* als „die große Krise unseres Lebens“ beschrieb. Die 47 Millionen Spanier sollten nun in der entscheidenden Phase nicht nachlassen. Schrittweise solle in einer späteren Phase der Entwicklung „eine neue soziale Normalität und der Wiederaufbau unserer Wirtschaft“ angepeilt genommen werden.

Die Zahlen stabilisierten sich zuletzt in Spanien, Neuinfektionen stiegen jedoch weiterhin an - wenngleich die Zuwachsrate deutlich abnahm. Experten warnen nun davor, im aktuellen Prozess nicht nachzulassen, um die Fortschritte weiter voranzutreiben. In Spanien sind derzeit 124.700 Coronavirus-Infektionen registriert worden, über 11.700 Menschen starben an den Folgen des Virus.

Indes werden Zweifel an den RKI-Todeszahlen laut. Gibt es in Wahrheit viel weniger Corona-Tote - oder sogar deutlich mehr?

Corona in Spanien: Zahl der Todesfälle nun rückläufig - Verlängerung der Maßnahmen in Sicht

Update vom 4. April, 12.35 Uhr: Das stark gebeutelte Spanien erfährt in der Corona-Krise einen leichten Hoffnungsschimmer: Drei Wochen nach der Einführung der landesweit verhängten Ausgangssperre zeigen sich nun deren Wirkungen, denn die Zahl der Neuinfektionen ging bis Samstagmittag erneut zurück. Sie liegt inzwischen bei weniger als sechs Prozent. Rund 7.000 neue Ansteckungen wurden festgestellt, insgesamt sind es laut dem spanischen Gesundheitsministerium mehr als 124.700 Infizierte. 

Es konnten gleichzeitig beinahe 4.000 Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, als genesen entlassen werden. Die Gesamtzahl der bereits Genesenen beträgt demnach mehr als 34.000. Die Zahl der Todesfälle ging ebenfalls zurück. Das Land zählt jedoch derzeit nach Italien als das Land mit der weltweit zweithöchsten Zahl an Toten durch die Corona-Pandemie. Insgesamt sind es inzwischen fast 12.000 Menschen, die an den Folgen des Virus in Spanien gestorben sind. 

Ein erschreckendes Szenario, wenn man bedenkt, dass das Land zum achten Mal in Folge innerhalb von 24 Stunden mehr als 800 Tote verzeichnen musste. Von Freitag auf Samstag waren es 809 Todesfälle mehr. Die spanische Regierung diskutiert derweil über eine erneute Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 bis zum 26. April. Diese sollten nur noch bis zum 11. April gelten. 

Corona in Spanien: Vernichtende neue Zahlen - Deutschland schickt Beatmungsgeräte

Update vom 3. April, 13 Uhr: Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien.

Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen stieg um knapp 7.500 auf fast 118.000. Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4.000 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen. Von den bisher mehr als 56.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 30.000 Menschen wieder gesund.

Corona in Frankreich: Deutschland schickt Beatmungsgeräte als Hilfe

Update vom 3. April, 10.45 Uhr: Der John Hopkins University zufolge haben sich in Spanien bislang mehr als 112.000 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen beträgt 10.348 (Stand: 3. April, 10.45 Uhr).

Indes unterstützt Deutschland Spanien im Kampf gegen das Coronavirus mit 50 Beatmungsgeräten. Dies verkündete das Bundesministerium für Gesundheit via Twitter. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird darin zitiert: „Gerade in Zeiten von Corona halten wir Europäer zusammen. Den Spaniern in dieser schweren Zeit viel Kraft.“

Update vom 2. April, 14.16 Uhr: Die Gesamzahl der Todesfälle in Spanien liegt, wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, bei mehr als 10.000. 

Jedoch gäben die Statistiken der vergangenen Tage auch Grund zu Optimismus, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. „Die Daten zeigen, dass die Kurve sich stabilisiert hat, wir haben den Höhepunkt erreicht, und eine Verlangsamung hat begonnen.“ Gleichzeitig bleibe die Situation auf den Intensivstationen durch das Coronavirus Sars-CoV-2 aber noch kritisch.

Indes wird noch immer intensiv nach einem Impfstoff für das Coronavirus* gesucht, wie Merkur.de berichtet. In Deutschland infizieren sich immer mehr Pflegekräfte mit dem neuartigen Virus. 

Update vom 2. April, 12.44 Uhr: Seit Donnerstag hat Spanien einen neue Rekordzahl an Todesopfern infolge des Coronavirus verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit. Zuvor hatte das Land fünf Tage hintereinander mehr als 800 Tote zu beklagen, jedoch gab es noch nie mehr als 900 Opfer. Damit sind in Spanien insgesamt bereits rund 10.000 Menschen an Covid-19 gestorben. 

Gleichzeitig kletterte aber auch die Zahl der geheilten Patienten auf eine Höchstmarke: Seit Mittwoch wurden fast 4100 Menschen als gesund entlassen.

Unterdessen informierte die WHO über die Sterblichkeitsraten in Europa. Eu-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen informierte über eine Milliardenhilfe für die EU

Corona in Spanien: Codewort für häusliche Gewalt bekannt gegeben

Update vom 2. April, 10.33 Uhr: Die strikten Ausgangsbeschränkungen in Spanien aufgrund der Corona-Krise sind für Opfer häuslicher Gewalt besonders schwer zu ertragen. Um Betroffenen zu helfen, hat das Gleichstellungsinstitut der kanarischen Inseln (ICI) eine Initiative namens „Mascarilla 19“ ins Leben gerufen. Mit diesem Codewort (übersetzt: Maske 19) können Opfer in jeder Apotheke auf ihre Situation aufmerksam machen - denn Einkaufen und der Gang zur Apotheke gehören zu den wenigen Erledigungen, die derzeit in Spanien erlaubt sind.

„Es ist eine kollektive Herausforderung, die Coronavirus-Kurve einzudämmen, ohne dass sich häusliche Gewalt ausbreitet“, sagte ICI-Direktorin Kika Fumero. Den Code „Mascarilla 19“ versteht nun jeder Apotheker, der daraufhin per Notruf die Behörden alarmiert.

Mittlerweile habe sich die Idee von den Kanaren weiter ausgebreitet - Andalusien, Kantabrien sowie zahlreiche Gemeinden der Regionen Valencia, Madrid und Katalonien machen bereits mit. Auch die Region Extremadura im Westen des Landes habe sich der Initiative angeschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur „Europa Press“. 

In Großbritannien sorgt die aktuelle Krise für dramatische Zustände: Auch in England müssen Ärzte wegen des Coronavirus unmenschliche Entscheidungen treffen.*

Corona-Krise in Spanien: Intensivstationen am Limit

Update vom 1. April, 19.04 Uhr: Spanien hat seine Ausgangssperre im Zuge des Alarmzustandes um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. In dem Land verbreiten die Gesundheitsbehörden Optimismus, doch die spanische Zeitung El Mundo prophezeit einen Zusammenbruch der Intensivstationen in weiten Teilen Spaniens. Dieser soll demnach vorraussichtlich in dieser Woche bevorstehen. 

Das hätte eine Auswertung von Daten von Covid-19-Patienten ergeben. Corona-Patienten verbleiben demnach mehr als 20 Tage auf der Intensivstation. Plätze an Beatmungsgeräten würden blockiert, doch bereits 5.872 Menschen müssten bereits auf der Intensivstation behandelt werden. Die Zeitung beruft sich auf Angaben des Ministeriums. In Katalonien wären es demnach 1.769 und in Madrid 1.514.

In spanischen Pfegeheimen ist die Situation besonders dramatisch. Viele Senioren sterben allein in ihren Zimmern, berichtet Spiegel.de (hinter Bezahlschranke). Oft fehle es an Schutzmaterial. In ganz Spanien würden 380.000 ältere Menschen in Pflegeheimen leben. Die Lage sei angespannt. Mitarbeiter und Bewohner lebten in Angst.    

Corona in Spanien: Todeszahl-Rekord - aber Behörden verkünden „sehr gute Nachrichten“

Update, 14.50 Uhr: Ungeachtet eines Rekordwerts bei der Zahl der Corona-Toten in Spanien (siehe unten) sprechen die dortigen Gesundheitsbehörden von „sehr guten Nachrichten“. Binnen 24 Stunden seien 864 neue Todesfälle gezählt worden, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag, hatte das Gesundheitsministerium in Madrid mitgeteilt. „Wir stellen aber fest, dass der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen nachlässt, das sind sehr gute Nachrichten“, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra. Seit dem 15. März bekämpft Spanien die Corona-Krise mit einer strengen Ausgangssperre.

Knapp 3500 Patienten, die wegen an Covid-19 erkrankt waren, konnten innerhalb eines Tages als geheilt entlassen werden. Von den bisher mehr als 51.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 22.500 Menschen wieder gesund.

CCAES-Chef Fernando Simón betonte, die Frage sei nicht mehr, ob man den „Peak“ erreicht habe. „Alles deutet darauf hin, dass wir den erreicht oder sogar schon hinter uns haben“. Der 57-Jährige, eine Art Gesicht des Kampfes gegen das Coronavirus* in Spanien, nahm an der Pressekonferenz der Behörden von zu Hause aus teil. Er wurde am Anfang der Woche selbst positiv auf das Coronavirus getestet. 

Man müsse weiterhin den Kampf darauf konzentrieren, einen Kollaps der Intensivstationen zu verhindern, so Simón. Nach Behörden-Angaben werden derweil die Anstiegsraten sowohl bei den Neuinfektionen und den neuen Todesopferzahlen als auch bei den Einweisungen in Krankenhäuser und Intensivstationen von Tag zu Tag geringer.

Corona in Spanien: Trauriger Toten-Rekord - Doch eine Entwicklung lässt hoffen

Update, 12.01 Uhr: Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 864 neue Todesfälle gezählt worden. Dies ist die bisher höchste Zahl, die an einem Tag registriert wurde, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Mittwoch (1. April) mitteilte. Es war bereits der fünfte Tag in Folge mit mehr als 800 Toten (siehe unten). Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte damit auf 9053.

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen stieg unterdessen um knapp 8000 auf mehr als 102.000. Gleichzeitig wurden knapp 3500 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen.

Hoffnung macht außerdem, dass von den bisher mehr als 51.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, bereits mehr als 22.000 Menschen wieder gesund sind.

Coronavirus: Ungewöhnliche Tanzeinlage der Polizei für Kinder - Kurze Ablenkung in der Krise

Update, 1. April, 10.58 Uhr: Das Coronavirus nimmt schrecklich Ausmaße an - da ist es umso schöner, dass es kleine, emotionale Momente gibt, die kurz von der Krise ablenken - wie etwa diese ungewöhnliche Tanzeinlage, die die Polizei für Kinder während Corona-Krise* gibt.

Coronavirus in Spanien: Kliniken und Krankenhäuser am Limit 

Update um 22.25 Uhr: Mit mittlerweile über 94.500 Infizierten und fast 8.300 Todesfällen ist Spanien hinter Italien und den USA das am schlimmsten von der Epidemie betroffene Land weltweit. Kliniken und Krankenhäuser kämpfen am Limit, es fehlt an Schutzkleidung. 

Nun erhält Spanien jedoch Unterstützung von Amancio Ortega, dem Gründer der Bekleidungskette Zara. Er hat spanischen Krankenhäusern für den Kampf gegen das Coronavirus medizinisches Material im Wert von 63 Millionen Euro gespendet.

Über seine Stiftung ließ der spanische Modezar den Kliniken insgesamt 1.450 Beatmungsgeräte, 450 Betten, 3 Millionen Schutzmasken, eine Million Schnelltest-Kits und anderes medizinisches Material zukommen, wie spanische Medien am Dienstag berichteten. Das Material beschaffte er demnach aus China, wo der Zara-Mutterkonzern Inditex zahlreiche Textilzulieferunternehmen hat.

Coronavirus in Spanien: Fast 850 Tote in 24 Stunden - Madrid und Katalonien besonders betroffen

Update um 13.30 Uhr: Im extrem heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind am vierten Tag in Folge mehr als 800 Todesfälle verzeichnet worden. Innerhalb von 24 Stunden seien 849 neue Opfer gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Dies ist die bisher höchste Zahl an Opfern, die seit dem Beginn der Krise an einem Tag gezählt wurde.

Auch die Zahl neu erfasster Infektionen stieg wieder, nachdem sie mehrere Tage hintereinander gesunken war und lag am Dienstag bei mehr als 94.000 - etwa 9000 mehr als am Vortag. Dazu zählten aber auch Fälle vom Wochenende, die erst jetzt bekannt geworden seien, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra.

Coronavirus in Spanien: Fast 20.000 Menschen wieder gesund

Sie zeigte sich weiter optimistisch, dass die Kurve der Neuerkrankungen in Spanien langsam abflacht. „Die Zahlen fallen in den erwarteten Bereich. Ende der Woche werden wir eine klarere Vorstellung von der Entwicklung haben.“ Es würden viele Tests durchgeführt, „ungefähr 20.000 pro Tag“, betonte Sierra.

Besonders schwer von der Krise betroffen sind weiterhin die Regionen Madrid und Katalonien. Sorgen macht vor allem der drohende Kollaps der Intensivstationen. Die gute Nachricht war aber, dass seit Sonntag landesweit mehr als 2500 Patienten als geheilt entlassen wurden - insgesamt sind bereits fast 20.000 Menschen wieder gesund.

Wie lange dauert der Ausnahmezustand noch an?Eine Expertin ist nicht zuversichtlich. Eine Studie nennt erstmals einenZeitpunkt für das Ende der Pandemie.

Update um 9.37 Uhr: Die Zahl der Infizierten steigt weiter drastisch an. Mittlerweile sind in Spanien 87.956 Fälle bestätigt. Davon verloren 7.716 Personen den Kampf gegen das Virus. 16.780 Menschen haben hingegen die Krankheit auskuriert, wie die Johns Hopkins University mitteilt.

In Italien fällt die Zahl der Toten sogar noch höher aus. Doch wieso sterben so viele Infizierte dort?

Coronavirus in Spanien: Verschärfte Ausgangssperre tritt in Kraft

Update vom 31. März, 5.27 Uhr: In Spanien ist in der Nacht zum Dienstag eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Krise in Kraft getreten. Seit Mitternacht dürfen alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Das entsprechende Dekret der linken Regierung gilt zunächst bis zum 9. April. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe und weite Teile der Industrie.

Alle Betroffenen sollen weiter ihr Gehalt bekommen und die nicht geleisteten Stunden später nachholen. Viele Unternehmer und Regionalpräsidenten haben die neuen Regeln scharf kritisiert.

Die kurzfristig angekündigte Verschärfung des Ausgangsverbots sollte ursprünglich schon am Montag in Kraft treten. Sie war aber am späten Sonntagabend um 24 Stunden verschoben worden, damit die Betroffenen „die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten“ zur Einstellung der Aktivitäten erledigen.

Coronavirus: Spanisches Militär startet riesige Entseuchungsaktion

Update um 20.15 Uhr: In Spanien kämpft das Militär auch mit gewaltigen Desinfizierungsaktionen gegen das Coronavirus. Im Rahmen der „Operation Balmis“ seien bislang landesweit mehr als 1300 Seniorenheime, 500 Krankenhäuser, 64 Flughäfen, 22 Häfen und fast 250 Metro-Stationen, Bahnhöfe und Bushaltestellen entseucht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid am Montag mit. Tausende Soldaten sind im Einsatz. Spanien ist nach Italien das von dem Virus am heftigsten betroffene Land Europas.

Die Operation, mit der die Streitkräfte beim Kampf gegen Covid-19 im Einsatz sind, ist nach der Balmis-Impf-Expedition (1803 bis 1806) in die spanischen Gebiete in Amerika und nach Asien benannt. Die Expedition unter Leitung von Francisco Javier de Balmis hatte das Ziel, Millionen Menschen gegen Pocken zu impfen und gilt als eine der wichtigsten humanitären Aktionen der Medizingeschichte.

Indes steigen auch in Baden-Württemberg die Corona-Fallzahlen weiter an. 

Coronavirus: Er gilt als das „Gesicht“ des Kampfes gegen Corona - spanischer Arzt positiv getestet

Update vom 30. März, 12.10 Uhr: Der Arzt und Epidemiologe Fernando Simón, der in Spanien als „Gesicht“ des Kampfes gegen die Corona-Pandemie gilt, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Simón ist Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle und tritt seit dem Ausbruch in Spanien jeden Tag vor die Kameras, um die jüngsten Entwicklungen und neusten Zahlen zu verkünden. Der 57-Jährige warte nun darauf, ob der zweite Test die Infektion bestätigen wird. 

Coronavirus in Spanien: Regierung verschärft Ausgangssperre - über 80.000 Infizierte

Update vom 30. März, 12.00 Uhr: In Spanien tritt die ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erst am Dienstag voll in Kraft. Am Montag dürften die betroffenen Personen und Unternehmen „die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten“ zur Einstellung der Aktivitäten erledigen, heißt es in dem in der Nacht zum Montag im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Ursprünglich sollte der „Winterschlaf“, wie die Finanzministerin und Sprecherin der linken Regierung María Jesús Montero sich ausdrückte, am Montag beginnen.

Gemäß der Anordnung, die laut Montero weltweit einzigartig ist, müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, bis zum 9. April zu Hause bleiben. Betroffen sind vor allem der Bausektor und weite Teile der Industrie. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen ihr Gehalt weiterhin beziehen und die nicht geleisteten Stunden zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Bisher durften alle Bürger, die nicht im Homeoffice arbeiten konnten, zum Arbeitsplatz fahren. Die Verschärfung des Ausgehverbots wurde von vielen Unternehmern und Regionalpräsidenten scharf kritisiert.

Update vom 30. März, 10.40 Uhr: Auch am Montag schreitet die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 weiterhin voran. Nach den Zahlen des US-amerikanischen Johns-Hopkins-Instituts gibt es in Spanien nun 80.110 Infizierte. 6.803 Menschen sind bisher an den Folgen von Covid-19 gestorben. Eine erfreuliche Nachricht gibt es aber dennoch. Die Zahl der Genesenen steigt auf nun mehr 14.709. 

Update vom 29. März, 13.18 Uhr: Im besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 838 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mit. Das ist die absolut höchste Tageszahl seit Ausbruch der Krise. Insgesamt kletterte die Zahl der Todesopfer auf mehr als 6500. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls an: Am Sonntag lag sie bei knapp 79 000 - gut 6500 mehr als am Vortag.

Es gibt aber gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug sie am Sonntag knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging sie im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück.

Unterdessen spitzt sich die Corona-Lage in Deutschland weiter zu. 15 Menschen aus einem Pflegeheim in Wolfsburg sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Fallzahlen steigen bundesweit an. Indes gibt es in Berlin einen neuen Zeitplan für das Corona-Krankenhaus.

Corona in Spanien: 832 Tote binnen 24 Stunden - Ministerpräsident 

News vom 28. März:

Update, 21.30 Uhr: Unter den Corona-Todesopfern weltweit sind vor allem viele ältere Menschen, so auch in Spanien. In mehreren Ländern bekommt die Risikogruppe nun spezielle Zeiten für Einkäufe in Supermärkten zugeteilt - um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Update, 19.44 Uhr: Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

„In Spanien stehen wir vor den schwersten Stunden, das Virus trifft uns mit erbarmungsloser Gewalt“, betonte Sánchez. Erst am Mittag war bekannt geworden, dass allein seit Freitag 832 Covid-19-Patienten gestorben waren (siehe Update um 12.38 Uhr) - das war der bisher höchste Anstieg überhaupt. Unterdessen breitet sich das Coronavirus auch in Russland immer weiter aus.*

Corona Spanien: 832 Tote binnen eines Tages - doch eine Zahl sorgt für einen Hoffnungsschimmer

Update, 15.07 Uhr: Die Behörden in Spanien zeigen sich trotz der verheerenden Zahlen aus den letzten Tagen vorsichtig optimistisch: Man glaubt, den Höhepunkt der Epidemie bald erreicht zu haben. Hintergrund ist, dass der Anstieg der Neuinfektionen prozentual abnimmt und am Samstag nur noch bei rund elf Prozent liegt. Aktuell müssen etwa 40000 Menschen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 12.38 Uhr: Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72 000, etwa 8000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

Mehr als 12 000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde.

Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas. Mittlerweile muss auch hier das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit.

Spanien in der Corona-Krise: Experten schätzen Anzahl der Infizierten in neuer Dimension

Update 28. März 2020, 8.47 Uhr: Für Toni Kroos und seine Teamkollegen vom spanischen Fußball-Giganten Real Madrid ist die Corona-Quarantäne nach zwei Wochen vorüber - zumindest offiziell. Nach einem positiven Test beim Real-Basketballer Trey Thompkins war am 12. März auch die gesamte Fußball-Abteilung unter häusliche Isolation gestellt worden.

Laut der Zeitung AS hat der Verein bestätigt, dass kein weiterer Real-Profi an COVID-19 erkrankt ist. Zunächst ändert sich nun nicht viel: Die Spieler arbeiten individuelle Fitnesspläne ab, an gemeinsames Training ist angesichts der angespannten Lage in Spanien nicht zu denken.

Update vom 27. März, 22.30 Uhr:Von einem peinlichen Rückschlag für die spanische Regierung im Kampf gegen Coronaschreibt die F.A.Z., und beruft sich auf das Instituto de Salud Carlos III.. Dem Bericht zufolge hat das Gesundheitsministerium 58.000 Schnelltests an einen chinesischen Hersteller zurückschicken müssen, weil die Zuverlässigkeit dieser Tests angeblich nur bei 30 Prozent liege.

Die Regierung habe zuvor 640.000 Schnelltests angekündigt, um den internationalen Rückstand aufzuholen, heißt es in dem Bericht weiter. Fachleute würden ferner befürchten, dass in Spanien schon über eine halbe Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert ist.

Corona in Spanien: Bericht - Tausende deutsche Camper müssen nach Deutschland zurück

Update vom 27. März, 20.50 Uhr: Spanien macht alle Hotels und Camping-Anlagen für Touristen dicht.

Die Folge: Zu Tausenden müssen Camper laut Auto Bild das Land in Richtung ihrer Heimat verlassen, darunter auch viele Deutsche. Dem Bericht zufolge sind über den Winter bis ins Frühjahr rund 50.000 Deutsche in Spanien, um dem kalten Winter daheim zu entfliehen - nicht selten sind diese 65 Jahre alt oder älter. Sprich: Rentner.

Haben diese aber keinen Erst- oder Zweitwohnsitz auf der iberischen Halbinsel, müssen sie nun ausreisen. Dabei haben die EU-Mitgliedstaaten wegen der sich ungebremst ausbreitenden Coronavirus-Pandemie ihre Grenzen geschlossen.

Barcelona: Soldaten in Schutzanzügen gehen mit Abstand in Richtung eines Seniorenheims, wo sie Desinfektionsmaßnahmen durchführen sollen.

Bislang würden die deutschen Camper, die zurückreisen, sowohl die Grenze zwischen Spanien und Frankreich als auch zwischen Frankreich und Deutschland passieren dürfen, heißt es jedoch. Zudem seien Ruhepausen über Nacht auf Parkplätzen noch gestattet.    

Update vom 27. März, 19.20 Uhr: Nach dem früheren Real-Madrid-Präsidenten Lorenzo Sanz (76) ist die zweite spanische Sportpersönlichkeit an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben: der frühere Läufer Santiago Llorente.

Im Alter von nur 61 Jahren erlag der frühere Leichtathlet Covid-19. Dies gab der europäische Leichtathletik-Verband European Athletics an diesem Freitag bekannt. Llorente hatte 1977 bei der Cross-WM der U20 in Düsseldorf Silber geholt und gehörte in den 80er-Jahren zu den Topläufern seines Landes.

Corona in Spanien: Wieder tausende Infizierte innerhalb von 24 Stunden

Update vom 27. März, 17.11 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemi e keimt im schwer betroffenen Spanien erstmals konkrete Hoffnung. Die Zahl der Infektionsfälle kletterte am Freitag zwar erneut kräftig in die Höhe: In nur 24 Stunden stieg sie um knapp 8000 auf gut 64 000, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 

Das Coronavirus trifft auch Spanien schlimm.

Mit 14 Prozent sei der Anstieg aber der niedrigste der vergangenen Tage, betonte der Leiter der Behörde für gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, auf seiner täglichen Pressekonferenz.

Simón sprach von „vielversprechenden Daten, die uns etwas Hoffnung machen“. Man nähere sich dem Höhepunkt der Pandemie, nach dem eine Verbesserung der Lage eintreten werde. Auch beim Anstieg der Zahl der Todesopfer und der Einweisungen von Covid-19-Kranken in Krankenhäuser und Intensivstationen mache sich „eine Stabilisierung, eine leichte Abflachung“ der Kurve bemerkbar. Zudem liege die Zahl der als gesund entlassenen Infizierten* bereits bei knapp 10.000 - das sind rund 6.000 mehr als am Vortag.

Erstmeldung vom 27. März, 15 Uhr: Corona in Spanien: 600 Tote innerhalb von 24 Stunden - Experten mit schlimmer Vermutung

Madrid - Das Coronavirus* hält Spanien in Atem und fordert tausende Menschen leben. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Corona in Spanien: 600 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden

Offiziellen Zahlen zufolge sind mittlerweile mehr Menschen in Spanien an den Folgen des Coronavirus* gestorben als in China, von wo sich das Virus ausgebreitet hatte. 

Wie in den vergangenen Tagen steigt die Zahl der Infizierten* und der Toten auch weiterhin kräftig an. In den letzten 24 Stunden seien knapp 8.000 neue Infektionsfälle registriert worden. Hierdurch sei die Gesamtzahl auf gut 64.000 geklettert, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in seiner täglichen Bilanz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf knapp 4.900, was einem Plus von 600 innerhalb eines Tages entspricht. Wie morgenpost.de berichtet, vermuten Experten wie Mikrobiologe Gabriel Reina, dass die wahre Infektionszahl vier bis fünf Mal höher ist, als dies offiziell angegeben wird.

Corona in Spanien: Patienten fliehen aus Krankenhäusern

Als Epizentrum des Coronavirus* gilt weiterhin Spaniens Hauptstadt Madrid. Das Gesundheitssystem ist überlastet, Krankenhäuser, Kliniken und medizinisches Personal am Limit. Hinzu kommen steigende Neuinfektionen bei Klinikpersonal

Ein Ende ist in Spanien noch nicht absehbar. Wie schlimm die Zustände in Spanien tatsächlich sind, zeigt unter anderem die Meldung, dass Corona-Patienten aus Kliniken flüchteten und ein Eisstadion vorläufig in ein Leichenhaus umfunktioniert wurde. 

Der Stadtrat versicherte dabei, dass es sich um ein „Zwischendepot“ handelte, das in erster Linie darauf abziele, „den Schmerz der Familien der Opfer und die Situation in den Madrider Krankenhäusern zu lindern“.

Corona in Spanien: Ausgangssperre bis 11. April 

Angesichts der kritischen Corona-Lage sind die strengen Ausgangssperren* in Spanien am Mittwoch um zwei Wochen bis zum 11. April verlängert worden.

Unterdessen spitzt sich auch die Lage in Frankreich zu. In Deutschland warnen die Behörden Kliniken vor „erhöhtem Bedrohungsrisiko“. In Deutschland wird über eine Handydaten-Überwachung diskutiert - ein Virologe warnt eindringlich vor diesem Schritt.

Was bei internationalen und nationalen Fallzahlen beachtet werden muss, zeigt dieses Beispiel. Einen kuriosen Verlauf nahm die Krankheit bei einem Mann aus China, der 49 Tage lang ohne große Symptome am Virus litt - war er das Opfer einer Mutation?

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Rubriklistenbild: © dpa / Rober Solsona

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