+
Menschen in Quarantäne werden versorgt.

Alle Infos zur aktuellen Lage im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Corona-Ticker: Kloster versorgt Klinikum mit Desinfektionsmittel - Erster Todesfall

  • schließen
  • Christian Fellner
    Christian Fellner
    schließen
  • Katharina Bromberger
    Katharina Bromberger
    schließen

Die Auswirkungen des Corona-Virus sind auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen immer weiter spürbar. Alle aktuellen Infos entnehmen Sie unserem News-Ticker. 

  • Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind die Auswirkungen des Coronavirus immer mehr spürbar.
  • Die Zahl der mit dem Virus infizierten Personen steigt. 
  • In unserem News-Ticker halten wir Sie mit allen aktuellen Informationen auf dem Laufenden.


Update, Dienstag, 31. März: Es gibt den ersten Todesfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Ein 92-Jähriger ist in der Unfallklinik in Murnau gestorben. Mehr lesen Sie hier: Erster Corona-Toter im Landkreis - 131 Menschen infiziert

Update, 29. März, 15.12 Uhr:  Im Landkreis haben sich bisher 115 Menschen mit dem Coronavirus nachweislich angesteckt. 424 Personen befinden sich in Quarantäne. 20 an COVID-19 erkrankte Personen liegen im Krankenhaus, 5 davon auf einer Intensivstation. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen wurde am Freitag zur COVID-19-Schwerpunktklinik für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen bestimmt und nimmt auch Kranke aus den Nachbarlandkreisen auf. Es gibt Meldungen aus anderen oberbayerischen Landkreisen, dass dort die Anzahl der Einweisungen von COVID-19-Patienten erheblich zugenommen hat und Patienten bereits in Nachbarlandkreise verlegt werden müssen. Für Garmisch-Partenkirchen trifft dies nicht zu. Zwar steigt die Anzahl der Transporte von Personen mit Corona-Infektion, aber dieser Anstieg ist nicht dramatisch und bringt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten im Landkreis nicht annähernd an ihre Grenzen. (Quelle: coronagap.de)

Update, 19.30 Uhr:

Wieder gibt es eine leichte Steigerung. Mittlerweile haben sich laut Landratsamt 89 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Zehn mehr als am Vortag. Aktuell (Stand Freitagabend) halten sich zehn Erkrankte stationär im Klinikum Garmisch-Partenkirchen auf.

Update, 19 Uhr:

Es gibt die nächste Absage, die auch Garmisch-Partenkirchen unmittelbar betrifft: Im Mai wird nicht über den Austragungsort der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften entschieden. Die FIS verschiebt wegen Corona den Kongress in Thailand.

Lesen Sie hier auch die Reaktion von Peter Fischer, dem Kopf der deutschen Bewerbung mit Garmisch-Partenkirchen. 

Update Freitag, 16.30 Uhr: 

Es wird in diesem Jahr keine BMW Motorrad Days geben. Das teilt das Unternehmen am Freitagnachmittag mit. Bitter für die Marktgemeinde, bitter für den Tourismus.

Coronavirus: Keine BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen

Update, 19.21 Uhr: Schaden können sie nicht, die selbstgemachten Mundschutz-Masken. Wie Sie, liebe Leser, diese selbst anfertigen können, erfahren Sie hier: Mundschutz zum Selbermachen: Hier gibt‘s die Anleitung 

Update, 19.09 Uhr: Die Zahl steigt kontinuierlich an. Mittlerweile gibt es 79 Corona-Infizierte im Landkreis. Sechs Erkrankte halten sich stationär im Klinikum Garmisch-Partenkirchen auf. 

Bürgermeister-Brandbrief an Ilse Aigner

Update, 10.27 Uhr: Das Gesundheitsamt ist die maßgebliche Behörde in Corona-Zeiten. Und sie liefert aktuelle Informationen über die Lage im Landkreis

Update, 26. März, 10.20 Uhr:

Je mehr Besucher, desto höher ist die Ansteckungsgefahr. Deshalb wollen die Landkreis-Bürgermeister die Zahl der Ausflügler reduzieren. Diesen Wunsch haben sie in einem Brandbrief zum Ausdruck gebracht.

Update, 18 Uhr: 70 Corona-Fälle sind im Gesundheitsamt registriert worden. Aktuell halten sich sechs Erkrankte stationär im Klinikum Garmisch-Partenkirchen auf. Einer von ihnen muss intensivmedizinisch versorgt werden. Er ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Update, 17.53 Uhr: Das Kloster Ettal geht einen neuen Weg: Wegen der Corona-Krise stellt es nun Desinfektionsmittel her

Update, 13.27 Uhr: Auch in Garmisch-Partenkirchen gibt es jetzt eine zentrale Anlaufstelle. Für Hilfesuchende und Ehrenamtliche. Alle Infos dazu erfahren Sie hier: Zentrale Corona-Stelle in Garmisch-Partenkirchen nimmt ihre Arbeit auf - Hotline freigeschaltet

Trotz Corona: Bereit für die Stichwahlen

Update, 13.19 Uhr: Im Ammertal gibt‘s auch zahlreiche Hilfsangebote. Klicken Sie hier, um die Übersicht zu sehen.

Ist bereit für die Herausforderung: das UKM.

Update, 13.11 Uhr: Das ist doch beruhigend! Das UKM in Murnau sei für die aktuelle Herausforderung bestens aufgestellt.
Corona-Pandemie: Murnauer Unfallklinik ist gerüstet

Update, 25. März, 13.08 Uhr: Die Stichwahlen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen können stattfinden. Per Briefwahl versteht sich. Die drei Orte Mittenwald, Murnau und Garmisch-Partenkirchen sind gerüstet: 

Bürgermeister-Stichwahl per Brief: Kuverts zugestellt, Desinfektionsmittel bereit

Update, 18.09 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis steigt weiter. Mittlerweile gibt es laut Landratsamt 60 Erkrankte. Ein älterer Patient wird intensivmedizinisch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen versorgt.

Update, 15.18 Uhr: Ein gutes Beispiel für Hilfsbereitschaft in schwierigen Zeiten: In Oberau engagiert sich ein Elfjähriger und unterstützt Senioren. Die ganze Geschichte lesen Sie hier: Kleiner Helfer in der Corona-Krise: Bub (11) geht für Senioren zum Einkaufen

Update, 10.48 Uhr: Corona-Pandemieplan statt Influenza-Pandemieplan: Dr. Volker Juds, Ex-Amtsarzt des Landkreises, hat ihn erstellt. Der Inhalt ist interessant: 

Ex-Amtsarzt stellt Pandemie-Plan auf - und gibt seine Prognose ab

Thai-König wieder in Garmisch-Partenkirchen zu Gast 

Update, 10.55 Uhr: Die Corona-Krise schweißt die Menschen zusammen. In Murnau entsteht derzeit

eine Homepage (“Gemeinsam im Oberland“), die die Hilfeleistungen im Oberland bündeln soll. 

Update, 24. März, 10.01 Uhr: Wer hat ihn schon gesehen? Der König von Thailand residiert aktuell mit Hofstaat im Hotel Sonnenbichl. Das Landratsamt hat ihm eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Update, 22.21 U hr: Ruhig war‘s am Wochenende. Deshalb zieht die Polizei ein positives Fazit: Geister-Stimmung im Landkreis: Ausgangsbeschränkung greift - mit wenigen Ausnahmen

Update, 23. März, 20.52 Uhr: Das Landratsamt hat eine neue Zahl bekanntgegeben. 53 Infizierte gibt es am Montag im Landkreis. Das ist ein Anstieg gegenüber Freitag von 15 Erkrankten.

Update, 11 Uhr: Eine schöne Idee: Heute erklingt in Garmisch-Partenkirchen „Freude schöner Götterfunken“. Jeder kann mitmachen.

Gemeinde Murnau schnürt Hilfspaket

Update, 10.53 Uhr: Kultur im Wohnzimmer - das geht nicht? Geht wohl. Die Westtorhalle und der Partenkirchner Künstler Andreas M. Bräu haben etwas auf die Beine gestellt. Unterhaltung in Corona-Krise: „Westtor Radio“ geht online auf Sendung - „Kulturelle Grundversorgung“ über Facebook

Update, 10.51 Uhr: Der Gemeinderat in Murnau hat in einer Krisensitzung ein umfangreiches Hilfspaket beschlossen. Es soll die Einzelhändler entlasten.

Lesen Sie hier mehr dazu: Murnau schnürt millionenschweres Corona-Hilfspaket
Update, Sonntag, 22. März, 10.44 Uhr: Auf den Straßen in Garmisch-Partenkirchen ist es ziemlich ruhig. Richtig so!

Update, 16.36 Uhr: Auch die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ruft zum daheim bleiben auf. „Bitte daheim bleiben - der Berg rennt nicht weg!“, heißt es in einem Facebook-Posting. 

Coronavirus im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Ausgangsbeschränkung läuft

Update, 21. März, 11.56 Uhr: Die Ausgangsbeschränkung läuft. Wer sie missachtet, hat mit Strafen zu rechnen: Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder.

Coronavirus: Klinikum Garmisch-Partenkirchen bereitet sich vor

23.05 Uhr: Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen bereitet sich vor. Was die Mitarbeiter wirklich erwartet, das kann niemand prophezeien. Auch nicht Geschäftsführer Bernward Schröter. Er sagt im Interview mit dem Tagblatt: „Vieles müssen wir von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde entscheiden. Deshalb treffen wir uns jeden Morgen im Krisenstab, um die Lage zu bewerten.“ Das komplette Interview gibt‘s hier: Corona: Klinikum bereitet sich vor - Erster Höhepunkt in einer Woche erwartet.

Update,  15.37 Uhr: Der Caritas und der Nachbarschaftshilfe in Oberau schwappt eine Welle an Solidarität entgegen. Mehr dazu erfahren Sie hier: Hilfsangebote in Corona-Zeiten: Caritas kommt noch ohne Externe aus - Einkaufshelfer für Senioren in Oberau

Update15.24 Uhr: Der Landrat und die Bürgermeister haben einen gemeinsamen Appell  zur Corona-Krise an alle Landkreis-Bürger veröffentlicht. Die Grundaussage: BLEIBEN SIE BITTE  ZUHAUSE!!!

Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin veröffentlicht Video-Botschaft an die Bürger

Update, 14.23 Uhr: Nachdem Ministerpräsident Markus Söder Ausgangseinschränkungen verhängt hat, spricht nun Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer  über die aktuelle Corona-Situation im Ort. 

Update, 12.53 Uhr: Derzeit gibt es im Landkreis 38 erkrankte Menschen.

Update, 10.40 Uhr: Das BRK macht mobil. Jetzt können sich Menschen - aber nur auf Anordnung des Gesundheitsamts - auch in Drive-In-Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald testen lassen. Alle Infos dazu gibt‘s hier: Corona-Krise: BRK fährt Hilfsstrukturen hoch - Tests jetzt in Drive-In-Stationen möglich

Notfallpatienten werden im Klinikum aufgenommen, aber Besuchsstopp

Update, 20. März, 10.33 Uhr: Zahlreiche Anfragen von besorgten Menschen haben in den vergangenen Tagen das Klinikum in Garmisch-Partenkirchen erreicht. Viele wollten wissen, ob das Krankenhaus ab sofort nur noch für Corona-Patienten geöffnet sei. Dem entgegnet Martina Tille aus der PR-Abteilung entschieden: „Wir haben umfängliche Kapazitäten für die Betreuung schwer erkrankter Corona-Patienten geschaffen, unabhängig davon ist unser Haus aber weiterhin für alle Notfallpatienten verfügbar.“ Zum Schutz der Erkrankten, der Mitarbeiter und Angehören wurde lediglich ein Besuchsstopp verhängt.

Update, 20.20 Uhr: 27 Corona-Fälle meldet das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen.

In Busse sollen Gäste derzeit nur an der Hintertür einsteigen.

Update, 19.31 Uhr: Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf Busfahrten mit dem Regionalverkehr Oberbayern (RVO). Wie das Unternehmen bekannt gibt, dürfen die Fahrgäste nur noch an der hinteren Fahrzeugtür einsteigen. Zum Schutz der Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung bleibt die Sitzreihe direkt hinter dem Fahrersitz frei und wird zu diesem Zweck auch abgesperrt. 

Fahrkarten benötigen die Reisenden aktuell nicht. Um der Infektionsgefahr entgegenzutreten, hat der Regionalverkehr Oberbayern nämlich den Ticketverkauf beim Fahrer eingestellt. Andere Möglichkeiten, an gültige Karten zu gelangen, haben die Reisenden nicht. In dieser außergewöhnlichen Situation „verzichten wir auf die Fahrgeldeinnahmen“, erklärt die Sprecherin des Unternehmens.

Corona-Aktion: Kinder, zeigt uns Eure Bilder für Oma und Opa

Legt los, Kinder, und schickt uns Eure Bilder.

Update, 17.15 Uhr: Der Corona-Virus verhindert den Besuch bei den Großeltern. Deshalb startet das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt eine Aktion: Malen für Oma und Opa. Also, Kinder, schickt uns Eure Bilder.

Nehmt Eure Buntstifte, die Wachsmalkreide oder den Wasserfarbenkasten – und legt los. Macht dann ein Foto Eures Werks und schickt es uns, damit wir es in der Zeitung veröffentlichen können. Sendet zudem ein Foto von Euch. Schreibt Euren Namen dazu, vielleicht ein paar Worte an Eure Großeltern und gerne auch, was auf dem Bild zu sehen ist. Wir freuen uns auf Eure Bilder per E-Mail an redaktion@gap-tagblatt.de.

Landratsamt warnt vor Betrügern

Update, 16.55 Uhr: Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen warnt vor Betrügern. Offenbar sind falsche Gesundheitsamt-Mitarbeiter unterwegs. Sie geben beispielsweise vor, Wohnungen desinfizieren zu müssen oder die Hygiene-Umstände in Haushalten zu überprüfen. So verschaffen sie sich Zugang zu Privatwohnungen. Zwei solcher Fälle sind aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen bekannt. Doch fielen die beiden Frauen nicht auf die Betrüger herein und wählten die Corona-Hotline im Landratsamt. 

Behörde schickt keine Mitarbeiter zu Bürgern für Coronatest

Die Behörde schickt keine Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu Bürgern nach Hause, um Abstriche zur Erkennung einer Corona-Infizierung vorzunehmen. Darauf weist das Landratsamt in einer Pressemitteilung ausdrücklich hin. Auf keinen Fall sollte man also vermeintliche Angestellte in die Wohnung lassen. Hinzu kommt, dass Bedienstete des Landratsamtes – und damit auch des Gesundheitsamtes – einen Dienstausweis bei sich tragen. 

Auch zu zweifelhaften Spendenaktionen ist es offenbar in anderen Landkreisen bereits gekommen. Betrüger fordern an Haustüren relativ hohe Geldbeträge – angeblich für Desinfektionsmittel. Hier gilt ebenfalls: Die Betrüger nichts ins Haus lassen, ihnen kein Geld geben. 

Wer sich unsicher ist, kann sich an die Kreisbehörde unter der Hotline 08821/751-500 wenden.


Die Passionsspiele Oberammergau fallen 2020 aus

Update, 16 Uhr: Fast jeder hat diese Entscheidung erwartet: Die Passionsspiele in Oberammergau sind für 2020 abgesagt. Doch sie werden stattfindet - 2022. 

Corona: Passionsspiele in Oberammergau 2020 sind abgesagt - Stückl kämpft mit den Tränen

Corona: Welche Betriebe dürfen geöffnet bleiben?

Update, 14.15 Uhr: Welche Betriebe dürfen denn trotz Coronavirus noch öffnen, welche müssen schließen? Viele Fragen haben sich hier ergeben. Die Bundesregierung hat nun eine Liste mit zahlreichen Dienstleistern veröffentlicht, bei denen offenbar Unsicherheiten entstanden sind. 

Coronavirus: Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Pressegespräch zu den Passionsspielen in Oberammergau angesetzt

Update, 11.45 Uhr: Nach der Aussetzung der P roben für die Oberammergauer Passionsspiele wollen Landratsamt und Spielleitung am Nachmittag um 16 Uhr über den Stand der Planungen berichten. Zu einem Pressegespräch in Oberammergau werden unter anderem der Garmischer Landrat Anton Speer, Spielleiter Christian Stückl und Oberammergaus 1. Bürgermeister Arno Nunn erwartet.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus waren am Dienstag (17. März) die Proben für die nur alle zehn Jahre stattfindenden Festspiele unterbrochen worden. Die Premiere sei bisher nicht abgesagt. 

Coronavirus im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Bürgermeisterin mit Video-Botschaft

Update, Update, 10.55 Uhr: Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) hat eine Videobotschaft bezüglich Corona veröffentlicht. 

Coronavirus im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Bayersoier Sportverein reiste nach Ischgl

Update, 19. März, 10.10 Uhr: Noch bevor Ischgl zum Risikogebiet wurde, reiste der Bayersoier Sportverein für einen Skiausflug in den Ort. Nun wird gegen die Teilnehmer im Ort via WhatsApp gehetzt.

Coronavirus im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Bislang ein Infizierter in der Klinik

Update, 18. März, 18.12 Uhr: Insgesamt 20 Corona-Fälle meldet das Landratsamt. Das ist ein Anstieg um weitere sechs Erkrankte alleine von Dienstag auf Mittwoch. Woher die positiv getesteten Landkreis-Bürger kommen, wird die Behörde in den nächsten Tagen und Wochen nicht mehr veröffentlichen. Weiterhin befindet sich aber nur eine Person in einer Klinik.

+++ 16.03 Uhr: 

Das Amtsgericht in Garmisch-Partenkirchen reagiert ebenfalls auf Corona. Es bleibt offen, aber mit Sicherheitsvorkehrungen. 

Corona: Amtsgericht hält Betrieb aufrecht - beim Einlass kommt ein spezielles Gerät zum Einsatz


+++ Update, 18. März, 12 Uhr:

Noch steht der Premierentermin für die Passionsspiele in Oberammergau. Die Proben aber sind vorläufig ausgesetzt. Hier gibt es dazu mehr Informationen:

Passionsspiele Oberammergau: Ausweichszenario wird geprüft 

+++ Update, 19.32 Uhr:

Der Coronavirus breitet sich aus. Am Montag gab es fünf neue Fälle zu verzeichnen. Hier erfahren Sie mehr dazu: 

Corona-Pandemie: Zahl der Infizierten im Landkreis steigt‘

+++Update, 18.40 Uhr: 

Von Seiten der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen gibt es nun auch eine Unterstützungsleistung für vorübergehend geschlossene Betriebe. Betroffene können sich beim Serviceteam der Gemeindewerke unter  Telefon 08821/753333 oder per E-Mail an  service@gw-gap.de melden. 

Alle gemeindlichen Einrichtungen in Bad Kohlgrub geschlossen

+++Update, 16.35 Uhr: 

In Bad Kohlgrub werden ebenfalls mit sofortiger Wirkung diegemeindlichen Einrichtungen bis auf Weiteres geschlossen. Betroffen sind Rathaus, Bücherei, Schulsporthalle, Sportzentrum, Spielplatz, Vereinsräume im Haus des Gastes und im Kurpark-Gebäude, Kursaal, Vortrags- bzw. Lesesaal sowie der Therapieraum.

Sperrt zu: das Rathaus in Bad Kohlgrub.

Um das Risiko einer Infektion so gering wie möglich zu halten, bleibt zudem das Rathaus ab Mittwoch, 18. März, bis auf Weiteres geschlossen. Persönliche Gespräche sind nur in dringenden Fällen nach vorheriger Telefonabsprache möglich. Die Verwaltung ist telefonisch oder per Mail erreichbar.

Damit ist der Maßnahmenkatalog noch nicht beendet: Tourist-Info, Grund- und Mittelschule, Kindergarten St. Martin sowie Waldkindergarten bleiben zu. Gleiches gilt für die Hörnle-Schwebebahn.

Folgende Veranstaltungen entfallen:

Kurkonzerte, geführte Wanderungen, Gästebegrüßungen, Comedy- und Kabarettveranstaltungen im Kursaal sowie Theatervorführungen. Auch die für April/Mai geplanten Energieberatungen im Rahmen der „Energiekarawane“ werden verschoben.


+++ Update, 16.20 Uhr: 

Die Grenze zu Tirol ist dicht: Zumindest an den Übergängen in der Leutasch, im Ammerwald in Richtung Reutte sowie an der B23 bei Griesen - genau an der Grenzlinie. An der B2 bei Mittenwald/Scharnitz hingegen wird der Ein- und Ausreiseverkehr gewährt - allerdings nur in Ausnahmefällen. „Es wäre nicht verkehrt, wenn man nachweisen kann, dass man einen triftigen Grund hat“, sagt Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei Rosenheim am Dienstagnachmittag. Der Warenverkehr fließt. Auch deutschen Staatsbürgern wird die Rückkehr in die Heimat gewährt. Wie lange die Grenz-Regelung in dieser Form Bestand hat, kann Scharf nicht abschätzen.

Das THW hat die bayerische Polizei an den Grenzen dabei unterstützt, die nötige Infrastruktur zu schaffen.  

Unterstützung an der B2-Grenze erhielt die Polizei vom THW Garmisch-Partenkirchen. Durch den vollständigen Rückbau der Grenzanlagen auf deutscher Seite hatten die Beamten um 8 Uhr morgens keine Infrastruktur vorgefunden, die für ihre Arbeit dringend notwendig ist. Das THW konnte schnell Abhilfe schaffen. Ortsbeauftragter Bernhard Schrallhammer erstellte mit dem Gruppenführer der Polizei vor Ort eine Liste der benötigten Ausrüstung - von einer  Kontrollstation mit Verkehrsleitung über eine Notstromversorgung und  Flächenbeleuchtung bis hin zum Wind- und Wetterschutz für die Beamten.

+++ Update: Dienstag, 17. März, 14.30 Uhr: 

Stundung der Steuern: Jetzt Anträge einreichen

Die derzeit vorherrschende Unsicherheit trifft auch und besonders die Gewerbetreibenden im Ort und stellt diese in der nächsten Zeit vor große, auch vor finanzielle Herausforderungen. Um diese zu unterstützen, bietet der Markt „schnell und unbürokratisch“ die Möglichkeit an, alle gemeindlichen Steuern zu stunden. 

Diese Schritte hatte auch Elisabeth Koch (CSU) in einem Schreiben am Montag gefordert. Man habe aber unabhängig davon gehandelt, betont Meierhofer. Es ist nicht die Zeit für Wahlkampf. Man müsse jetzt die Betriebe unterstützen. Schnell und unbürokratisch. Entsprechend werde man die Anträge auf Stundung behandeln: „Vorrangig und ruckzuck.“ 

Anträge dazu müssen schriftlich eingehen. Unter anderem auf der Seite des Finanzamtes Garmisch-Partenkirchen wird ein Antragsformular für Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise angeboten. Dies ist erreichbar unter www.finanzamt.bayern.de/Garmisch-Partenkirchen

Rathäuser geschlossen - Appell von Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer: „Bewahren Sie Ruhe“

Auch die Rathäuser haben auf die Situation reagiert. Die Verwaltung Garmisch-Partenkirchen schließt ab sofort, Mittenwald schränkt den Besucherverkehr ab Mittwoch massiv ein, in Oberammergau gilt dies bereits seit Montag, Bürger werden gebeten, nur in Notfällen persönlich vorbeizukommen - dafür stehen Ansprechpartner zur Verfügung. 

Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer spricht hier von einer „Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes“. Zudem werden derzeit alle Bereiche des örtlichen wie überörtlichen Geschehens heruntergefahren. „Hiervon kann und darf sich auch der Markt Garmisch-Partenkirchen mit all seinen Einrichtungen nicht verschließen.“ Neben den Kindertageseinrichtungen und dem Jugendzentrum werden ab sofort auch alle weiteren Dienststellen des Marktes inklusive Rathaus vorerst bis zum 12. April für den öffentlichen Parteiverkehr geschlossen und der Dienstbetrieb reduziert. In absolut unaufschiebbaren und dringenden Angelegenheiten können nach vorheriger telefonischer Vereinbarung, vereinzelte Termine unter der Rufnummer 08821/9100 vereinbart werden. 

Als Ärztin wendet sich Meierhofer an die Bürger. Sie mögen Ruhe bewahren, zugleich große Menschenansammlungen vermeiden, Infektionsschutz- und Hygieneregeln beachten und soziale Kontakte auf das Notwendigste beschränken. Ihr Appell: „Achten Sie bitte weiterhin auf sich selbst und Ihre Mitmenschen.“


Landkreis – Der Katastrophenfall ist ausgerufen im Freistaat Bayern. Spätestens ab Dienstag laufen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Uhren definitiv ein wenig anders. Das öffentliche Leben wird weiter eingeschränkt durch eine Allgemeinverfügung, die die Bayerische Staatsregierung gestern erlassen hat: Darin werden die Regeln für das öffentliche Leben – vorerst bis 19. April – klar festgelegt, Verbote aufgelistet. Darüber hinaus gibt es seit Sonntag vier neue Corona-Fälle im Landkreis zu beklagen. An drei der vier Grenzübergänge nach Tirol geht in den kommenden Tagen wohl nichts mehr, sie werden komplett dicht gemacht. Auch Züge und Busse verkehren nicht mehr ins Nachbarland. Ein Überblick über die Situation:

Vier n

Landrat Anton Speer hatte noch am späten Wahlabend die Nachricht von weiteren positiven Proben aus seinem Gesundheitsamt bekommen. Vier neue Fälle sind seitdem bekannt geworden. Erstmals betroffen ist eine Touristin, die nun mit ihrem Begleiter in einem Garmisch-Partenkirchner Beherbergungsbetrieb isoliert ist. „Sie bleibt in ihrem Zimmer, darf nicht abreisen“, stellt Stephan Scharf, Pressesprecher im Landratsamt, klar. „Alle Kontaktpersonen sind ermittelt.“

Erkrankt ist ferner ein Ehepaar aus Oberau, das in der eigenen Wohnung in Quarantäne lebt. Dies trifft zudem auf einen Patienten aus Mittenwald zu. Im Landkreis sind es somit neun Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben. „Glücklicherweise haben wir bisher keine Fälle, in denen die Krankheit lebensgefährlich ist“, betont Scharf. Gegen Ende dieser Woche läuft die 14-Tage-Quarantäne-Frist beim ersten Fall eines Mannes aus Murnau aus. „Zuvor wird selbstverständlich noch ein finaler Test bei ihm unternommen, der über die Gesundheitssituation Aufschluss gibt.“

Lesen Sie hier alle aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen gegen den Corona-Virus in Bayern.

Grenz-Schließungen am Montagvormittag: Drei Übergänge zu Österreich geschlossen

Am Montagvormittag sind die Kontrollen an der Grenze in der Region angelaufen. Ab heutigem Dienstag werden sie deutlich intensiviert. Nach Tagblatt-Informationen kommt es im Verlauf des Tages sogar zur kompletten Schließung dreier Übergänge nach Tirol: in der Leutasch, am Ammerwald in Richtung Reutte sowie auf der B23 in Griesen in Richtung Ehrwald. Konkret wollte Erster Polizeihauptkommissar Thomas Borowik, Pressesprecher der zuständigen Bundespolizei in München, gestern noch nicht werden. Er bestätigte lediglich, dass Schließungen von einigen Grenzübergängen in Bayern, vornehmlich auf Nebenstrecken, geplant sind – und begründet dies auch: „Es geht darum, dass die Leute daheim bleiben, nicht über die Grenze reisen, Distanz wahren“, betont Borowik. Der Übergang bei Mittenwald/Scharnitz über die B2 soll offen bleiben, die Ein- oder Ausreise aber nur im absoluten Ausnahmefall genehmigt werden. „Beispielsweise für Berufspendler, die unweit der Grenze wohnen.“ Die müssen diese Beschäftigung jedoch nachweisen.

Lesen Sie auch: Corona: Besucheransturm am letzten Skitag in Garmisch-Partenkirchen und auf der Zugspitze

Die örtliche Polizei überwacht Sperrungen und Versammlungsverbote

„Momentan ist die Lage noch relativ ruhig“ sagt Josef Grasegger, der Sprecher der Polizeiinspektion (PI) Garmisch-Partenkirchen. Die örtliche Polizei ist ab sofort gefragt, die Direktiven der Bayerischen Staatsregierung in Sachen Sperrungen oder Versammlungsverboten zu überwachen. „Wir sind in dieser Hinsicht in engem Kontakt mit dem Landratsamt“, erklärt Grasegger. „Noch aber hat es keine Ansammlungen gegeben, die wir auflösen mussten.“ Mit den Grenzkontrollen hat die heimische Inspektion nichts zu tun.

Keine Besucher im Klinikum Garmisch-Partenkirchen

In Bayern gelten massive Einschränkungen für Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen. Betroffen ist auch das Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Zum Schutz älterer und kranker Menschen sowie der Mitarbeiter werden ab sofort keine Besucher mehr eingelassen. Doch es gibt Ausnahmen, werdende Väter gehören dazu, ein Elternteil eines erkrankten Kindes sowie ein Angehöriger eines Palliativpatienten. „Wir hoffen auf die Einsicht aller Beteiligten“ sagt Geschäftsführer Bernward Schröter. Man sei sich bewusst, wie wichtig Besucher auch für die Genesung von Patienten sind. „Aber eine Ansteckung des Personals kann massive Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Klinikums haben.“ Alle Patienten sind informiert und sollen den Angehörigen Bescheid geben.

Corona: Der Bahnverkehr nach Tirol ruht

Der Bahnverkehr ist von den Grenzschließungen betroffen. Es fahren keine Züge oder Busse zwischen Bayern und Tirol. Die Züge der DB Regio AG in Richtung Seefeld enden in Mittenwald. Zwischen Scharnitz und Innsbruck Hauptbahnhof fahren Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die Bahnen aus Richtung Garmisch-Partenkirchen nach Reutte in Tirol enden in Griesen. Ein Bus ist für die Fahrgäste zwischen Ehrwald Zugspitzbahn und Reutte eingerichtet.

Lesen Sie hier die Entwicklungen und Maßnahmen gegen den Corona-Virus in Deutschland.

In Murnau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist der Worst Case eingetreten: Im Seniorenzentrum Kemmelpark sind mehrere Bewohner und eine Pflegekraft am Coronavirus erkrankt.

„Statt Netflix“: Ein Schüler (18) aus Grainau stampft eine Corona-Helfergruppe aus dem Boden - Viele ziehen mit. 

Ostern in der Corona-Krise: Für die Weihe der Speisen hat sich Pfarrer Rudolf Scherer im Pfarrverband Bad Kohlgrub etwas überlegt: einen Ostersegen ohne Kirche und Gottesdienst. Auf dem Parkplatz.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Corona-Ausbruch in Göttingen hat Folgen für hunderte Schüler - 13 Schulen betroffen
Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen (Niedersachsen) versuchen die Behörden die Infektionskette zu unterbrechen, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Das hat Folgen …
Corona-Ausbruch in Göttingen hat Folgen für hunderte Schüler - 13 Schulen betroffen
Karstadt droht Pleite: Viele Filialen sollen schließen – Tausende Mitarbeiter bangen um Arbeitsplätze
Aufgrund der Corona-Krise sollen rund 80 Filialen der Karstadt Kaufhof GmbH bundesweit dicht gemacht werden. In Hessen gibt es 19 Läden - etwa 3.000 Mitarbeiter bangen.
Karstadt droht Pleite: Viele Filialen sollen schließen – Tausende Mitarbeiter bangen um Arbeitsplätze
Bislang wärmster Tag des Jahres erwartet
Schon das lange Pfingstwochenende bescherte Deutschland vielerorts schönstes Wetter - nun wird es noch sommerlicher. Aber auch, wer den Regen herbeisehnt, darf sich sehr …
Bislang wärmster Tag des Jahres erwartet
Corona in Deutschland: Reproduktionszahl steigt weiter an – 213 Neuinfektionen
Die Corona-Reproduktionszahl in Deutschland steigt weiter an. Das RKI gibt neue Zahlen bekannt. Der News-Ticker.
Corona in Deutschland: Reproduktionszahl steigt weiter an – 213 Neuinfektionen

Kommentare