Sie schützt nicht nur einen selbst, sondern auch die Mitmenschen: Eine Coronavirus-Impfung.
+
Sie schützt nicht nur einen selbst, sondern auch die Mitmenschen: Eine Coronavirus-Impfung.

Selbst eine Impfung macht großen Unterschied

Neue Studie zeigt: Geimpfte stecken andere kaum noch an

Eine großangelegte Studie in Schottland lässt Rückschlüsse zu, dass Geimpfte das Virus zwar weiter verbreiten können - dies aber recht unwahrscheinlich ist.

München - Es ist eine große Sorge aller Geimpften: Kann ich andere trotzdem noch anstecken? Kann meinen Liebsten das Coronavirus trotz meines Schutzes etwas anhaben? Einer neuen Studie zufolge ist dies wohl unwahrscheinlich - vor allem im Vergleich mit Ungeimpften.

Die schottische Gesundheitsbehörde „Public Health Scotland“ kam in einer groß angelegten Studie zu Ergebnissen, die alle Geimpften aufatmen lassen dürften: Pro 100 Menschen und Jahr steckte die geimpfte Testgruppe nur 2,98 Menschen innerhalb ihres Haushalts an. Zum Vergleich: Für Ungeimpfte liegt diese Zahl bei 9,4.

Die Forscher untersuchten dabei Daten von 144.525 Pflegekräften und Ärzten und überprüften, wie viele Menschen sich vor und nach der Impfung innerhalb der Haushalte der Testpersonen ansteckten. Zählt man alle Mitbewohner, wurden 194.362 Menschen untersucht.

Auch diejenigen mit erst einer Impfung übertrugen Corona weniger häufig

Der eindeutige Rückschluss: Wer geimpft ist, steckt andere mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit mit Corona an. Den meisten (78,4 Prozent) der Geimpften war der Piks mit Biontech oder Astrazeneca gesetzt worden. Selbst diejenigen, die erst eine Impfung hatten, schnitten besser ab als die Ungeschützten: Sie steckten pro Jahr und 100 Menschen nur 5,93 Mitbewohner an.

Die Forscher schreiben im New England Journal of Medicine: „Nicht alle Fälle von Covid-19 bei Haushaltsmitgliedern wurden über das medizinische Personal übertragen, der Effekt der Impfung könnte also noch größer sein.“ (cg)

Schwere Corona-Verläufe sind wohl zu einem höheren Prozentsatz als bisher angenommen auf Autoantikörper zurückzuführen. Das ist das Ergebnis einer Studie.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare