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Maske tragen wirkt: Studie zeigt massiven Einfluss auf die Corona-Inzidenz

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Mann mit einer Maske in der Hand geht in einer Fußgängerzone
Die Maske gehört heute ganz selbstverständlich zum Pandemie-Alltag. Zurecht, sagt nun eine aktuelle Studie (Symbolbild). © picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod

Forschende in aller Welt arbeiten daran, das Coronavirus immer besser zu verstehen. Neueste Erkenntnisse bestätigen nun die Wirksamkeit der Corona-Schutzmaßnahmen.

Melbourne, Australien - Händewaschen, Abstandhalten, Maske tragen: Diese einfachen Regeln können die Fallzahlen erfolgreich in Schach halten. Das ergab eine Studie der Monash University in Australien, die am Donnerstag in der renommierten Zeitschrift British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde. Weitere relevante Studien kamen von der Tierärztliche Hochschule Hannover zu Spürhunden, die Corona-Viren erkennen sowie von der US-Gesundheitsbehörde CDC zum Risiko von Totgeburten bei einer Corona-Infektion.

Maske tragen reduziert die Inzidenz um 53 Prozent

Impfungen retten Leben und sind aus Sicht der Experten der Weg aus der Pandemie. Da Impfungen jedoch keinen 100-prozentigen Schutz bieten, gibt es zusätzliche Corona-Maßnahmen wie etwa das Abstandhalten oder Masketragen. Wie effektiv diese Mittel sind, zeigt nun eine aktuelle Meta-Analyse. Die Arbeit des Forscherteams um Stella Talic von der Monash University in Melbourne untersuchte 72 Studien, wovon acht letztendlich in die Analyse einflossen. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Händewaschen, Abstandhalten und Maske tragen effektive Mittel sind, um die Pandemieentwicklung einzugrenzen.

Das Tragen der Maske gilt als besonders effektiv: Es konnte die Inzidenz um 53 Prozent reduzieren, Abstandhalten verminderte die Fallzahlen um ein Viertel (25 Prozent). Die Ergebnisse der Teil-Analyse waren aufgrund der geringen Anzahl der Studien zum Händewaschen nicht statistisch signifikant. Doch unterm Strich ergibt die Studie ganz klar: Masken wirken. Was passiert, wenn ein Land auf Corona-Maßnahmen verzichtet, zeigt aktuell das Beispiel Großbritannien.

Spürhunde können Sars-Cov-2 von 15 anderen Erregern unterscheiden

Medizinische Spürhunde können das Coronavirus Sars-CoV-2 mit hoher Genauigkeit von 15 anderen viralen Atemwegserregern unterscheiden. Das ergab eine Studie der Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), die am Donnerstag in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Frontiers in Medicine veröffentlich wurde.

Die Forschenden trainierten für die Studie zwölf Spürhunde mit inaktivierten Speichelproben von Corona-Patienten. Die Proben enthielten virale Erreger wie Sars-CoV-2, Grippe-Viren, das Rhinovirus und andere Coronaviren. Für die Kontrollgruppe verwendeten die Wissenschaftler Speichel von gesunden Probanden und nicht infizierte Zellkulturen.

Schwangere, die sich mit Corona infizieren, haben höheres Risiko einer Totgeburt

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC veröffentlichte am Freitag eine Studie, die den Zusammenhang zwischen einer Corona-Infektion von Schwangeren und dem Risiko einer Totgeburt untersuchte. Demzufolge war das Risiko einer Totgeburt bereits vor dem Auftreten der ansteckenden Delta-Variante bei Infizierten um das 1,47-fache höher als bei nicht infizierten Schwangeren. Nach dem Beginn der Delta-Coronawelle war das Risiko einer Totgeburt sogar um das 1,9-Fache erhöht, wie die Behörde am Freitag bekanntgab.

Die Forschenden hatten 1,2 Millionen Krankenhauseinweisungen zwischen dem März 2020 und September 2021 untersucht. Die Anzahl der Totgeburten lag bei 8154, wobei die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen andere Risikofaktoren statistisch herausrechneten. Aus Sicht der Forscher sind weitere Untersuchungen nötig, um den Zusammenhang näher zu beleuchten.

Das Risiko einer Ansteckung mit Corona lässt sich durch vollständigen Impfschutz deutlich reduzieren. Die deutsche Ständige Impfkommission (Stiko) spricht auch Schwangeren und Stillenden eine Empfehlung für die Corona-Impfung aus. Gleiches gilt für die Grippe-Schutzimpfung (bm/dpa).

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