Was bisher bekannt ist

Ansteckung, Symptome, Vorerkrankung, Sterberate - das wissen wir über Corona

  • Judith Braun
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Coronavirus: Seit nun schon über einem Jahr lebt die Welt mit dem Coronavirus. Das wissen wir über  Ansteckung, Symptome, Vorerkrankungen und Sterberate.

  • Im Dezember 2019 wurden die ersten Corona-Fälle aus China gemeldet.
  • Seitdem lebt und kämpft die Welt mit dem Coronavirus.
  • Das wissen wir über Ansteckung, Symptome und Sterberate.

München - Seit Beginn des Jahres 2020 beschäftigt die Welt das Coronavirus. Nachdem im Januar die ersten Fälle von Infizierten mit dem neuartigen Covid-19-Virus bestätigt wurden, wird weltweit dagegen angekämpft. Viele Ärzte beobachten seitdem die Auswirkungen des Virus an Patienten und Wissenschaftler versuchen den unbekannten Erreger besser zu verstehen. Dabei treten immer wieder neue Informationen zutage. Das wissen wir bisher über Ansteckung, Symptome, Vorerkrankungen und Sterberate im Zusammenhang mit Corona.

Coronavirus: Wie verläuft die Ansteckung mit Covid-19?

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird Corona hauptsächlich über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Vorsicht ist deshalb beim Niesen, Husten, Sprechen oder Singen geboten. Die Gefahr besteht darin, dass währenddessen virushaltige Tröpfchen von Infizierten an die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von Gesunden gelangen. Dann könnte es zu einer Ansteckung kommen. Je größer die Virusmenge ist, desto wahrscheinlicher ist auch eine Infektion. Deswegen wurde auch eine Maskenpflicht eingeführt.

Der Ansteckungsweg über eine Schmierinfektion oder Kontaktübertragung ist laut Robert-Koch-Institut RKI ebenso möglich, jedoch unwahrscheinlich. Viren können beim Niesen auf Hände oder Oberflächen geraten. Wer eine kontaminierte Stelle berührt und sich danach ins Gesicht fasst, erhöht die Gefahr einer Ansteckung. Viren können so mit Mund- oder Nasenschleimhaut und Augenbindehaut in Verbindung kommen.

Coronavirus: Welche Symptome können bei einer Erkrankung auftreten?

Die Liste der möglichen Symptome ist lang, einen „typischen“ Verlauf der Krankheit gibt es nicht und viele Symptome sind denen einer Grippe sehr ähnlich. Laut RKI zeigte sich bislang in Deutschland eine Infektion durch Husten (50 %), Fieber (42 %) und Schnupfen (21 %). 

Europaweit ist das am häufigsten aufgetretene Kennzeichen eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinn. Dies kann laut dem Pathologen Dr. Florian Länger in einem Interview mit der Welt daran liegen, dass Infektion und Zellschädigung über die Nase und den Rachen stattfindet. Danach erst komme es zur Ausbreitung in der Lunge, das zu erheblichen Schäden führen kann. 20 Prozent der Erkrankten zeigen stärkere Symptome, ein Drittel von diesen benötigt sogar eine Intensivbehandlung.

Die Liste der aufgetretenen Symptomen lässt sich erweitern mit Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Atemnot, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Bindehautentzündung, Apathie, Lymphknotenschwellung und Benommenheit.

Coronavirus: Welche Vorerkrankungen sind bei einer Infektion riskant?

Bei bestimmten Vorerkrankungen kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus einen schwereren Krankheitsverlauf einschlagen. Wie der Pathologe Prof. Danny Jonigk gegenüber der Welt äußerte, ist dabei vor allem relevant, welche Vorerkrankungen vorliegen. 

Laut dem BZgA können Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems sowie chronische Lungen- und Lebererkrankungen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöhen. Ebenso tragen Diabetes und Krebserkrankungen zu einem erhöhten Risiko* für einern schweren Krankheitsverlauf bei. 

Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind zudem eher gefährdet, schwer an Corona zu erkranken. Das Immunsystem kann entweder durch andere Erkrankungen oder durch die Einnahme von Medikamenten wie z. B. Cortison geschwächt werden. Auch Menschen mit starkem Übergewicht sind gefährdeter.

Coronavirus: Wie hoch ist die Sterberate?

Eine der wichtigsten Werte zur Messung der Belastung durch Covid-19 ist laut der Johns-Hopkins-University die Sterberate. Um sie zu ermitteln, wird die Zahl der Todesfälle in einem Land entweder durch die gesamte Bevölkerung oder eine Untergruppe von beispielsweise 100.000 Personen geteilt. Wenn die Todesfälle durch die Zahl der bestätigten Infizierten geteilt wird, nennt man es Letalität.

Werden beispielsweise in einem Land mehr Menschen getestet - auch diejenigen mit milderen Verläufen - dann sinkt die Sterberate demzufolge dort. Auch der Zustand des Gesundheitssystems in einem Land spielt eine wichtige Rolle für die Höhe der Sterberate. (jbr)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa / Yasin Akgul

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