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Coronavirus: Patient in NRW in kritischem Zustand - Erste Schulen in Deutschland geschlossen

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Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Auch in Deutschland gibt es zwei neue Infektionsmeldungen aus Deutschland. Die Bundesregierung bereitet sich auf weitere Infektionsfälle vor

  • Die Coronavirus-Epidemie greift weiter um sich
  • Nach Krisentreffen in Rom: Grenzen zu Italien bleiben offen
  • Erste Infektion in Baden-Württemberg bestätigt - auch in NRW gibt es einen bestätigten Fall

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 14.31 Uhr: Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 14.20 Uhr:  Nordrhein-Westfalen hat einen zweiten bestätigen Coronavirus-Fall. Wie das Universitätsklinikum Düsseldorf am Mittwoch mitteilte, werden dort aktuell zwei Patienten behandelt, die infiziert sind. „Bei der zweiten Person, aus dem engen persönlichen Umfeld des Patienten, liegt nun auch ein positives Testergebnis vor“, hieß es in einer Mitteilung. Ob es sich dabei um die Ehefrau des ersten Patienten aus dem Kreis Heinsberg handele, wollte ein Sprecher auf Anfrage nicht kommentieren.

Mitarbeiterin der Uniklinik Köln mit Krnakheitssymptomen - Erste Schulen in Deutschland geschlossen

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 13.00 Uhr: Nach Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in NRW zeigt eine Mitarbeiterin der Uniklinik Köln Krankheitssymptome. Das Ergebnis des Coronavirus-Tests stehe bei ihr aber noch aus.

„Es gibt eine Kontaktperson aus dem medizinischen Personal, die leichte Symptome zeigt“, Direktor der Virologie der Uniklinik Köln, Florian Klein. Sie sei in der Uniklinik isoliert und werde gerade untersucht. 

Die Bundesregierung bereitet derweil sich auf eine Zunahme der Infektionsfälle in Deutschland vor. Mit der Ausbreitung des Virus in Italien sei eine „neue herausfordernde Lage für Deutschland“ entstanden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Bisher habe es Deutschland geschafft, einzelne Corona-Infizierte zu isolieren und zu behandeln, sagte Seibert. „Gleichzeitig bereiten wir uns auf eine Zunahme der Coronavirus-Fälle vor.“

Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen hat wegen des Coronavirus-Falls Schulen und Kindergärten bis einschließlich Montag geschlossen. Das gab Landrat Stephan Pusch (CDU) via Facebook bekannt. Die Stadt Geilenkirchen schloss darüber hinaus auch ihr Schwimmbad und die Stadtbücherei, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Rathaus stelle bis einschließlich Montag den Publikumsverkehr ein. Im Kreis Heinsberg war ein Sars-CoV-2-Fall bestätigt worden.

Cornoavirus: Hotel in Frankreich wird nach Tot von Tourist abgeriegelt

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 12.46 Uhr: Aus Sorge vor dem Coronavirus ist in Frankreich nach dem Tod eines Touristen aus Hongkong ein Hotel abgeriegelt worden. Mitarbeiter und Gäste seien aufgerufen, das Hotel in der französischen Stadt Beaune in der Region Burgund nicht zu verlassen, bestätigte die Hotelgruppe Accor am Mittwoch.

Die Maßnahme sei vorsorglich von regionalen Sicherheitsbehörden angeordnet worden, um ein mögliches Risiko der Kontaminierung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auszuschließen, so die Hotelgruppe. Die Todesursache des Mannes war zunächst unklar. Die Testergebnisse würden bis Ende des Tages erwartet, erklärte Accor.

Demnach war der Tourist Dienstagnacht gestorben. Die Leiche sei am Mittwochvormittag abgeholt worden, berichtete der Radiosender France Bleu. Demnach befanden sich im Hotel rund 30 Gäste einer Reisegruppe.

In Deutschland breitet sich das Coronavirus* weiter aus. Ein Verbündeter im Kampf gegen SARS-CoV-2 ist das Wetter und dabei vor allem der Sommer.

Coronavirus-Patient aus NRW war noch vergangene Woche in Kölner Uniklinik - Kontakt zu anderen Patienten 

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 12.29 Uhr: Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in Nordrhein-Westfalen ist noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Stadt Köln bei einer Pressekonferenz. Nachdem das Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden sei, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt worden sei, habe man ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen sei. Ermittelt worden seien zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten.

Der Coronavirus-Patient in Baden-Württemberg hatte nach Angaben des Göppinger Landrats Edgar Wolff insgesamt 13 Kontaktpersonen. Bei ihnen seien bislang keine Viren nachgewiesen worden, berichtete der SWR am Mittwoch weiter. Die Kontakte stammten aus Göppingen ebenso wie aus dem Kreis Tübingen und dem Alb-Donau-Kreis sowie aus Stuttgart.

Coronavirus: Zweites Todesopfer in Frankreich

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 10.41 Uhr: In Frankreich gibt es ein zweites Todesopfer durch das Coronavirus: Ein 60 Jahre alter Franzose starb in der Nacht zum Mittwoch in Paris, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Mitte Februar war schon ein 80-jähriger Tourist aus China in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. 

Der nun gestorbene Mann sei „in einem äußerst schlechten Zustand“ in die Pariser Klinik La Pitié-Salpêtrière eingeliefert und positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Ministerium bestätigte derweil zwei neue Infektionsfälle in Frankreich. Damit gibt es in dem Land derzeit vier Coronavirus-Fälle. Elf zuvor Infizierte sind bereits wieder gesund.

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 10.41 Uhr: Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg hat sich der Zustand des isolierten Patienten in Göppingen nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums nicht verändert. „Es geht ihm gut, er ist in der Klinik und unter Beobachtung“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Das örtliche Gesundheitsamt habe bereits Kontaktpersonen des 25-jährigen Mannes informiert und mache weitere Kontakte aus. Nach dpa-Informationen wird der Patient isoliert in der Göppinger Alb Fils Klinik behandelt.

Coronavirus wirkt sich auf Dax aus

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 09.35 Uhr: Die Furcht vor dem Coronavirus hat zur Wochenmitte den Druck auf den deutschen Aktienmarkt verstärkt. Schon in den vergangenen vier Börsentage gab es herbe Verluste: Insgesamt fast 1000 Dax-Punkte. Auch am Aschermittwoch verlor der Dax im frühen Handel ein weiteres Prozent auf 12 661,84 Punkte. Das war der niedrigste Stand seit vier Monaten.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel zur Wochenmitte um 1,5 Prozent auf 26 913,20 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gab um gut ein halbes Prozent nach und hielt sich damit etwas besser.

Coronavirus Deutschland: Patient in NRW in kritischem Zustand

Update vom Mittwoch, 25.02.2020, 06.45 Uhr: Wie jetzt bekannt wurde, handelt es sich bei dem Coronavirus-Patienten in NRW um einen Mann aus dem Kreis Heinsberg. Sein Zustand sei kritisch, er werde künstlich beatmet, sagte der zuständige Landrat Stephan Pusch im WDR. 

Auch die Ehefrau des Mannes sei mit Verdacht auf Lungeninfektion in einem Krankenhaus in Erkelenz behandelt worden. Bei ihr wurde der Coronavirus aber bis Dienstagabend nicht nachgewiesen. Das Ehepaar aus der Gegend von Selfkant ist nach Angaben des Landrats Anfang 50 und aus beruflichen Gründen viel unterwegs.

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen berät am Mittwoch über das weitere Vorgehen nach der ersten nachgewiesenen Coronvirus-Infektion in dem Bundesland. Es seien Gespräche geplant, um die Situation zu bewerten, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Mittwochmorgen.

Das Virus hatte sich in den vergangenen Wochen sukzessive außerhalb von China ausgebreitet, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte. Außerhalb von China gibt es inzwischen mehr als 40 Todesfälle und mehr als 2700 Infektionsfälle. Jetzt wurde auch erstmals ein Coronavirus-Fall in Brasilien registriert. Der Erkrankte soll Ende Februar in Norditalien unterwegs gewesen sein. 

Coronavirus breitet sich außerhalb Chinas aus

+++22.17 Uhr: Ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr bestätigt den ersten Fall des neuartigen Coronavirus in Nordrhein-Westfalen.  

Derweil  breitet sich das Coronavirus in Italien auf immer mehr Regionen aus. Auf Sizilien gebe es erste Fälle in Süditalien, teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit. Auch Südtirol im Norden ist betroffen sowie die Toskana in der Mitte des Landes - allerdings jeweils mit nur mit wenigen Fällen. Insgesamt stieg die Zahl der Angesteckten in Italien auf mehr als 320, am Vorabend waren es noch etwa 220 gewesen. Die Zahl der Toten kletterte von sieben am Vortag auf elf.

Coronavirus in Deutschland: Infektionsfall in Nordrhein-Westfalen gemeldet

+++21.56 Uhr: Wie die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf am Abend berichtet, wurde auch aus Nordrhein-Westfalen erstmals ein Infektionsfall gemeldet. Demnach wurde ein Ehepaar aus Erkelenz mit Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung in die Universitätsklinik in Düsseldorf eingeliefert. Mindestens ein Ehepartner sei positiv auf den Erreger getestet worden, berichtet die Zeitung. 

Zu dem Coronavirus-Fall in Göppingen gibt es neue Informationen, wonach der erkrankte 25-Jährige nach seiner Rückkehr aus Italien grippeähnliche Symptome zeigte. Er nahm daraufhin Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt auf. Ein Test auf das neuartige Coronavirus sei dann positiv ausgefallen. Der Patient sollte deshalb noch am Abend in eine Klinik eingeliefert und dort isoliert von den übrigen Patienten untergebracht und behandelt werden.

Zeitgleich versuchen die Behörden alle Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Als Schutzmaßnahmen würden enge Kontaktpersonen häuslich abgesondert und täglich nach ihrem Gesundheitszustand befragt, beschrieb das Ministerium das weitere Vorgehen. Sobald eine Kontaktperson Symptome entwickele, werde sie ebenfalls in einem Krankenhaus isoliert. In Deutschland gab es bisher 16 bestätigte Coronavirus-Infektionen, mit den aktuellen Fällen wären es nun 18.

Coronavirus in Deutschland: Erster Fall aus Baden-Württemberg gemeldet

+++21.05 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Stuttgart vermeldet den ersten Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg. Wie aus der Mitteilung hervorgehe, handele es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen. Die Stadt Göppingen befindet sich etwa 40 Kilometer östlich von Stuttgart. Es wird vermutet, dass der junge Mann sich auf einer Italienreise in Mailand angesteckt haben könnte, schreibt die afp.

+++19.28 Uhr: In Italien ist die Zahl der Toten mittlerweile auf zehn gestiegen. Auch die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten erhöhte sich auf 322 Menschen, so der Zivilschutzchef Angelo Borrelli zur dpa. 

Trotzdem sollen die Grenzen zu den Nachbarländern Italiens vorerst offen bleiben, vermeldet die Nachrichtenagentur AFP. Das habe man auf einem Kriesentreffen in Rom beschlossen. An diesem nahmen unter anderem die europäischen Gesundheitsminister teil. Nach dem Krisentreffen vermeldete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn via Twitter : „Das Coronavirus zeigt einmal mehr, dass Europa seine Aufgaben nur gemeinsam bewältigen kann.“

Coronavirus: Hotel in Innsbruck nach Infektion gesperrt

+++18.37 Uhr: Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurde nun auch in Österreich ein Hotel von den Behörden gesperrt. Am Dienstag wurde nach dem Auftreten des ersten Coronavirus-Falls in Österreich ein Hotel in Innsbruck gesperrt, in dem nach APA Informationen eine infizierte Italienerin gearbeitet habe. Auch die Wohnung der infizierten Frau sei betroffen.

Panisch? Besonnen? Lax? Europäische Politikerinnen und Politiker haben f ür den Coronavirus Covid-19 noch nicht die richtige Strategie gefunden. Der Kommentar.*

+++17.21 Uhr: Das schweizer Bundesamt für Gesundheit teilte mit, dass sich die mit dem Coronavirus infizierte Person in Italien aufgehalten hatte. Die Gesundheitsbehörden haben enge Kontaktpersonen bereits verständigt. Es ist möglich, dass nun weitere Erkrankungsfälle auftreten. Das Risiko ist für die Bevölkerung wird als moderat eingestuft. Einreisende und Pendler aus Italien werden an den Grenzen informiert, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie Symptome aufweisen. Stärkere Grenzkontrollen soll es aber nicht geben. 

Coronavirus: Erster Infizierter in der Schweiz

+++16.25 Uhr: Nun sind erstmals auch in der Schweiz und auf dem spanischen Festland Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Der Fall in der Schweiz ereignete sich im Kanton Tessin, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte.

In Barcelona wurde unterdessen eine Frau nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Sie soll ihren Wohnsitz in Barcelona haben und kürzlich von einer Reise nach Norditalien zurückgekehrt sein. Es handelt sich um den vierten bestätigten Coronavirus-Fall in Spanien. 

+++14.55 Uhr: Nachdem auf der Kanarischen Insel Teneriffa ein ganzes Hotel unter Quarantäne gestellt wurde, weil bei einem Tourist das Coronavirus nachgewiesen wurde, melden nun Österreich und Kroatien erste Fälle.  Noch am Nachmittag will sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Amtskollegen in Rom zu einem Krisentreffen zusammenfinden. Zu der Konferenz kommen die Gesundheitsminister der Länder

  • Österreich
  • Frankreich
  • Schweiz
  • Kroatien
  • Slowenien
  • Italien

Des Weiteren wird die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erwartet. Die Politiker wollen beraten, wie sie auf die Ausbreitung des Coronavirus reagieren. Spahn hatte am Montag gesagt, ein Virus mache an Landesgrenzen nicht halt. "Die Corona-Epidemie ist als Epidemie in Europa angekommen."

Die WHO spricht beim Coronavirus von einer „Epidemie in einzelnen Ländern“. Doch wann wird aus einer Epidemie eine Pandemie? Eine Begriffsklärung auf fr.de*

Virologe kritisiert den Umgang mit Coronavirus: Spahn unterschätzt die Gefahr

+++ 13.45 Uhr: Auf der Insel Teneriffa ist ein Hotel mit über 1000 Gästen unter Quarantäne gestellt worden. Ein mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierter Mann* aus Italien hielt sich in der Gegend auf. Alle Gäste des Hotels sollen jetzt überprüft werden. 

+++ 11.38 Uhr: Am Montag (24.02.2020) äußerte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beschwichtigend zur Ausbreitung des Coronavirus in Italien. Man sei „aufmerksam gelassen“. Nun reagiert der bekannte Virologe Alexander Kekulé mit Kritik. So stelle das Bundesgesundheitsministerium das Virus weiterhin als harmloser als die Grippe dar, so Kekulé. Dabei liege die Sterblichkeit bei der Grippe bei 0,1 Prozent, beim neuartigen Coronavirus hingegen zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. 

„Das heißt, das Virus ist für denjenigen, der die Infektion bekommt, zehn Mal gefährlicher“, warnte Kekulé im Deutschlandfunk. Zudem sei es sehr viel schwieriger, die Risikogruppe einzuschätzen: Anders als bei der Grippe sei das neuartige Coronavirus bislang nicht nur für ältere oder sehr junge Menschen tödlich gewesen, sondern auch für Menschen im mittleren Alter. 

Virologe warnt vor Coronavirus

Kekulé hatte zuvor schon Einreisekontrollen und „flächendeckende Screenings“ zum Schutz vor der Epidemie empfohlen. Nun müssten die Behörden die „Zigarette austreten, bevor sie einen Waldbrand verursacht“, mahnte Kekulé. Das sei zum Beispiel möglich, wenn in Deutschland künftig jeder Fall einer schweren Atemwegserkrankung sofort auf das Coronavirus getestet werde. Jens Spahn nimmt am Dienstag an einem Krisentreffen europäischer Gesundheitsminister zum neuartigen Coronavirus in Rom teil. 

Coronavirus: 230 Menschen in Italien infiziert

Italien hat dazu eingeladen, nachdem es sich binnen kurzer Zeit zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa entwickelt hat. Bislang wurde in Italien bei knapp 230 Menschen eine Infektion mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 nachgewiesen, sieben Infizierte starben bereits. Die meisten Infektionen wurden in der nördlichen Region Lombardei verzeichnet. Die italienische Regierung stellte elf Orte mit insgesamt mehr als 50.000 Einwohnern unter Quarantäne.

+++ 25.02.2020, 06.45 Uhr: Wegen des Coronavirus bleiben vorerst Schulen und Universitäten geschlossen. auch werden bevorstehende Spiele der ersten italienischen Fußball-Liga vor leeren Rängen ausgetragen. Laut Sportminister Vincenzo Spadafora billigte die Regierung den Ausschluss des Publikums aus den Stadien bei Spielen der Serie A in Norditalien. Auch die Europa-League-Partie zwischen Inter Mailand und dem bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad am Donnerstag wird zum „Geisterspiel“, wie der italienische Club ankündigte.

WHO rechnet mit Höhepunkt des Coronavirus in China

Derweil stieg in China die offizielle Zahl der Toten bis Dienstag um weitere 71 Fälle auf 2663. Auch wurden in der Volksrepublik weitere 508 Infektionsfälle bestätigt, womit die amtliche Gesamtzahl der Ansteckungen auf rund 77.500 wuchs. Die offizielle Zahl der neu registrierten Infektionen war in China zwar höher als am Montag, lag aber deutlich unter dem Stand der vergangenen Woche. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Epidemie in China bereits vor drei Wochen ihren Höhepunkt überschritten.

Coronavirus: Krise verschärft sich auch außerhalb Chinas

Allerdings hat sich die Krise außerhalb von China deutlich verschärft - mit insgesamt mehr als 2000 bestätigten Ansteckungsfällen und mindestens 30 Todesfällen in Dutzenden Ländern. Größter Herd des Erregers außerhalb Chinas ist Südkorea. Dort stieg die Zahl der bestätigten Infektionsfälle bis Dienstag auf 893. Mindestens acht Menschen starben an dem Erreger.

+++ 21.44 Uhr: In Italien ist der siebte Patient an dem neuartigen Corona-Virus gestorben. Der 62 Jahre alte Mann stammt aus dem lombardischen Ort Castiglione d'Adda südlich von Mailand, teilten die Behörden am Montagabend mit. Medienberichten zufolge litt der Mann bei seiner Ansteckung an mehreren chronischen Krankheiten und war auf Dialyse angewiesen. Die Zahl der Infizierten stieg auch weiter an. Mittlerweile sind in Norditalien 229 Menschen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. 

Coronavirus: Messe in Frankfurt wird verschoben

+++ 19.01 Uhr: Wegen der verstärkten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa wird die Messe für Licht und Gebäudetechnik Light + Building in Frankfurt verschoben. Die zunächst vom 8. bis zum 13. März geplante Veranstaltung finde nun zwischen Mitte und Ende September 2020 statt, teilte die Messe Frankfurt am Montag (24.02.2020) mit. Die Situation sei in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt bewertet worden. „Es wird eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden kann.“ Die Light + Building gibt es alle zwei Jahre. 2018 seien rund 220.000 Besucher gekommen.

In Italien haben sich 150 Menschen mit dem Coronavirus infiziert

+++ 18.36 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Italien ist sprunghaft angestiegen. Wie Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Montagabend in Rom mitteilte, sind trotz drastischer Maßnahmen wie Sperrzonen mittlerweile 220 Menschen an dem neuartigen Corona-Virus erkrankt. Mehr als 25 Menschen seien auf der Intensivstation. Am Sonntagabend lag die Zahl der Infizierten bei rund 150 Menschen in Italien. 

+++ 15.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat soeben in einer Pressekonferenz in Berlin weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland vermeldet. So sind alle Kliniken durch eine Eilverordnung dazu verpflichtet, nun auch Verdachtsfälle zu melden. Bisher bestand so eine Meldepflicht lediglich bei bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reagiert auf Coronavirus in Italien

Außerdem müssen Pilotinnen und Piloten nach Flügen aus China nun sofort nach der Landung auf deutschen Flughäfen den Tower über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren. Und diese müssen 30 Tage nach Ankunft in Deutschland für die Fluggesellschaften erreichbar sein. Deshalb seien entsprechende Formulare bei der Einreise auszufüllen, so Gesundheitsminister Spahn. 

"Die Corona-Epidemie ist als Epidemie in Europa angekommen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Deshalb müssen wir damit rechnen, dass sie sich auch in Deutschland ausbreiten kann." Die Lage deute darauf hin, dass sich das Virus in Form einer weltweiten Pandemie ausbreite.

Des Weiteren erhalte des Robert-Koch-Institut (RKI) eine größere "Koordinationsbefugnis". Man pflege eine "aufmerksame Gelassenheit" im Hinblick auf das Coronavirus, sagt Spahn in Berlin. Die Gefahr für die Gesundheit bleibe weiterhin gering. Trotzdem nehme man die Situation sehr ernst. 

Coronavirus: Britischer Mediziner halten Pandemie nicht mehr für verhinderbar

+++ 14.27 Uhr: Britische Mediziner bezweifeln, dass die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus noch gestoppt werden kann. Gegenüber der britschen Zeitung „The Telegraph“ sagte die Professorin Devi Sridhar von der Universität Edinburgh: „Das Zeitfenster für die Eindämmung des Ausbruchs schließt sich nun sehr schnell.“ 

Auch die Expertin für Infektionskrankheiten, Nathalie MacDerrmott, bezeichnete die Situation in Italien als „sehr besorgniserregend“. Grund für die Besorgnis ist der unbekannte Infektionsweg, über die die Patienten sich infizieren konnten. Sie schließt, dass sich die Patienten bei Personen angesteckt hätten, die keine oder kaum Symptome vorweisen würden und damit nichts von ihrer eigenen Infektion wüssten. Der Erreger würde sich damit schneller ausbreiten, als er nachgewiesen werden könne. 

Coronavirus: Im Iran sterben acht Menschen an der Krankheit

+++ 24.02.2020, 13.00 Uhr: Inzwischen sind drei weitere Menschen im Iran an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Toten stieg damit auf insgesamt acht. Flugzeuge aus dem Iran sollen nicht mehr in der Türkei landen. Ein Ministeriumssprecher sprach zuletzt von insgesamt 47 Infizierten im Iran. 

Auch im Nachbarland Afghanistan wurde der erste Coronavirus-Fall bestätigt. Auch hier wurde die Grenze zum Iran vorübergehend geschlossen. 

+++ 24.02.2020, 10.02 Uhr: In Italien sind zwei weitere Menschen nach dem Ausbruch des Coronavirus gestorben. Ein 84 Jahre alter Mann sei in einem Krankenhaus in Bergamo ums Leben gekommen, berichtete am Montag die Region Lombardei. Der Mann habe andere Vorerkrankungen gehabt, erklärte Regionalpräsident Attilio Fontana in einem Radiointerview. Jetzt wurde noch ein 88-jähriger Mann gemeldet, der an den Folgen des Virus verstarb. Die Zahl der Infizierten sei alleine in der Lombardei auf 219 gestiegen - am Vorabend waren es in ganz Italien nach Angaben des Zivilschutzes noch rund 150.

Coronavirus: Fehlalarm am Brenner - Zug aus Venedig kommt in München an

+++ 9.38 Uhr: Das öffentliche Leben in Teilen Norditaliens ist praktisch zum Erliegen gekommen. Mittlerweile sind fünf Menschen an dem neuartigen Coronavirus in Italien gestorben, 50.000 Menschen stehen unter Quarantäne. Die Zahl der Infizierten ist laut italienischer Behörden auf 219 angestiegen. Wie der „Spiegel“ berichtet, kommt es vor allem in der stark betroffenen Stadt Casalpusterlengo zu Hamsterkäufen. Das kann dazu führen, dass Produkte wie Nudeln und Reis ausverkauft sind. Aber auch die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln kann deshalb ansteigen. 

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat nun Griechenland erste Schutzmaßnahmen ergriffen. Wie der griechische Staatsrundfunk berichtet, werden die Besatzungen der Fähren, die zwischen Italien und Griechenland verkehren über die Gefahr des Virus informiert. Athen hat alle Klassenfahrten nach Italien gestoppt. „Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“, erklärte die griechische Bildungsministerin Niki Kerameos im griechischen Fernsehen Open am Montagmorgen. In Griechenland sind bislang keine Coronavirusfälle erfasst.

Update vom Montag, 24.02.2020, 05.55 Uhr: Coronavirus-Infizierte als Mitreisende im Zug, Zwangsstopp am Brenner, wenig Informationen über die Lage: Rund 500 Passagiere von zwei Eurocitys erlebten am Sonntagabend zunächst einen Alptraum, der dann aber in ein Happy End mündete. 

Coronavirus-Alarm in Eurocity stellt sich als Fehlalarm raus

Zwei deutsche Frauen, die wegen Fieber und Husten verdächtigt worden waren, am Coronavirus erkrankt zu sein, wurden negativ getestet. So konnte ein Eurocity, der für mehrere Stunden am italienisch-österreichischen Grenzübergang gestoppt worden war, seine Fahrt von Venedig via Innsbruck nach München kurz vor Mitternacht mit 500 Passagieren an Bord fortsetzen. Wo er dann am frühen Montagmorgen ankam, wenn auch stark verspätet.

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 21.34 Uhr: Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt. 

Zuvor war ein Eurocity, der auf dem Weg von Venedig nach München war, am Brenner gestoppt worden. Bei zwei Bahn-Passagieren bestehe der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus.

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 19.56 Uhr: Die Türkei, Pakistan und Armenien haben wegen der Coronavirus-Epidemie die Grenzen zum Iran geschlossen. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan kündigte am Sonntag (23.02.2020) an, den einzigen Grenzübergang Meghri für die Dauer von zwei Wochen zu schließen und alle Flüge zwischen Armenien und dem Iran auszusetzen.

Coronavirus: Weitere Länder schließen Grenzen zum Iran

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Iran haben bereits mehrere Staaten Schutzmaßnahmen verfügt. Am Sonntag gab die Türkei eine Schließung der Landgrenze zum Iran bekannt. Der Straßen- und Bahnverkehr zwischen den beiden Nachbarländern wurde eingestellt, ab dem Abend durften in der Türkei auch keine Flugzeuge aus dem Iran mehr landen.

Pakistan schloss am Sonntag ebenfalls seine Grenze zu dem betroffenen Land. Afghanistan untersagte vorläufig alle Reisen zwischen den beiden Staaten. Jordanien untersagte Einreisen von Menschen aus dem Iran sowie aus Südkorea und China.

Coronavirus: 40 Fälle im Iran

Der Iran hatte erst vor wenigen Tagen seine ersten Fälle gemeldet. Mittlerweile steckten sich nach offiziellen Angaben mehr als 40 Menschen in der Islamischen Republik an. Mit acht Todesopfern wurde der Iran zu dem Land mit den meisten Toten durch das Coronavirus außerhalb Chinas.

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 18.58 Uhr: Vier von 32 Passagieren des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“, die per Flugzeug von Japan nach Großbritannien zurückgebracht worden waren, haben sich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Alle waren vor Abflug der Maschine auf den Erreger getestet worden.

Bei ihnen konnte zu dem Zeitpunkt das Virus nicht nachgewiesen werden, sie zeigten auch keinerlei Symptome. Alle Passagiere kamen nach ihrer Ankunft am Samstag (22.02.2020) in Südengland vorsichtshalber trotzdem in eine 14-tägige Quarantäne. Insgesamt sind in Großbritannien damit 13 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus: Europäische Präventionsbehörde ECDC stellt Risikobewertung auf den Prüfstand

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 18.37 Uhr: Die europäische Präventionsbehörde ECDC stellt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien ihre Risikobewertung zu dem Virus auf den Prüfstand. Angesichts der sich schnell entwickelnden Lage werde man die Auswirkungen der Cluster in Italien hinsichtlich des Risikos für die gesamte EU und den Europäischen Wirtschaftsraum bewerten, teilte das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) am Sonntagabend (23.02.2020) in Solna bei Stockholm mit. 

ECDC-Direktorin Andrea Ammon kündigte an, innerhalb der kommenden 24 Stunden eine aktualisierte Risikoeinschätzung herauszugeben. Man rechne damit, dass es in den kommenden Tagen weitere Fälle in Italien sowie möglicherweise auch in anderen Teilen der EU geben werde.

Coronavirus: Drittes Todesopfer in Italien

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 17.52 Uhr: In Italien ist nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer zu beklagen. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag. Sie habe die in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen. Ob das Coronavirus die Todesursache war, war zunächst unklar.

Zuvor waren in Italien bereits zwei ältere Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren: eine Person in der Lombardei und eine in Venetien.

Coronavirus: Italien riegelt Städte ab – Karneval in Venedig vorzeitig beendet

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 14.00 Uhr: Die Situation in Italien wird immer dramatischer. Ungeachtet aller Maßnahmen zur Eindämmung steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus unvermindert weiter. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst.

Vor allem das Ausmaß des Ausbruchs in Italien erschreckt. Zum Vergleich: In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. „Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden.“ 

Elf Gemeinden im Norden des Landes sind von der Abriegelung ihrer Städte betroffen. Die Zeitung „Corriere della Sera“ spricht von einer Sperre nach „Wuhan-Modell“. Dazu gehören zehn Gemeinden in der Provinz Lodi in der Lombardei rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand: Codogno, Castiglione d'Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano. Die elfte Gemeinde ist die Stadt Vo in der Provinz Padua in Venetien. 

Eine Abriegelung der Ortschaften bedeutet, dass das Betreten oder Verlassen verboten ist, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärte. Die Anordnung werde von der Polizei und notfalls auch der Armee durchgesetzt, jedwede Verletzung dieser Sperre werde strafrechtlich verfolgt.

Nach Contes Angaben sollen die Maßnahmen für zwei Wochen gelten, was der normalen Inkubationszeit für die vom Virus verursachteLungenkrankheit Covid-19 entspreche. Er rief die Bevölkerung auf, nicht den Mut zu verlieren. „Wir werden euch eine angemessene Unterstützung geben. Wir nehmen wahr, dass es Bedenken in euren Köpfen und Herzen gibt, aber wir stehen an eurer Seite.“

Coronavirus: Karneval in Venedig soll vorzeitig beendet werden

Unterdessen soll der berühmte Karneval in Venedig aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens frühzeitig beendet werden. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

„Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen“, sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals „und sogar noch mehr“. Die Karnevalsfeierlichkeiten, die eigentlich bis Dienstag laufen, gingen am Sonntag zunächst weiter.

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 11.45 Uhr: Die Situation in Italien verschärft sich weiter. Inzwischen ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem Coronavirus auf 109 gestiegen. Allein in der norditalienischen Region Lombardei seien 89 Menschen infiziert, sagte Regionalpräsident Attilio Fontana am Sonntag dem Fernsehsender SkyTG24.  Er forderte „verschärfte Kontrollen“ an den Grenzen.

Betroffen war außer der Lombardei auch die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. „Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden.“ Er hoffe allerdings, dass sie räumlich beschränkt blieben.

Coronavirus: Italien riegelt ein Dutzend Städte ab 

Update vom Sonntag, 23.02.2020, 07.15 Uhr: Italien greift im Kampf gegen das Coronavirus zu drastischen Mitteln. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen die am stärksten betroffenen Städte isoliert werden. „Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten“, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Menschen könnten sich nur mit „besonderen Ausnahmeregelungen“ bewegen. 

Ziel sei, die Gesundheit des italienischen Volks zu schützen, so Conte. Zunächst sollten die Sicherheitskräfte die betroffenen Regionen abriegeln. „Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein“, fügte Conte hinzu. Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe „strafrechtliche Verfolgung“. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo im benachbarten Venetien mit rund 3000 Bewohnern.

Auch in Südtirol bereiteten sich die Behörden auf einen Notfall vor. Unter anderem empfahlen die Gesundheitsbehörden am Samstagabend, die Universität Bozen sowie Kitas und Kinderhorte für die kommende Woche zu schließen. Zudem sei ein medizinischer Notfallplan erstellt worden, berichtete die Website des Rundfunksenders Südtirol.

In der Lombardei und in Venetien wurden für Sonntag alle Sportveranstaltungen abgesagt. Davon betroffen sind auch drei Serie-A-Spiele zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua sowie zwischen Hellas Verona und Cagliari Calcio. Auch die Partie Atalanta Bergamo gegen Sassuolo wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Südkorea meldet zwei weitere Tote durch Coronavirus

In Südkorea wird die Situation unterdessen immer besorgniserregender. Inzwischen hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem Büro am Sonntag bekannt. In einigen Tagen werde ein „kritischer Moment“ im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Am Sonntag meldete das Land zwei weitere Todesfälle durch die Lungenerkrankung Covid-19. Insgesamt starben damit in Südkorea bislang fünf Menschen an der Krankheit. Die Zahl der Neuinfizierten stieg um 169 auf 602 Fälle - die zweithöchste Zahl außerhalb Chinas.

Daegu - mit 2,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Südkoreas - meldete allein am Sonntag mehr als 90 neue Fälle. Damit sei die Gesamtzahl der Fälle in der Stadt auf 247 gestiegen, sagte der Bürgermeister Kwon Young-jin. „Das Ausmaß der Krise in Daegu und der Provinz Nord-Gyeongsang ist ernst“, sagte Kwon, der den Einheimischen riet, in ihren Häusern zu bleiben. 

Aus China, dem Epizentrum des Virusausbruchs, meldeten die Behörden am Sonntag 97 weitere Tote.

Coronavirus lähmt Alltag im Iran - Schulen und Unis geschlossen

Große Probleme bereitet das Coronavirus auch dem Iran. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden vorläufig in mehreren Städten die Schulen und Universitäten geschlossen. Auch Kinos bleiben bis auf weiteres zu, Theater- und Konzertveranstaltungen wurden abgesagt. Die Spiele der ersten Fußball-Liga werden zwar wie geplant ausgetragen, allerdings ohne Zuschauer. 

Laut Gesundheitsministerium gibt es landesweit 785 Verdachtsfälle, von denen 28 positiv auf Covid-19 getestet wurden. Bislang sind demnach fünf Patienten an der Krankheit gestorben. 

Coronavirus: USA werfen Russland gezielte Desinformation vor

Update vom Samstag, 22.02.2020, 17:50 Uhr: Die US-Regierung wirft Moskau vor, eine groß angelegte Desinformationskampagne rund um das Coronavirus gestartet zu haben. Das teilten Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach verbreiteten russische Nutzerkonten auf Online-Plattformen gezielt Falschinformationen und Verschwörungstheorien.

Ein Teil dieser Kampagne sei die Theorie, nach der die USA Schuld an der Coronavirus-Epidemie sei. Nutzerkonten auf den sozialen Plattformen Twitter, Facebook und Instagram behaupteten, die „Central Intelligence Agency“ (CIA) - der amerikanische Geheimdienst - habe das Virus in die Welt gesetzt, um einen „Wirtschaftskrieg gegen China“ zu führen.

US-Behörden waren den Angaben zufolge erstmals Mitte Januar 2020 auf die Desinformationskampagne aufmerksam geworden. In einem Bericht des US-Außenministeriums, den AFP einsehen konnte, heißt es, über tausende gefälschte Nutzerkonten im Internet würden in zahlreichen Sprachen "nahezu identische" Behauptungen über das neuartige Coronavirus verbreiten.

 Coronavirus: USA warnen vor gezielten Desinformationskampagnen aus Russland

Update vom Samstag, 22.02.2020, 17.01 Uhr: Sechs deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“, das wegen des Coronavirus zwei Wochen in Japan unter Quarantäne stand, sind wieder zu Hause, meldet die dpa. An Bord einer italienischen Maschine landeten sie am Samstagmorgen (22.02.2020) im militärischen Teil des Flughafens Tegel in Berlin.

Nach einer Untersuchung brachte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sie in ihre Heimat, wie ein Sprecher mitteilte. Zwei der Passagiere stammen laut DRK aus Berlin, je zwei weitere aus dem niedersächsischen Emsland und der Nähe von Marburg.

Zu Hause müssen die Passagiere weitere zwei Wochen isoliert verbringen, um eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 endgültig auszuschließen. Sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen und sollen andere Menschen meiden.

Coronavirus: Japan versäumt notwendige Virustests

Update vom Samstag, 22.02.2020, 15.57 Uhr: In Japan ist bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten Passagierin des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK laut dpa am späten Samstagabend (22.02.2020, Ortszeit). 

Nach der zweiwöchigen Quarantäne an Bord hatte die Frau am Mittwoch (19.02.2020) mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren das Schiff verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Diese Entscheidung war unter Experten auf Unverständnis gestoßen. 

Coronavirus: Negativ getesteter Passagier in Japan doch infiziert

Der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato musste am Samstagabend (Ortszeit) einräumen, dass es sein Ministerium bei 23 Passagieren versäumt hatte, vor ihrer Ausschiffung die nötigen Virustests vorzunehmen. Er bereue den „Fehler“, wurde Kato von japanischen Medien zitiert. Man werde dafür sorgen, dass sich so ein Fehler nicht wiederhole.

Die 23 Passagiere seien vor dem 5. Februar negativ getestet worden. Nach Verhängung der Quarantäne waren sie dann nicht mehr getestet worden. Auch wer negativ getestet worden ist, kann offenbar später doch das Virus in sich tragen.

Coronavirus: Weiterer Mensch stirbt in Italien

Update vom Samstag, 22.02.2020, 12.10 Uhr: In Italien ist ein weiterer Mensch gestorben, der als Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion galt. Es handele sich um eine Frau in der nördlichen Region Lombardei, teilte ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mit. Ihr Fall wird genauso wie der des 78-jährigen Rentners, der bereits am Vorabend gemeldet worden war, als Tod durch das Coronavirus behandelt, auch wenn eine finale Bestätigung erster positiver Tests auf das Virus noch aussteht. Die Zahl der Infizierten liegt in Italien derzeit bei 29: In der Lombardei gibt es 27, in Venetien zwei Fälle. 

Italien meldet ersten Coronavirus-Toten

Update vom Samstag, 22.02.2020, 06.30 Uhr: In Italien ist der erste Europäer am neuartigem Coronavirus in Italien gestorben. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza. Der Verstorbene sei zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Der Mann war dem Minister zufolge wegen einer anderen Krankheit vor etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden. In Venetien waren zuvor zwei Infektionsfälle von örtlichen Behörden bestätigt worden, in der benachbarten Lombardei 15 Fälle.

Besorgniserregend ist die Lage derzeit auch in Südkorea, wo die Zahl der Neuinfizierten am Samstag sprunghaft anstieg: Die Behörden des Landes meldeten 142 neue Erkrankungsfälle, die Gesamtzahl stieg damit auf 346 - die zweithöchste außerhalb Chinas. 

Unterdessen sind mehrere Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“, das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen am Samstagmorgen im militärischen Teil des Flughafens Tegel, wie das Auswärtige Amt auf Twitter mitteilte.

Dort sollten sie von einem Amtsarzt im Empfang genommen und untersucht werden. Laut Behörden sollten die Rückkehrer zwei Wochen lang zu Hause isoliert werden. Über die Berliner Passagiere hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag gesagt, diese seien negativ auf das neuartige Coronavirus Sars CoV-2 getestet worden.

Coronavirus: Neue Fälle in Italien - Schließung von Schulen und Ämtern angeordnet

Update vom Freitag, 21.02.2020, 20.40 Uhr: Die Sorge in Italien aufgrund der Coronavirus-Infektionen wächst: Mindestens zehn norditalienische Städte haben die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer Infektionsfälle in Norditalien einberufen worden war. 

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Coronavirus getestet. Alle hatten offenbar zuvor dieselbe Bar besucht und mit den gleichen Menschen Kontakt. In den betroffenen Orten in der Lombardei riefen die Behörden rund 50.000 Menschen auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Zwei weitere Fälle wurden in der Region Venetien von lokalen Behörden bestätigt. 

Der Bürgermeister der lombardischen Stadt Codogno hatte bereits zuvor angeordnet, dass alle öffentlichen Gebäude des 15.000-Einwohner-Ortes für einen Zeitraum von bis zu fünf Tagen geschlossen bleiben sollen. Mehrere positive Coronavirus-Tests in der Gemeinde hätten „eine Alarmsituation geschaffen“, sagte Francesco Passerini.

Coronavirus: Neue Infektionsherde in China, Südkorea und Iran alarmieren WHO

Update vom Freitag, 21.02.2020, 18.55 Uhr: Die Zahl nachgewiesener Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in der norditalienischen Lombardei hat sich am Freitagabend um weitere acht auf 14 erhöht. Das teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit.

Ein 38-jähriger Patient lag am Freitag in ernstem Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses der Kleinstadt Codogno. Zu den bisher positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen in der Lombardei gehört die schwangere Frau des Schwerkranken. Mit drei zuvor in Rom erfassten Fällen gibt es nun insgesamt 17 Nachweise in Italien.

Update vom Freitag, 21.02.2020, 17.40 Uhr: Die steigende Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb von China alarmiert die WHO. „Das Zeitfenster, um diesen Ausbruch unter Kontrolle zu halten, wird kleiner“, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag (21.02.2020) in Genf. Wenn man jetzt die Chance verpasse, habe die Welt ein ernsthaftes Problem, sagte er. Zuletzt hatten vor allem neue Fälle in Südkorea und im Iran für Unruhe gesorgt. Auch in Italien wurden neue Infektionen gemeldet. Der Irak kündigte an, bis auf Weiteres den Reiseverkehr zwischen beiden Ländern zu stoppen. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways setzte alle Flüge in den Iran aus.

Ghebreyesus mahnte, man müsse um jeden Preis vermeiden, dass man eines Tages zurückblicke und es bereue, dass „wir von diesem Zeitfenster nicht Gebrauch gemacht haben.“ Deswegen fordert er von den Geberländern, mehr Mittel für die Forschung am Coronavirus und den Kampf gegen die Infektionskrankheit bereitzustellen. Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. 

Update vom Freitag, 21.02.2020, 15.35 Uhr: Neue Infektionsherde in China, eine deutliche Zunahme der Ansteckungen in Südkorea und neue Fälle im Iran, in Israel und im Libanon - bei der Epidemie des Coronavirus zeichnet sich weiter keine Entspannung ab. In China wurden am Freitag unter anderem hunderte Infektionen in Gefängnissen gemeldet. In Südkorea breitete sich der Erreger ausgehend von einer Sekte in der Metropole Daegu weiter aus.

Coronavirus breitet sich in Gefängnissen aus

Die chinesischen Behörden räumten ein, dass es in mehreren Gefängnissen mehr als 500 Infizierte gebe. 230 Infektionen wurden allein im Frauengefängnis in Wuhan, dem Epizentrum der Epidemie, registriert. Außer in der Provinz Hubei gab es auch in den östlichen Provinzen Shandong und Zhejiang Gefängnisse mit Coronavirus-Fällen. Mehrere Vertreter der Justizvollzugsbehörden wurden daher entlassen. Zudem traten im Pekinger Fuxing-Krankenhaus gehäuft Neuinfektionen auf.

Chinas Staatschef Xi Jinping sagte am Freitag bei einer Politbüro-Sitzung, der Höhepunkt der Epidemie sei „noch nicht gekommen“, die Lage in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei sei weiterhin „düster und kompliziert“. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt nicht „hart“ gegen das Virus vorgehe, werde sie vor einem „schwerwiegenden Problem“ stehen.

Update vom Freitag, 21.02.2020, 11.25 Uhr: Wann kommt der erste Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus?  Nach Einschätzung chinesischer Behörden könnte er von Ende April an getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping bei einer Pressekonferenz in Peking. „Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden.“

Coronavirus: Forscher in China und Deutschland arbeiten an einem Impfstoff

Die chinesischen Forscher verwenden demnach unter anderem deaktivierte Viren oder produzieren mit Gentechnik Proteine, die als Antikörper gegen den Erreger dienen sollen. Ein weiterer Ansatz ist die Modifizierung von bestehenden Grippe-Impfstoffen. Einige der Substanzen würden derzeit an Tieren getestet, sagte Zeng Yixin, der Vize-Direktor von Chinas Nationaler Gesundheitskommission.

Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. 

Derweil wird die Sorge um die Olympischen Spiele* immer größer. Virologen zweifeln daran, dass im Sommer Millionen Menschen in Japan die Spiele verfolgen können: Nach China ist Japan am stärksten vom Coronavirus betroffen.

Mehr als 100 Tote in China, Rückkehrer in Stuttgart erwartet

Update vom Freitag, 21.02.2020, 07.10 Uhr: Wieder sind in China 118 Menschen an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.  In Festland-China sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bis Freitag auf insgesamt 75.465 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer. Mit den neuen Todesfällen sind nun offiziell 2236 Tote in der Volksrepublik zu beklagen.

Unterdessen sind in Südkorea Dutzende weitere Fälle von Ansteckungen unter den Mitgliedern einer Sekte bestätigt worden. Bei Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu wurden 39 neue Infektionsfälle nachgewiesen. Die offizielle Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Sektenmitglieder stieg damit auf mehr als 80.

Wegen Coronavirus: Irak schließt Grenze zum Iran

Aus Furcht vor einem Überschwappen des nun auch im Iran nachgewiesenen Coronavirus schloss der Irak seine Grenze zum Nachbarland. Iraner dürften die Übergänge nicht länger passieren. Aus der Islamischen Republik einreisende Iraker würden den vom Gesundheitsministerium angeordneten Prüfungen unterzogen, teilte die irakische Grenzschutzbehörde mit. Irakischen Medienberichten zufolge setzte die staatliche Fluggesellschaft Iraqi Airways zudem vorerst ihre Verbindungen zu iranischen Zielen aus.

Coronavirus: Rückkehrer landen am Freitag in Stuttgart

Nach einer neuen europäischen Rückholaktion aus Wuhan sollen am Freitag in Stuttgart mehr als ein Dutzend Heimkehrer eintreffen. Sie kommen zunächst mit anderen Europäern in einer französischen Maschine nach Paris. Nach ihrer Ankunft am Vormittag auf dem Flughafen Stuttgart sollen die Reisenden zunächst untersucht und dann in eine Quarantäne-Station im Landkreis Esslingen gebracht werden.

Rückkehrer aus China landen am Flughafen in Stuttgart.

Sechs Passagiere aus Deutschland, die in Yokohama noch auf der „Diamond Princess“ waren, fliegen mit anderen Europäern in einem italienischen Flugzeug nach Berlin. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitag 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 MEZ) geplant. Das Schiff hatte zwei Wochen unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv getestet worden und liegt in Japan im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher und seine japanische Frau aus München wollen erst noch in Tokio bleiben.

Coronavirus: Rückkehr aus Wuhan wird von Ausschreitungen begleitet

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 21.30 Uhr: Begleitet von Ausschreitungen sind Dutzende Ukrainer aus der chinesischen Stadt Wuhan am Donnerstagabend in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im ukrainischen Fernsehen zeigten. 

Die Polizei musste für den Konvoi eine brennende Barrikade räumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt. Über den Grad der Verletzungen machten die Behörden zunächst keine Angaben. 

Angst vor Coronavirus: Demo gegen Rückkehrer aus Wuhan

Hunderte Menschen hatten gegen die Rückkehr aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet. Es flogen Steine. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Anwohner hatten eine Verbindungsstraße zu der Quarantänestation blockiert. 

Die Quarantänestation befindet sich in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew. Die China-Rückkehrer kamen dort am Abend an. Das Gelände war komplett abgeriegelt. Die Ukrainer waren zuvor neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten. Alle Passagiere müssen in den nächsten zwei Wochen in dem Sanatorium bleiben. In der Ukraine wurde bisher keine Sars-CoV-2-Infektion gemeldet.

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 19.30 Uhr: Am morgigen Freitag (21.02.2020) soll nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Flugzeug mit Rückkehrern aus Wuhan in Stuttgart landen. Das DRK übernehme im Auftrag der Bundesregierung die Betreuung, so ein Sprecher der Hilfsorganisation.

Coronavirus bremst Wachstum des weltweiten Luftverkehrs ein

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 17.50 Uhr: Das Coronavirus bremst die Weltwirtschaft aus* - und auch das Wachstum des weltweiten Luftverkehrs könnte das Coronavirusund die Krankheit Covid-19 einschränken, so der Branchenverband IATA 2020. Nach ersten Berechnungen dürfte die Ticketnachfrage bei Airlines aus dem asiatisch-pazifischen Raum wegen des Virus um etwa 13 Prozent geringer ausfallen als gedacht, teilte die IATA mit. Da auch Airlines aus anderen Regionen betroffen seien, rechnet die IATA weltweit mit weniger Passagier-Flugverkehr als im Vorjahr.

Noch im Dezember hatte die IATA für 2020 weltweit ein Wachstum des Passagier-Flugverkehrs um 4,1 Prozent vorhergesagt. Die geringere Nachfrage und das gekappte Flugangebot infolge des Virus dürften den Ticketabsatz aber mit 4,7 Prozent belasten. Im Vergleich zu 2019 sei daher ein Nachfragerückgang um 0,6 Prozent zu erwarten, prognostiziert der Verband.

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 11.36 Uhr: Zwei ältere Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ sind einem Medienbericht zufolge an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen Mann und eine Frau, die mehr als 80 Jahre alt gewesen seien, berichtete der japanische Sender NHK unter Berufung auf Regierungskreise. Das Schiff war vor der japanischen Küste unter Quarantäne gestellt worden. Inzwischen dürfen Passagiere die „Diamond Princess“ verlassen. 

Coronavirus: Höhepunkt der Epidemie Ende Februar erwartet 

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 06.55 Uhr:Erneut sind dem Coronavirus in China mehr als 100 Menschen zum Opfer gefallen. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen landesweit 114 Tote hinzu. Gleichzeitig ging die Zahl neu bestätigter Erkrankungen deutlich zurück – was offenbar auf eine erneut abgeänderte Zählweise der chinesischen Behörden zurückzuführen ist. Wie aus einem Papier der Gesundheitskommission hervorgeht, sollen klinische Diagnosen von nun an nicht mehr als offiziell bestätige Fälle in die Statistik einfließen.

Ein Höhepunkt der Corona-Epidemie ist noch nicht erreicht. Der erste Fall in Badem-Württemberg und NRW wurde bestätigt.

In Südkorea ist die Zahl der Infizierten deutlich angestiegen. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten 31 neue Fälle. Dadurch erhöhte sich die Zahl der bisher bestätigten Infektionen auf 82. Auch zwei Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin.

Unterdessen warnte ein führender chinesischer Wissenschaftler davor, dass das Coronavirus zu einer etablierten Krankheit wie die Influenza-Grippe werden könnte. „Das neue Coronavirus könnte zu einer Langzeitkrankheit werde, die genau wie die Grippe mit dem Menschen koexistiert“, sagte Wang Chen, Präsident der China Academy of Medical Science, am Mittwoch im chinesischen Staatsfernsehen.

Coronavirus: WHO lobt „enormen Fortschritt“ im Kampf gegen gegen Infektionskrankheit

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 18.31 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich im Kampf gegen den Coronavirus zunehmend optimistisch. Man habe in kürzester Zeit „einen enormen Fortschritt erzielt“, lobte der WHO-Experte Richard Brennan am Mittwoch die medizinischen Gegenmaßnahmen bei einer Pressekonferenz in Kairo. Das Virus könne nun "überall diagnostiziert" werden, und es seien wirksame Maßnahmen ergriffen worden. 

Ein Kollege räumte jedoch ein: „Was jetzt noch fehlt, ist eine Impfung und Behandlungsmethoden, um die Fälle weiter einzudämmen und zu verhindern.“ Die Forschung auf diesem Gebiet sei sehr vielversprechend. Man erhalte jeden Tag neue Informationen über das Virus.

Ägypten war am vergangenen Freitag (14.02.2020) zum ersten Mal in Afrika ein Coronavirus-Fall gemeldet worden. Dem Gesundheitsministerium zufolge fiel der zweite Test auf das Virus negativ aus. Experten fürchten dennoch eine Verbreitung auf dem Kontinent.

Coronavirus: Im Iran sterben zwei Patienten

Im Iran sind am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Irna zwei Patienten an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei den zwei Verstorbenen habe es sich um ältere Menschen aus der Stadt Kom gehandelt. Es waren die ersten bestätigten Coronavirus-Fälle in dem Land. Bis jetzt hatte der Iran Berichte und Gerüchte über Covid-19-Fälle vehement zurückgewiesen. Wie es zu der Infektion der beiden Iraner kam, ist unklar. 

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 14.10 Uhr: Das Coronavirus hemmt die Wirtschaft und den Verkehr in China - und wirkt sich damit auch auf den Ausstoß von CO2 aus. Einer Analyse der Webseite „Carbon Brief“ zufolge, die sich auf Umwelt- und Klima-Themen spezialisiert, haben sich die Emissionen zeitweise um ein Viertel verringert. 

Vor allem der industrielle Energieverbrauch und der Flugverkehr lägen derzeit wegen der Restriktionen der Regierung in China als Reaktion auf das Coronavirus weit unter normalen Werten, heißt es in dem Bericht. Die Daten vieler Industriezweige weisen die niedrigsten Emissionen seit Jahren auf. Hauptverantwortlich für den Rückgang sei, dass Kohlekraftwerke, Erdölraffinerien und Stahlwerke mit eingeschränkter Produktion liefen. Zudem ist der Flugverkehr innerhalb von China auf ein Aufkommen von 70 Prozent im Vergleich zum Vormonat gefallen.

Coronavirus wirkt sich in China auf die Wirtschaft und die Belastung der Umwelt aus

„Carbon Brief“ rechnet vor, dass „die Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen, eine Reduktion von 15 bis 40 Prozent in der Produktion von Haupt-Industriezweigen“ zur  Folge haben. Das könnte jedoch nur ein kurzfristiger Effekt sein und würde sich in der Jahresbilanz nicht stark niederschlagen, wenn sich die Situation schnell verbessert. 

Längerfristige Folgen könnten demnach ungezahlte Gehälter und daraus resultierender gebremster Konsum sein: „Carbon Brief“ verweist in diesem Zusammenhang auf Vorhersagen, die davon ausgehen, dass Autoverkäufe in China im Zeitraum von Januar und Februar um 25 bis 30 Prozent gefallen sein könnten. Diese Zahlen dürften sich wiederum auch in der deutschen Wirtschaft bemerkbar machen.

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 7.20 Uhr: Zwei Wochen mussten die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ an Bord in Quarantäne ausharren. Nun haben die ersten Passagiere das Kreuzfahrtschiff in Japan verlassen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Zuerst darf eine Gruppe von rund 500 vor allem älteren Passagieren das Schiff verlassen. Sie wurden negativ auf das Coronavirus getestet und von Ärzten an Bord gefragt. Wer negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss weiter zur Beobachtung an Bord der „Diamond Princess“ bleiben. An Bord waren 542 positiv getestete Personen, die in örtliche Krankenhäuser gebracht wurden - darunter auch ein deutsches Ehepaar.

Wegen Coronavirus: keine Arbeitsvisa für Chinesen

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 06.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China untersagt Russland chinesischen Staatsbürgern nun generell die Einreise. Diese Regelung gelte ab Donnerstag, zitierten die russischen Nachrichtenagenturen am Dienstag die für Gesundheit zuständige Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Moskau die Verbindungen zu seinem Nachbarland weitgehend gekappt. Die russische Regierung beschloss, die 4250 Kilometer lange Grenze zu China zu schließen. Bahn- und Flugverbindungen wurden ganz oder teilweise ausgesetzt. Chinesen erhielten außerdem keine Arbeitsvisa mehr und auch die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik wurde abgeschafft. 

Mehr als 2004 Tote durch Coronavirus

In Festlandchina starben nach Behördenangaben mittlerweile 2004 Menschen, also innerhalb eines Tages 132. Mehr als 74.000 Infektionen wurden dort seit Dezember nachgewiesen. In Russland traten bislang erst zwei Infektionsfälle auf. Die beiden Frauen, die von einer China-Reise nach Russland zurückgekehrt waren, haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 17.27 Uhr: Angesichts der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China hat die Bundesregierung erneut Hilfsgüter in die Volksrepublik geschickt. „Wir wollen China weiter nach Kräften bei der Bekämpfung des Corona-Virus unterstützen“, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag in Berlin. Deswegen sei am Dienstag „eine weitere Hilfslieferung von 8,7 Tonnen mit einem Wert von mehr als 150.000 Euro auf den Weg“ gebracht worden.

Deutschland wolle mit diesen Hilfsgütern „schnell und unbürokratisch“ helfen, erklärte Maas. Deutschland steht bei der Bekämpfung der Epidemie „fest an Chinas Seite“ und arbeite „mit den chinesischen Behörden eng und vertrauensvoll zusammen“. „Wir haben dabei allergrößten Respekt vor den Anstrengungen, die China bereits unternommen hat“, hob der Minister hervor.

Coronavirus nimmt in vier von fünf Fällen einen milden Verlauf

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 14.40 Uhr: In China haben Forscher die bislang umfassendste Studie zum Coronavirus veröffentlicht und kommen zu dem Ergebnis, dass die Infektionskrankheit in vier von fünf Fällen einen milden Verlauf nimmt. Laut den Analysen am „Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -vorbeugung“ sind 13,8 Prozent der Fälle als ernst und 4,7 Prozent sogar als lebensgefährlich einzustufen. Besonders gefährdet sind neben Mitarbeiter im Gesundheitsbereich alte und kranke Menschen. Folgende Krankheiten haben laut der Studie das höchste Sterberisiko zur Folge:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Bluthochdruck

Coronavirus-Studie warnt vor genetischen Mutationen

Insgesamt liege die Todesrate bei Coronavirus-Fällen bei 2,3 Prozent. Männer haben der Studie zufolge mit 2,8 Prozent ein deutlich höheres Todesrisiko als Frauen mit 1,7 Prozent. Seit etwa einer Woche sei ein „Abwärtstrend“ zu erkennen, insbesondere außerhalb der Provinz Hubei. Dort liegt die Todesrate bei fast drei Prozent, im Rest von China nur bei 0,4 Prozent.

Zugleich warnte das Zentrum für Seuchenkontrolle und -vorbeugung davor, dass sich das Virus durch genetische Mutation anpassen könne und sich so womöglich schneller verbreiten werde. Das medizinische Personal müsste daher „wachsam“ bleiben. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt vor vorschnellem Optimismus gewarnt. Es sei „unmöglich“, den weiteren Verlauf der Epidemie vorherzusagen, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 14.00 Uhr: Bei 16 Erwachsenen und vier Kindern, die am 9. Februar aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Berlin ausgeflogen wurden, sind Tests auf die Infektionskrankheit erneut negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstag in Berlin mit. Zwei Wochen sollen die 20 Deutschen im Stadtteil Köpenick in Quarantäne bleiben. Gebe es weiterhin keinen Virus-Nachweis, dürften die Rückkehrer die Isolierstation an diesem Sonntag (23.02.2020) verlassen, teilte die Sprecherin mit.

Krankenhaus-Direktor in Wuhan an Coronavirus-Infektion gestorben

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 11.25 Uhr: In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ist der Direktor eines Krankenhauses an der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Alle Bemühungen zur Rettung des Lebens von Liu Zhiming, des Leiters des Wuchang-Hospitals, seien vergeblich gewesen, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag. Es ist der erste bekannte Fall eines Krankenhausdirektors, der an den Folgen der Ansteckung mit dem Coronavirus starb.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 07.00 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. „Das ist eine sehr grobe Schätzung“, sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, in einem Video von einer Schalte mit Medizinern aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung „Nanfang Dushibao“ (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Covid-19: Höhepunkt des Coronavirus-Ausbruchs wohl Ende Februar

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. „Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt“, mahnte der renommierte Mediziner zur Vorsicht. Er sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur Eindämmung desSars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten.

Derweil ist die Zahl neuen Virusfälle in China um 1886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte auf insgesamt 72 436 Fälle. An Covid-19 sind in Festland-China insgesamt 1868 Patienten gestorben.

Update vom Montag, 17.02.2020, 22.51 Uhr: Eine Frau, die im nordrussischen St. Petersburg aus der Coronavirus-Quarantäne ausgebrochen war, ist per Gerichtsentscheid zurück in die Klinik zwangseingewiesen worden. Sie wurde am Montag gegen ihren Willen mit einem Krankenwagen direkt vom Gerichtsgebäude zur Isolierstation gebracht, wie lokale Medien berichteten. Die Maßnahme gilt noch bis Mittwoch.

Die 32-Jährige hatte vor anderthalb Wochen in der Klinik das elektronische Schloss einer Tür geknackt und war aus dem Gebäude geflohen. Die Chefärztin hatte daraufhin das Gericht eingeschaltet. Russische Medien sprachen von einer beispiellosen Entscheidung, weil niemand gegen seinen Willen in Quarantäne gestellt werden dürfe. In dem Gerichtssaal trug niemand eine Schutzmaske.

Covid-19: Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne

Update vom Montag, 17.02.2020, 15.22 Uhr: Während viele Passagiere der „Westerdam“ bereits die Heimreise angetreten haben, befindet sich das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ noch in Quarantäne. Anlass der seit zwei Wochen andauernden Quarantäne in Yokohama ist laut dpa, dass ein 80-jähriger Mann aus Hongkong positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Mittlerweile seien über 450 Passagiere und Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Doch noch seien nicht alle Testergebnisse der mehr als 3000 Personen auf der „Diamond Princess“ ausgewertet.

Jetzt holten die USA mittels zweier Flugzeuge hunderte Staatsbürger zurück. Wie der Sender Fox News meldete, landeten zwei Maschinen auf Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas. Dort ginge die Quarantäne für die ehemaligen Passagiere der „Diamond Princess“ weiter. Denn unter den Zurückgeholten befänden sich auch Infizierte.

Coronavirus Covid-19: Bundesregierung erwägt Rückholung deutscher Passagiere

Wie die Agentur AFP berichtet, erwägt die Bundesregierung jetzt auch eine Rückholung deutscher Urlauber vom Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“.  Insgesamt acht der mehr als 3000 Passagiere seien Deutsche. Wie ein Außenamtssprecher der AFP mitteilte, seien zwei deutsche Passagiere wegen einer Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus gebracht worden. Sie seien aber „wohlauf“ und frei von Symptomen der Covid-19 genannten Lungenkrankheit.

Ein Krisenstab des Auswärtigen Amtes befasse sich nun damit, wie die „Betroffenen, die dies wünschen, möglichst bald zurückkehren können und ob dazu Unterstützung der Bundesregierung nötig sein wird“, so der Außenamtssprecher weiter.

Update vom Montag, 17.02.2020, 06.40 Uhr: Die Zahl der Infektionen hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. 

Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2048 zu und erreichten 70.548. Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58 000 Infektionen und 1696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer. 

Covid-19: Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff 

Nach der Entdeckung einer Infektion unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“, die zum Teil schon in Kambodscha an Land gegangen waren, sind nach Angaben der Reederei bislang zumindest keine Symptome der Covid-19 genannten Lungenkrankheit aufgetreten. 

Allerdings gibt es eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen, bis sich Symptome zeigen, und Infizierte können dann auch schon ansteckend sein. Zuvor war eine 83-jährige Amerikanerin bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte. Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. 

Einige sind noch an Bord der „Westerdam“, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit.

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 13.18 Uhr: In Bayern sind am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München mit. Die Entlassungskriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) seien erfüllt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nähere Angaben zu den Betroffenen wollte die Behörde nicht machen.

Der erste der insgesamt 14 im Freistaat registrierten Patienten war am vergangenen Donnerstag aus einer Münchner Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, hatte das Krankenhaus mitgeteilt.

Coronavirus Covid-19: Deutsche Rückkehrer dürfen Quarantäne verlassen

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 11.47 Uhr: Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei ein umfassendes Fahrverbot verhängt. Demnach sind Privatfahrten ab sofort untersagt. In den Städten der gesamten Provinz dürfen lediglich Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Lebens fahren. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung hervor. 

In Hubei waren schon zuvor eine große Zahl von Städten, darunter auch die Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprünglich entdeckt worden war, abgeriegelt worden. In Hubei wurden landesweit die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen mit der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit gemeldet. Die Provinz hat etwa 60 Millionen Einwohner.

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 10.48 Uhr: Am heutigen Sonntag endet nach rund zwei Wochen die Quarantäne für 122 deutsche Staatsbürger und ihre Familienangehörigen. Sie waren am Sonntag (01.02.2020) aus der besonders von dem Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt ausgeflogen und anschließend in eine Kaserne nach Germersheim (Rheinland-Pfalz) gebracht worden. 

Die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert. Neben den Rückkehrern haben auch 22 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes die vergangenen Tage in der Kaserne verbracht.

Covid-19: Zahl der am Coronavirus Erkrankten steigt rasant

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 9.14 Uhr: Die Zahl der an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen steigt rasant. Eine bislang unveröffentlichten Rede von Chinas Präsident Xi Jinping offenbart nun, dass er offensichtlich schon früher als bislang bekannt an der Bekämpfung des Ausbruchs von Covid-19 beteiligt war. In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag (15.02.2020) verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen. 

Das Coronavirus bestimmt den Alltag nicht nur in China. 

„In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen“, wird der Präsident zitiert. Auch verdeutlicht die Rede, dass Xi Jinping persönlich die strengen Reisekontrollen in der besonder schwer betroffenen Provinz Hubei, wo zahlreiche Städte seit Wochen abgeriegelt sind, angestoßen hatte. 

Mit der Veröffentlichung will die Staatspropaganda offenbar demonstrieren, dass die Zentralregierung und der Parteichef bereits von Anfang an im Kampf gegen das Coronavirus engagiert waren. Allerdings ist damit auch klar, dass die stark unter Kritik geratene Lokalregierung nicht alleine die Entscheidungen traf.

Coronavirus: Infizierte Deutsche auf Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 7.04 Uhr: Auch in der Nacht von Samstag (15.02.2020) auf Sonntag (16.02.2020) ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus wieder dramatisch schnell gestiegen. Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 hat sich demnach in China auf 1600 Menschen erhöht. In der besonders betroffenen Provinz Hubei, in der auch die Stadt Wuhan liegt, starben weitere 139 Menschen an den Folgen von Covid-19. Das teilte die Gesundheitsbehörde der Provinz mit. Damit sind in China nun mindestens 1662 Menschen an dem Virus gestorben. 

Auch die Zahl der Infizierten steigt weiter an. Insgesamt wurden 2009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Chinaweit infizierten sich damit bislang rund 68.500 Menschen. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer. 

Nachdem die Deutsche Botschaft in Tokio am Samstagabend zwei Infizierte deutsche Staatsbürger auf dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ bestätigt hatte, wird nun bekannt, dass mittlerweile 355 Menschen an Bord des Schiffes mit dem Coronavirus infiziert sind. Das sind 70 Menschen mehr als am Vortag. Sie werden in örtlichen Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate bis Mittwoch vorliegen. Bis dahin steht das Schiff unter Quarantäne.

Coronavirus: Infizierte Deutsche auf Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“

Update vom Samstag, 15.02.2020, 14.50 Uhr: Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten „Diamond Princess“ auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast müsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. Für jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die Quarantänezeit verlängert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

Update vom Samstag, 15.02.2020, 11.03 Uhr: Frankreich meldet laut der Nachrichtenagentur AFP den ersten Todesfall durch das neuartige Corona-Virus aus China. Demnach handelt es sich bei dem Opfer um einen 80 Jahre alten Touristen aus China, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn mit. Nach ihren Angaben ist dieser Todesfall der „erste außerhalb Asiens und der erste in Europa“.

Covid-19: USA wollen Staatsbürger von Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ holen

Update vom Samstag, 15.02.2020, 10.10 Uhr: Die USA wollen ihre Staatsbürger von dem vom neuartigen Coronavirus Covid-19 betroffenen Riesen-Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Sicherheit bringen. Dazu solle am Sonntag ein Flugzeug nach Japan geschickt werden, wo das Kreuzfahrtschiff seit Anfang Februar im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten wird, teilte die US-Botschaft am Samstag mit.

Die US-Bürger an Bord des Schiffes seien in einem Schreiben darüber informiert worden, dass sie in Sicherheit gebracht würden. Die Botschaft erklärte, die Betroffenen müssten anschließend noch für zwei Wochen in den USA in Quarantäne. Auf dem Schiff sind mehr als 200 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 erkrankt und wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Insgesamt sitzen noch etwa 3500 Menschen an Bord fest.

Das Coronavirus greift weiter um sich. Seit zwei Wochen befindet sich das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ in Quarantäne. Jetzt erwägt die Bundesregierung eine Rückholung deutscher Passagiere.

Update vom Samstag, 15.02.2020, 9.15 Uhr: Die Zahl der Menschen, die durch den neuartigen Coronavirus Covid-19 ums Leben gekommen sind, steigt weiterhin dramatisch schnell an. Wie die Gesundheitsbehörden der besonders betroffenen Provinz Hubei am Samstag (15.02.2020) mitteilten, starben dort weitere 139 Menschen an den Folgen der Erkrankung. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in China seit dem Auftauchen des Viruses im Dezember auf mindestens 1519. 

Die Provinz Hubei meldete zugleich 2420 neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus Covid-19. Chinaweit infizierten sich damit bislang mehr als 66.000 Menschen. Zunehmend sind auch Mitarbeiter des Gesundheitswesens von dem Virus betroffen. Nach Behördenangaben infizierten sich bislang mehr als 1700 Ärzte und Pfleger, sechs von ihnen starben.

Coronavirus: Krankheit erreicht Afrika - Ägypten meldet ersten Infektionsfall

Update vom Freitag, 14.02.2020, 15.10 Uhr: Nach den Meldungen über steigende Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 hat das Virus auch das afrikanische Land Ägypten erreicht. Dort wurde ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet. Bisher war der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Infektion mit dem Coronavirus bekannt gewesen. Laut ägyptischen Gesundheitsministerium stammt die erkrankte Person aus dem Ausland. 

Offen ist, aus welchem Land der infizierte Mensch einreiste. Ebenso ungeklärt ist die Identität der Person. Allerdings gab das Gesundheitsministerium an, das der Patient noch keine Krankheitssymptome habe. Die Person werde in Quarantäne behandelt und betreut. Personen, die mit der Person in Kontakt standen, werden ebenfalls auf das neuartige Coronavirus Covid-19 getestet. 

Update vom 14.02.2020, 15.10 Uhr: Angesichts der ständig steigenden Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 haben die USA der Führung in Peking „mangelnde Transparenz“ vorgeworfen. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“, sagte US-Präsidentenberater Larry Kudlow am Donnerstag.

In China stieg die Zahl der Infizierten auf knapp 64.000, fast 1400 Menschen starben bereits. Unter den Opfern sind zunehmend Ärzte und Pfleger, denen die richtige Schutzausrüstung fehlt.

Die von Kudlow geäußerten Zweifel standen im Kontrast zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der in einem Radiointerview die Zusammenarbeit mit China lobte und der Regierung einen „professionellen“ Umgang mit der Epidemie bescheinigte. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“, fügte Trump hinzu. 

Covid-19: „Aida Cruises“ beendet wegen Coronavirus vorzeitig Asien-Saison

Update vom 14.02.2020, 12.10 Uhr: Airlines wie die Lufthansa haben bereits auf das Coronavirus reagiert und ihr Angebot für Flüge nach China reduziert oder ganz eingestellt. Nun rückt zunehmend der Schiffsverkehr in den Fokus: Der Kreuzfahrt-Anbieter „Aida Cruises“ aus Rostock beendet wegen Einschränkungen durch das Coronavirus vorzeitig seine Asien-Saison und sagt acht geplante Kreuzfahrten in die Region ab. Reisenden sollen die Reisekosten erstattet werden. 

Der Coronavirus Covid-19 hat am Freitag auch Ägypten in Afrika erreicht.

Zwei Schiffe, die dort aktuell unterwegs sind, werden in den kommenden Tagen ihre Route ändern und andere Fahrgebiete ansteuern. Die „Aidavita“ konnte auf ihrer aktuellen Fahrt nicht die vietnamesische Hafenstadt Cai Lan in der Halong Bucht anlaufen - die örtliche Tourismusbehörde hatte Landgänge untersagt. In Japan war in den vergangenen Tagen das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne gestellt. 174 Passagiere wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Rund 3600 Passagiere und Crewmitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. Auf dem Kreuzfahrtschiff sind auch zehn Deutsche.

Update vom 14.02.2020, 10.00 Uhr: In China sind nach Behördenangaben bereits sechs Krankenhausmitarbeiter am Coronavirus gestorben. Zudem seien landesweit 1716 Angehörige des medizinischen Personals infiziert, teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin am Freitag mit. 

1100 Ärzte und Pfleger sind mit dem Coronavirus infiziert

Mehr als 1100 der Infektionen unter Ärzten und Pflegern wurden laut Zeng in der zentralchinesischen Provinz Hubei gelegenen Metropole Wuhan nachgewiesen, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war. Rund 400 weitere seien in anderen Städten in Hubei bestätigt worden. Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen, A temschutzmasken und Mundschutz bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien. 

Update vom 14.02.2020, 06.45 Uhr: Thailand testet jetzt das erste biometrische Grenzkontrollsystem mit integrierter Fiebermessung, um potenziell infizierte Reisende zu erkennen. Der Ausbreitung von Epidemien soll so vorgebeugt werden, wie es heißt. 

Menschen mit dem Coronavirus sollen schon an der Grenze erkannt werden

Ab sofort werden an mehreren Grenzschaltern nicht nur Pässe, Fingerabdrücke und Gesichter erfasst, sondern auch die Körpertemperaturen der Reisenden,  die die thailändische Landesgrenze passieren. 

Erkennt das System einen Reisenden mit Fieber, wird der Grenzbeamte automatisch über seinen Bildschirm informiert und kann die betreffende Person zu einer Gesundheitskontrolle schicken.

Update vom 14.02.2020, 06.35 Uhr: Die Zahl der Todesopfer den das Coronavirus in China liegt inzwischen nach Angaben der Regierung in Peking inzwischen bei knapp 1400. Bis Freitag seien 1380 Todesopfer gezählt worden, erklärte die nationale Gesundheitskommission. Sie korrigierte damit ihre Stunden zuvor gemachten Angaben, wonach es bereits fast 1500 Tote gebe.

Zur Begründung für die Korrektur hieß es, in der besonders betroffenen Provinz Hubei seien 108 Todesfälle versehentlich doppelt gezählt worden. Die Zahl der Infektionen stieg der Gesundheitskommission zufolge auf 63.851.

Covid-19: Trump äußert sich zum Coronavirus

Die US-Regierung hat die „mangelnde Transparenz“ Chinas im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus beklagt. Washington sei „ein bisschen enttäuscht“ darüber, dass keine US-Experten ins Land gelassen worden seien, sagte US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“.

Im Kontrast zu Kudlows Äußerungen sagte US-Präsident Donald Trump in einem Radiointerview, die USA arbeiteten mit Blick auf das Virus mit Peking zusammen: „Wir schicken zahlreiche Leute" nach China.“ Der chinesischen Regierung bescheinigte Trump, „professionell“ mit der Epidemie umzugehen. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“.

Update vom 13.02.2020, 14.05 Uhr: Vor wenigen Tagen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit Facebook, Google, Twitter, TikTok und vielen anderen Social-Media-Anbietern eine Initiative gestartet, um Falschmeldungen und irreführende Gerüchte zu verhindern. Zumindest bei Google wurde das Vorhaben nun offenbar in die Tat umgesetzt. 

Coronavirus: Google arbeitet nun mit der WHO zusammen

Wer jetzt den Suchbegriff „Coronavirus“ mit oder ohne seinen Wohnort bei der Google-Suche eingibt, erhält als erstes Ergebnis eine „SOS-Warnmeldung“. Des Weiteren taucht als Suchergebnis eine sogenannte Hilfe- und Informationen-Box auf, in der auf drei Internetseiten der WHO verwiesen wird. Unter dieser Box befindet sich ein Sicherheitshinweis, wie man sich vor dem Coronavirus* schützen kann. Aktuell sind sowohl Warnhinweis als auch die empfohlenen Internetseiten von Deutschland aus nur auf Englisch aufzurufen. 

Die Angst vor einer Pandemie wächst. Auch deshalb, weil das neuartige Coronavirus noch viele Fragen über Verlauf und Ansteckungswege offen lässt. Ein Medizinhistoriker berichtet auf fr.de*, warum Epidemien wie das Coronavirus die Grenzen der Zivilisation offenlegen. 

Coronavirus: Robert-Koch-Institut warnt vor einer Covid-19-Pandemie

Update vom 13.02.2020, 10 Uhr: Über viele Aspekte des Coronavirus zerbrechen sich weltweit Forscher die Köpfe und vieles ist noch unklar im Zusammenhang mit dieser neuartigen Erkrankung. Nun hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) ausführlich hierzu geäußert. 

So gibt es noch offene Fragen zu folgenden Punkten:

  • Zeitraum der höchsten Ansteckungsgefahr
  • Verlauf der Krankheit
  • Zeitraum, in welchem Erkrankte infektiös sind

Weltweit arbeite man daran, die Viren zu verstehen. In der Erforschung des Coronavirus nutze man Erkenntnisse der Coronaviren SARS und MERS. 

Das Risiko der Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI aktuell noch als gering ein. Aber die „Situation entwickelt sich sehr dynamisch und muss ernst genommen werden“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Instituts. 

Allerdings könnte das Coronavirus laut RKI noch internationale Probleme bereiten. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, heißt es vonseiten des Instituts. 

"Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es

Update vom 13.02.2020, 06.30 Uhr: Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat in China zu ersten größeren politischen Konsequenzen geführt. Der oberste politische Chef der von der Epidemie besonders hart getroffenen Provinz Hubei wurde abgesetzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. 

Coronavirus: 1355 Todesfälle in China

Der Sekretär der Kommunistischen Partei für Hubei, Jiang Chaoliang, wurde durch den bisherigen Bürgermeister von Shanghai, Ying Yong, ersetzt. Die Behörden in Hubei hatten zuvor einen besonders sprunghaften Anstieg der Todesfälle bekanntgegeben. 

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus stieg demnach seit Mittwoch um 242. Dies war der größte Anstieg der Totenzahlen innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Epidemie. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in Festlandchina wuchs damit auf mindestens 1355. 

Der Gesundheitsausschuss der Provinzregierung teilte ferner mit, dass in Hubei weitere 14.840 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt worden seien. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina stieg damit auf fast 60.000. Die allermeisten Todes- und Infektionsfälle treten weiterhin in Hubei auf. 

Die jüngste besonders deutliche Zunahme der Toten- und Infektionszahlen hängt nach Angaben der Behörden damit zusammen, dass die Mediziner inzwischen die Verfahren zur Diagnose des Coronavirus Covid-19 ausgeweitet haben. Demnach wird mittlerweile nicht nur das Standardverfahren des Nukleinsäure-Tests angewendet, sondern auch sogenannte Bildgebungsverfahren zur Untersuchung der Lunge.

Das Coronavirus bestimmt den Alltag nicht nur in China. 

Covid-19: Antibiotika-Engpässe wegen Coronavirus möglich

Update vom 12.02.2020, 14.22 Uhr: Pharmaexperten zufolge kann es aufgrund der Produktionsausfälle in China zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland kommen. In der vom Coronavirus stark betroffenen Region Hubei in China stünde die Produktion von wichtigen Bestandteilen still. Somit schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, so ein Parmaexperte gegenüber sz.de.

Die gesamte Pharmabranche weltweit ist von der Wirkstoffproduktion in China abhängig. „Wenn sich die Situation in den chinesischen Produktionsstätten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen“, so der Experte. 

Kein Grund zur Sorge sehen indes Behörden in Deutschland. Es lägen „bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird“, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

Update vom 12.02.2020, 10.47 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden sind in China fast hundert weitere Menschen an dem Coronavirus Convid-19* gestorben. Über 2000 Menschen haben sich in diesem Zeitraum mit der Erkrankung infiziert. Bei mehr als 44.000 Menschen ist das Coronavirus in China nachgewiesen worden. Dies meldet die chinesische Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch. Auch aufgrund der langen Inkubationszeit von rund zwei Wochen, rechnen Experten aber mit einer hohen Dunkelziffer. Auch verlaufe die Krankheit bei vielen Infizierten unbemerkt, sodass diese unwissend weitere Menschen anstecken.  

Update vom 12.02.2020, 06.15 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus Covid-19 ist auf mehr als 1100 gestiegen. Die chinesische Regierung teilte mit, dass weitere 97 Menschen an Folgen der Infektion starben - insgesamt nahm die Zahl auf 1113 zu.

Neuartiges Coronavirus hat einen offiziellen Namen: Covid-19

Update vom 12.02.2020, 06.00 Uhr: Die neue Lungenerkrankung, die bisher „Coronavirus“ oder „neuartiges Coronavirus“ genannt wurde und mit „2019-CoV“ abgekürzt wurde, hat nun einen offiziellen Namen: Sie wird Covid-19 genannt. Covid steht für „COrona VIrus Disease“. Zugleich erhielt auch das zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte neue Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2. Dessen Namensgeber, ein Team des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.

Update vom 11.02.2020, 21.49 Uhr: Mittlerweile ist die Zahl der in Deutschland bestätigten Coronavirus-Fälle auf 16 gestiegen. Die beiden Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor über zwei Wochen bundesweit erstmals eine Infektion gemeldet wurde. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München.

Alle nun insgesamt 14 bestätigten Coronavirusfälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer. Dort war eine chinesische Kollegin zu Gast, die wenig später zurück in die Heimat flog, wo ihre Infektion nachgewiesen wurde. In Deutschland wurde das Virus zudem bei zwei von China nach Frankfurt ausgeflogenen Menschen nachgewiesen.

Am Mittwoch (12.02.2020) will der Bundestag über Vorbeugemaßnahmen gegen das Virus beraten.

Coronavirus Covid-19: Antibiotika-Engpässe möglich

Produktionsausfälle in China wegen des neuen Erregers könnten Pharmaexperten zufolge zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Erschwerend komme hinzu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin ruhte. Kurzfristig reichten die Bestände noch aus, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Update vom 11.02.2020, 21.19 Uhr: Die Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) wird zum Sommersemester, das im April beginnt, keine Studierenden aus China empfangen – zum Schutz vor dem Coronavirus. Diesen weitreichenden Schritt verkündete die Hochschule vergangene Woche in einer E-Mail an Studierende.

In dem Schreiben, das der Frankfurter Rundschau vorliegt, kündigte die HfG zudem an, diesen Sommer keine Studierenden oder Lehrenden nach China zu entsenden. Bereits erteilte Genehmigungen für Dienstreisen werden „bis auf Weiteres“ aufgehoben.

Die Kanzlerin der HfG, Susanne Eickemeier, rechtfertigt den Beschluss: „Wir mussten überlegen, wie wir unsere Leute vor dem Coronavirus schützen.“ Rund 35 Menschen aus China studieren derzeit an der HfG.

Coronavirus Covid-19 ist eine „ernste Bedrohung“

Update vom 11.02.2020, 13.01 Uhr: Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit „ernste Bedrohung“. Trotz der hauptsächlichen Eingrenzung auf China stelle das Virus eine „sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie. Das zweitägige Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen.

„Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten. Gemeinsam können wir das schaffen.“ Die betroffenen Länder sollen ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten über das Virus zu teilen. Forscher arbeiten derzeit an einem Impfstoff und gehen den Verbreitungswegen des Coronavirus auf den Grund. 

Update vom 11.02.2020, 10.45 Uhr: In Genf tagen bis Mittwoch (12.2.) Experten aus aller Welt, um die Erforschung des Coronavirus voranzubringen und die Grundlagen zur Entwicklung eines Impfstoffs zu legen. Der Chef der WHO ruft dort zur Solidarität auf: „Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite“, so Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt eines Expertengipfels. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten. Mit Ihrer Unterstützung können wir das hinbekommen.“

China verändert Zählung für Coronavirus-Statistik

Update vom 11.02.2020, 9.30 Uhr: China verändert die Zählung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen: Personen, die mit dem Virus infiziert sind, aber keine Symptome mehr zeigen, werden nicht mehr in der chinesischen Ansteckungs-Statistik geführt. Erst wenn Krankheitssymptome auftreten, werden diese Personen als „infiziert“ geführt, heißt es in den neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking, die bereits vergangenen Freitag erlassen wurde.

Wie viele Infektionen von der Statistik in China durch die Neuregelung nicht mehr erfasst werden, ist unklar. Fest steht dagegen, dass die neue Definition den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widerspricht. Laut WHO ist eine Person infiziert, wenn bei ihr eine 2019-nCoV-Infektion durch ein Labor bestätigt wurde - „ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome“.

Neuartiges Coronavirus kommt aus China und hält die Welt in Atem

Erstmeldung vom 11.02.2020: Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Mehr als 1000 Menschen sind in China bisher an der Lungenkrankheit gestorben, das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag (11.02.2020) mit. Die Gesamtzahl der in China nachgewiesenen Infektionen stieg auf 42.638.

In Deutschland gibt es derzeit 14 bestätigte Coronavirus-Fälle, zwölf der Infizierten stammen aus Bayern. Dort hatte sich eine Person bei einer Kollegin aus China angesteckt. Zwei weitere Fälle wurden bei Rückkehrern aus China diagnostiziert. Bei den 20 Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die am Sonntag (09.02.2020) in Berlin gelandet sind, wurde das Coronavirus in Tests dagegen nicht nachgewiesen. Trotzdem müssen die Rückkehrer insgesamt 14 Tage in Quarantäne bleiben, alle vier Tage soll erneut ein Test auf das Coronavirus durchgeführt werden.

Neuartiges Coronavirus 2019-nCoV - Herkunft und Symptome

Das neuartige Coronavirus (2019-nCoV), das wohl Anfang Dezember auf einem Markt im chinesischen Wuhan ausgebrochen ist, gehört zur Gruppe der ß-Coronaviren - genau wie das Sars- und Mers-Virus. Man nimmt an, dass 2019-nCoV von Wildtieren stammt, heißt es auf der Webseite des Robert-Koch-Instsituts (RKI). Das Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage und erstellt eine Risikobewertung.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Zu den Symptomen der Krankheit* zählen:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Fieber
  • Durchfall (einige Patienten)
  • Atemprobleme (schwerer Verlauf)
  • Lungenentzündung (schwerer Verlauf)

Coronavirus: Todesfälle vor allem bei älteren Patienten mit Grunderkrankungen

Wie es beim Robert-Koch-Institut heißt, traten Todesfälle bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder an chronischen Grunderkrankungen litten.

Als Schutz vor dem neuartigen Coronavirus rät das RKI zu einer „guten Händehygiene“, einer „korrekten Hustenetikette“ und dem Einhalten eines Mindestabstand von etwa ein bis zwei Metern zu krankheitsverdächtigen Personen. Das Tragen einer Atemschutzmaske* reicht dagegen nicht, um sich vor dem Virus zu schützen.

WHO geht gegen Falschinformationen zum Coronavirus im Internet vor

Zahlreiche falsche Informationen über das neuartige Coronavirus kursieren im Internet und sorgen laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung. Deshalb geht die WHO gegen solche Falschinformationen vor. Dafür sei man auch mit zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt, so Ghebreyesus am vergangenen Samstag (08.02.2020). „Wir haben sie gebeten, falsche Informationen heraus zu filtern und korrekte Infos von vertrauenswürdigen Quellen zu begünstigen.“

Ältere Nachrichten zum Coronavirus gesucht? Hier finden Sie den alten Ticker zum Coronavirus.

Die Erforschung des neuartigen Coronavirus geht unterdessen weiter. Zuletzt haben Forscher herausgefunden, dass die Lungenkrankheit möglicherweise auch durch Fäkalien übertragen werden kann. Dieser mögliche Infektionsweg dürfte für die Wissenschaftler nicht vollkommen überraschend kommen: auch das Sars-Virus hat sich während der Epidemie Anfang der 2000er Jahre teilweise so übertragen. Die Ansteckung über Fäkalien könne vor allem in Krankenhäusern eine neue Herausforderung für die Eindämmung der Viruserkrankung darstellen, warnte David Fisman, ein Epidemiologe an der Universität Toronto.

Von Tanja Banner (mit Agenturmaterial)

Eine Frau liegt in Italien nach ihrem Tod stundenlang in der Wohnung, kein Bestatter, kein Arzt kommt vorbei. Sie war mit dem Coronavirus infiziert. Der Bruder erhebt schwere Vorwürfe.

Im Iran sind offiziellen Angaben zu Folge schon 15 Menschen am Coronavirus verstorben. Jetzt ist offenbar auch derdirekte Coronavirus-Beauftragte erkrankt.

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Das Coronavirus hat Hanau erreicht*: Bei einer 52-jährigen Hanauerin wurde das Coronavirus bestätigt. Es ist unklar, wo sie sich angesteckt haben könnte.

Auch in Niedersachsen breitet sich das Coronavirus weiter aus*: Veranstaltungen werden abgesagt und das Land arbeitet an der Einrichtung regionaler Testzentren. 

*fr.de, hna.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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