Zehntausende Tote bis November?

Nach Trump-Event in Tulsa: Zahl der Corona-Neuinfektionen schnellt in die Höhe

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US-Präsident Donald Trump hatte sich bei einer Wahl-Großveranstaltung über Bedenken hinweggesetzt. In dem Ort erhöhen sich nun die Corona-Fallzahlen.

+++ Dieser Ticker endet hier, alle weiteren Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem neuen News-Ticker +++

Update vom 9. Juli, 6.41 Uhr: Rund zweieinhalb Wochen nach der umstrittenen Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma ist in der Stadt eine deutlich erhöhte Rate von Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Wie die örtliche Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte, wurde zuletzt eine Zunahme der Infektionsfälle um 266 binnen 24 Stunden verzeichnet. Bereits an den beiden Vortagen waren es jeweils mehr als 200 neue Fälle gewesen.

Der Leiter der kommunalen Gesundheitsdienste, Bruce Dart, wollte zwar nicht explizit einen Zusammenhang zwischen den gestiegenen Infektionsraten und Trumps Wahlkampfauftritt am 20. Juni herstellen. Er nannte es jedoch „mehr als wahrscheinlich“, dass der Anstieg der Zahlen mit „mehreren Großereignissen vor etwas mehr als zwei Wochen“ in Verbindung stehe.

In den ersten beiden Wochen nach der Trump-Veranstaltung war zwar noch ein Rückgang der Neuinfektionen in Tulsa festgestellt worden. Bei einer Coronavirus-Infektion kann es allerdings rund zwei Wochen dauern, bis sich Symptome zeigen.

In Tulsa hatte Trump seine erste Wahlkundgebung abgehalten, seit die Corona-Krise die USA erreicht hatte. Er setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Großveranstaltung die Ausbreitung des neuartigen Virus befördern könnte. Die große Mehrzahl der tausenden Teilnehmer der Kundgebung trug keine Atemschutzmasken - auch der Präsident selbst nicht.

Mehr als 3 Millionen US-Infizierte - doch Trump drängt auf Corona-Lockerungen: Forscher mit vernichtender Prognose

Update vom 8. Juli, 21.11 Uhr: Kanada meistert die Corona-Krise nach Ansicht von Ministerpräsident Justin Trudeau besser als die USA: „Wir haben das Virus besser unter Kontrolle bekommen als viele unserer Verbündeten, insbesondere auch unser Nachbar“, sagte der 48-Jährige am Mittwochvormittag (Ortszeit) während eines Briefings. Blickt man auf die Infektionszahlen beider Länder, wird klar, dass Trudeaus Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist. Kanada verzeichnet laut Johns-Hopkins-Universität derzeit bei etwa 38 Millionen Einwohnern um die 106.000 Fälle (Stand: 8. Juli, 21 Uhr), die USA kommt bei einer Bevölkerung von knapp 330 Millionen auf mehr als drei Millionen Covid-19-Fälle

Coronavirus in den USA: Mehr als drei Millionen Infizierte

Update vom 8. Juli, 18.52 Uhr: Die USA haben die Marke von drei Millionen Corona-Fällen geknackt. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Derzeit haben sich nachweislich 3.009.611 Menschen mit Covid-19 infiziert (Stand: 8. Juli, 18.44 Uhr). Landesweit starben zudem bisher mehr als 131.000 Menschen nach einer Infektion. Erst vor weniger als einem Monat hatten die Vereinigten Staaten die Marke von zwei Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. Bis Dienstagmorgen hatte das CDC 2,93 Millionen bestätigte Infektionen gemeldet.

Trump spricht von sinkenden Zahlen: Forscher mit vernichtender Prognose - Zehntausende Corona-Tote bis November

Update vom 8. Juli, 15.23 Uhr: Die USA haben ohnehin schon mit drastisch hohen Zahlen an Corona-Neuinfektionen zu kämpfen, da dürfte eine neue Prognose von Forschern vernichtend anmuten. Einem weithin beachteten Modell zufolge könnten in den Vereinigten Staaten bis November rund 208.000 Menschen nach einer Infektion sterben. Das wären fast 80.000 Tote mehr als derzeit.

Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis November aber mit rund 163.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten Wissenschaftler des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle. „Jene, die sich weigern, eine Maske zu tragen, bringen ihr Leben, ihre Familien, ihre Freunde und ihre Gemeinschaften in Gefahr“, erklärte Institutsdirektor Christopher Murray am Dienstag.

Dabei hatten die Experten ihre Prognose erst vor Kurzem korrigiert. Mitte Juni rechneten sie noch mit rund 200.000 Toten bis Oktober. Da zeitweise Zahlen der Neuansteckungen fielen, gingen sie nur noch von rund 175.000 Todesopfern aus. Die neuerliche Korrektur der Prognose war demnach dem starken Anstieg der Neuinfektionen im Süden der USA und dem Ausblick auf die Herbstmonate geschuldet, erklärte IHME.

Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge gibt es in den USA bislang knapp drei Millionen bekannte Coronavirus-Infektionen. Allein am Dienstag gab es demnach rund 60.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.

Update vom 8. Juli, 13.20 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigen in den USA weiterhin rasant an - und haben ein neues Rekordhoch erreicht. Dennoch will US-Präsident Donald Trump die Schulen sobald wie möglich wieder in Normalbetrieb schicken. Zur Not mit Druck auf die Gouverneure. Der Republikaner warnte davor, Schulen aus politischen Erwägungen geschlossen zu halten - und spielte damit offenbar auf demokratische Gouverneure von Bundesstaaten an, die sich in großer Zahl gegen Trumps Drängen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität wehren.

Trump sagte am Dienstag, die Zahl der Todesfälle habe deutlich abgenommen - das ist im Vergleich zum Höhepunkt der Krise auch richtig. Allerdings sagte der US-Präsident auch, dass die Sterblichkeitsrate in den USA „die niedrigste auf der Welt“ sei. Das ist nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) nicht korrekt: Unter den 20 am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern haben 13 Staaten eine niedrigere Sterblichkeitsrate pro 100 bestätigter Infektionen.

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA ist seit Mitte Juni infolge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen. Die USA verzeichneten am Montag nach der JHU-Statistik einen Anstieg um 45.000 neue bestätigte Fälle. In der vergangenen Woche waren es teilweise mehr als 50.000 pro Tag. Das Niveau bleibt damit deutlich höher als zum bisherigen Höhepunkt der Pandemie zwischen März und Mai, als die USA täglich zwischen 25.000 und 35.000 Neuinfektionen erfassten. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie rund drei Millionen Coronavirus-Infektionen in den USA verzeichnet. Mehr als 130.000 Menschen starben infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Update vom 8. Juli, 07.22 Uhr: Die USA verzeichnen erneut einen traurigen Rekord bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 60.209 Ansteckungsfälle gezählt, wie aus am Dienstagabend von der Johns-Hopkins-Universität veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf rund 2,991 Millionen. Zudem wurden weitere 1114 Todesfälle durch die Infektion registriert, womit die Gesamtzahl der Todesopfer auf 131.362 wuchs. 

Nichtsdestotrotz drängt US-Präsident Donald Trump auf eine Öffnung der Schulen. „Wir wollen, dass unsere Schulen im Herbst geöffnet sind“, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einem Runden Tisch zu dem Thema im Weißen Haus. Das sei sehr wichtig für das Land und das Wohlbefinden von Schülern und deren Eltern. „Wir werden Druck auf die Gouverneure und alle anderen ausüben, die Schulen zu öffnen.“ Er spielte damit auf demokratische Gouverneure an, die sich in großer Zahl gegen Trumps Drängen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität wehren.

Corona in den USA: Trump droht ausländischen Studenten mit Abschiebung

Update vom 7.Juli , 15.20 Uhr: Ausländischen Studierenden an US-Universitäten, die im kommenden Semester lediglich Online-Kurse anbieten, drohen Abschiebeverfahren. Laut US-Einwanderungsbehörde müssen sie an eine Hochschule mit Präsenzunterricht wechseln oder ausreisen. Wer sein Studium neu aufzunehmen plant, erhält ebenfalls nur ein Visum, wenn Präsenzunterricht stattfindet. Konkret geht es um das F-1- sowie um das M-1-Visum. Rund 5,5 Prozent der Studierenden in den USA sind Ausländer. Ihre Studiengebühren trugen 2018 laut dem Institut of International Education (IIE) rund 44,7 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaft bei.

Corona in den USA - Zahlen steigen rasant, Trump-Berater warnt: „Lage wirklich nicht gut“

Update, 13.02 Uhr: Wie eine Studie bestätigt, ist das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, für schwarze und hispanische US-Amerikaner dreimal so hoch wie für weiße. Daten der Gesundheitsbehörde CDC zu mehr als 1,5 Millionen Corona-Patienten zeigen, dass die Hautfarbe nicht nur in kleineren Städten wie Lexington in Kentucky sondern auch in Großstädten wie New York und Milwaukee einen Einfluss auf das Infektionsrisiko hat. „Es gibt soziale und strukturelle Vorbedingungen, wie fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung, Stress in den Gemeinschaften. Aber auch schlechte Lage unserer Parks - wo befinden sich unsere Lebensmittelgeschäfte oder Fast-Food-Ketten, wie gut ist der Zugang zu Bildung - all diese Faktoren spielen eine Rolle“, erklärte Anita Fernander von der Universität von Kentucky laut tagesschau.de.

Update vom 7. Juli, 6.34 Uhr: New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat Donald Trump in der Corona-Krise erneut scharf kritisiert. Indem der US-Präsident in der Öffentlichkeit keine Maske trage und die von der Pandemie ausgehende Gefahr nicht anerkenne, „ermögliche“ und „ermächtige“ Trump die Verbreitung des Virus, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz am Montag (6. Juli). „Wir sind nicht die Vereinigten Staaten der Leugnung.“

Auch einer der führenden Gesundheitsexperten der USA hat sich angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Immunologe Anthony Fauci am Montag in einem Live-Chat. Seit Mitte Juni ist die Zahl der Neuinfektionen infolge der Lockerung der Corona-Auflagen stetig angestiegen. Seit einer Woche melden US-Behörden im Schnitt fast 50.000 Neuinfektionen pro Tag, vor allem aus den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien.

Fauci sagte, die „ernste“ Lage erfordere dringendes Handeln, um das Virus langfristig einzudämmen. „Wir werden das schaffen.“ Er betonte, die klinischen Studien für die Erprobung möglicher Impfstoffe machten gute Fortschritte. Der Experte hatte zuvor erklärt, es könne vielleicht schon Anfang nächsten Jahres eine Impfung geben.

Coronavirus in den USA: Anthony Fauci zeigt sich besorgt

Update vom 6. Juli, 22.03: Anthony Fauci, einer der führenden Gesundheitsexperten der USA, hat sich angesichts des raschen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Immunologe am Montag in einem Live-Chat. 

Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht und steckten daher immer noch tief in der ersten Welle des Virus, sagte Fauci. Die Wiederöffnung der Wirtschaft und die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürften nicht als Widerspruch gesehen werden, mahnte er.

Corona in den USA: New York lockert weiter

Update vom 6. Juli, 20.08 Uhr: In der US-Millionenmetropole New York hat am Montag die nächste Phase von Corona-Lockerungen begonnen. Sie bringt allerdings nur wenige Änderungen mit sich und erlaubt beispielsweise Nagelsalons und Massage-Anbietern den Betrieb bei maximal halber Auslastung der Räume. Außerdem sind Treffen von 25 statt von nur von zehn Menschen erlaubt.

Coronavirus/USA: Infektionszahlen schnellen in die Höhe

Update vom 5. Juli, 10.30 Uhr: Die Zahl der in den USA offiziell am Coronavirus erkrankten Personen steigt weiter rasant an. Während die Johns Hopkins Universität noch am Samstagabend 2,84 Millionen offiziell bestätigter Infektionen übermittelte, kletterte die Zahl der in den USA positiv auf Corona getesteten Personen am Sonntagabend auf 2.888.729 Millionen Menschen. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 48.729 offiziell positiv getesteten Personen innerhalb von nur 24 Stunden. 

Besonders betroffen ist laut JHU der Bundesstaat New York mit fast 400.000 offiziellen Infektionen und über 32.000 Todesopfern. In Kalifornien wurden rund 265.000 Menschen positiv auf das Virus getestet, in Florida etwa 200.000. Der Bundesstaat New Jersey liegt bei der Zahl der gesamten Infektionen zwar auf Platz fünf, doch die bestätigten Todeszahlen geben hier Grund zur Sorge. Mit knapp 15.200 Toten belegt der Bundesstaat Platz zwei der Bundesstaaten mit den meisten Todesfällen. 

Coronavirus in den USA: Freundin von Donald Trump Jr. meldet sich zu Wort

Update vom 5. Juli, 13.13 Uhr: Die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist seit Tagen auf einem Rekord-Niveau, doch zumindest aus dem näheren Umfeld von US-Präsident Donald Trump gibt es positive Nachrichten: Kimberley Guilfoyle, die Freundin von Donald Trump Jr. hat sich nach ihrer Corona-Infektion bei Twitter zu Wort gemeldet - und Entwarnung gegeben.

Der US-Präsident ignoriert unterdessen weiter weitgehend die Gefahr des Coronavirus, auch Warnungen seiner eigenen Tochter Ivanka Trump.

Corona in den USA: Freundin von Trump Jr. äußert sich nach Infektion via Twitter

„Danke für die guten Wünsche und Gebete“, bedankte sich Guilfoyle bei ihren besorgten Followern. „Ich fühle mich gut“, schreibt die 51-jährige TV-Journalistin weiter auf ihrem Account und dankt Gott für ihr Wohlbefinden. Sie hoffe auf eine schnelle Genesung um weiter an der Wiederwahl von Donald Trump Sr. arbeiten zu können. 

Zuvor war am Freitagabend bekannt geworden, dass sich Guilfoyle mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren sie und ihr Freund Donald Trump Jr. in South Dakota gewesen, um dort einer Rede des US-Präsidenten beizuwohnen. Nachdem sie von dem positiven Testergebnis erfahren haben, sollen die beiden unverzüglich und mit dem Auto wieder an die Ostküste gefahren sein. 

Welche Langzeitfolgen kann eine Covid-19-Erkrankungen auslösen? Die Forschung sucht weiterhin nach Antworten.

Corona in den USA: Mehr als 43.000 Neu-Infektionen innerhalb von 24 Stunden

Update vom 5. Juli, 7.28 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in den USA ist um mehr als 43.000 Fälle gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden landesweit 43.742 Ansteckungen nachgewiesen, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Samstagabend (Ortszeit) ergab. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 2,84 Millionen Infektionen in den USA registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg um 252 auf 129.657.

In den vorherigen Tagen waren immer neue Höchststände der Neuinfektionen gemeldet worden, am Freitag waren es schließlich 57.683 Fälle. Die niedrigere Fallzahl vom Samstag könnte damit zusammenhängen, dass am Unabhängigkeitstag der USA weniger Testergebnisse weitergegeben wurden.

Immer mehr rücken auch die Wahlen im November in den Fokus. Vier Monate vor der Wahl sorgt Kanye West für einen Paukenschlag. Er will Donald Trump als Präsident der USA beerben.

Corona in den USA: Trump beschwert sich über Berichterstattung zu Infektionsgeschehen

Update vom 4. Juli, 21.26 Uhr: Die massiven Coronavirus-Infektion und der rasante Anstieg der Fallzahlen scheinen US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Zumindest die Berichterstattung darüber. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter lässt sich Trump darüber aus - und verweist auf das ausgiebige Testen in den USA. 

„Fälle, Fälle, Fälle“, schreibt Trump im Angesicht der rund 50.000 Neuinfektionen die in den USA täglich gemeldet werden in Versalien. Wenn man 40 Millionen Menschen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 teste, dann habe man eben mehr Fälle als in anderen Ländern. Die Medien würden nur über die Fallzahlen, nicht aber über die Todesfälle und die sinkende Mortalitätsrate berichten, so Trump. 

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Univeristät sind in den USA bisher 129.584 Menschen infolge einer Coronavirus-Infekiton gestorben. In seiner Ansprache zum Nationalfeiertag ist der US-Präsident kaum auf die Coronavirus-Pnademie eingegangen (siehe Update vom 4. Juli, 18.53 Uhr).

Florida verzeichnet mehr als 11.400 neue Corona-Fälle an einem Tag

Update vom 4. Juli, 19.24 Uhr: Der US-Bundesstaat Florida hat innerhalb eines Tages mehr als 11.400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die am Samstag von der lokalen Gesundheitsbehörde veröffentlichte Zahl für Freitag markiert eine weitere dramatische Zunahme an Fällen in dem Bundesstaat mit rund 20 Millionen Einwohnern.

Trump hält düstere 4.-Juli-Rede - aber die 130.000 Toten erwähnt er erst gar nicht

Update vom 4. Juli, 18.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eine Rede zum Unabhängigkeitstag der USA für eine düstere, polarisierende Botschaft genutzt. „Unsere Nation erlebt eine gnadenlose Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte, zur Diffamierung unserer Helden, zur Ausradierung unserer Werte und zur Indoktrinierung unserer Kinder“, sagte Trump am Vorabend des Unabhängigkeitstages, den die USA an diesem Samstag begingen.

Auf die über 50.000 Corona-Neuinfektionen, die zuletzt täglich verzeichnet wurden, ging Trump am Mount Rushmore nicht ein. Auch den Schmerz über die fast 130.000 Toten, die die USA seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen zu beklagen haben, bedachte er nicht. Die Wirtschaft hat schweren Schaden genommen und die derzeitige Zuspitzung droht die jüngste leichte Erholung wieder zunichte zu machen. Doch Trump sagte vor dicht gedrängten Zuschauern, die größtenteils keine Schutzmaske trugen, die USA seien das „großartigste Land in der Geschichte der Welt“ und dass es „bald“ großartiger als je zuvor sein werde.

USA brechen mehrmals in Folge Corona-Neuinfektions-Rekorde

Sorgen vor neuen Coronavirus-Ansteckungen zum Trotz trat Trump am Freitag (Ortszeit) vor mehreren Tausend Menschen und beeindruckender Kulisse auf: Über der Bühne thronte das monumentale Nationaldenkmal von Mount Rushmore - der Gebirgsfels mit den in Stein gemeißelten Köpfen von vier Ex-Präsidenten. Nach Angaben der Gouverneurin kamen Menschen aus allen Teilen des Landes nach South Dakota gekommen, wo der Abend mit Feuerwerk endete.

Die USA brachen in den vergangenen Tagen mehrmals in Folge ihre eigenen dramatischen Rekorde bei der Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Trump sprach die Krise am Mount Rushmore lediglich am Anfang an, als er unter anderem Ärzten und Wissenschaftlern dankte, die „unermüdlich daran arbeiten, das Virus zu töten“. 

Corona-Zahlen in den USA steigen rasant: Bericht über Verhalten der Bürger sorgt für Entsetzen

Update vom 4.Juli, 13.50 Uhr: Die Freundin des US-Präsidentensohns Donald Trump Jr., Kimberly Guilfoyle, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Jeder der sich in Nähe des Präsidenten aufhält, musste sich auf das Coronavirus testen lassen. Dieser viel bei Donald Trump Jr. Freundin positiv aus. Laut den US-Medien befände sie sich nun in Quarantäne, aber es ginge ihr gut. 

Ihr Freund, Donald Trump Jr., ist demnach negativ auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Beide hätten aber alle anstehenden öffentlichen Veranstaltungen vorerst abgesagt.

Corona-Zahlen in den USA schnellen in die Höhe: Bericht über Verhalten der Bürger sorgt für Entsetzen

Update vom 4. Juli, 11.28 Uhr: Vor allem in Florida steigen die Zahlen weiter und weiter, da Vorschriften nicht eingehalten werden, wie Dale Holness, der Bürgermeister des Kreises Broward zu dem Fort Lauderdale zählt, im Spiegel-Interview berichtet. Bis zu 1000 Infizierte pro Tag werden gemeldet und Strände müssen wieder geschlossen werden. Dennoch halten sich laut Berichten des Bürgermeisters von Broward viele nicht an die Vorschriften. Bars, die eigentlich nicht geöffnet haben dürfen, verkaufen Essen und tarnen sich als Restaurant. Restaurants besetzen mehr als 50 Prozent ihrer Tische und achten bei Gästen und Mitarbeitern nicht auf die Maskenpflicht. Sogar eine Schulabschlussfeier mit 36 Personen in einem Haus, hauptsächlich Kinder und Jugendliche, wurde abgehalten und musste abgebrochen werden. Davon erkrankten 26 an dem Virus und infizierten wiederum ihre eigenen Familien. „Wir versuchen den Leuten also Folgendes einzubläuen: Geht nicht raus, versammelt euch nicht, vor allem nicht ohne Maske, in einem Restaurant oder einem Klub. Doch die Läden sind voll, und die Leute tragen keine Masken“, so Dale Holness. Die Auflagen müssten demnach verstärkt kontrolliert werden. 

 „Wir kämpfen um das Gleichgewicht zwischen dem gesundheitlichen und dem wirtschaftlichen Wohlbefinden der Menschen. Wir kämpfen um den Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen ganzer Familien. Es herrscht enormer Druck, Geschäfte und Restaurants wieder zu öffnen. Wir dachten, zumindest auf lokaler Ebene umsichtig gehandelt zu haben, weil die Infektionsrate unter zwei Prozent fiel“, erklärt Holness weiter. Doch das Bewusstsein ist abgeschwächt, dass jeder, auch ohne Symptome, Träger des Virus sein kann. 

Vor allem wünsche man sich in der Region mehr Unterstützung seitens Washingtons in Form von Geld, Engagement und Koordination. Doch diese fehlt weitestgehend. Das könnte sich auch auf die Wahlen im November auswirken, wobei Florida als wichtiger „Swing-State“ ein entscheidende Rolle spielen kann. „Ich denke, die Leute werden sich noch lange an die chaotische Art und Weise erinnern, wie Washington mit dieser Situation umging“, so Dale Holness.

Corona-Zahlen in den USA: Nächster Höchststand - Trump feiert trotzdem mit Tausenden Anhängern

Update vom 4. Juli, 8.15 Uhr: Die Corona-Lage in den USA wird immer brisanter. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hat am Freitag einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 57.683 neue Corona-Infektionen registriert. Damit wurden insgesamt bereit 2,79 Millionen Ansteckungen in den USA nachgewiesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 728 auf 129.405 Fälle. US-Chefvirologe Anthony Fauci befürchtet sogar, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 100.000 ansteigen könnte, wenn der Trend nicht umgekehrt wird, 

Das Infektionsgeschehen überschattet auch den Nationalfeiertag der USA, den 4. Juli. Präsident Donald Trump will den Unabhängigkeitstag am Samstag aber ungeachtet der Corona-Krise mit einer Zeremonie in Washington unter dem Motto "Salute to America" (Salut an Amerika) begehen. Bereits am Freitagabend wohnte er einem großen Feuerwerk am Monument Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota bei. Tausende Zuschauer wohnten der Feier am Nationaldenkmal bei.

Außerdem hat nun Trump wieder neue Infos, um gegen China zu wetter. Nicht die chinesische Behörde, sondern Mitarbeiter eines WHO-Büros hakten bezgl. einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan nach. 

Corona in den USA: Infektionszahlen steigen immens - doch Trump hält an Mega-Event fest

Update vom 3. Juli, 16.03 Uhr: In den USA begann am Freitag wegen des Nationalfeiertags am 4. Juli ein verlängertes Wochenende. Zum Unabhängigkeitstag am Samstag zieht es die US-Bürger zu Familientreffen und Picknicks im Freien. Auch Feuerwerke sind geplant. Das führt zu Sorgen, dass die Infektionszahlen weiterhin hochschnellen könnten. Viele Strände wurden für das Wochenende gesperrt, Bars und Restaurants machten dicht. Die kalifornische Metropole Los Angeles sagte zudem die Feuerwerke ab.

Dagegen hält US-Präsident Donald Trump an einem großen Feuerwerk am Freitagabend (Ortszeit) am Mount Rushmore fest, dem gigantischen Monument für frühere US-Präsidenten im Bundesstaat South Dakota. Daran sollen 7500 Zuschauer teilnehmen. Am Unabhängigkeitstag selbst will Trump in der Hauptstadt Washington an einer großen Zeremonie teilnehmen, zu der ebenfalls ein großes Feuerwerk geplant ist. 

Corona in den USA: Bericht über Jugend sorgt für Aufsehen

Update vom 3. Juli, 12.39 Uhr: Die immer weiter ansteigenden Infektionszahlen in den USA machen große Sorgen. Zuletzt hatte der führende US-Immunologe Anthoy Fauci gewarnt, dass es bald täglich 100.000 Neuinfektionen geben könnte. Etliche Bundesstaaten zogen ihre Lockerungen wieder zurück, Innenbereiche von Bars und Restaurants wurden wieder geschlossen. Wie in Texas (siehe Erstmeldung) wurde in einigen Bundesstaaten die Maskenpflicht wieder eingeführt.

Coronavirus in den USA: „Immer mehr eine Jugend-Krankheit“

Indes sorgt auch ein Bericht des US-Online-Magazins „Bloomberg Law“ für Aufsehen. „Covid-19 ist immer mehr eine Jugend-Krankheit“, heißt es dort. Junge Amerikaner würde dem Bericht zufolge „hart feiern“, wodurch sich das Virus rasant schnell übertrage. 

Des Weiteren schreibt das Online-Magazin, dass das sinkende Alter der Infizierten das dringlichste Problem für die örtlichen Behörden sei. Es seien Ausgangssperren verhängt worden und Orte abgeriegelt, an denen sich junge Menschen versammeln. 

In Arizona sei die Hälfte der infizierten Menschen zwischen 20 und 44 Jahre alt. „Bloomberg Law“ bezieht sich hierbei auf staatliche Angaben. So läge das Durchschnittsalter der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 37 Jahren. Noch im März lag es deutlich höher bei durchschnittlich 65 Jahren. Auch in dem aktuell akut betroffenen Texas sei die Anzahl der Infizierten von jungen Menschen geprägt. Im texanischen Hays County seien 50 Prozent der Infizierten in ihren Zwanzigern. 

Corona: US-Infektionszahlen geraten völlig außer Kontrolle - aber Trump spricht von „großartigen Neuigkeiten“

Unsere Erstmeldung vom 3. Juli, 12 Uhr:

Texas - Das Coronavirus* stellt Länder weltweit vor große Herausforderungen und bringt Gesundheitssysteme an ihr Limit. Besonders in den USA scheint die Lage immer mehr außer Kontrolle zu geraten.

Coronavirus: Lage in den USA gerät völlig aus dem Ruder - Traurige Rekorde gebrochen

Die Fallzahlen in den USA explodieren förmlich. Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zufolge verzeichnet die USA den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand hinsichtlich der Corona-Neuinfektionen

Rund 52.300 Menschen sind demnach am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Erst tags zuvor wurde die traurige Grenze von täglich 50.000 Neuinfektionen überschritten worden. Noch Mitte Juni waren rund halb so viele Fälle gemeldet worden. 

Besonders die südlichen Bundesstaaten haben derzeit mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. So haben Florida mit über 10.000 neuen Fällen und das angrenzende Georgia mit 3.500 Fällen einen Rekordwert erreicht. Auch Texas ist schwer betroffen.

Die Corona-Lage in den USA spitzt sich immer weiter zu.

Insgesamt haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie mehr als 2,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus* infiziert. Fast 130.000 Menschen sind an Covid-19 gestorben (Quelle: Johns-Hopkins Universität. Stand: 3. Juli, 11.03 Uhr).

Coronavirus: Fallzahlen steigen drastisch - Trump-Verbündeter ergreift Maßnahme

Mindestens 20 Bundesstaaten haben indes nach Berechnung von US-Medien die phasenweise Wiedereröffnung der Wirtschaft gebremst, pausiert oder Lockerungen gar zurückgenommen. 

Angesichts der steigenden Fallzahlen hat auch der Bundesstaat Texas eine Mundschutzpflicht eingeführt. Greg Abbott, republikanischer Gouverneur von Texas der als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump* gilt, ordnete am Donnerstag eine Maskenpflicht* für all jene Bezirke an, in denen mindestens 20 Corona-Infektionen nachgewiesen wurden. 

Coronavirus in den USA: Donald Trump bagatellisiert enormen Anstieg der Infektionen

Donald Trump hat den rasanten Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen* erneut damit begründet, dass in dem Land weitaus mehr auf das Virus getestet werde.

„Es gibt eine Zunahme der Coronavirus-Fälle, weil unser Testverhalten so massiv und so gut ist, viel größer und besser als in jedem anderen Land“, meldete sich Trump am späten Donnerstagabend via Twitter zu Wort. Er fügte an, dass dies „großartige Neuigkeiten“ seien. Die Sterblichkeit sei zurückgegangen und jüngere Menschen erholten sich leichter und schneller.

Gegenüber dem Fernsehsender Fox Business sagte der US-Präsident jüngst, dass die Wirtschaft sich bald wieder erholen werde und „das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden.“

Indes werden WHO und RKI von der „New York Times“ kritisiert. Sie wollten eine bedeutsame Corona-Entdeckung aus München nicht wahrhaben. (dpa/mbr)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Nicholas Kamm / AFP

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