Verzweifelt: Die US-Krankenschwester Lawanna Rivers in ihrem Facebook-Video, als sie vom Kampf gegen Corona erzählt.
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Verzweifelt: Die US-Krankenschwester Lawanna Rivers in ihrem Facebook-Video, als sie vom Kampf gegen Corona erzählt.

„Kein einziger hat es geschafft“

Live bei Facebook: Verzweifelte Krankenschwester berichtet von „Sterbe-Raum“ für Corona-Patienten

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Eine US-Krankenschwester aus Texas erhebt schwerste Vorwürfe gegen die angebliche Corona-Politik ihrer Klinik - live bei Facebook. Sie berichtet von einem Raum, der nur zum Sterben da sei.

  • Coronavirus-Pandemie in den USA: Die Zahl der Corona-Toten in den Vereinigten Staaten ist ungebremst hoch.
  • In einem Live-Video bei Facebook schildert die Krankenschwester Lawanna Rivers von erschreckenden Szenen im Universitätsklinikum El Paso (Texas) und erhebt schwere Vorwürfe wegen der angeblichen Covid-19-Hauspolitik.
  • Es soll einen Sterbe-Raum für Corona-Patienten mit einem eigenen Namen geben - und angeblich drastische Vorschriften für die Reanimation.

München/El Paso - Die Corona-Lage ohne Impfstoff ist in den USA weiter hochgradig ernst.

Laut Erhebungen der Johns Hopkins Universität starben Stand früher Montagabend (MEZ), 16. November, mehr als 246.500 Menschen in den Vereinigten Staaten an oder mit dem heimtückischen Coronavirus.

In einem Aufsehen erregenden Facebook-Live-Video (siehe Link) hat eine US-Krankenschwester nun schwerste Anschuldigungen gegen die Corona-Politik ihrer Klinik erhoben und von erschreckenden Zuständen an vorderster Front berichtet.

Corona-Pandemie in den USA: Krankenschwester Lawanna Rivers erzählt von einem „Sterbe-Raum“

Ihr Name: Lawanna Rivers. Das Krankenhaus gegen das sich ihre dramatische Kritik richtet: das Universitätsklinikum in El Paso (Texas). „Kühl-Lastwagen kamen, weil es zu viele Leichen waren“, sagt die medizinische Mitarbeiterin in dem knapp 50-minütigen Video-Monolog: „Trotz aller Leidenschaft, wir konnten nichts mehr für sie tun.“ Immer wieder ringt sie mit den Tränen.

„Ich habe viele Menschen sterben sehen, von denen ich dachte, dass sie nicht hätten sterben sollen“, meint sie in dem Video weiter und berichtet von angeblich untragbaren Zuständen in ihrer Klinik. Ihr zufolge gibt es eine Art Sterbe-Raum namens „The Pit“.

Für jeden Corona-Patienten gelte: Wer in „The Pit“ gebracht werde, komme nur noch „im Leichensack“ aus dem Raum wieder heraus, erzählt sie in verzweifelter Tonlage.

Corona-Pandemie in den USA: Schwerste Vorwürfe gegen Universitätsklinik in El Paso (Texas)

Ihre Kritik richtet sich gegen ihren mutmaßlichen Arbeitgeber: „Die Politik dieses Krankenhauses war, dass es für Patienten nur drei Runden CPR (Herz-Lungen-Wiederbelebung, d. Red.) gab, was nur sechs Minuten dauerte. Wir hatten keinen einzigen Patienten, der es geschafft hat.“ Medienberichten zufolge kündigte die Krankenhaus-Leitung eine Überprüfung der Vorwürfe an. (pm)

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