Zehn Millionen Fälle im Land

Corona in den USA: Neue Eskalationsstufe bei Infektionszahlen - Alarm auch in den Krankenhäusern

  • Jennifer Lanzinger
    vonJennifer Lanzinger
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  • Patrick Huljina
    Patrick Huljina
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Nach der US-Präsidentschaftswahl hat die Infektionslage in den USA einen neuen Tiefpunkt erreicht: Erneut wurden weit mehr als 100.000 Neuinfektionen registriert.

  • Auch nach der US-Wahl 2020* steigen die Corona-Zahlen in den USA weiter rasant an.
  • In den möglicherweise wahlentscheidenden „Swing States“ spitzt sich die Lage ebenfalls zu. In Boston gibt es eine neue Test-Initiative.
  • Am Dienstag wurden in den USA erstmals mehr als 136.000 neue Corona-Fälle* vermeldet.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 12. November, 15.56 Uhr: Alle weiteren Informationen zu den Auswirkungen und Entwicklungen der Corona-Pandemie in den USA finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Corona in den USA: Tägliche Neuinfektionen erreichen Rekordwert

Update vom 11. November, 14.01 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) am Dienstag auf 136.325 gestiegen. Das ist ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Medienberichten zufolge erreichte auch die Zahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern einen neuen Höchststand.

So wurden am Dienstag landesweit 61.964 Menschen mit dem Coronavirus in Kliniken behandelt, mehr als je zuvor, wie unter anderem CNN unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project meldete. Das Covid Tracking Project wurde im Frühjahr beim Magazin The Atlantic gestartet und sammelt und veröffentlicht Daten zur Corona-Pandemie in den USA.

Die Zahl der Covid-19-Patienten in Kliniken hat sich damit seit September etwa verdoppelt und übertrifft nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April, als 59.940 Menschen behandelt wurden. Knapp 12.000 Personen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die New York Times.

Corona in den USA: New Yorks Bürgermeister warnt vor einer zweiten Welle

Update vom 10. November, 12.46 Uhr: Bill de Blasio, der Bürgermeister von New York, hat die Bewohner der Millionenmetropole vor einer zweiten Corona-Welle und vor möglicherweise neuen Einschränkungen gewarnt. „Wir müssen eine zweite Welle verhindern“, sagte de Blasio. „Es wird gefährlich eng.“ Der Bürgermeister forderte alle Bewohner auf, sich an die Hygiene-, Masken- und Abstandsregeln zu halten. Er kündigte ebenfalls an, dass die Erlaubnis für Restaurants, Cafés und Bars, teilweise in Innenräumen auszuschenken, überprüft werde.

Weitere Einschränkungen seien notfalls unausweichlich. „Gott verhüte, dass dies weitergeht und wir eine ausgewachsene zweite Welle haben. Das bedeutet viel mehr Einschränkungen. Leider könnte es auch bedeuten, dass wir unsere Wirtschaft teilweise wieder schließen müssen.“

Der Bundesstaat New York und vor allem New York City waren im Frühjahr zum Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA geworden. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dort stabilisiert. Ende September lag die Zahl der Neuinfektionen noch durchgängig unter 1000. Mittlerweile liegen die täglichen Neuinfektionen im gesamten Staat wieder über 3000. Der Rekord aus dem April liegt jedoch bei 12.474. Insgesamt infizierten sich 536.933 Personen in New York, 33.343 starben bislang.

Corona in den USA: Infektionslage erreicht neue Eskalationsstufe

Update vom 9. November, 20.56 Uhr: In den USA ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf mehr als zehn Millionen angestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Damit verzeichnen die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit über 8,5 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo rund 5,7 Millionen Ansteckungen registriert wurden.

Die USA hatten erst vor zehn Tagen die Schwelle von neun Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt im Schnitt auf mehr als 100.000 pro Tag an. Am Wochenende lag die Zahl laut Johns Hopkins sogar bei mehr als 120.000.

Corona in den USA: Joe Biden stellt Expertenrat vor - und warnt vor „sehr dunklem Winter“

Update vom 9. November, 19.04 Uhr: Der gewählte US-Präsident Joe Biden strebt eine amerikanische Führungsrolle im Kampf gegen die Corona-Pandemie an. Es gehe jetzt darum, das Coronavirus überall zu besiegen, sagte Biden am Montag in seinem Heimatort Wilmington im US-Bundesstaat Delaware*. In seinen neugebildeten Expertenrat zur Corona-Krise habe er auch Fachleute zu internationalen Gesundheitsfragen aufgenommen, „damit wir die globale Führungsrolle im Kampf gegen diese Pandemie wiederherstellen können“.

Biden kündigte einen umfassenden Plan für den Kampf gegen Corona in den USA an. Es gehe darum, die besonders verletzlichen Gruppen vorrangig zu schützen. Dabei nannte er Schwarze, Latinos und Menschen asiatischer Herkunft, die härter von der Pandemie getroffen seien als andere. Alle Amerikaner sollten einen kostenlosen Zugang zu einem Impfstoff erhalten, versprach der Demokrat. Bis dieser vollständig entwickelt und flächendeckend verfügbar sei, werde es aber noch Monate dauern. „Uns steht immer noch ein sehr dunkler Winter bevor.“

Joe Biden hat große Pläne im Kampf gegen das Coronavirus, verspricht er bei seiner Siegesrede in seinem Heimatort Wilmington.

Corona in den USA: Vereinigte Staaten bleiben schwer betroffen - mehr als 1000 Tote an einem Tag

Update vom 8. November, 10.40 Uhr: Während die USA den Wahlsieg von Joe Biden feiern, greift das Coronavirus auch am Wochenende weiter um sich. Wie die New York Times berichtet, wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 126.156 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Mehr als 1000 Personen (1013) seien demnach innerhalb eines Tages mit oder am Coronavirus gestorben. Damit zählen die USA auch weiterhin als das mit Abstand am meisten von der Pandemie betroffene Land weltweit, fast 10 Millionen Menschen wurden dort bereits positiv auf das Coronavirus getestet.

Coronavirus in den USA: Weiterer Corona-Fall im Weißen Haus

Update vom 7. November, 7.05 Uhr: Während in den USA noch immer die letzten und entscheidenden Stimmen der US-Präsidentschaftswahl ausgezählt werden, greift die Coronavirus-Pandemie weiter um sich. Nach Informationen der New York Times wurde nun erneut ein enger Mitarbeiter von Präsident Donald Trump positiv auf das Coronavirus getestet. Demnach erhielt Trumps Stabschef Mark Meadows bereits am Mittwoch ein positives Testergebnis. Auch ein zweiter Test am Freitag stellte sich als positiv heraus.

Meadows war in den Tagen vor seinem Test noch intensiv in den Wahlkampf von Donald Trump eingebunden. So begleitete der 61-Jährige den US-Präsidenten noch am Dienstag bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington, Virginia.

Mark Meadows ist mit dem Coronavirus infiziert. Seit Ende März ist er Stabschef im Weißen Haus.

Coronavirus in den USA: Biden verspricht schnelles Handeln in der Pandemie

Derweil hat Trumps Konkurrent Joe Biden, der nach aktuellem Stand ernsthafte Chancen auf einen Einzug ins Weiße Haus hat, bei einer Rede in seinem Heimatstaat Delaware ein Umdenken in der Corona-Pandemie angekündigt. Ab seinem ersten Tag im Amt werde Biden einen Plan umsetzten, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. „Wir dürfen keine weitere Zeit mit parteipolitischem Krieg verschwenden“, unterstrich der 77-Jährige. Im Falle eines Wahlsiegs durch den Demokraten würde Biden am 20. Januar 2021 als neuer US-Präsident vereidigt werden. „Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten“, versprach Biden den US-Bürgern.

Coronavirus in den USA: Infektionslage erreicht neue Eskalationsstufe - 1210 Menschen sterben an einem Tag

Update vom 6. November, 11.52 Uhr: Nachdem in den USA am Mittwoch erstmals die 100.000er-Marke von täglichen Corona-Neuinfektionen überschritten wurde, verzeichnet das Land eine neue Rekordzahl. Am Donnerstag wurden der Johns-Hopkins-Universität zufolge 121.888 neue Fälle bekannt. Demnach gab es innerhalb von 24 Stunden 1210 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2*-Infektion.

US-Präsident Donald Trump*, der bei der Präsidentschaftswahl aktuell eine Hängepartie mit Herausforderer Joe Biden* liefert, hatte im Wahlkampf wiederholt gesagt, die USA würden die Corona-Krise bald überwinden und dass es bald Impfstoffe und neue Therapie-Mittel gäbe. Lockdowns lehnte er kategorisch ab.

Medizinisches Personal in New York City bringt einen mit Covid-19 verstorbenen Patienten zu einem Kühltruck.

Update vom 5. November, 9.30 Uhr: Während in weiten Teilen der Vereinigten Staaten noch die verbleibenden Stimmzettel für die US-Präsidentschaftswahl ausgezählt werden, erreicht die nationale Infektionslage wohl eine neue Eskalationsstufe. Wie die Deutsche Presse Agentur bekannt gab, registrierten die US-Gesundheitsämter innerhalb von 24 Stunden erstmals seit dem Beginn der Pandemie Neuinfektionszahlen im sechsstelligen Bereich.

Coronavirus in den USA: Neuer Tiefpunkt - erstmals über 100.000 Neuinfektionen

102.831 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 wurden demnach übermittelt. Damit übersteigen die Neuinfektionszahlen den erst in der vergangenen Woche erreichten Höchstwert von 99.000 Meldungen innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr haben sich in den USA somit 9,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 233.000 Menschen starben bisher an den Folgen von Covid-19.

Sollte es bei der Präsidentschaftswahl zu einem Machtwechsel im Weißen Haus kommen, könnte sich auch die Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus in den USA radikal ändern. Amtsinhaber Donald Trump hatte im Wahlkampf wiederholt betont, dass man in der Krise bald über den Berg sei. Sein Herausforderer Joe Biden hatte scharfe Kritik an der Corona-Politik des Präsidenten geübt und Trump vorgeworfen, beim Schutz der Amerikaner versagt zu haben.

Coronavirus in den USA: Neuinfektionen schießen am Tag der Wahl in die Höhe

Update vom 4. November, 14.53 Uhr: Die USA haben am Dienstag - dem Tag der US-Wahl - mit mehr als 91.000 Corona-Neuinfektionen den bislang zweithöchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Mittwoch hervor. Der bislang höchste Wert war am vergangenen Freitag registriert worden, als mehr als 99.000 Ansteckungen registriert wurden. In den USA sind bislang mehr als 232.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf wiederholt gesagt, die USA seien in der Krise bald über dem Berg - wofür es keine Anzeichen gibt. Sein Herausforderer Joe Biden hat Trump vorgeworfen, beim Schutz der Amerikaner versagt zu haben.

Corona in den USA: Experte Fauci nach Kritik vor Entlassung

Update vom 2. November, 12.10 Uhr: Zuletzt gab Anthony Fauci, der Chef der obersten Seuchenbehörde der Vereinigten Staaten, eine extrem negative Prognose bezüglich des Corona-Pandemiegeschehens ab. In einem Interview mit der Washington Post sagte er, die USA könnten im Umgang mit der Corona-Krise vor dem Herbst und Winter „unmöglich schlechter positioniert sein“.

Die Antwort von Präsident Donald Trump folgte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Opa-locka in Florida während der vergangenen Nacht. Trump deutete an, Fauci nach der Wahl feuern zu wollen. Als die Menge in Florida „feuer Fauci“ rief, sagte Trump: „Sagt es keinem, aber lasst mich warten bis ein kleines bisschen nach der Wahl. Ich weiß den Rat zu schätzen.“ Fauci ist in der Corona-Task-Force des Weißen Hauses. Beim nationalen Gesundheitsinstitut untersteht er Direktor Francis Collins, der eine entsprechende Anordnung Trumps umsetzen müsste.

Corona in den USA: Trump kritisiert „drakonische Lockdowns“ in Europa

Update vom 2. November, 7.40 Uhr: US-Präsident Donald Trump* hat bei einer Wahlkampfveranstaltung Kritik an den „drakonischen Lockdowns“ in Europa geübt und solche Maßnahmen für die USA trotz stark steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. „Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) in Hickory im Bundesstaat North Carolina.

„Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun.“ Trump fügte hinzu: „Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind - seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert - sie sind in Trümmern.“ Er fügte hinzu, dass die USA Europa natürlich nur Gutes wünschten.

Der Republikaner warf seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vor, im Fall seines Sieges bei der Präsidentenwahl am Dienstag einen Lockdown in den USA verhängen und „Amerika in einen Gefängnisstaat“ verwandeln zu wollen. „Der Biden-Lockdown wird zu unzähligen Toten führen und eine ganze Generation an Träumen auslöschen.“ Trump lobte erneut sein Krisenmanagement in der Corona-Pandemie, das eine Mehrheit der Amerikaner seit Monaten negativ bewertet. Biden hat keinen Lockdown angekündigt, sondern versprochen, auf den Rat der Wissenschaftler zu hören. Er schrieb am Sonntag auf Twitter: „Donald Trump hat den Versuch aufgegeben, das Virus unter Kontrolle zu bringen.“

Coronavirus in den USA: Präsident Trump schließt Lockdown aus

Update vom 1. November, 19.54 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat einen Lockdown ausgeschlossen, obwohl derzeit die Infektionszahlen in den Vereinigten Staaten extrem ansteigen. „Ich liefere das große amerikanische Comeback und wir haben keine Lockdowns“, kündigte Trump im Bundesstaat Michigan während eines Wahlkampfauftritts an.

Zudem kritisierte er Europa und warf den dortigen Ländern vor, ihnen würde die Kontrolle über die Corona-Pandemie trotz Lockdown entgleiten. „Jetzt müssen sie alles noch einmal machen. Was zum Teufel tun sie da? Ich glaube, ich gehe rüber und erkläre es ihnen“, tönte der 74-Jährige.

Zudem stellte Trump wilde Thesen über seinen demokratischen Gegner im Rennen um die US-Präsidentschaft auf. Joe Biden strebe im Falle eines Wahlsiegs einen schier endlosen Lockdown in den USA über „einige Jahre“ an, behauptete der Republikaner.

Trauriger Corona-Rekord kurz vor US-Wahl - Experte Fauci attackiert Trump: „Könnte nicht schlechter sein“

Update vom 1. November, 16.32 Uhr: Zwei Tage vor der US-Wahl* hat der Chef der obersten Seuchenbehörde der Vereinigten Staaten eine extrem negative Prognose des Pandemiegeschehens abgegeben. „Uns steht eine ganze Menge Leid bevor. Es ist keine gute Situation“, meinte Anthony Fauci im Interview mit der Washington Post.

Der Mediziner sagte zudem, man könne in den USA „unmöglich schlechter positioniert sein“ in Bezug auf den kommenden Winter. Zuletzt hatte das Land die Neun-Millionen-Marke an Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie geknackt.

Coronavirus in den USA: Traurige Rekordmarke übertroffen

Update vom 31. Oktober, 13.40 Uhr: Wieder knacken die USA in der Coronavirus-Pandemie einen bitteren Rekord: Mit fast 100.000 Neu-Infizierten binnen eines Tages erreicht das Land so kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020 einen neuen Höchststand. Am Freitag meldet die Johns-Hopkins-University 99.321 Fälle - also fast 11.000 Infizierte mehr als am Tag zuvor. Ihren Angaben zufolge, wurden in den USA - von insgesamt rund 330 Millionen Einwohnern - seit Anbeginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Trauriger Rekordhalter sind die USA auch, was die Todesopfer in der Pandemie angeht. Etwa 229.700 Menschen sind dem Coronavirus bisher schon zum Opfer gefallen, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Zahl der Neu-Infektionen hatte vergangene Woche erstmals seit Beginn der Pandemie die 80.000-Marke überschritten - und schon im Frühjahr und Sommer konnten Ärzte und Krankenhäuser vielerorts die Masse an Erkrankten nicht mehr stemmen.

Update vom 30. Oktober, 21:34 Uhr: Die USA haben eine traurige Rekordmarke übertroffen. Laut neuesten Daten der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich seit Beginn der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten über neun Millionen Menschen mit dem Virus.

Somit gab es in den USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen. Mit mehr als acht Millionen Corona-Fällen belegt Indien Rang zwei. An dritter Stelle liegt Brasilien (knapp 5,5 Millionen).

In den USA war erst vor zwei Wochen die Schwelle von acht Millionen registrierten Infektionen überschritten worden. Insgesamt starben rund 230.000 US-Amerikaner an dem Coronavirus und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Coronavirus in den USA: Boston startet Test-Initiative

Update vom 30. Oktober, 14:45 Uhr: Den Mitarbeitern der Stadt Boston ist es aufgrund steigender Corona-Zahlen nun möglich, sich während der Arbeitszeit testen zu lassen. Das erklärte Bürgermeister Marty Walsh am Donnerstag im Zuge einer neuen Test-Initiative der Großstadt. „Wir bieten jedem berechtigten Angestellten der Stadt alle 14 Tage eine bezahlte Stunde an, um sich während der Arbeitszeit testen zu lassen“, wird er von der dpa zitiert.

Dadurch sollen die Bürger angeregt werden, sich auch proaktiv testen zu lassen. Schließlich verbreite sich das Virus auch bei Menschen ohne Symptome. „Durch einen Test können Sie sich und ihre Familie schützen“, so Walsh. In der Stadt gebe es nun 30 Teststationen, einige darunter seien mobil.

Coronavirus in den USA: Trauriger Rekord kurz vor der Wahl - Biden beschuldigt Trump

Erstmeldung vom 30. Oktober 2020, 10.04 Uhr: Washington/München - Nur wenige Tage vor der historischen US-Wahl 2020 hat die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages in den Vereinigten Staaten einen neuen Höchststand erreicht. Wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Univeristät (JHU) vom Freitag hervorgeht, wurden am Donnerstag in den USA 88.521 neue Corona-Fälle verzeichnet. Am Vortag waren es noch knapp 10.000 weniger.

Corona in den USA: Fast 9 Millionen bestätigte Falle - mehr als 228.000 Tote

Seit Beginn der Pandemie gab es nach JHU-Angaben in den Vereinigten Staaten mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern bislang knapp 8,95 Millionen bestätigte Corona-Fälle. Mehr als 228.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus*. Alleine am Donnerstag meldeten die Behörden 971 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19*.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen* binnen 24 Stunden erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80.000 überschritten. Die Website der Johns-Hopkins-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert. Daher zeigt sie einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Corona in den USA: Zahlen steigen auch in den „Swing States“ - Biden beschuldigt Trump

Einem Bericht der Washington Post zufolge, steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auch in den sogenannten „Swing States“. Das sind die besonders hart umkämpften Bundesstaaten*, die bei der Präsidentschaftswahl* in der kommenden Woche entscheidend sein könnten. Der wöchentliche Durchschnitt an neuen Fällen habe in diesen Staaten in den vergangenen zwei Wochen um etwa 45 Prozent zugenommen, heißt es in dem Bericht. Iowa, Michigan, Minnesota und Pennsylvania hätten Rekorde verzeichnet, auch in Florida und Georgia steige die Anzahl wieder.

Am nächsten Dienstag steht die US-Wahl 2020* an. Umfragen zufolge liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden* vorne. Das könnte auch mit der Unzufriedenheit in der Bevölkerung über Präsident Donald Trumps* Umgang mit der Corona-Krise zusammenhängen. Er behauptet, durch sein Krisenmanagement womöglich Millionen Tote verhindert zu haben. Biden hingegen wirft Trump Versagen vor und beschuldigt ihn, für den Tod von zehntausenden US-Bürgern verantwortlich zu sein. (ph/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa/Andrew Harnik

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