Hier ist Vorsicht geboten

Mitten in Corona-Krise: Achtung! Neue Fake-Kettenbriefe über WhatsApp im Umlauf

Die Corona-Krise hat Europa fest im Griff. Neben Empfehlungen des RKIs und tatsächlichen Hilfsmaßnahmen kursieren dabei im Netz auch immer wieder Fake-News. So wie diese WhatsApp-Nachricht.

  • Die Corona*-Krise beschäftigt momentan Länder auf der ganzen Welt.
  • Das Robert-Koch-Institut hat zahlreiche Empfehlungen herausgegeben, um mit einfachen Maßnahmen die Verbreitung des Virus zu verringern.
  • Immer wieder kursieren per WhatsApp und Co. auch Fake-News.

Die Fake-News im Netz werden nicht weniger. Immer wieder verbreiten sich über WhatsApp und Co. Kettenbriefe, die in der Corona-Krise zu falschen Maßnahmen raten oder Panik verbreiten. Eine neue WhatsApp-Nachricht beruft sich nun wohl auf einen angeblichen Arzt im Shenzhener Krankenhaus in China.

Coronavirus: Fake-Kettenbriefe über WhatsApp

Die wohl neueste Nachricht, die über WhatsApp viral geht, berichtet über einen Arzt, der im Shenzhener Krankenhaus arbeite, berichtet die österreichische Organisation mimikama, die über Internetmissbrauch aufklärt und der Spiegel übereinstimmend.

Die Nachricht beginnt wohl immer wieder unterschiedlich. Es gibt mehrere Versionen davon. Im Grunde haben sie aber wohl alle den gleichen Inhalt. Ein Arzt habe einen interessanten Artikel geschrieben, der nun zu befolgen sei und in der weiteren Nachricht auch näher ausgeführt wird.

Coronavirus: WhatsApp-Nachricht verbreitet falsche Maßnahmen

Der in der WhatsApp-Nachricht erwähnte Artikel rät wohl beispielsweise heißes Wasser gegen dasVirus zu trinken. Es ist allerdings nicht geklärt, ob dies tatsächlich gegen das Coronavirus hilft, berichtet mimikama. 

Auch die Aussage bei laufender Nase sei man nicht mit dem Coronavirus infiziert, ist so nicht richtig. Eine laufende Nase ist zwar kein Symptom für die Lungenkrankheit*. Es ist aber möglich neben der Corona-Infektion auch eine normale Erkältung zu haben, informiert das Portal. Somit kann auch dieser Tipp in die Irre führen.

Coronavirus: Bei Kettenbriefen ist Vorsicht geboten

Auch weitere Aussagen über die Größe des Coronavirus, dessen Verbreitung und die Anwendung von Schutzmasken sollten kritisch betrachtet werden. Wie bereits mehrmals von verschiedenen Quellen bestätigt wurde, helfen normale Schutzmasken nicht gegen den Erreger, wie es hier in der Nachricht behauptet wird.

Es ist daher immer ratsam die Empfehlungen desRobert-Koch-Instituts* zu befolgen und WhatsApp-Nachrichten, die sich mit dem Thema befassen kritisch zu hinterfragen. Besonders, wenn sich diese Nachrichten wie in diesem Fall auf unbekannte Quellen oder „einen Arzt“ ohne einen bestimmten Namen zu nennen, beziehen, ist Vorsicht geboten. Dies empfiehlt auch der Spiegel, der die Nachricht ebenfalls geprüft hat.

Keine Falschmeldungen über das Coronavirus aber wahnwitzige Verschwörungstheorien wurden dieser Tage über eine angebliche US-Invasion verbreitet, die in Deutschland stattfinden soll.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa / Silas Stein

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