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Die "Costa Concordia" ist mittlerweile ein Touristenmagnet.

Costa Concordia: Kapitän kontaktiert Opfer

Rom - Francesco Schettino, Kapitän der gesunkenen "Costa Concordia", telefonierte mit dem Bruder eines nach wie vor vermissten Crewmitglieds. Dabei versuchte er, sein fragwürdiges Handeln zu erklären.

Der Unglückskapitän der “Costa Condordia“ hat sich an die Familie eines Opfers der Katastrophe gewandt. Francesco Schettino habe den Bruder eines indischen Crewmitglieds, dessen Leiche nach wie vor nicht gefunden wurde, angerufen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am späten Dienstagabend. “Wir haben 45 Minuten gesprochen. Es lief gut“, sagte der Bruder demnach in der Nachrichtensendung Tg1. Beide hätten über die Unglücksnacht im Januar gesprochen. “Er hat mir gesagt: “Ich bin nicht der einzige Schuldige““, so der Angehörige weiter - und: “Ich habe seinen Schmerz verstanden, er meinen.“

Während des Gesprächs hatte Schettino Ansa zufolge auch seine Erlebnisse geschildert. Er habe gesagt: “Ich stand dort auf dem Felsen, sah das Schiff und wusste nicht, was ich zu tun hatte.“ Dem Kapitän wird unter anderem Havarie und Verlassen des Schiffes noch während der Evakuierung zur Last gelegt.

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Das Kreuzfahrtschiff war zu nahe an die Insel Giglio herangefahren, hatte einen Felsen gerammt und war dann mit 4200 Passagieren und Crew-Mitgliedern an Bord gekentert. 32 Menschen starben, darunter zwölf Deutsche. Gegen mehrere Offiziere und Vertreter der Reederei wird ermittelt. Schettino und die Reederei beschuldigten sich gegenseitig, für die folgenschwere Havarie verantwortlich zu sein.

Derweil bleibt das vor der toskanischen Insel liegende Wrack der “Costa Concordia“ ein beliebtes Ziel für Touristen. “Seit dem Schiffbruch gibt es einen Boom solcher Touristen, die zwei, drei Stunden auf der Insel bleiben“, zitierte die Zeitung La Repubblica am Mittwoch den Bürgermeister Sergio Ortelli. Allein im Juli habe es 80 000 Besucher gegeben. Der 290-Meter-Koloss soll bis 2013 abgeschleppt werden.

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dpa

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