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Elf Tage nach dem Unfall des Kreuzfahrtschiffes im Mittelmeer kann die Vorbereitung für das Abpumpen des Schweröls beginnen.

Concordia: 2300 Tonnen Treibstoff an Bord

Giglio - Elf Tage nach dem Unfall des Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia“ im Mittelmeer haben die Vorbereitung für das Abpumpen des Schweröls begonnen.

An der “Costa Concordia“ haben die Vorbereitungen für das Abpumpen der rund 2300 Tonnen Treibstoff aus dem Kreuzfahrtschiff begonnen. Taucher der Bergungsfirma Smit inspizierten am Dienstag zunächst den Rumpf des gekenterten Schiffes, um zu sehen, in welchem Zustand dieser ist. Die Bergungsexperten werden jedoch voraussichtlich nicht vor Samstag mit dem Abpumpen des Schweröls der “Costa Concordia“ beginnen können. Das sagte Krisenstabsleiter Franco Gabrielli am Dienstag auf der Insel Giglio. 

Auch die Suche nach Vermissten sollte am Dienstag fortgesetzt werden.

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Marine-Taucher gingen daran, sich auf der Höhe des dritten Decks am Heck der “Costa Concordia“ den Weg in das Schiffsinnere frei zu sprengen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Für den Abend wurden stärkerer Nordwind und bewegte See in der Region vor der toskanischen Küste vorhergesagt. Unklar war, ob das die Arbeiten an dem Schiff bedrohen könnte. Seit der Havarie vor elf Tagen wurden 15 Tote geborgen, etwa 20 Menschen sind noch vermisst.

Unter den bereits identifizierten Opfern sind nach den Angaben ein Deutscher, vier Franzosen - darunter ein Ehepaar - und je ein Mann aus Italien, Spanien und Ungarn.

Der Generalstaatsanwalt der Toskana, Beniamino Deidda, rückte die zuständige Reederei Costa Crociere ins Zentrum kritischer Fragen. “Der Arbeitgeber ist verantwortlich, man muss also den Blick auf die vom Reeder getroffenen Entscheidungen richten“, sagte Deidda, wie italienische Medien am Dienstag berichteten.

Hier fliehen die Menschen von der Costa Concordia

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Deidda bezog sich damit auch auf die Tatsache, dass die Reederei den beschuldigten und unter Hausarrest stehenden Francesco Schettino zum Kapitän gemacht hatte. In Sachen Sicherheit und Organisation habe es “Probleme und unglaubliche Leichtfertigkeit gegeben“, hielt Deidda fest. Costa-Manager Roberto Ferrarini soll am Abend des Unglücks und der erst spät angeordneten Evakuierung des Schiffes mindestens dreimal mit Schettino telefoniert haben.

dpa

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