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Die Costa Concordia war am 13. Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio gekentert. 32 Menschen starben bei dem Unglück.

12 Stunden-Aktion

Costa Concordia soll am Montag aufgerichtet werden

Rom - Montag um 6 Uhr soll eine der schwierigsten Bergungsaktionen der Geschichte beginnen: Das Wrack des havarierten Kreuzfahrschiff „Costa Concordia“ soll aufgerichtet werden.

Dies entschieden die italienischen Behörden am Sonntagnachmittag. „Die Arbeiten an der "Costa Concordia" werden morgen beginnen“, hieß es in einer Mitteilung der Zivilschutzbehörde. Die Behörden hatten genauere Informationen über Wetterbedingungen abgewartet, bevor der Beginn der Arbeiten genehmigt wurde.

Die erwartete Windstärke und -richtung und die Höhe des Wellenganges bewegten sich innerhalb der Grenzwerte, bei denen die Arbeiten möglich seien, hieß es.

Diese Aktion, die bis zu zwölf Stunden dauern kann, gilt als die komplizierteste Phase der Bergung des Kreuzfahrtriesen. Der Beginn der Arbeiten wurde für kurz nach 6 Uhr morgens festgelegt. Dabei soll das 300 Meter lange Schiff aufrecht gedreht werden. Danach soll das Wrack zum Festland geschleppt und zerlegt werden. Wenn es nach den Wünschen der Behörden geht, sollen die Arbeiten im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen sein.

In den 20 Monaten seit dem Schiffbruch wurde die „Costa Concordia“ stabilisiert und Treibstoff und Abwässer abgepumpt. Die Bergung des Schiffs ist eine der größten und aufwendigsten aller Zeiten. Sie wird nach Angaben der Reederei Costa Crociere mindestens 600 Millionen Euro kosten.

Das mehr als 114.000 Tonnen schwere Schiff war am 13. Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio gekentert. 32 Menschen starben bei dem Unglück. Das Schiff war zu nahe an die italienische Insel Giglio herangefahren. Bei der Rettung der Passagiere gab es zahlreiche Verzögerungen. Francesco Schettino, der Kapitän des Schiffes, muss sich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie Verlassens des Schiffs noch während der Evakuierung vor Gericht verantworten.

dpa

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