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Kind (12) stirbt zwei Tage nach Corona-Impfung in Deutschland: Zusammenhang laut Experten wahrscheinlich

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Von: Momir Takac

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Corona-Impfung für Kinder
Im Landkreis Cuxhaven ist ein zwölfjähriges Kind zwei Tage nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben. © David Young/dpa/dpa-tmn

In Norddeutschland stirbt ein Kind zwei Tage nach einer Corona-Impfung. Ein Zusammenhang ist nicht nachgewiesen. Rechtsmediziner halten ihn aber für wahrscheinlich.

Cuxhaven - Im Landkreis Cuxhaven hat es offenbar einen tragischen Todesfall gegeben. Ein zwölf Jahre altes Kind starb zwei Tage nach einer Impfung gegen das Coronavirus. Das berichtet unter anderem der NDR.

Laut einer Sprecherin des Landkreises war dem Kind, das an Vorerkrankungen gelitten hatte, vor einigen Tagen der Impfstoff von Biontech/Pfizer (Comirnaty) gespritzt worden. Zwei Tage danach sei es plötzlich verstorben.

Kind stirbt nach Corona-Impfung: Obduktion soll Zusammenhang klären

Aufgrund des kurzen Abstands zwischen Impfung und Tod wurde eine Obduktion des Leichnams angeordnet. Ein Zusammenhang könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Wie aus dem vorläufigen Obduktionsprotokoll hervorgeht, halten es Experten des Rechtsmedizinischen Instituts am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf für wahrscheinlich, „dass der Tod auf die Impfung zurückzuführen ist“, schreibt NDR. Wegen der Vorerkrankungen des Kindes sei aber auch eine „andere Ursache nicht vollständig ausgeschlossen“. Mit einem endgültigen Ergebnis wird in Kürze gerechnet.

Der Leiter des Gesundheitsamts im Landkreis Cuxhaven sprach den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „Wir sehen uns hier mit einem besonders tragischen Fall konfrontiert“, sagte Kai Dehne NDR. „Rein statistisch treten gravierende Impf-Nebenwirkungen mit Todesfolge extrem selten auf, aber die betroffene Familie trifft das mit aller Unbarmherzigkeit zu 100 Prozent.“

Tod nach Corona-Impfung: Fälle extrem selten

Gemeldete Todesfälle, die zeitlich in Zusammenhang mit einer Corona-Impfung zu setzen sind, sind bei Kindern und Jugendlichen extrem selten. Wie aus einem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts als oberster Impfstoff-Behörde hervorgeht, gab es seit Beginn der Impfkampagne (27.12.2020) bis zum 30. September 2021 bei Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren 1.809 Verdachtsfälle einer Nebenwirkung nach einer Impfung gegen das Coronavirus.

In fünf Fällen kam es zwischen zwei und 24 Tagen nach der Impfung zu einem tödlichen Ausgang. Drei jugendliche Patienten hatten schwere Vorerkrankungen, gleichwohl war bei diesen drei Fällen „der ursächliche Zusammenhang mit der Impfung nicht beurteilbar“, da „Beschwerden und Erkrankungsverlauf unterschiedlich“ waren und sie „keine klinischen Gemeinsamkeiten“ aufwiesen.

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