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In einem MMOG verkörpern die Mitspieler oft die verschiedensten Spezies. Da kann schon einmal ein Drache auf einen Krieger treffen.

Daddeln in der Gemeinschaft – MMOGs sind der Trend im Internet

Die Zeiten, in denen Computerspieler einsam im stillen Kämmerlein zockten, sind vorbei. Die Tendenz geht zu Multi Player Online Games (MMOGs), bei denen teils Millionen Spieler gleichzeitig mit- und gegeneinander daddeln. Wir erklären, was den Reiz dieser Spiele ausmacht.

Gratis-Spiele aus dem Netz

Um an einem Multi Player Online Game, kurz MMOG, teilzunehmen, brauchen Sie in der Regel keine Software zu kaufen. Diese Spiele werden über das Internet gespielt. Entweder läuft die Software komplett auf den Servern des Anbieters oder Sie müssen nur einen kleinen Teil des Programms herunterladen. Die Teilnahme ist meistens kostenlos. Wenn Sie im Spiel aber Wert auf bestimmte Gimmicks legen oder einen schnelleren Level-Aufstieg legen, haben Sie die Möglichkeit, das gegen Bezahlung zu erwerben.

In den Spielen treten Sie alleine oder in einem Team gegen tausende Mitspieler an. Je nachdem, ob Sie ein rundenbasiertes oder Echtzeit-Spiel nutzen, läuft das Game in einzelnen, voneinander getrennten Abschnitten oder in einer kontinuierlichen Zeitlinie ab. Allen MMOGs gemein ist eine sogenannte „persistente Welt“, also eine virtuelle Umgebung, die dauerhaft und jederzeit zugänglich ist und für alle Spieler gilt.

Unterschiedliche MMOGs für jeden Geschmack

Die MMOGs werden in verschiedene Genres unterteilt. Eine genaue Zuordnung ist meist schwierig, da manche Games sowohl Elemente der einen wie auch einer anderen Spielegattung vereinen. Zu den Genres zählen:

  • Rollenspiele: Sie werden auch als Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (kurz MMORPGs, auf Deutsch: Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele) bezeichnet. Bei diesen Spielen schlüpfen Sie in die Rolle eines einzelnen Protagonisten und meistern bestimmte Aufgaben. Dabei gehen Sie diplomatisch vor, treiben Handel oder bekämpfen Ihre Gegner. Das Ziel ist, den eigenen Charakter immer weiter zu verbessern. Dafür erlernen Sie neue Fähigkeiten oder erwerben bestimmte Güter.
  • Aufbau- und Strategiespiele: Bei diesen Spielen sind Sie der Anführer einer bestimmten Gruppe oder der Manager eines Unternehmens. Ihre Aufgabe besteht darin, Ihre Mannschaft, Ihre Firma oder Ihr Volk durch Handel oder Diplomatie voranzubringen. In manchen Spielen können Sie Ihre Widersacher auch bekämpfen. Meist spielen bestimmte Ressourcen wie Gold, Erz oder Holz eine wichtige Rolle, um damit Handel zu treiben oder Bauwerke zu errichten. Dieses Genre ist weit verbreitet. Einige der bekanntesten Aufbau- und Strategiespiele sind Travian, Damoris oder Die Stämme.
  • Virtual-Battlefield-Games: Diese Spiele werden auch als Massive Multiplayer Online First-Person Shooter (kurz MMOFPS, auf Deutsch Massen-Mehrspieler-Online-Shooter) genannt. In der Regel schlüpfen Sie hier in die Rolle eines Soldaten oder Elitekriegers, der seine Aufgabe alleine oder im Team erledigt.

In der Gruppe daddelt es sich besser

Die Zusammenarbeit und die Interaktion mit den Mitspielern ist in einem MMOG eines der entscheidenden Elemente. So entsteht der Reiz an den Spielen. In vielen Games schließen sich darum mehrere Einzelspieler zu Gruppen zusammen, um die Aufgaben im Team besser und schneller erledigen zu können und so in der Spielhierarchie aufzusteigen. Manche der Gruppen kooperieren, andere bekämpfen sich. Die Kommunikation untereinander erfolgt meist über spielinterne Chats oder über eine Mikrofonverbindung.

Vorsicht vor Online-Spielsucht

Eine der großen Gefahren beim exzessiven Zocken von MMOGs ist die Online-Spielsucht. Denn diese Games haben – anders als ein Spiel auf CD oder DVD – kein definiertes Ende. So stellen sich dem Spieler immer neue Aufgaben, die er bewältigen will und immer neue Möglichkeiten, weitere Punkte zu erspielen. Auch die sich entwickelnde Gruppendynamik kann eine Gefahr darstellen, abhängig zu werden. Denn viele Spieler empfinden den virtuellen Clan als Freundeskreis und haben Angst, etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden, wenn Sie nicht bei allen Abenteuern dabei sind.

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