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Das Gemälde "Kopf eines Afrikaners" des niederländischen Hofmalers Karel van Mander III von Dänemarks König Christian IV. hieß zuvor "Negerkopf".

Anstößige Gemäldetitel

Dänische Nationalgalerie verbietet "Neger"

Kopenhagen - Geschichtsfälschung oder übertriebene political correctness? Die Dänische Nationalgalerie will die Wörter "Neger" und "Hottentotte" aus Gemäldetiteln und -Beschreibungen entfernen.

Das Kopenhagener Museum erklärte am Dienstag, die politisch anstößigen Wörter würden entfernt, weil sie noch der Sprache der Kolonialzeit entstammten.

Statt "Neger" oder "Hottentotte" soll entweder die Nationalität des Abgebildeten genannt oder geschrieben werden, dass der Dargestellte afrikanischer Abstammung ist. "Wir ändern stetig die Titel unserer Werke. Sie werden ständig überprüft, damit sie das Publikum in der Sprache der heutigen Zeit ansprechen", sagte der Sammlungsleiter des Museums, Peter Norgaard Larsen. Originaltitel von Gemälden sollen allerdings nicht geändert werden.

Der Abgeordnete Naser Khader von der Konservativen Volkspartei warf dem Museum vor, die "Geschichte reinzuwaschen". Ein Sprecher der einwanderungsfeindlichen Dänischen Volkspartei (DF) verurteilte den Schritt als "dumm" und "unhistorisch". "Damit werden unsere Vorfahren besser dargestellt, als sie waren", sagte der Sprecher. "Wenn man die Geschichte ernst nimmt, muss man zeigen, dass sie einen Ausdruck benutzten, den wir heute aus verschiedenen Gründen nicht mehr benutzen."

Auch in Deutschland gab es immer wieder Wirbel um das Wort "Neger". So etwa im vergangenen Jahr, als Innenminister Herrmann Schlager-Legende Roberto Blanco in einer TV-Talkshow als "wunderbaren Neger" bezeichnete. In Bayern hatte im März ein dunkelhäutiger Pfarrer Morddrohungen erhalten, nachdem ein CSU-Politiker den Kirchenmann als "Neger" beschimpft hatten und darauf zurückgetreten war. 

Wörter, die wehtun

afp/hn

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