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Oscar Pistorius (rechts) betete vor Beginn der Anhörung zusammen mit seiner Schwester Aimee und seinem Bruder Carl.

30. Geburtstag des Opfers

Darum weinte Oscar Pistorius vor Gericht

Pretoria - Bei einer Anhörung, in der der Termin für den Mordprozess gegen Oscar Pistorius festgelegt wurde, ist der südafrikanische Paralympics-Star in Tränen ausgebrochen.

Der beinamputierte Sprinter, der einen eleganten schwarzen Anzug trug, zeigte sich bei dem Gerichtstermin sehr emotional. Augenzeugen zufolge begann er zu weinen, als er gemeinsam mit seinem Bruder Carl und seiner Schwester Aimee auf die Ankunft des Richters wartete. Die drei Geschwister hielten sich minutenlang an den Händen und beteten.

Der wahrscheinliche Grund: Die Anhörung fand am 30. Geburtstag seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp statt. Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, das Model am 14. Februar vorsätzlich getötet zu haben.

Der Mordprozess gegen Pistorius findet vom 3. bis 20. März 2014 in Pretoria statt. Das gab Richter Desmond Nair am Montag bekannt, nachdem sich die Staatsanwaltschaft mit der Verteidigung auf diesen Termin geeinigt hatte. Bei der nur wenige Minuten dauernden Anhörung wurde zudem die Anklageliste formal an das Gericht und die Anwälte übergeben.

Auf der achtseitigen Anklageliste finden sich neben dem Mordvorwurf unter anderem auch der unrechtmäßige Besitz von Munition.

Die Staatsanwälte haben 107 Zeugen geladen, die gegen Pistorius aussagen sollen. Einige von ihnen sagen, sie hätten zunächst die Schreie einer Frau und dann Schüsse gehört. Der Paralympicsstar behauptet hingegen, er habe gedacht, es seien Einbrecher im Haus.

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Pistorius bleibt derweil in Freiheit. Er war schon kurz nach der Tat auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden und lebt seither im Haus seines Onkels in Pretoria. Richter Nair warnte Pistorius vor der Vertagung des Verfahrens, seine Kautionsauflagen nicht zu verletzen. Demnach muss er unter anderem Reisen eine Woche vor Antritt anmelden und eine genaue Route einreichen. Sollte Pistorius schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.

dpa

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