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Eine Autotür wird mit einem Schraubenzieher geöffnet. Die SPD möchte den Informationsaustausch zwischen den Ermittlern verbessern. Foto: Heiko Wolfraum/Illustration

De Maizière präsentiert Kriminalstatistik

Seit Jahren steigt die Zahl der Einbrüche in Deutschland. Diese Tendenz wird auch durch die neue Kriminalstatistik untermauert. Als Gegenmaßnahme will die SPD den Informationsaustausch zwischen den Ermittlern verbessern.

Berlin (dpa) - Wie viele Leute wurden im vergangenen Jahr überfallen? Wie viele Autos wurden in Deutschland gestohlen? Auskunft darüber gibt die neue Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister de Maizière (CDU) und sein rheinland-pfälzischer Amtskollege Lewentz (SPD) heute in Berlin vorstellen.

Bekannt ist bereits, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche auf den höchsten Wert seit 1999 gestiegen ist. Nach den vorliegenden Zahlen aus den Bundesländern registrierten die Behörden bundesweit mehr als 152 000 Fälle.

Die Zahl aller Straftaten im vergangenen Jahr stieg nach Informationen der "Bild" (Mittwoch) auf 6 082 064 Fälle. Das waren rund zwei Prozent mehr als noch 2013. Die Aufklärungsquote habe sich dagegen nur geringfügig verändert: 54,9 Prozent aller Straftaten seien von den Polizisten aufgeklärt worden, 2013 waren es 54,5 Prozent gewesen.

Für den stetigen Zuwachs an Einbrüchen werden vor allem international agierende Einbrecherbanden verantwortlich gemacht. Um gegen diese Banden vorzugehen, setzt die SPD auf eine bessere Vernetzung zwischen den Polizeibehörden der Bundesländer.

Die sozialdemokratischen Innenexperten im Bundestag wollen deshalb die sogenannte Koordinierungsstelle beim Bundeskriminalamt (BKA) personell und finanziell besser ausstatten. Um Tatmuster zu erkennen, müssten vorhandene Daten zusammengeführt werden, erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Burkhard Lischka.

Er macht sich dafür stark, die Zahl der Mitarbeiter bei der Koordinierungsstelle von acht auf mindestens 30 zu erhöhen. Auch die BKA-Einheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität müsse von derzeit 750 auf etwa 900 Mitarbeiter aufgestockt werden. Notwendig seien darüber hinaus Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro, um die Ermittler technisch besser aufzustatten. "Nur so kann verhindert werden, dass Beweise teilweise jahrelang nicht ausgewertet werden", heißt es in einem aktuellen Positionspapier der Sozialdemokraten.

Neben den Einbruchs-Zahlen sind mittlerweile auch Informationen zu den antisemitischen Straftaten durchgesickert. Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" gab es hier einen deutlich Anstieg um 25,2 Prozent auf insgesamt 1596 Fälle. Ein starkes Plus gebe es zudem bei den fremdenfeindlichen Straftaten: Deren Zahl sei um 21,5 Prozent auf 3945 gestiegen.

Polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Vorjahr

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