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Demokraten-Chef von Arkansas erschossen - Rätselraten über Motiv

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Washington - Rätsel um den Mord an einem führenden US-Demokraten: Der Vorsitzende der Partei im Bundesstaat Arkansas, Bill Gwatney (48), ist am Mittwoch (Ortszeit) in der Parteizentrale in Little Rock erschossen worden.

Gwatney gehörte zu den "Superdelegierten" für den demokratischen Parteitag Ende August in Denver, auf dem Barack Obama offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert werden soll. Im Vorwahlkampf hatte sich der Parteiführer für Hillary Clinton stark gemacht. Nach Medienberichten vom Donnerstag gibt es keine Hinweise darauf, dass der später selbst in einem Feuergefecht mit der Polizei getötete Täter sein Opfer kannte. Auch politische Motive galten als unwahrscheinlich.

Zeitungen meldeten unter Berufung auf Polizeiangaben, dass der Schütze am Tag des Mordes seine Arbeit in einem Kaufhaus verloren hatte. Er war entlassen worden, weil er Graffiti an eine Wand gesprüht hatte. Den Berichten zufolge fuhr er dann mit einer Handfeuerwaffe bewaffnet etwa 45 Kilometer weit nach Little Rock und stürmte in Gwatneys Büro.

Der Parteichef erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Schütze flüchtete nach der Bluttat, wurde nach einer 40 Kilometer langen Verfolgungsjagd von der Polizei gestellt und erschossen, nachdem er das Feuer auf die Beamten eröffnet hatte.

Die demokratische Partei zeigte sich bestürzt. Hillary und Bill Clinton, der früher Gouverneur von Arkansas war, nannten Gwatney einen "von uns verehrten Freund und Vertrauten". Obama äußerte sich ebenfalls tief betroffen über den gewaltsamen Tod seines Parteifreundes.

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