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Der Place Massena in Nizza (Symbolbild)

Demonstranten versammeln sich in Nizza

Nizza - Globalisierungsgegner aus der ganzen Welt haben sich am (heutigen) Dienstag in Nizza zu Protesten gegen die Finanzmarktpolitik der zwanzig mächtigsten Staaten der Welt versammelt.

Unter dem Motto “Menschen zuerst, nicht die Finanzen“ ist für den Nachmittag eine Demonstration geplant, die sich gegen die Ziele des G-20-Gipfels im benachbarten Cannes richtet. Die Demonstranten fordern vor allem die Einführung einer weltweiten Steuer auf Finanztransaktionen. Laut Veranstalter werden zwischen 5.000 und 15.000 Protestierer erwartet. Die Demonstranten haben ihre Proteste monatelang geplant und benutzen nicht die Slogans der internationalen “Occupy“-Bewegung. Deren Vertreter werden jedoch auch auf der Demonstration erwartet.

Besteht Terror-Gefahr?

Mehr als 12.000 Polizisten und Sicherheitsbeamte sind für den Schutz des Gipfeltreffens abgestellt, das am Donnerstag beginnt. Schnellboote der Polizei liegen vor den Luxusjachten am Hafen von Cannes und der berühmte Boulevard de la Croisette ist mit Metallzäunen abgesperrt. Der Sprecher des französischen Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, sagte: “Dies war ein weltpolitisch gesehen kompliziertes Jahr mit dem Tod von Osama bin Laden und den Unruhen in Libyen. Daher schätzen wir die Gefahr eines Terroranschlags auf höchstem Niveau ein.“

Die französische Polizei ist bekannt dafür, dass sie mit Demonstranten nicht zimperlich umgeht. Auf den Einsatz von Tränengas sind die Ordnungshüter ebenso vorbereitet wie auf die schnelle Auflösung gewalttätiger Demonstrationen.

AP

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