Dennis' Mörder: Frühere Chance zur Festnahme verpasst

Hamburg - Der mutmaßliche Mörder von Dennis und zwei weiteren Jungen aus Norddeutschland hätte möglicherweise bereits 2008 gefasst werden können.

Damals hatte ihn die Hamburger Polizei wegen eines Betruges gebeten, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben, wie die Tageszeitung “Die Welt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf die Hamburger Staatsanwaltschaft berichtete. Sprecher Wilhelm Möllers bestätigte den Bericht auf dapd-Anfrage.

Dem Aufruf war der 40-jährige Martin N. damals nicht nachgekommen. Einen richterlichen Beschluss beantragte die Staatsanwaltschaft nicht, weil ihrer Einschätzung nach die Erfolgschancen zu gering waren. N. galt damals juristisch nicht als einschlägig vorbelastet.

“Es lagen die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vor“, sagte Möllers. Bei einem DNA-Abgleich der fünf Mordfälle, für die N. infrage kommt, konnte keine “sichere Täterspur“ festgestellt worden. Ein DNA-Abgleich hätte aber womöglich für Aufklärung in den mehr als 40 Missbrauchsfällen gesorgt, die dem 40-Jährigen ebenfalls zur Last gelegt werden. Eine Festnahme wäre deshalb möglicherweise früher möglich gewesen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vier Verletzte bei versuchtem Terroranschlag in New York
Mitten im Berufsverkehr am Montagmorgen knallt es am New Yorker Times Square. Ein 27-Jähriger will sich mit einer Art Rohrbombe in die Luft sprengen. Es gibt vier …
Vier Verletzte bei versuchtem Terroranschlag in New York
Mönchengladbach: Explosion in Mehrfamilienhaus 
Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Mönchengladbach sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Detonation könnte absichtlich herbeigeführt worden sein.
Mönchengladbach: Explosion in Mehrfamilienhaus 
Youtube plant wohl eigenen Musik-Bezahldienst ab März 2018
Wie aus einem Medienbericht hervorgeht, plant die Plattform Youtube einen eigenen Musikservice für März des kommenden Jahres. 
Youtube plant wohl eigenen Musik-Bezahldienst ab März 2018
Vater schüttelt Baby - sieben Jahre Haft
Ein Vater, der sein Baby beinahe zu Tode geschüttelt hat, muss in der Schweiz in Haft. Es war nicht das erste Mal, dass der Mann so auf das Schreien eines Kindes …
Vater schüttelt Baby - sieben Jahre Haft

Kommentare