+
Ein herbstlich verfärbtes Blatt im Stadtwald Eilenriede in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Der Herbst kommt: die schönen und die tristen Seiten

Im Frühling blüht die Natur, der Sommer steht für Urlaubsspaß, der Winter bringt Schnee und Weihnachten. Und was ist mit dem Herbst? An der Jahreszeit scheiden sich die Geister.

Berlin (dpa) - Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Gleichzeitig wird die Natur bunter, und daheim startet die gemütliche Saison. Der Herbst wird geliebt und verabscheut wie vielleicht keine andere Jahreszeit. Ein Für und Wider:

PRO Herbst

Farbenpracht: Gelb, orange oder gar weinrot färbt sich in den kommenden Wochen das Laub der Bäume. Viele hoffen auf einen goldenen Oktober mit viel Sonnenschein.

Gemütlichkeit: Endlich wieder Sofa-Zeit! Mit ruhigem Gewissen kann man sich Filmen oder seinen Lieblingsserien widmen. Oder bei Kerzenschein und heißem Tee den Lieblingsschmöker zur Hand nehmen.

Outdoor-Freuden: Wer trotzdem vor die Tür will, spaziert durch bunte Wälder, sammelt Pilze und Kastanien oder lässt Drachen steigen. Wellness-Clubs und Saunalandschaften füllen sich wieder mehr.

Feste und Bräuche: Das Münchner Oktoberfest beginnt entgegen seinem Namen schon im September und läutet den Herbst ein. Christen feiern kurz danach Erntedank und freuen sich über Feldfrüchte und Getreide. Ende Oktober wird sich an Halloween gruselig verkleidet, rund um den Martinstag (11.11.) ziehen Kinder mit Laternen durch die Straßen.

Essen: Da die Bekleidung jetzt wieder um ein paar Schichten dicker wird, ist es weniger zu sehen, wenn man ein bisschen ansetzt.

KONTRA Herbst

Schlechte Laune: Tageslicht ist wichtig für unser Wohlbefinden. In der dunklen Jahreszeit schütten wir weniger vom Glückshormon Serotonin aus. Etwa fünf Prozent der Deutschen leiden an einer Saisonabhängigen Depression (SAD), wie der Münchner Psychotherapeut Stephan Lermer schätzt.

Saison-Loch: Viele Eisdielen und Freibäder machen dicht. Auch Grill oder Zeltausrüstung kann man langsam wieder im Keller verstauen. Gleichzeitig dauert es bis zur Öffnung von Eisbahnen und Skiliften.

Müdigkeit: Im Herbst erzeugt der Körper nachts mehr Melatonin, das den Schlaf steuert und müde macht.

Nebel: Über dem von Nachtfrost ausgekühlten Boden drückt warme Luft das kalte Grau nach unten. Dieser Nebel schränkt nicht selten stundenlang die Sicht auf maximal einige hundert Meter ein.

Unfälle: Vor allem gefrierende Nässe ist tückisch. Trotz Plus-Graden auf dem Thermometer gefriert Niederschlag auf der Straße. Zudem gibt es im Oktober und November mehr Wildunfälle.

DWD zu Nebel

Informationen zur Winterdepression

Movember Deutschland

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Pest-Fälle in Madagaskar innerhalb einer Woche verdoppelt
Verursacher der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis. Der Erreger wird meist durch infizierte Flöhe von Ratten übertragen.
Pest-Fälle in Madagaskar innerhalb einer Woche verdoppelt
Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht
In dem kleinen Ort in Brandenburg herrschte Entsetzen, als bekannt wurde, dass ein junger Mann auf seiner Flucht zwei Polizisten überfuhr. Er soll zuvor seine Großmutter …
Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht
Portugal ruft nach Waldbränden dreitägige Staatstrauer aus
Lissabon (dpa) - In Portugal hat heute eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer der Waldbrände begonnen. Der portugiesische Regierungschef António Luís Santos da Costa …
Portugal ruft nach Waldbränden dreitägige Staatstrauer aus
15 Frauen vertrauten ihm ihren Körper an - nun teilen sie ein trauriges Schicksal
Sie suchten eine Schönheitsklinik auf - mit dem Wunsch sich endlich schön zu finden. Was dieser Arzt aus Omaha ihnen angetan haben soll, ist einfach nur schockierend.
15 Frauen vertrauten ihm ihren Körper an - nun teilen sie ein trauriges Schicksal

Kommentare