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Auch eine Woche nach der Katastrophe herrschen in Nepal Leid und Verwüstung.

weiterhin 1000 Europäer vermisst

Deutsche Helfer in Nepal haben Problemen bei Koordinierung

Kathmandu - Beim Hilfseinsatz im Erdbebengebiet Nepals stößt auch die deutsche Hilfsorganisation I.S.A.R. auf Probleme. Unterdessen werden weiterhin rund 1000 Europäer vermisst.

„Es hat die Information gefehlt, dass vor allem in den Bergen Hilfe benötigt wird“, sagte I.S.A.R.-Sprecher Stefan Heine am Freitag in Kathmandu.

In der nepalesischen Hauptstadt sowie in der westlich gelegenen Stadt Gorkha habe sich die Lage hingegen im Nachhinein als deutlich weniger dramatisch erwiesen als zunächst berichtet, sagte Heine. „Da kann man aber niemandem einen Vorwurf machen, das bringt die Struktur des Landes mit sich“, sagte Heine. Im bergigen Nepal seien viele Orte schlecht zu erreichen.

Die internationalen Hilfsteams waren nach dem Beben der Stärke 7,8 am vergangenen Samstag nur schleppend vorangekommen. Nepals Regierung räumte ein, mit der Bewältigung der Katastrophe überfordert zu sein. In Nepal starben mehr als 6000 Menschen. I.S.A.R. Germany ist mit 52 Spezialisten und mit Rettungshunden in dem Himalaya-Land im Einsatz.

Sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Himalaya konnte noch kein Kontakt zu rund 1000 Europäern hergestellt werden. „Wir wissen nicht, was mit ihnen passiert ist. Einige von ihnen könnten tot sein. Andere könnten sich einfach nur noch nicht gemeldet haben“, sagte Rensje Teerink, Botschafterin der Europäischen Union in Kathmandu, am Freitag. Die meisten Europäer würden in dem beliebten Wandergebiet im Langtang-Nationalpark oder in der Region rund um den Mount Everest vermisst.

Die Zahl der vermissten Deutschen bewegt sich nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt im höheren zweistelligen Bereich. Bei dem Erdbeben am Samstag kamen nach offiziellen Angaben mindestens 6300 Menschen ums Leben, davon 6204 in Nepal.

dpa

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