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Die Deutschen kaufen 29 Millionen Weihnachtsbäume.

Deutsche kaufen 29 Millionen Weihnachtsbäume

Frankfurt/Main - Weihnachtsbäume gehören für die meisten Deutschen zum Fest wie Gänsebraten und Geschenke. Würde man alle verkauften Bäume aneinanderlegen, reichten sie einmal rund um den Äquator.

Rund zwei Wochen vor Weihnachten läuft der Weihnachtsbaumverkauf langsam an. In Deutschland rechnen Experten in diesem Jahr mit rund 29 Millionen verkauften Bäumen. Das sind laut dem Hauptverband der Deutschen Holzindustrie rund 1,3 Millionen mehr als vor fünf Jahren. Die deutschen Forstbetriebe stellen dabei 70 Prozent der angebotenen Bäume, 30 Prozent stammen aus dem Ausland. Die beliebteste Sorte ist weiterhin die Nordmanntanne. Sie kostet wie auch im vergangenen Jahr zwischen 32 und 42 Euro. Auch die Preise für die anderen Baumarten haben sich kaum verändert.

29 Millionen verkaufte Bäume - aneinandergelegt ergäben sie eine Baumkette, die rund um den Äquator reicht, wie die Forstgewerkschaft IG BAU errechnet hat. Dass die Zahl der verkauften Bäume kontinuierlich steigt, liegt vor allem daran, dass viele Familien stellten nicht mehr nur im Wohnzimmer einen Christbaum aufstellen, sondern sich auch einen Zweitbaum leisten.

Preise nahezu unverändert

Der Preis für Weihnachtsbäume hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Für eine zwei Meter große und qualitativ hochwertige Nordmanntanne müssen Verbraucher laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zwischen 32 und 42 Euro bezahlen. Eine Blaufichte in der selben Größe ist rund 18 Euro günstiger zu haben. Für eine normale Fichte werden Preise zwischen 13 und 17 Euro verlangt.

Die Nordmanntanne ist mit einem Marktanteil von etwa 40 Prozent der meistverkaufte Weihnachtsbaum. Es folgen die Küstentanne und die Blaufichte. Kaum nachgefragt werden hingegen die Fichte und die Kiefer, die wegen ihrer langen Nadeln schwierig zu schmücken ist.

Wem sein Baum im Übrigen zu kahl ist, kann mit ein wenig handwerklichem Geschick nachhelfen. Gebraucht werden ein paar lose Äste, Kaltleim, ein Akkuschrauber oder eine kleine Bohrmaschine, verschieden große Holzbohrer, ein scharfes Taschenmesser, grünes oder farbloses dünnes Nylonband, Handschuheund eine Schutzbrille. Am Stamm werden dann die Löcher gebohrt, der Ast wird angespitzt, festgeleimt und mit dem Nylonband fixiert.

Oktopus Paul statt der klassischen Kugel

Was dann an den Weihnachtsbaum gehängt wird, ist wie so vieles gewissen Moden und Trends unterworfen. Laut dem Weihnachtsschmuck-Händler Johann Wanner erfreuen sich Tiermotive wachsender Beliebtheit. Wanner, der sein Geschäft im schweizerischen Basel seit rund 40 Jahren betreibt, erklärt sich das so: “Christbaumschmuck ist auch immer ein bisschen ein Spiegel der Gesellschaft. Und wenn zum Beispiel Tiersendungen im Fernsehen in Mode sind, ist es auch Christbaumschmuck in Tierform.“ Deswegen habe er in seinem Sortiment zum Beispiel eine Mini-Version des Eisbären Knut und eine des jüngst verschiedenen Oktopus Paul.

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