+
Die Höhe der Spenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Deutsche spendeten 2014 rund 6,4 Milliarden Euro

Berlin (dpa) - Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld für allgemeine soziale Zwecke gespendet - und zugleich deutlich weniger für die Opfer von einzelnen Krisen und Katastrophen.

Laut einer Hochrechnung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DIZ) in Berlin kamen insgesamt gut 6,4 Milliarden Euro zusammen, etwa 65 Millionen mehr als 2013. 100 Millionen Euro waren sogenannte Sonderspenden, die zu speziellen Anlässen wie etwa Naturkatastrophen gesammelt werden.

2013 hatten das verheerende Hochwasser in Deutschland (158 Millionen Euro) und der Taifun "Haiyan" auf den Philippinen (144 Millionen) dafür gesorgt, dass etwa dreimal so viel Geld in diesem Bereich zusammenkam, wie das DZI am Montag mitteilte. 2014 dagegen habe die Hilfe für Flüchtlinge im Nahen Osten mit rund 54 Millionen Euro schon den größten Posten ausgemacht.

Dass knapp 270 Millionen Euro mehr als im Vorjahr bei den allgemeinen Spenden zusammengekommen seien, führte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke vor allem auf zwei Dinge zurück: Zum einen seien viele Deutsche angesichts einer guten wirtschaftlichen Lage bereit gewesen, mehr für Bedürftige zu geben. Zum anderen wirke sich offensichtlich nun aus, dass sich die Spendenorganisationen besser und transparenter organisiert hätten.

Das Zentralinstitut ermittelt für seinen Spenden-Index unter anderem die Einnahmen der größten Organisationen und rechnet diese dann auf alle Organisationen hoch, die ein DZI-Spendensiegel tragen. An diesem Mittwoch stellt auch der Deutsche Spendenrat seine Bilanz des Jahres 2014 vor. Er ermittelt seine Werte auf Grundlage von Analysen des Marktforschungsunternehmens GfK. Sie fallen meist niedriger aus als die vom DZI.

DZI-Spendenbilanz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

17-Jähriger bleibt mit Omas Auto liegen - und zeigt sich kreativ
Berlin - Eine Woche vor seiner geplanten Führerscheinprüfung hat ein 17-Jähriger eine Spritztour mit Omas Auto unternommen - und diese gründlich verbockt.
17-Jähriger bleibt mit Omas Auto liegen - und zeigt sich kreativ
Drei tote in Wohnheim - 42-Jähriger unter Tatverdacht
Grausiges Geschehen in einem sozialtherapeutischen Wohnheim in Wuppertal. In dem Gebäude findet die Polizei die Leichen von drei Männern. Ein 42-jähriger Mitbewohner …
Drei tote in Wohnheim - 42-Jähriger unter Tatverdacht
Samenbank-Ex-Chef soll Vater von mindestens 19 Kindern sein
Rotterdam - Der frühere Direktor einer Samenbank in den Niederlanden ist vermutlich der Vater von mindestens 19 Kindern, die nach einer In-Vitro-Fertilisation geboren …
Samenbank-Ex-Chef soll Vater von mindestens 19 Kindern sein
Vier Tote am Mount Everest - „Wissen nicht, wie sie gestorben sind“
Erneut sind mehrere Bergsteiger beim Versuch, den höchsten Berg der Welt zu bezwingen, ums Leben gekommen. 
Vier Tote am Mount Everest - „Wissen nicht, wie sie gestorben sind“

Kommentare