6000 Deutsche aus Tunesien ausgeflogen

Berlin - Die Rückholaktion von rund 6000 Touristen aus Tunesien ist abgeschlossen. Die Medienberichte, wonach Deutsche während der Unruhen verhaftet wurden, wollte das Auswärtige Amt nicht bestätigen.

Die wegen der politischen Unruhen gestartete Rückholaktion für deutsche Urlauber in Tunesien ist beendet. Mehr als 6.000 Touristen seien in gut 30 Flügen nach Hause zurückgebracht worden, teilte das Auswärtige Amt am Montag in Berlin mit. “Alle deutschen Urlauber, die zurückkehren wollten, sind auch zurückgekehrt“, sagte ein Ministeriumssprecher. In Tunesien befänden sich derzeit nur noch 500 bis 1.000 Deutsche, die aber im Land bleiben wollten.

Nicht bestätigen wollte der Sprecher Berichte, wonach mehrere Deutsche bei den Unruhen festgenommen wurden. Diese Angaben würden jetzt geprüft. Doch gebe es dazu unterschiedliche Meldungen, fügte der Sprecher hinzu.

Schwedische Jäger in Tunis festgenommen

Wie sich später herausstellte, wurde eine Gruppe schwedischer Jäger in Tunesien vorübergehend festgenommen. Das wurde am Montag in diplomatischen Kreisen in Tunis bestätigt. In tunesischen Fernsehberichten am Vorabend war von festgenommenen Deutschen die Rede gewesen; dies hat sich jedoch nicht bewahrheitet.

Die Männer waren in Tunesien Wildschweine jagen gewesen, konnten wegen der Unruhen aber nicht ausreisen. Stattdessen hatten sie versucht, auf eigene Faust mit einem Taxi ins Zentrum zu fahren. Als Sicherheitskräfte den Wagen durchsuchten und die Waffen fanden, kam es zu einem Missverständnis: Die Uniformierten dachten, die Ausländer wollten sich an den Auseinandersetzungen beteiligen.

dapd/dpa

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