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Bei seinem ersten Außenbordeinsatz an der internationalen Raumstation ISS wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst zusammen mit einem Kollegen Wartungsarbeiten an der Raumstation ausführen.

Arbeiten an der Raumstation 

Alexander Gerst beginnt Außenbordeinsatz an ISS

Berlin - Für den deutschen Astronauten Alexander Gerst hat die größte Herausforderung seiner Raumfahrer-Karriere begonnen: Am Dienstagnachmittag brach er auf zu seinem ersten Außenbordeinsatz an der Raumstation ISS.

Der 38-jährige Geophysiker aus Künzelsau verließ am Dienstagnachmittag gemeinsam mit seinem US-Kollegen Reid Wiseman die internationale Raumstation ISS zu einem knapp siebenstündigen Außenbordeinsatz, wie im Internet übertragene Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten. Nach Thomas Reiter und Hans Schlegel ist Gerst damit der dritte deutsche Astronaut, der einen solchen Außeneinsatz absolviert.

Gerst und Wiseman sollen im Weltraum Wartungsarbeiten an der ISS ausführen. Sie werden eine defekte Kühlpumpe an ihre endgültige Position transportieren und dort montieren. Zudem installieren die beiden Astronauten ein Aggregat für die Stromversorgung des kanadischen Roboterarms der ISS. Die Rückkehr der beiden Astronauten in das fliegende Forschungslabor ist für 20.40 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit geplant.

In den amerikanischen Raumanzügen von Gerst und Wiseman herrscht ein Druck von einem Drittel Bar - im Inneren der ISS beträgt der Luftdruck hingegen rund ein Bar, was dem Normaldruck in Meereshöhe entspricht. Um sich langsam an den geringeren Luftdruck im Raumanzug zu gewöhnen, verbrachte Gerst die Nacht zum Dienstag in der Ausstiegsschleuse der ISS, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. Dort wurde der Luftdruck langsam heruntergefahren und so an die Druckverhältnisse im Raumanzug angeglichen.

Gerst hält sich seit Ende Mai auf der Internationalen Raumstation auf. Er ist der elfte deutsche Astronaut im All. Seine Rückkehr zur Erde ist für den 11. November vorgesehen.

AFP

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