+
Das Camp der Bergsteigergruppe am Mount Manaslu.

13 Mitbergsteiger werden vermisst

Deutscher Bergsteiger stirbt bei Lawine

Kathmandu - Bei einem Lawinenunglück an einem Berg in Nepal sind nach Angaben der Polizei am Sonntag mindestens neun Bergsteiger getötet worden. Unter den beiden Opfern soll auch ein Deutscher gewesen sein.

Mindestens neun Bergsteiger sind bei einem Lawinenabgang im Himalaya in Nepal ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei starb auch ein deutscher Bergsteiger, als die Lawine zwei Camps in etwa 7000 Meter Höhe auf dem 8163 Meter hohen Mount Manaslu unter sich begrub. Bis zu acht Bergsteiger wurden noch vermisst. Mehr als zehn konnten gerettet werden, darunter auch zwei Deutsche.

Die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt ging nach offiziellen Angaben ab, als sich die Bergsteiger am Sonntag auf den Aufstieg zum Gipfel vorbereiten. Plötzlicher Sonnenschein nach Tagen mit kaltem Wetter habe die Lawine ausgelöst.

Ein weiteres Opfer stamme aus Spanien und eines aus Nepal, teilte das nepalesische Tourismusministerium am Sonntag mit. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete von einem tödlich verunglückten italienischen Bergsteiger. Die übrigen Toten waren zunächst noch nicht identifiziert. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich zu der Identität des deutschen Opfers nicht äußern.

Drei Italiener seien unversehrt geblieben, berichtete Ansa weiter. „Ich habe mindestens 13 Tote gesehen, es können aber noch mehr (unter dem Schnee) sein“, wurde einer von ihnen zitiert. Retter bargen zunächst die Leichen von neun Opfern. „Der Manaslu ist wegen seiner steilen Hänge und schwierigen Wetters als Todesberg bekannt“, sagte Dipendra Paudel, Mitarbeiter des Tourismusministeriums. Polizei und Tourismusministerium machten unterschiedliche Angaben zur Zahl der Vermissten. Während die Polizei von vier Vermissten sprach, war im Ministerium von acht Vermissten die Rede. Dabei soll es sich um sechs französische Bergsteiger sowie jeweils einen Kletterer aus Kanada und Italien handeln.

Dreizehn Bergsteiger hätten gerettet werden können, teilte die Polizei mit. Zunächst war von zwölf Geretteten die Rede gewesen. Unter ihnen seien zwei deutsche Kletterer, drei Franzosen und ein Nepalese. Sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Hauptstadt Kathmandu gebracht. Die Rettungsaktion sei am Sonntagabend wegen schlechten Wetters abgebrochen worden, sagte Paudel. Erst am Montag könnten mehr Informationen bekanntgeben werden, wenn die Rettungsaktion wieder aufgenommen werde.

Jedes Jahr kommt es während der Klettersaison in Nepal zu Unfällen. Sie dauert von April bis Mai und nach einer Unterbrechung während der Monsunmonate wieder von September bis Oktober.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rettungswagen baut Unfall und kippt um - Hochschwangere Frau an Bord wird verletzt
In Hamburg wurden bei einer Kollision eines Rettungswagens mit einem Auto mehrere Personen verletzt, darunter eine hochschwangeren Patientin. 
Rettungswagen baut Unfall und kippt um - Hochschwangere Frau an Bord wird verletzt
Polizei stoppt Ford Mustang! Ein Detail war selbst erfahrenen Beamten zu heftig
Die Polizei Frankfurt stoppt einen Ford Mustang: Ein Tuning-Detail war selbst erfahrenen Beamten zu heftig.
Polizei stoppt Ford Mustang! Ein Detail war selbst erfahrenen Beamten zu heftig
Schlägerei in bekanntem MTZ-Eiscafé eskaliert! Angestellte drehen durch und greifen zu Waffen
Frauen schreien in Panik, Gäste verlassen ihre Tische: Im bekannten MTZ-Eiscafé "Tiziano" ist es zu einer wüsten Schlägerei gekommen. Dabei waren auch Waffen im Einsatz.
Schlägerei in bekanntem MTZ-Eiscafé eskaliert! Angestellte drehen durch und greifen zu Waffen
Polizei verhaftet nackten Mann auf Straße - was er vorher gemacht hat, macht Beamte sprachlos
In Frankfurt verhaftet die Polizei einen nackten Mann auf der Straße - doch was sich die 15 Minuten vor der Verhaftung in Bockenheim abspielte, ist wirklich unglaublich. 
Polizei verhaftet nackten Mann auf Straße - was er vorher gemacht hat, macht Beamte sprachlos

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.