Deutscher in Griechenland wegen Mordes an Freundin verurteilt

Thessaloniki - Ein Deutscher ist in Griechenland wegen Mordes an seiner Freundin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Wie die Athener Nachrichtenagentur ANA am Donnerstag berichtete, hatte der 47-Jährige die Leiche seiner 54 Jahre alten Freundin zwei Monate lang in der gemeinsamen Wohnung aufgebahrt - umgeben von Blumen, Puppen und ausgestopften Tieren.

Der Mann war im vergangenen Februar in der kleinen nordgriechischen Stadt Asprovalta festgenommen worden. Nun stand er in Thessaloniki vor Gericht.

Die aus Düsseldorf stammende Frau war nach den Berichten seit 2001 mit dem Mann zusammen und 2006 mit ihm nach Griechenland gezogen. Nach Aussagen der Polizei waren beide Alkoholiker und hatten oft miteinander gestritten. Bei einem heftigen Kampf habe der 47-Jährige die Frau schließlich gefährlich verletzt und dann allein gelassen. Innerhalb von 24 Stunden sei sie ihren Verletzungen erlegen. Die Verteidigung hatte angeführt, dass der Mann psychisch instabil sei und daher seine Handlungen nicht voll kontrollieren könne. Diesen Argumenten folgten die Richter in Thessaloniki jedoch nicht.

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